Margaret Mitchell

 4.4 Sterne bei 766 Bewertungen
Autorin von Vom Winde verweht, Gone With the Wind und weiteren Büchern.
Margaret Mitchell

Lebenslauf von Margaret Mitchell

Die US-amerikanische Autorin Margaret Munnerlyn Mitchell wurde am 8. November 1900 in Atlanta geboren. Sie schrieb neben Romanen auch Kolumnen für das Atlanta Journal. Ab 1940 arbeitete sie hauptsächlich für wohltätige Zwecke, half z.B. während des 2. Weltkriegs in Krankenhäusern mit. Am 11. August 1949 dann verstarb die Schriftstellerin bei einem Autounfall - sie wurde von einem betrunkenen Taxifahrer überfahren und erwachte nicht mehr aus dem dem Unfall folgenden Koma. Wirkliche Berühmtheit sowie den Pulitzer Preis erhielt Margaret Mitchell aber mit ihrem Roman "Vom Winde verweht".

Alle Bücher von Margaret Mitchell

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Vom Winde verweht

Vom Winde verweht

 (718)
Erschienen am 01.12.2007
Insel der verlorenen Träume

Insel der verlorenen Träume

 (11)
Erschienen am 01.09.1999
Vom Wind verweht

Vom Wind verweht

 (0)
Erscheint am 02.01.2020
Vom Winde verweht

Vom Winde verweht

 (5)
Erschienen am 01.04.2008
Gone With the Wind

Gone With the Wind

 (28)
Erschienen am 01.08.1993
Vom Winde verweht / Scarlett

Vom Winde verweht / Scarlett

 (1)
Erschienen am 01.05.1998
Margaret Mitchell

Margaret Mitchell

 (0)
Erschienen am 15.08.2010

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Neue Rezensionen zu Margaret Mitchell

Neu

Rezension zu "Vom Winde verweht" von Margaret Mitchell

Viel mehr als ein Südstaaten-Epos und eine Liebesgeschichte, für mich auch ein Antikriegsbuch
Federfeevor einem Tag

Es ist sehr, sehr lange her, dass ich dieses Buch gelesen habe, einmal, zweimal? Wie würde es wohl sein, mir den Roman nach so vielen Jahren noch einmal vorzunehmen? Damals hatte er mir ausnehmend gut gefallen, auch der Film, der hier auf dem Cover erscheint, aber sehr kitschig wirkt.

Nach wie vor finde ich, dass es ein großartiges Buch ist, auch wenn mir einige Dinge aufgefallen sind, die ich damals überlesen habe. Da hat mir wohl eher die Liebesgeschichte imponiert, die unglückliche Verbindung zweier starker, skrupelloser, rücksichtsloser Charaktere wie Scarlett O'Hara, die Tochter eines reichen Plantagenbesitzers und Rhett Butler, den um einiges älteren Kriegsgewinnler, ebenfalls aus altem Südstaaten-'Adel'.

Es ist erstaunlich, wie intensiv Mitchell die Personen charakterisiert, auch die Nebenpersonen, ohne dass je die Gefahr besteht, sie zu verwechseln. Jeder Charakter hat seine speziellen Eigenheiten, wobei auffällt, dass niemand in Schwarz-Weiß dargestellt wird, auch nicht der 'Schurke' Rhett Butler. Wie im wirklichen Leben haben sie ihre guten und schlechten Seiten.

Das erzählerische Repertoire von Mitchell ist erstaunlich: mal wird eine spannende Szene geschildert, mal ein eingängiger Dialog, mal gibt es eine kurze Abhandlung über den Verlauf des Bürgerkrieges zwischen den 'Konföderierten', den Südstaaten, und den 'Yankees' aus dem Norden, die den Krieg, vordergründig zur Befreiung der schwarzen Sklaven, die auf Baumwollplantagen lebten und arbeiteten, führten und gewannen. Danach herrschte Chaos und Anarchie und – wie meist im Gefolge von Kriegen – machten sich Schieber und Gesetzlose über die zerstörten Südstaaten her.

