Margaret Mitchell Vom Winde verweht

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Inhaltsangabe zu „Vom Winde verweht“ von Margaret Mitchell

Keine andere Liebesgeschichte hat das Publikum auf der ganzen Welt so mitgerissen wie diese große Saga um die verwöhnte Scarlett O'Hara und ihren zynischen Verehrer Rhett Butler.Mit einzigartiger Intensität zeichnet Margaret Mitchell nach, wie eine große Liebe zerbricht und lässt gleichzeitig eine längst vergangene Epoche lebendig werden.

Sollte man einfach gelesen habe! Rhett, oh Rhett!

— Adamoe

Ein Klassiker, ein Wälzer, ein Buch, das ich immer wieder lesen kann-eine großartige Geschichte

— Buchraettin

Ob Buch oder Film, beides ist sehr schon gemacht.

— Karen_Lange

Hat mir nicht so gut gefallen, wie der Film.

— suedsee-queen

Wundervoll!

— tiggger

Für mich die größte Liebesgeschichte der Literatur!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Deutlich besser als der Film!

— Katjuschka

Nicht immer sympathische, aber starke Figuren in einem meisterhaften historischen Setting.

— Damarel

Ein MUST-READ der Klassiker. Dicker Wälzer, teilweise langatmig, aber wunderbare Story! Figuren, die man nicht vergessen wird

— MamaSandra

Einzigartige Charaktere, die man nicht so leicht vergisst.

— LMon

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  • Themen
  • Romantik, Dramatik!

    Vom Winde verweht

    Adamoe

    08. September 2017 um 10:10

    Scarlett O`Hara, die Diva schlecht hin. In diesem Buch vereinen sich Dramatik und Romantik zu einer wunderbaren Symbiose. Die kindliche Bessenheit Scarletts, die sich mit voller Leidenschaft an die Liebe zu Ashley klammert. Im Kampf mit der Liebe zu ihrer Schwester Melanie, die die Frau von Ashley wird. Ihr unbezähmbarer irischer Stolz und Hochmut, und das wichtigste: die unbändige Leidenschaftliche, aber oft unterdrückte Liebe, zu Rhett. Rhett...oh Rhett. Dieses Buch hat mich lachen,schreien und weinen lassen. Meine Fingernägel wurden abgekaut und die Schokolade vergessen. Ein Klassiker an den mich meine Mutter sehr früh herangeführt hat und dadurch ein fast unnatürliches Bild der großen Liebe in meinem Kopf gepflanzt hat. Hoffnungslose Romantik eben. An alle Frauen: Lest es aber hofft nicht zu sehr!An alle Männer: Lest es und gebt euch Mühe ein bisschen Rhett zu sein! :-) 

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  • Das Buch ist pures Kopf Kino

