Margaret Mazzantini Das schönste Wort der Welt

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Inhaltsangabe zu „Das schönste Wort der Welt“ von Margaret Mazzantini

Eines Morgens lässt die Mittfünfzigerin Gemma ihr Leben in Rom hinter sich und fliegt mit ihrem Sohn Pietro nach Sarajevo. Die Stadt ist schwer gezeichnet von vier schrecklichen Kriegsjahren. Sie werden erwartet von Gojko, der Gemma während der Olympischen Winterspiele 1984 mit der Liebe ihres Lebens bekannt gemacht hat: mit Diego, dem wilden Fotografen aus Genua. Er lebt nicht mehr, doch ein paar seiner Arbeiten werden jetzt zur Erinnerung an den Bosnienkrieg ausgestellt. Gemma wird von der Vergangenheit eingeholt. Die süße, unschuldige Zeit vor dem Krieg: zwei furchtlose junge Menschen und ihre leidenschaftliche, bedingungslose Liebe in einer unversehrten Stadt. Auf immer ist diese Liebe untrennbar an Sarajevo gebunden. Dort kam 1992, während die ersten Bomben fielen, der von Gemma so heiß ersehnte und erkämpfte gemeinsame Sohn zur Welt. Und das, obwohl sie doch unfruchtbar war … Wie der Krieg und diese Geburt schicksalhaft verknüpft sind, wie Liebende sich finden und zueinanderhalten und wie zuletzt Güte, Hoffnung und Gerechtigkeit siegen, davon erzählt Margaret Mazzantini so mitreißend, wie man es selten gelesen hat.

Eine bittersüße Geschichte mit klaren, einfachen Worten erzählt, die einen sofort gefangen nimmt und berührt!

— liyah40
liyah40

Ich habe etwas anderes erwartet von diesem Buch - eine süße Geschichte. Am Ende war sie bitter-süß, mit unerwarteten Nuancen zwischendurch

— SteffiWausL
SteffiWausL

hier gibt es die wunderbare rezension von klappentexterin: http://klappentexterin.wordpress.com/2012/01/09/krieg-und-liebe/ die hat mich verführt und es hat sich ausgezahlt, eine gewaltige sprache!

— radieschen
radieschen

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  • Die Kraft der Liebe - ganz ohne Kitsch

    Das schönste Wort der Welt
    Federfee

    Federfee

    31. August 2016 um 11:58

    Es gibt Romane, die es einem tagelang unmöglich machen, etwas anderes zu lesen, so sehr hängt man noch in der Gedankenwelt des Buches fest. Etwas über dieses Buch zu schreiben ist schwierig, die Wiedergabe des Inhalts klingt nach einem billigen Roman, aber das ist es ganz und gar nicht.Es geht um die verrückte und unverbrüchliche Liebe zweier Menschen zueinander, um die Belagerung Sarajewos im Balkankrieg und um die Frage, was eine Liebe alles aushalten kann und um mehr ...An meiner Faszination wesentlich beteiligt ist die Sprache Margaret Mazzantinis (ein Lob auch an die Übersetzerin Karin Krieger): unverbraucht und ohne Klischees, kraftvoll und doch manchmal poetisch.Nur den Titel halte ich für nicht besonders gelungen; der italienische 'Venuto al mondo' (in die Welt gekommen) erscheint mir passender und zutreffender.

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  • berührend, ehrlich & bittersüß

    Das schönste Wort der Welt
    liyah40

    liyah40

    "Wie kommt es nur, dass wir im Leben auf die besten Menschen verzichten und uns anderen zuwenden, die uns nichts angehen, die uns nicht gut tun, die uns einfach über den Weg laufen, uns mit ihren Lügen bestechen und uns daran gewöhnen, Angsthasen zu werden?" "Das schönste Wort der Welt" ist eine Geschichte über eine große Liebe, über Hoffnungen, Enttäuschungen und den Krieg. Gemma lernt auf einer Geschäftsreise während der Olympischen Winterspiele in Sarajevo 1984 Gojko kennen, anfangs noch skeptisch und vielleicht ein klein wenig überheblich lässt sie sich doch mitreißen und lernt durch ihn ihre große Liebe Diego kennen. Doch die Liebe scheint keine Chance zu haben, schließlich steht Gemma kurz vor ihrer Hochzeit... Doch natürlich kommt alles anders, Gemma steht zu ihren Gefühlen und zu Diego, eine große Liebe ist geboren! Nur eins bleibt ihnen verwehrt: Gemma kann keine Kinder bekommen! Durch ihren Schmerz und ihr Gefühl, als Frau nichts mehr wert zu sein, Diego nicht mehr halten zu können, wird sie geradezu besessen von dem Gedanken, ein Kind von Diego zu bekommen... Schnell könnte man denken, dies sei "nur" eine Liebesgeschichte, doch dieses Buch ist so viel mehr. Es ist ein Kriegsbericht, denn Sarajevo lässt Gemma und Diego nicht mehr los, ist ein großer Teil von ihnen, es ist ein Buch über Hoffnungen und Enttäuschungen, über Freundschaft und den zusammenhalt in schweren Zeiten und auch über den Weg zu sich selbst.   Eine bittersüße Geschichte die mich sehr berührt hat, die nie kitschig wirkt, sondern durch eine klare Sprache auf den Punkt gebracht wird und der ich noch viele Leser wünsche!   

