Margaret Landon Der König und ich

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Inhaltsangabe zu „Der König und ich“ von Margaret Landon

Er ist der König von Siam, mächtig, unberechenbar und immer zerrissen zwischen den Werten seiner Väter und dem Wunsch, sein Land in eine bessere Zukunft zu führen. Sie ist eine jung verwitwete, englische Lehrerin, die ihm und seinen Kindern die englische Sprache und die europäische Kultur näherbringen soll. Mehr als einmal widersetzt sich Anna dem 'Herrn des Lebens', wie Mongkut von seinem Volk genannt wurde – und immer wieder hört der Monarch auf die Fremde, die seither als 'Weißer Engel' verehrt wird.

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    Sie schrubbte ihr Gesicht mit aller Kraft, doch der Spiegel verhehlte ihr nicht, daß weder Wasser noch Seife die Schatten der Angst und der Einsamkeit entfernen konnten. Siam, 1862: Die junge Witwe Anna Leonowen, die an den königlichen Hof gerufen wird, um die Kinder und Frauen des Königs in englischer Sprache und Kultur zu unterrichten, entdeckt hinter den Haremsmauern eine für sie gänzlich neue Welt – eine Welt voller Aberglaube, verschwenderischem Hofleben, Heldentum, Intrigen, Traditionen, Folter, asketischer Verehrung und allgegenwärtiger Angst vor Mongkut, dem „Herrn des Lebens“, wie der König von seinem Volk genannt wird. Doch die Engländerin ist nicht bloße Zeitzeugin, sondern ebenfalls eine moderne Frau, die dem Monarchen nicht nur einmal zu widersprechen wagt. Wie aus dem Vorwort ersichtlich ist, basiert der vorliegende Roman auf den Erlebnisberichten Anna Leonowens während ihrer 6-jährigen Tätigkeit als Gouvernante am siamesischen Hofe, wobei Margaret Landon nach eigenen Angaben Veränderungen vornahm, die jedoch lediglich dazu dienen sollten, um die Geschichte unter Anpassung der modernen Sprache von 1940 einem modernen Publikum präsentieren zu können, was ich persönlich nicht weiter schlimm fand. Der Titel ist ein wenig irritierend gewählt – es handelt sich hierbei keineswegs um eine Ich-Erzählung. Obgleich die Handlung ausschließlich aus Annas Sicht geschildert wird, fungiert sie überwiegend als Beobachterin. Der Erzählstil ist recht flüssig, wenn auch eher schlicht gehalten. Spannung erzeugen und tragen demnach vermehrt die aneinandergereihten Episoden, die mich anhand der Fremdartigkeit sowohl faszinierten als auch schockierten. Ich fand die dramatische Biografie sehr spannend, obwohl mir der Schreibstil recht distanziert vorkam. Hier komme ich zu meinem Kritikpunkt: Anna blieb mir größtenteils fremd und irgendwie blass. Dies mag einerseits am Schreibstil liegen und andererseits daran, dass sich Anna in ihren Tagebüchern wohl kaum selbst beschrieben haben mag. An manchen Stellen blieben mir manche Fragen, die sich mir aufzwangen, leider unbeantwortet. Dazu weiter unten mehr, jedoch mit Spoilerwarnung. Bei meiner Recherche stieß ich, nachdem ich das Buch beendet hatte, auf einen Artikel auf Wiki, der besagt, dass man heutzutage davon ausgeht, Anna Leonowens hätte ihre Bedeutung am Königshof etwas übertrieben bzw. nicht wahrheitsgemäß dargestellt. Daraus kann man der Autorin Margaret Landon jedoch kein Vorwurf machen, da sie den Roman auf Annas Berichten stützte. Demnach sollte man wohl die Biographie unter dem Aspekt eines Romans, der einen Wendepunkt in der Geschichte Siams erahnen lässt, und weniger als Portrait einer vergangenen Zeit lesen und sich unterhalten lassen. Und dennoch kann Annas Geschichte selbst für unsere heutige Zeit als Inspiration dienen: dass wir die Welt positiver gestalten können, auch wenn sie alternativlos erscheint. Erwähnenswert finde ich, dass dieser Roman – wenn man Quellen im Internet glauben schenken mag – aufgrund der "Königsbeleidigung" nach wie vor in Thailand verboten ist. Zusammenfassend möchte ich diesen Roman allen jenen, die eine ergreifende Lebensgeschichte mit kulturellen Hürden in einem farbenprächtigen Hintergrund lesen möchten und die sich von meinen Kritikpunkten nicht abschrecken lassen (bitte nicht!), empfehlen. Ach ja: Die Verfilmung mit Jodie Foster weicht übrigens stark von der Romanvorlage ab. ++++++++++SPOILER++++++++ Mir war es beispielsweise rätselhaft, weshalb Anna dem König wiederholt widersprechen konnte, ohne jedoch bestraft zu werden. Nur weil sie eine Engländerin war? Keine Ahnung.