    Vom Winde verweht

    Buchraettin

    05. July 2017 um 08:34

    Ein Klassiker, ein Wälzer, ein Buch, das ich immer wieder lesen kann, ein Buch, das 1937 den Pulitzerpreis gewonnen hat - eine großartige Geschichte.In dem Leben von „Scarlett O´ Hara“ dreht sich alles um Kleider, Verehrer, ihr Aussehen. Sie lebt auf Tara, einer Plantage in den Südstaaten der USA. Die Geschichte beginnt 1861. Doch dann zerbricht diese schöne Welt der Äußerlichkeiten als der Krieg beginnt und auch Tara und damit Scarlett nicht verschonen wird.Scarlett, jung, schön, eingebildet, selbstbewusst, selbstsüchtig, ich denke, so kann man sie charakterisieren. Rhett, eine Figur, ebenso selbstbewusst, vielleicht auch ebenso selbstsüchtig. Die beiden umkreisen sich in dieser Geschichte, immer wieder treffen sie aufeinander. Eigentlich heißt es nur Gegensätze ziehen sich an, bei diesen beiden ist es eher das Gegenteil. Sie sind mir als Figuren anfangs nicht wirklich sympathisch. Aber sie werden im Laufe der Geschichte lebendig. Als Leser habe ich das Gefühl wirklich hautnah dabei zu sein, diese Geschichte und die Geschichte rund um Tara, die Bewohner, Rhett, den Krieg Nord gegen Südstaaten, wirklich mitzuerleben.Mir hat dieses Buch unheimlich gut gefallen. Es ist intensiv, detailreich beschrieben. Es entführt mich als Leser mitten in die Zeit Südstaaten gegen Nordstaaten der USA, den Wideraufbau von Atlanta, Scarlett Veränderungen, ihre Gedankenwelt, ihr Leben. Ich finde sie als Figur sehr gelungen. Ihre Entwicklung, die ich als Leser miterleben kann. Ihre Kraft, ihr Durchsetzungsvermögen und immer wieder diese Liebe zu Ashley. Die Geschichte ist einerseits ein sehr gelungener historischer Roman, eine Geschichte einer starken Frau und ihrer persönlichen Entwicklung, aber auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Die Szenen des Krieges, die Gewalt, die Korruption, aber auch der schwere Weg des Wideraufbaus, die Situation der ehemaligen Sklaven, die Gesellschaft, auch das ist Thema in dieser Geschichte.Der Stil ist sehr gut zu lesen, ein wenig anspruchsvoll, aber dennoch zum Verschlingen einladend. Das Buch ist pures Kopf Kino und es lässt sich immer wieder zur Hand nehmen und es lädt den Leser ein in diese Welt der Südstaaten, der Gentlemen, der Gesellschaften einzutauchen- nicht nur für romantische Leser geeignet. Absolute Leseempfehlung.

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    • 8
  • Ein Klassiker, der immer wieder fasziniert

    Vom Winde verweht

    Karen_Lange

    22. May 2017 um 18:41

    Ich glaube, dass bestimmt die meisten Menschen schon diese traurige Geschichte gelesen haben. Wer kennt bestimmt auch nicht den Film? Ich habe beides genossen.Diese interessante Geschichte über den Bürgerkrieg, der Liebe und auch den Verlust des geliebten Kindes konnte nur Trauer, Hass und Liebe hervorbringen.Ein Klassiker, den jeder einmal gelesen haben muss, der in eine Gefühlswelt eintauchen möchte.

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  • Vom Winde verweht

    Vom Winde verweht

    nasa

    11. April 2017 um 22:17

    Jedes Jahr wage ich mich an einen Klassiker, denn ich finde es gibt so schöne Bücher die sich einfach lohnen gelesen zu werden. Eines dieser Bücher lag schon länger bei mir rum und nun habe ich es endlich geschafft es zu lesen. Vom Winde verweht ist eindeutig ein Buch was sich lohnt zu lesen. Es ist ein Buch der Weltliteratur. Margaret Mitchell schreibt zeitlos. Man kann sich gut in die Geschichte rund um Scarlett und Rhett reinfühlen. Es ist herrlich kitschig und spannend zugleich. Da ich den Film kenne und auch schon mehrfach gesehen habe kam mir natürlich vieles bekannt vor. Aber es lohnt sich das Buch zu lesen, denn im Film gibt es aufgrund der Komplexität einiges was nicht so erzählt wird. Aber beides ist für sich wunderbar.Scarlett ist jung und vom Leben verwöhnt worden. Sie lebt auf der Baumwollplantage ihrer Eltern Tara und lebt im Reichtum und wird von Verehrern umringt. Doch der Bürgerkrieg scheint alles zu vernichten wofür Scarlett lebt und ihr Herz schlägt. In all ihren Lebenslagen tritt immer wieder der selbe Mann in Erscheinung: Rhett Butler. Er ist ein charismatischer Dandy der durch seine Art eher gemieden wird als in der gehobenen Gesellschaft willkommen geheißen. Trotzdem entwickelt sich eine große Liebe zwischen Scarlett und Rhett doch durch den Stolz und den Eigensinn beider gibt es auch viele Hindernisse. Ein Klassiker den man gelesen haben muss. Margaret Mitchell ist eine grandiose Autorin die mit ihrem einzigen Buch ein Stück Weltliteratur geschaffen hat.

