In diesem Buch werden 28 Frauen und ihre eindrucksvollen Lebensgeschichten vorgestellt, immer mit dem Fokus darauf, wie ihr Glaube sie gestärkt hat. Musikerinnen, Forscherinnen, Aktivistinnen und viele weitere finden hier ihren Platz. Farbenfrohe Illustrationen begleiten die Texte. Zu Beginn jeder Geschichte wird kurz angerissen, worum es geht, am Ende steht ein prägnanter Satz, wofür die jeweilige Frau eingestanden ist.
💭 Meine Meinung:
Frauen und ihre Errungenschaften wurden jahrhundertelang nicht ausreichend gewürdigt. Deshalb bin ich grundsätzlich ein großer Fan solcher Bücher, die Sichtbarkeit schaffen. Die Illustrationen sind wirklich schön und sprechen sofort an.
Ganz überzeugt hat mich das Buch jedoch nicht. Mir fehlt ein Inhaltsverzeichnis und vor allem ein einordnender Rahmen zu Beginn. In den Texten tauchen Aussagen auf wie: „Sie war schließlich nur eine Frau und ganz sicher nicht schlau genug…“ Das ohne erklärenden Kontext stehen zu lassen, finde ich schwierig. Auch Themen wie Sklaverei werden erwähnt, ohne sie vorher einzuordnen oder sensibel zu erklären.
Zusätzlich wird der Begriff „schwarzer Mensch“ verwendet und nicht die politische Selbstbezeichnung „Schwarz“. Auch das hätte reflektierter gelöst werden können. Einige der vorgestellten Frauen sind historisch zudem nicht unumstritten, etwa wegen rassistischer Haltungen oder problematischer Positionen. Diese Aspekte werden komplett ausgeblendet. Für mich gehört beides zusammen. Leistungen würdigen und gleichzeitig kritisch bleiben.
Die Grundidee des Buches ist gut und wichtig. Ich wollte es wirklich richtig gut finden. Am Ende fehlen mir dafür aber zu viele einordnende und reflektierende Aspekte.




