Margaret Atwood alias Grace

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Inhaltsangabe zu „alias Grace“ von Margaret Atwood

Toronto, 1843: Das junge Dienstmädchen Grace wird mit sechzehn des Doppelmordes an ihren Arbeitgebern schuldig gesprochen. In letzter Sekunde wandelt das Gericht ihr Todesurteil in eine lebenslange Gefängnisstrafe um. Sie verbringt Jahre hinter Gittern, bis man sie schließlich entlässt. Im Haushalt des Anstaltdirektors begegnet sie dem Nervenarzt Simon, der ihrer Geschichte auf den Grund gehen will: Ist Grace eine gemeingefährliche Verbrecherin oder unschuldig? Margaret Atwood hat einen Roman von hypnotischer Spannung geschrieben, der die Geschichte einer realen Gestalt, einer der berüchtigtsten Frauen Kanadas erzählt.

Kein typischer, dystopischer Atwood Roman, aber genauso elaboriert mit einem semi-Happy End, das den Leser noch darüber hinaus beschäftigt

— ichundelaine

Sprachgewandte, wortreiche Lektüre, atmosphärisch und auch spannend. Aber leider zu viele langatmige Abschnitte, die den Lesefluss stören.

— Seehase1977

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  • Grace

    alias Grace

    Fornika

    04. August 2017 um 09:50

    Mitte des 19ten Jahrhunderts wird die 16jährige Grace Marks wegen Mordes an ihrem Dienstherren verurteilt. Ihr Komplize landet am Galgen, sie selbst im Gefängnis. Doch ist Grace wirklich schuldig? Immer wieder kommen Zweifel auf. Jahre später befasst sich der Nervenarzt Dr. Simon Jordan mit ihrem Schicksal…  Margaret Atwood hat sich den realen Fall von Grace Marks vorgenommen und daraus eine meisterhafte Erzählung gemacht. Sie lässt Grace ihre Geschichte berichten und man ist als Leser schnell für das junge Mädchen eingenommen. Eine sympathische Figur, die allerlei Scheußliches erlebt. Immer wieder muss man sich in Erinnerung rufen, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, auch wenn Atwood die Lücken in der Historie natürlich füllen musste. Schuldig oder nicht, das ist die große Frage, die jedoch immer wieder in den Hintergrund rückt. Denn Atwood thematisiert u.a. die gesellschaftlichen Strukturen, die Frauenrolle im 19ten Jahrhundert und auch den Umgang mit den „Irren“ in dieser Zeit. Interessante Thematiken also, die sich rundum gelungen mit Grace’s Geschichte verbinden. Unterlegt wird das fiktive Geschehen mit vielen Zeitungsausschnitten, Briefen und Gedichten aus jener Zeit, sodass ein sehr authentisches Bild entsteht. Fasziniert hat mich auch wie unterschiedlich Grace in den historischen Quellen dargestellt wurde: auf der einen Seite das durchtriebene Flittchen mit mörderischen Absichten, auf der anderen Seite die harmlose Irre, die unschuldig im Gefängnis sitzt. Wo die Wahrheit dazwischen liegt, lässt sich bis heute nicht abschließend klären. Auch Atwoods Erzählstil hat mir sehr gut gefallen, sie findet sowohl für Grace selbst, als auch für Jordan den richtigen Ton. Geduldig rollt sie die Geschichte auf und trotz des etwas holprigen Einstiegs, war ich von der ersten Seite an fasziniert und gefesselt. Ein Roman, der Realität und Fiktion meisterhaft verbindet. Absolute Leseempfehlung!

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  • Skrupellose Mörderin oder unschuldig und zu Unrecht verurteilt? Sprachgewandte Lektüre mit Längen