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  • Gone with the wind 🌫🌪🌬

    Vom Winde verweht

    Mimabano

    17. February 2017 um 11:39

    Mein Exemplar des Buches ist so alt das es nicht mal eine ISBN-Nummer hat.Leider habe ich es in die Bibliothek mit einem anderen Cover stellen müssen weil meines nicht existiert.Sogar die Schrift ist etwas anders als die heutige.Aber nicht diese uralte Schnörkelschrift.Die Geschichte ist natürlich ein Klassiker und von Frau Mitchel brillant erzählt.Der amerikanische Süden ist für mich schon immer interessant gewesen und speziell natürlich in den Bürgerkriegszeiten und auch die Zeit danach.Natürlich steht im Mittelpunkt Scarlett und ihr eigener Charakter.Rhett kommt mir im Film deutlich mehr vor als im Buch.Leider sind beide Schauspieler sehr früh gestorben.Das Buch ist natürlich sehr vielfältig und auch weitreichender als der Film und ist wirklich sehr zu empfehlen da es sehr starke Emotionen auslöst.

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    • 2
  • Viel mehr als nur eine Liebesgeschichte

    Vom Winde verweht

    Nelly87

    13. January 2017 um 09:47

    Wenn man sich auf meinem Blog umschaut, braucht man nicht lange, um festzustellen, dass Klassiker nicht ganz so meins sind. Doch einer stand schon eine Weile auf meiner to-read-Liste. Die Geschichte rund um Scarlett O’Hara und Rhett Butler sollte einfach einmal im Leben gelesen werden. Und nicht nur, weil sich dieses Buch einfach auf jeder Liste aus dem Internet findet, auf der irgendwelche Bücher aufgereiht sind, die man eben vor dem Tod gelesen haben sollte. Doch dieses Buch lohnt sich zudem auch wirklich. Die junge Scarlett O’Hara ist es gewohnt, dass die Welt sich um sie dreht. Die Jungs reißen sich darum, auf den Bällen mit ihr zu tanzen und beim Essen neben ihr sitzen zu dürfen. Ihren Vater kann sie ebenfalls mit Leichtigkeit um den Finger wickeln und die Schwarzen auf der Baumwollplantage scheucht sie nach Belieben durch die Gegend. Genervt ist sie nur von dem ständigen Geschwätz der Männer vom Krieg, der scheinbar kurz bevorsteht. Für Scarlett ist ein möglicher Krieg weit weg. Bis zu dem Tag, an dem plötzlich tatsächlich zu den Waffen gerufen wird. Scarlett landet dann in Atlanta bei Verwandten, gemeinsam mit Melanie. Ausgerechnet mit der Frau, die mit ihrem geliebten Ashley verheiratet ist. Und plötzlich ist das Leben nicht mehr so wie sie es kannte. Nachdem sie aus Trotz heraus einen Mann geheiratet hatte, der direkt zu Beginn des Krieges fällt, muss sie ihr Dasein fortan als Witwe fristen. Bunte Kleider sind tabu, genauso wie Tanz und Gesellschaft. Doch auch wenn die junge Halb-Irin es nicht für möglich gehalten hat, kommt es noch schlimmer. Plötzlich leidet sie Hunger und das kennt sie gar nicht. Die Geschichte der Scarlett O’Hara wird wahrscheinlich allgemein bekannt sein. Viele kennen den Film (den ich übrigens auch noch nicht gesehen habe). Bevor ich zum Buch gegriffen habe, dachte ich immer, dass es sich bei Vom Winde verweht um eine unglaublich kitschige Liebesgeschichte handelt, in der das Liebespaar durch äußere Widrigkeiten immer wieder voneinander getrennt wird. Und Scarlett und Rhett sind tatsächlich zum Großteil des Buches getrennt, doch es kam ganz anders als ich dachte. Margaret Mitchell hat einen Epos geschrieben! Über ein Jahrzehnt hinweg begleitet man Scarlett, die von einem jungen sprunghaften Mädchen zu einer starken Frau heranreift. Man ist quasi hautnah dabei, wie sie den ersten Mann im Krieg verliert, den zweiten bei einer nächtlichen Aktion des Ku-Klux-Clans, den dritten auf wahrscheinlich tragischste Weise und drei Kinder bekommt. All das mit dem Hintergrund eines Bürgerkrieges, der mal mehr mal weniger ihr Leben bestimmt. Scarlett erlebt gemeinsam mit dem Leser Freude und Leid, Trauer und Hoffnung, Liebe und Zurückweisung. Mitchells Schreibstil ist einzigartig. Über 1000 Seiten widmet sie der Südstaatlerin und den Menschen in ihrer Umgebung. Und dabei war es nicht ein einziges Mal langweilig. Und das obwohl an vielen Stellen die Handlung etwas stehen bleibt und Margaret Mitchell die äußeren Umstände betrachtet und dem Leser näher bringt. Immer wieder spielt auch die Gesellschaft, die sich nach dem Krieg bildet eine Rolle oder auch einige politische Umstände fließen in die Geschichte mit ein. Dadurch verfolgt man nicht nur die eigentliche Geschichte, denn die eigentliche Handlung wird in ein Gesamtbild eingebaut, was der Autorin unglaublich gut gelungen ist. Scarlett O’Hara ist wohl das selbstsüchtigste Wesen, das jemals unter Gottes Sonne gewandelt ist. Sie denkt immer zuerst an sich, kann mit dem Begriff der ‚Nächstenliebe‘ so gar nichts anfangen und erst, wenn es ihr gut geht, denkt sie an ihre Handlungen und deren Auswirkungen. Und trotzdem fesselt einen die Geschichte von Vom Winde verweht. Das Buch beleuchtet vielleicht nicht alle Seiten eines Problems, doch es zeigt Probleme und Konflikte auf. Definitiv ein Buch, das man lesen sollte.© Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