Es scheint, dass Mitchell genau wie einige ihrer Hauptpersonen den gesellschaftlichen Zuständen der verloren gegangen Gesellschaftsordnung der Südstaaten nachtrauert, wo Ehre und Familie eine große Rolle spielten.

Für mich kommt hier ganz deutlich heraus, dass es in einem Krieg keinen wirklichen Gewinner gibt, dass die Folgen in jeglicher Hinsicht negativ sind. Aber immer wieder fallen die Menschen auf leere Versprechungen und Ideologien herein und ziehen in den Kampf, manchmal – wie hier – sogar mit Freude und mit Musik. Erst die harte Realität zeigt, was es wirklich bedeutet: Tod und Zerstörung auf allen Ebenen.

Was die Sklaverei anbetrifft, so entwirft Mitchell ein Gegenbild zu dem, was in anderen Roman und Filmen geschildert wird. Nicht alle Plantagenbesitzer haben ihre Schwarzen ausgepeitscht und schlecht behandelt. Natürlich sollte grundsätzlich kein Mensch Eigentum eines anderen sein und über ihn verfügen dürfen, aber nach der Befreiung scheint nicht alles optimal gelaufen zu sein. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie so oft irgendwo in der Mitte. Mitchell hat da wohl ein wenig klischeehaft gearbeitet, was ihr den Vorwurf des Rassismus eingebracht hat. Das betrifft auch die Wortwahl (Neger, Nigger,Schwarze), wobei die alte deutsche Übersetzung vielleicht ein falsches Bild abgibt. Im Januar 2020 soll eine Neuübersetzung erscheinen. Wahrscheinlich liest man aber am besten – wenn möglich – das Original. Ein Vergleich wäre sicher an einigen Stellen sehr interessant.

Ich jedenfalls hatte viele schöne und spannende Lesestunden und habe einiges gelernt, über die Vielschichtigkeit von Charakteren, über die Südstaaten und den Krieg gegen die Nordstaaten. Man muss Mitchell nicht in allem folgen, aber zumindest regt es an, sich weiter zu informieren.

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Rezension zu "Vom Winde verweht" von Margaret Mitchell

Bin kläglich gescheitert
Siko71vor 3 Monaten

Habe mir das Buch gebraucht gekauft, es war für einen guten Zweck also nicht sinnlos es nicht bis zum Schluß zu lesen, und bin kläglich gescheitert. Der Schreibstil ist recht schwierig und mir fällt es schwer mich in die Geschichte und die Personen rein zu versetzen. Der Film mag sicherlich auch besser sein und leichter zu verstehen.

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Rezension zu "Gone With the Wind" von Margaret Mitchell

Ein Mammutwerk nicht ganz ohne Kontroversen
Schlehenfeevor 5 Monaten

Margaret Mitchells großer Roman gilt als einer der wichtigsten US-amerikanischen Klassiker und beschreibt das Leben in Georgia kurz vor sowie während des Bürgerkriegs und die Zeit des Wiederaufbaus danach durch die Protagonistin Scarlett O'Hara.

Ich staune noch immer über die Bandbreite der Charaktere, die die Autorin geschaffen hat. Sie wirken so lebendig, ebenso die ganze Beschreibung der Szenerie, dass man glaubt, dabei zu sein. Allen voran natürlich Scarlett, die Südstaaten-Schönheit, die dazu erzogen wurde, Männer zu „fangen“ und anfangs sehr oberflächlich war. Durch die Entbehrungen des Kriegs aber entwickelt sie eine große innere Stärke und packt mit an, was mir sehr gut gefiel. Letztlich macht Scarlett aber vieles falsch, beruflich wie privat. Sie wird zu einer knallharten Geschäftsfrau und Opportunistin, die nur daran denkt, wie sie Geld machen kann. Auch wenn Scarlett eine Protagonistin war, die der Leser nicht unbedingt mag, vergessen wird man sie wahrscheinlich nicht.