    alias Grace

    Seehase1977

    30. July 2017 um 15:39

    Eine skrupellose Mörderin oder unschuldig und zu Unrecht verurteilt? Sprachgewandte Lektüre, jedoch mit einigen Längen - 3,5 SterneDie junge Dienstmagd Grace Marks wird in Toronto des Doppelmordes beschuldigt. Die 16jährige soll ihren Dienstherren sowie das Dienstmädchen Nancy Montgomery umgebracht haben. Ihr Schicksal scheint besiegelt, denn für Mord steht die Todesstrafe. In letzter Minute wandelt das Gericht das Urteil jedoch in eine lebenslange Haftstrafe um. Der Doppelmord ist in aller Munde und Grace Geschichte spaltet die Gesellschaft. Kaltblütige Mörderin? Wahnsinnige Irre? Unschuldiges Mädchen? Im Haushalt des Gefängnisdirektors begegnet Grace schließlich dem jungen Arzt Simon Jordan der eine moderne Nervenheilanstalt gründen will und dem sie ihre Geschichte erzählt….Meine Meinung:Margaret Atwood erzählt in ihrem Roman „Alias Grace“ die Geschichte des Hausmädchens und mutmaßlichen Doppelmörderin Grace Marks, deren Schuld nie zu 100 Prozent nachgewiesen werden konnte, nach einer wahren Begebenheit. Der Fall Marks hat das Kanada des 19. Jahrhunderts schwer beschäftigt und war nicht nur in den Zeitungen Kanadas, sondern auch in denen der Vereinigten Staaten und Großbritannien ein heißes Thema.Atwood erzählt abwechselnd aus der Sicht des jungen Nervenarztes Simon Jordan, der die Errichtung einer modernen Nervenanstalt plant und der sich durch Grace und ihre Geschichte die notwendige Popularität erwartet und aus dem Blickwinkel der Verurteilten, die Einsicht in ihr Leben bis hin zu dem verhängnisvollen Tag der Morde gewährt. Unterbrochen bzw. ergänzt werden diese Erzählungen durch Auszüge aus Zeitungsartikeln, Gerichtsakten und diversen Briefwechseln.Die Autorin beschreibt ein klares und facettenreiches Bild des Lebens eines Dienstmädchens im 19. Jahrhundert. Ärmlichste Verhältnisse und harte Arbeit beherrschten den Alltag einer Dienstmagd, die nicht selten auch die Zudringlichkeiten ihres Dienstherren erdulden musste. Nicht selten wurden die Mädchen schwanger, ein Leben in Schmach und Schande folgte, nicht selten ließen die jungen Frauen die Kinder abtreiben, was sie oft genug mit ihrem Leben bezahlen mussten. Diese Erzählungen haben mich sehr bewegt und erschüttert.Margaret Atwood hat einen schönen und wortreichen Erzähl- und Schreibstil, auch wenn ich mich zu Anfang an diesen ganz besonderen Stil erst gewöhnen musste. Einmal hineingefunden, konnte mich die Autorin sprachlich und atmosphärisch wirklich überzeugen.Leider ziehen sich viele Kapitel und die darin enthaltenden Schilderungen unnötig in die Länge. Vor allem die diversen Briefwechsel und Auszüge aus den Gerichtsakten und diversen Gedichten fand ich persönlich sehr ermüdend, so dass ich meist nur quergelesen habe, aber auch die Ausführungen, die Grace Leben betrifft, wurden oft wiederholt und langweilten mit der Zeit. Diese Passagen zerstören leider immer wieder die schönen und fesselnden Momente im Buch. Die historischen Hintergründe und seinerzeitigen Tatsachen scheinen mir gut recherchiert und belegt. Die Charakterisierungen der einzelnen Personen, allen voran Grace Marks, sind Margaret Atwood sehr gut gelungen, für mich war Grace nie wirklich greifbar, mal war ich von ihrer Schuld überzeugt, mal war ich sicher, dass das arme Mädchen zu Unrecht verurteilt wurde. Die Autorin bleibt ihren Lesern die Antwort um die Schuld oder Unschuld von Grace Marks jedoch schuldig.Mein Fazit:„Alias Grace“ von Margaret Atwood war für mich das erste Buch dieser bekannten Autorin. Leider konnte sie mich nicht zu 100 Prozent überzeugen. Zwar haben mir die Tatsache, dass es sich um eine fiktive Geschichte mit wahrem Hintergrund handelt, der wundervolle Schreib- und Erzählstil sowie die vielen interessanten Passagen des Buches gefesselt und begeistert. Andererseits gab es viel zu viele Abschnitte, die langatmig und ermüdend waren und die ich irgendwann nur noch quergelesen habe. Auch wenn ich für „Alias Grace“ keine hundertprozentige Leseempfehlung geben kann, werde ich die anderen Bücher der Autorin dennoch genauer in Augenschein nehmen.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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