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  • Welche Frau schwärmt hier nicht?

    Vom Winde verweht

    ritzelmeierbabette

    22. November 2016 um 14:40

    Scarlett....ach ja....was soll man mehr sagen? Natürlich Rhett....und die Verfilmung...schwärm....ein grandioses Werk ;) ;)

  • Großartige Unterhaltung

    Vom Winde verweht

    j125

    27. September 2016 um 17:29

    Inhalt:Scarlett O’Hara wächst behütet auf Tara, der Baumwollplantage ihres Vaters, heran. Arbeit, Not und Hunger kennt sie nicht, denn in ihrem Leben dreht sich alles um den nächsten Ball und ihre zahlreichen Verehrer. Als der Krieg ausbricht, sieht Scarlett sich mit bisher unbekannten Problemen konfrontiert, doch ihre Starrköpfigkeit und nicht zuletzt der berühmt und vor allem berüchtigte Rhett Butler, bringen sie auch durch schlechte Zeiten.Meine Meinung:Meine Mutter liebt diesen Klassiker, was allein schon meine Neugier geweckt hat. Außerdem weiß jeder, dass die Verfilmung unglaublich berühmt ist, aber viele wissen vermutlich nicht worum es überhaupt geht. Ich jedenfalls nicht, weshalb ich diesen Klassiker unbedingt entdecken wollte.Meine Inhaltsbeschreibung wird der vielschichtigen Handlung nicht gerecht, zumal der Zeitraum mehr als 10 Jahre umfasst. Wie soll man da einigermaßen den Inhalt zusammenfassen können, sodass jeder entscheiden kann, ob das Buch etwas für einen ist, oder nicht?Im Mittelpunkt des ganzen Buches steht klar Scarlett O’Hara. Zu Beginn der Geschichte ist sie 16 Jahre alt und damit im besten Heiratsalter. Am Ende ist sie 28. Es gab nur wenige Szenen, wenn ich recht überlege, eigentlich nur eine einzige, in der mir Scarlett sympathisch war. Ja, richtig gelesen. Etwa 910 von 916 Seiten, mochte ich Scarlett nicht. Sie ist ekelhaft zu ihren Mitmenschen, eifersüchtig, besitzergreifend, hinterhältig, neidisch und launisch. Außerdem misst sie mit zweierlei Maß. Was für sie gilt, gilt noch lang nicht für andere Menschen. Andere vor den Kopf stoßen, das kann sie. Aber Kritik an ihrem Handeln? Wo gibt es denn so was? Auch wenn er manchmal über weite Passagen nicht auftaucht, ist der zweite wichtige Charakter wohl Rhett Butler. Er hat mich nicht ganz so genervt wie Scarlett, aber einen positiven Moment konnte er mir auch nicht entlocken. Er liebt es, andere Leute im Allgemeinen und Scarlett im Besonderen vor den Kopf zu stoßen und in Rage zu bringen. Piesacken würde meine Mutter das nennen. Was gibt es noch über ihn zu sagen? Arrogant, rücksichtslos und in der Lage seine Meinung so anzupassen, dass es ihm Vorteile bringt. Heute Demokrat, morgen Republikaner, heute gegen Krieg, morgen an der Front. Trotz der mehr als unsympathischen Charaktere hatte ich unglaublich viel Freude an dem Buch. Ich hätte auch niemandem