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  • Die Liebe in Kriegswirren

    Das schönste Wort der Welt
    ElizaDoo

    ElizaDoo

    15. May 2013 um 10:12

    „Das schönste Wort der Welt“ erzählt die Liebes- und Schicksalsgeschichte von Diego und Gemma. Die beiden lernen sich 1984 in Sarajevo zur Zeit der Olympischen Spiele kennen und verlieben sich ineinander. Zurück in Italien verlässt Gemma ihren Verlobten und beginnt in Rom ein neues Leben mit Diego. Beide bauen sich beruflich eine Existenz auf, ziehen in eine der schönen alten Palastwohnungen, nur eines fehlt zum Glück: Gemma kann keine Kinder bekommen. Aufgrund der etwas wilden Vergangenheit Diegos, die ihm auch Ärger mit dem Staat einbrachte, wird dem Paar eine Adoption verweigert. Daraufhin reisen sie in die Ukraine, um eine Leihmutter zu beauftragen. Auch dieser Versuch schlägt fehl. Tief enttäuscht und ohne Hoffnung suchen die beiden Anfang der 90er Jahre Erholung in Sarajevo. Unerwartet bietet sich ihnen eine neue Gelegenheit, doch noch Eltern zu werden. Doch während ihrer Bemühungen kündigt sich die Belagerung der Stadt an und die Ereignisse überschlagen sich. Erzählt wird die Geschichte in einem Rückblick. Das Buch beginnt im Jahr 2008, Gemma hat einen Sohn im Teenageralter, der Vater Diego ist inzwischen verstorben. Zusammen mit ihrem Sohn reist sie nach Sarajevo und trifft dort auf ihren alten Freund Gojko, der auch Diego gut kannte. In Rückblenden und über Gespräche zwischen Gemma und Gojko konstruiert sich langsam die Geschichte. Auch wenn dieses Buch zu meinen Lieblingsbüchern 2012 gehört, der Makel ist und bleibt der langatmige Einstieg. Selten brauchte ich so viele Seiten, um mich in ein Buch einzulesen. Dies liegt weniger an der Spannung der Geschichte, als an den etwas unglücklichen Zeiten- und Perspektivwechseln der ersten Kapitel. Die Autorin springt all zu oft zwischen Sarajevo, Rom und Genua, 1984, 1992 und 2008 hin und her. Ich kam nicht umhin, mich noch auf Seite 50 zu fragen: Was will mir die Autorin eigentlich erzählen? Doch dann beginnen sich die Dinge zu ordnen und die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Und ab dann wurde es für mich schwierig, das Buch aus der Hand zu legen. Nach und nach wird die ganze Geschichte enthüllt, und dies in einem gleichmäßigen Tempo, das keinen Moment der Langeweile mehr aufkommen lässt. Beeindruckend ist die Kulisse von dem belagerten Sarajevo, die Mazzantini für die Liebesgeschichte gewählt hat. Sehr detailliert und gelungen beschreibt Mazzantini die Atmosphäre in Sarajevo: die Scharfschützen, die fehlenden Lebensmittel und Medikamente. Jeder Gang auf die Straße ist eine nicht abzuschätzende Gefahr. Eine ähnliche Geschichte vor einem anderen Hintergrund wäre zu kitschig geworden, aber so lebt der Roman vor allem von diesem Kontrast. Mazzantini erschafft mit ihrer ganz eigenen emotionalen Sprache die Figuren des Romans. Dabei beschreibt sie jede Figur trotz ihrer Schwächen und Fehler stets auf eine sehr liebevolle Art. Bis auf den nicht ganz geglückten Einstieg ein absolut lesenswertes Buch. „Das schönste Wort der Welt“ wurde übrigens bereits verfilmt und soll 2013 in die Kinos kommen.