Dann steht natürlich die unglückliche Beziehung zwischen Scarlett und Rhett Butler sowie die Liebe, die Scarlett für Ashley Wilkes hegt, der mit Melanie aber eine Frau heiratet, die seinem Charakter eher entspricht, im Fokus des Romans. Zwischen Scarlett und Rhett entsteht so manches Wortgefecht und so mancher Streit durch Missverständnisse und Lügen. Diese Beziehung war für mich ebenso dramatisch und unglücklich wie unvergesslich.

Die Beschreibung des Sezessionskrieges und der Auswirkungen auf die Bevölkerung in den Südstaaten war sehr anschaulich und lebendig. Vieles erinnerte mich an europäische Kriege, wie die anfängliche Euphorie, endlich zu kämpfen, die schnell in Ernüchterung umschlägt oder das letzte Aufgebot aus Jungen und alten Männern.
Meiner Meinung nach wurde der amerikanische Bürgerkrieg im Süden nie richtig verarbeitet, was sich bis heute auswirkt. Auch die Autorin erfuhr vieles von Kriegsveteranen als Kind, nur nicht, dass der Süden verloren hatte. Aus manchen Passagen konnte man die Opferrolle, in der sich der Süden wähnte und die Verachtung für die bösen, plündernden Yankees deutlich herauslesen.

Womit wir bei meiner Kritik an diesem sonst großartigen Roman wären:
Margaret Mitchell ist mit der im Süden vorherrschenden Meinung über den Krieg und vor allem die Sklaverei und die schwarze Bevölkerung allgemein aufgewachsen und gibt diese Ansichten ungefiltert und unreflektiert an den Leser weiter. Einige Passagen muss ich aus heutiger Sicht leider als rassistisch bezeichnen und man muss als Leser ganz klar wissen, dass hier nur eine Sichtweise wiedergegeben wird und nicht die absolute Wahrheit.

So werden die Sklaven/die Schwarzen oft als kindlich oder als affenartig beschrieben. Als sie nach dem Krieg freie Bürger werden, entsteht natürlich sofort Chaos und nun werden die Weißen von ihnen schlecht behandelt. Der Ku Klux Klan möchte laut Mitchell nur die weißen Frauen vor Schande bewahren und die Schwarzen auf ihren Rang verweisen. Auspeitschungen gab es ebenso wenig wie Bluthunde, die entlaufene Sklaven jagten. Viele Sklaven waren ihren Familien treu ergeben, und so weiter.
Wobei die Beschreibung der „Klassen“ innerhalb der Sklaven durchaus authentisch ist: so fühlten sich Haussklaven höherrangig als Feldsklaven und sahen sich dabei durch den Einfluss ihrer Herren auch den armen weißen Tagelöhnern oder Kleinbauern überlegen.

Ich habe mit mir gerungen, ob und wie stark ich die rassistischen und einseitigen Sichtweisen in meiner Bewertung berücksichtigen sollte. Da ich Margaret Mitchells Roman aber bis auf den oben genannten Aspekt großartig fand und mich als aufgeklärte und reflektierte Leserin empfinde, habe ich mich letztlich für die vollen fünf Sterne entschieden.

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Gespräche aus der Community

Neu
Da sich dieser Klassiker schon ewig auf meinem SUB befindet - und ich bis jetzt nur Gutes gehört habe - möchte ich mit euch im Sommer eine Leserunde starten.
Lasst uns die 1.120 Seiten angehen, schmökern, diskutieren und austauschen! :o)

Ich freue mich auf eine schöne Leserunde mit euch!

Letzter Beitrag von  Hikarivor 6 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Margaret Mitchell wurde am 07. November 1900 in Atlanta, Georgia (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Margaret Mitchell im Netz:

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