abgenommen, dass man die Charaktere so wenig, ein Buch dafür umso mehr lieben könnte, aber es geht. Die Handlung hat mich gefesselt, auch wenn mir so oft Entscheidungen nicht gefallen haben und ich den Protagonisten tausend Mal die Leviten hätte lesen wollen. Die Kapitel waren mir definitiv zu lang, manchmal kam ich mit den ganzen Missen durcheinander und mangels Geschichtskenntnissen war es für mich nicht leicht zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, aber … es hat mir gefallen. Ich wollte wissen, was Scarlett sich wieder einfallen lässt, um ihre Familie durchzubringen. Wie schafft sie es, sich wieder unbeliebt zu machen und tut sie vielleicht doch mal etwas, womit sie bei mir punkten kann? Auch der ganze Rahmen der Handlung, war für mich sehr spannend. Der Sezessionskrieg, der in Folge der Nachkriegszeit entstehende Ku-Klux-Klan, die Sklaverei. Gerade letzteres war für mich spannend und gleichzeitig schwierig zu lesen. Die Sklaven auf Tara wurden eigentlich ziemlich gut behandelt, aber mich hat das Geschwätz von „den dummen Niggern“ dann doch manchmal gestört. Wobei es damals natürlich eine andere Zeit war und mit den heutigen rassistischen Aussagen nicht viel gemeinsam hat. Auf den letzten 100 Seiten passiert dann noch einiges und obwohl das Ende im Nachhinein total passend ist, ist es wie ein Schlag vor die Brust. Das ganze Hin und Her, Auf und Ab für so was? Fazit:Es nicht in wenige Worte zu fassen (sorry!), weshalb mich das Buch so unterhalten hat. Die Charaktere sind wirklich unsympathisch, aber bei dieser vielfältigen, spannenden Handlung, macht das nichts aus. Denn trotz ihrer schlechten Eigenschaften, weiß Scarlett den Leser an ihre Geschichte zu fesseln. Wer keine Angst vor dicken Büchern und Klassikern hat, sollte unbedingt das Buch lesen. Der Stil ist auch nicht so schwer verständlich, wie die Bezeichnung Klassiker es vielleicht andeuten möchte. Reiheninformation:Es gibt eine autorisierte Fortsetzung des Romans, welche unter dem Titel "Scarlett" erschienen ist. Autorin ist Alexandra Ripley.

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  • Gewaltig!

    Vom Winde verweht

    Elysetta

    12. August 2016 um 23:01

    Zu recht ein Klassiker. Kann es nur als gewaltig beschreiben, da ich während des Lesens so ziemlich jede Gefühlsregung durchlebt habe! Ich habe mit einer Schnulze gerechnet, aber es ist soviel mehr! Neben dem geschichtlichen Aspekt, und wie eine Kultur untergeht und wieder aufersteht, lernt man Abgründe menschlicher Natur kennen und empfindet am Ende trotzdem noch Mitleid, wenn der Protagonistin endlich ihre Fehler klar werden! V.a. der Stolz der Südstaatler hat mich beeindruckt und Melanie mit all ihrer Stärke! Das Buch hat mich in vielerlei Hinsicht sehr bewegt!