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    • 9
    joleta

    joleta

    26. January 2015 um 01:04
    parden schreibt Mir schwante doch, als hätte ich eine Verfilmung vor gefühlt 100 Jahren gesehen... Das Buch brauche ich glaube ich nicht...

    Anna und der König von Siam - eine Serie mit Yul Brynner. Ich glaube, meine Mutter hat mit mir jeden Teil angesehen...

  • Eine wahre Geschichte

    Der König und ich
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    13. October 2013 um 19:21

    Obwohl "Der König und ich" von Margaret Landon sehr leichtfüssig geschrieben ist, musste ich das Buch immer wieder aus der Hand legen, weil ich nicht weiterlesen konnte. Ich kann kaum fassen, was ich da gelesen habe. "Anna und der König vonSiam" war mir von Kindheit an ein Begriff durch die Verfilmungen mit Yul Brynner. Als ich im Vorwort erfuhr, dass diese Geschichte WAHR ist, wäre ich beinahe vom Stuhl gekippt. Margaret Landon, die selbst lange in Siam gelebt hat, schrieb das Buch nach Aufzeichnungen der Lehrerin Anna Leonowens und anderen Dokumenten. Anna Leonowens und ihren kleinen Sohn verschlägt es von 1862 bis etwa 1866 an den Hof des Königs von Siam, wo sie seine 67 Kinder unterrichten soll. Da die Lehrerin von den Sitten in Siam ebenso erstaunt ist wie ich als Leser, konnte ich den Schilderungen und Anekdoten leicht folgen und in die fremde Zeit eintauchen. Von Seite zu Seite wuchs dabei meine Bewunderung für Anna Leonowens, die auch "der weisse Engel" genannt wurde. Das Buch schildert das Leben im Harem, die Intrigen am Hof, die oft dramatische Situation von Frauen und Kindern, die damalige Rechtssprechung, das Foltern, den Glauben an Zauberei und Horoskope und die Sklaverei. Oft setzt sich die Lehrerin für Menschen ein und beeinflusst den König, was auch zu Spannungen führt. Sie unterrichtet die Kinder mit viel Liebe, und es entsteht sogar eine Übersetzung von "Onkel Toms Hütte". Der kleine Prinz Chulalongkorn verspricht, die Sklaverei abzuschaffen, was er auch tut als er erwachsen ist. Und so ist es vielleicht nicht übertrieben, wenn ich es als Anna Leonowens Lebenswerk betrachte, daran mitgewirkt zu haben, die Sklaverei in Siam abzuschaffen. Später trifft sie die Schriftstellerin Harriet Beecher Stowe persönlich. Das Schicksal der Personen, die wir als Leser kennenlernen, hat mich berührt, sogar der launische König hat mich bewegt. Was mich aber wirklich regelrecht verstört, das ist zu sehen, dass ein einziger Mensch tatsächlich etwas bewegen kann. Wir leben in einer Zeit, in der wir den Glauben daran verloren haben, die Welt positiv verändern zu können und sie zum Guten gestalten zu können. In den Nachrichten höre ich ständig, das, was passiert, sei alternativlos. Dieses Buch beweist das Gegenteil. "Der König und ich" ist die bewegende Biographie einer engagierten Lehrerin und ein Roman über einen Wendepunkt in der Geschichte Siams. Anna Leonowens kann auch für uns in der heutigen Zeit eine Inspiration sein, an Menschenrechte zu glauben und eine lebenswerte Zukunft gestalten zu wollen. Als sie abreist, sagt sie zu Prinz Chulalongkorn: "Bewahren Sie sich Ihr tapferes und treues Herz, mein Prinz!" Und diesen Zuspruch nehme ich aus dem Buch für mich mit und wünsche ihn jedem anderen Leser auch

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