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  • Rezension zu "Das schönste Wort der Welt" von Margaret Mazzantini

    Das schönste Wort der Welt
    lisaisabella

    lisaisabella

    24. January 2013 um 16:18

    Das schönste Wort der Welt ist auf jeden Fall im gleichnamigen Roman von Margaret Mazzantini zu finden. Wenn nicht sämtliche schönsten Worte der Welt. Durch ihre bildhafte und wundervolle Sprache nimmt sie den Leser mit auf eine eindringliche Reise ins ferne Sarajevo, den Krieg und die Liebe. Eines Morgens entschließt sich Gemma mit ihrem Sohn Pietro nach Sarajevo zu reisen, um dort eine Fotoausstellung ihrer verstorbenen großen Liebe, Diego, zu besuchen. Die Reise entwickelt sich aber nicht nur als ein Ausflug ins neue Sarajevo, sondern auch in all ihre Erinnerungen an das alte Sarajevo. Gemma wird von der Vergangenheit eingeholt und durchlebt ihre leidenschaftliche Liebesgeschichte mit Diego, den Krieg und die Geburt ihres Sohnes. Die Reise ist voller Hoffnung, Schmerz und zu guter letzt Geheimnissen, die aufgedeckt werden. Ein Buch, welches so sehr berührt und trotzdem nicht kitschig ist, ist schwer zu finden. Man möchte bei jedem Satz schreien "ja genau so ist es". Margaret Mazzantini schafft es, dass man nicht nur liest, sondern auch fühlt. Sie schafft es die Liebe und den Schmerz gleichermaßen zur Geltung zu bringen. Stärke aber auch Verwundbarkeit. Und doch fühlt man sich die ganze Zeit über wohl, weil dort immer diese Hoffnung ist. Ich kann nur anraten das Buch zu lesen. Es hinterlässt viel Gefühl und ganz viel Hoffnung für das eigene Leben.

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  • Rezension zu "Das schönste Wort der Welt" von Margaret Mazzantini

    Das schönste Wort der Welt
    bücherelfe

    bücherelfe

    06. May 2012 um 16:56

    _"Von dem, was uns fehlt, genesen wir nie, wir arrangieren uns, erzählen uns andere Wahrheiten. Wir leben mit uns selbst und mit der Sehnsucht nach Leben, wie alte Leute."_ Gemma blickt zurück. Ein Anruf aus Sarajevo löst eine Reise in die Vergangenheit aus. Zusammen mit ihrem pubertierenden und nervtötenden Sohn, Pietro, begibt sie sich auf die Spuren ihrer Jugendliebe. Sie lernt Diego während der olympischen -Winterspiele 1984 kennen. Gemma ist verlobt aber dass sie für Diego ihren Ehemann verlassen wird, steht da noch in den Sternen. Aber zu spät; Amor‘s Pfeil hat die beiden mitten ins Herz getroffen. Gemma und Diego werden unzertrennlich. _"Da stand er nun, der Trottel, mit seinen hervorstehenden Augen und dem zu großen Lächeln, das ihm die mageren Wangen zerriss. Wohin wird mich dieser Wahnsinnige bringen? In welche Hölle? In welches Paradies?"_ Eine Weile sind sie sich selbst genug und führen ein einfaches Leben in Rom. Beruflich stellen sich bei beiden erste Erfolge ein. Aber irgendwann genügt das nicht mehr und sie wünschen sich ein Kind. Die Erkenntnis, das Gemma unfruchtbar ist, bringt das Paar ins Trudeln. Ein Adoptionsversuch in der Ukraine scheitert und Gemma und Diego reisen nach Sarajevo; dorthin wo alles begann. Während die Bomben fallen, kommt 1992 der so sehnlichst erwartete Sohn Pietro zur Welt. Gemma flieht mit dem Neugeborenen, nicht wissend, dass sie Diego niemals wiedersehen wird. Mit „Das schönste Wort der Welt“ ist Margaret Mazzantini ein bittersüsser, energiegeladener und nicht zuletzt überraschender Roman gelungen. Da hat für einmal die wunderbare Gestaltung - das aussergewöhnliche Cover hat mich schon in der Buchhandlung angesprungen - nicht zu viel versprochen.*Mein Fazit ist ganz einfach: Unbedingt lesen!*

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