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  • Klassiker

    Vom Winde verweht

    Monika_Grasl

    18. July 2016 um 18:15

    Ja, ich bin an sich kein großartiger Fan von typischen Liebesromanen. Vom Winde verweht ist einer dieser Klassiker, die wohl jeder mal in seinem Leben gelesen hat. Ich muss sagen, die Story an sich ist nicht die schlechteste. Es gibt einige Wendungen, die man nicht unbedingt auf den ersten Blick erwarten würde. Zudem wird einem die Zeit des Bürgerkriegs recht deutlich vor Augen geführt. Das ist ein durchaus interessanter Aspekt. Um ehrlich zu sein fand ich die Figuren - allen voran Scarlett - in ihrem Verhalten jedoch stellenweise äußerst nervig. Sicher, es ist ein Liebesroman und vielleicht war meine Vorstellung vom Film zuvor beeinflusst, aber wirklich anfreunden konnte ich mich mit Scarlett bedauerlicherweise nicht, dabei steckt in dem Charakter einiges an Potential. Dennoch habe ich es bis zum Ende gelesen und zumindest bei zwei Figuren  eine gewisse Zuneigung entwickelt. Fazit: Ein Buch, das man gelesen haben sollte. Einmal reicht dabei allerdings, wenn man nicht der extreme Fan des Buches ist. Dennoch aufgrund der Zeitspanne in der es spielt 4,5 Sterne von mir, da dies doch einen recht großen Stellenwert einnimmt.

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    • 5
  • Die größte Liebesgeschichte aller Zeiten

    Vom Winde verweht

    AmberStClair

    17. May 2016 um 23:07

    Klappentext: Keine andere Liebesgeschichte hat das Publikum auf der ganzen Welt so mitgerissen wie diese große Saga um die verwöhnte Scarlett O'Hara und ihren zynischen Verehrer Rhett Butler.Mit einzigartiger Intensität zeichnet Margaret Mitchell nach, wie eine große Liebe zerbricht und lässt gleichzeitig eine längst vergangene Epoche lebendig werden. Die Südstaatlerin Scarlett O'Hara ist jung und vom Leben verwöhnt. Als Tochter eines Plantagenbesitzers lebt sie im Luxus auf dem Familiengut Tara, und es mangelt ihr nicht an Verehrern. Doch der Ausbruch des Bürgerkriegs verändert mit einem Schlag alles. Plötzlich muss Scarlett mit aller Kraft um die Erhaltung ihres Familienbesitzes kämpfen. Ein Mann taucht immer wieder in ihrem Leben auf und steht ihr in den Wirren der Nachkriegszeit bei: der skrupellose Kriegsgewinnler Rhett Butler. Zwischen ihm und Scarlett entwickelt sich eine große Liebe, doch beide sind auch viel zu stolz und eigensinnig, um diese Liebe zu leben... Margaret Mitchells Klassiker wurde sofort nach Erscheinen im Jahre 1936 zum Bestseller und hat seitdem Millionen Leser auf der ganzen Welt begeistert. Die legendäre Verfilmung drei Jahre später machte Vivien Leigh als Scarlett und Clark Gable als Rhett zum berühmtesten Liebespaar der Filmgeschichte. Meine Meinung: Eine wunderschöne Liebesgeschichte um Scralett O`Hara. Während des Sezessionskrieges gerät sie in einer stürmischen Romanze mit Rhett Butler. Aber doch vergöttert sie weiter ihren verheirateten Jugendfreund Ashley Wilkes. Eine bewundernswertere Frau als Scarlett gibt es nicht und alle Gefahren trotzt sie meisterhaft. Eine fantastische Liebesgeschichte die einen nicht mehr los läßt. Ein wirklich gepflegter Schreibstil und das Buch ein absolutes muß. Nicht nur das Buch ist einmalig auch der Film der 1939 zum ersten mal auf der Kinoleinwand erstrahlte. Ein wirklich grandioses Südstaatenepos aller Zeiten und die schönste Liebesgeschichte, süß und bitter zu gleich.

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  • Rezension zu "Vom Winde verweht" von Margaret Mitchell

    Vom Winde verweht

    wollsoeckchen88

    Wow... ich habe "Vom Winde verweht" immer für die Ur-Schmonzette gehalten... und bin dementsprechend erstaunt, dass dieses über tausend Seiten starke Werk eine Abhandlung über den Sezessionskrieg, seine Folgen und Scarlett O'Hara ist, der wir dabei zusehen, wie sie ihr eigenes Grab schaufelt. Unglaublich spannend und detaillreich geschrieben; mit viel Witz und schöner Sprache werden dem Leser die mit Tiefe gezeichneten Charaktere und ihre Geschichten näher gebracht. Eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte. Dieses Buch ist zu Recht ein Klassiker.

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    • 4

    Lanie

    15. December 2015 um 20:37
  • Vom Winde verweht

    Vom Winde verweht

    RobinBook

    02. September 2015 um 16:05

    Eine eigenwillige Protagonistin, ein gut dargebrachter historischer Hintergrund und ein grandios aneinander vorbei liebendes Paar - dieser Roman ist nicht umsonst ein Klassiker. Auch der stark gekürzte Film, dessen Sprache heute etwas betulich anmuten mag, ist akzeptabel, nicht zuletzt wegen Clark Gable und Vivien Leigh - die sich, glaubt man den Gerüchten, spinnefeind waren. Es gibt interessante Bücher voller Anekdoten über die Entstehung dieses Filmes. Ich hoffe, man versucht niemals ein "Remake". Hinsichtlich des Romans selbst wäre noch zu sagen, dass es vielleicht zu Beginn etwas langatmig ist, wenn dem Leser die ganzen Nachbarsfamilien vorgestellt werden, aber dadurch wird die Südstaatenatmosphäre kurz vor Beginn des Bürgerkrieges gut dargestellt  

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  • Ein Klassiker

    Vom Winde verweht

    Pachi10

    09. August 2015 um 09:09

    Südstaaten, Plantagen, Sklaven, amerikanischer Bügerkrieg... Scarlett O'Hara eine junge Frau aus reichem Hause, gewöhnt immer alles zu bekommen was sie will. Unangenehmes wird auf "morgen" verschoben. Sie verliebt sich in einen jungen Mann Ashley, der sie nicht liebt und eine andere heiratet, die sanftmütige Melanie. Scarlett redet sich so ein Ashley zu lieben und zu wollen, dass sie gar nicht mitkriegt, dass sie in eigentlich nur will, weil sie ihn nicht haben kann. Rhett Butler widerrum, ein reicher Mann verliebt sich in die hitzköpfige und sture Scarlett. Den will aber sie nicht, weil er ihr scheinbar nicht verfällt wie sie es sonst von den Männern gewohnt ist, sondern ihr ordentlich Kontra gibt Doch noch mehr als alles auf der Welt liebt Scarlett ihr Geburtshaus - die Baumwollplantage: Tara. Durch den Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieg droht der Verlust von Tara. Um Tara zu behalten tut sie alles, auch Männer heiraten, die sie nicht will und liebt - nur wegen des Geldes. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt wo Scarlett und Rhett doch zusammenfinden, heiraten und eine Tochter bekommen, doch das vermeintliche Glück hält nicht lange. Erst als alles im Argen liegt und Rhett Scarlett verlässt merkt sie, dass er eigentlich der einzige Mann ist den sie wirklich liebt, doch er ist schon weg. Soll sie ihn zurück holen? Verschieben wir's auf morgen. Es lohnt sich wirklich den Roman  zu lesen, das Sternchen Abzug gibt es für das Ende.

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  • Scarlett O'Hara und Rhett Butler

    Vom Winde verweht

    Principessa97

    18. May 2015 um 09:39

     Kann Spoiler enthalten!  Der Roman erstreckt sich auf über 1000 Seiten und ist in meiner Ausgabe noch einmal in drei Bücher thematisch untergliedert. Im ersten Buch handelt die Geschichte, um die Anfänge wie Scarlett und Rhett sich auf einem der Feste kennenlernen. Es ist noch die vergnügsame Zeit vor dem Bürgerkrieg, in der wir Scarlett kennenlernen, ihre Macken und Ideen, ihre Denkweise und ihre Vorlieben, aber wie lernen auch die Gepflogenheiten des Südens näher kennen, die Sitten und Moral der Farmer und spüren immer mehr die Spannungen zu den Yankees. Mammy zu Scarlett: "Du manchmal viel zu derb, ich dir schon immer sagen wollen, es macht keinen guten Eindruck, daß du bei Schlangen und Mäusen und dergleichen nie in ohnmacht fallen."Im zweiten Buch ist der Bürgerkrieg ausgebrochen. Es herrscht Krieg und Meuterei. Die Männer fallen reihenweise in den Schlachten und ein Todestelegramm nach dem anderen flattert heim. Die Frauen helfen im Lazarett aus so gut sie können, doch der Krieg scheint verloren. Mehr und mehr übernehmen die Yankees das Ruder, besetzen Städte und Scarlett flieht aus der Stadt zurück zu ihrer Heimatfarm. Dort warten harte Jahre des Entbehrens und Hungerns auf sie, alles ist zerstört und wir lernen Scarlett von einer ganz anderen Seite kennen. Im dritten Buch tauchen wir ein in die gespaltene Gesellschaft und erleben hautnah die Umbrüche der Zeit mit. Der Zwiespalt zwischen den Republikanern und Demokraten wird deutlich, die Zeit nach dem Krieg machte viele Menschen mürbe und brachte für Scarlett ein vollends neues Leben. Scarlett O'Hara ist junge 17 Jahre alt, als wir sie das erste Mal kennenlernen. Bereits jetzt hat sie die Kontrolle über die Männer. Sie ist hübsch mit ihrem schwarzen Haar, der vornehmen Blässe und den blauen Augen und verfügt über ihren ganz eigenen Reiz. Diesem Charme ist auch Charles erlegen. Er macht ihr den Hof und umwirbt sie nach allen Regeln der Kunst, wenn auch noch recht schüchtern und unbeholfen. Sie macht sich über den armen Charles lustig und umschmeichelt ihn frech. Doch Scarlett hat ihre Augen ganz woanders. Seit Kindertagen ist sie in den jungen Ashley mit dem blonden Haar, welches wie ein Bündel goldener Sonnenstrahlen auf seinem Haupte sitzt und um seine Schultern weht, verliebt. Und sie spürt ganz deutlich, dass er sie auch liebt. Doch die Tradition besagt, dass die Wilkes sich nur mit ihren Cousins und Cousinnen verheiraten. In einem verzweifelten, aber energiegeladenen Moment fasst sie sich ein Herz und spricht ihn darauf an. Doch Ashley streicht alle ihre Einwände vor und bittet sie nie wieder davon zu reden. Er wird sich mit Melanie verloben. Scarlett platzt beinahe vor Wut und schmeißt in ihrem Zorn Geschirr an die Wand. Sie schlug mit Fäusten um sich, trampelte auf dem Fußboden und schrie immer wieder:"Ich will, ich will!" Rhett Butler ist von diesem jungen Wildfang fasziniert. Er ist angewidert von den steifen Gepflogenheiten und hält nicht viel von den alten Traditionen und der gegenseitigen Heuchelei. Ihm geht ein schlechter Ruf voraus, denn auch er treibt was er will und geht für seine Ziele über Leichen. Scarlett fällt ihm sofort auf. Sie ist anders als die anderen jungen Damen in ihrem Alter und vom gleichen schneidigen Charakterzug wie er. Aus Trotz, dass Ashley Miss Melly heiratet, vermählt Scarlett sich mit dem naiven Charles. Dieser fällt keine zwei Monate später im Krieg und sie muss sich mit dem trostlosen Dasein als Witwe abgeben. Sie hasst diesen Zustand. Immer zu muss sie schwarze Kleider tragen und darf nicht mehr an Vergnügungen teil haben. Dabei liebt sie rauschende Feste bis zur Besinnungslosigkeit und Kleider und schicke Hüte und viel Schmuck. Sie ist eine richtige kleine Partymaus. Und all das kann ihr Rhett Butler geben. Im Laufe der Zeit, Scarlett heiratet mehrmals aus Geldgier, bekommt Kinder, die sie gar nicht will, trifft sie sich immer wieder mit Rhett. Er gibt ihr all das, was sie braucht. Hitzige Wortgefechte, stürmige Umarmungen und endlich mal jemand der sie herausfordert, den sie nicht so leicht unterbuttern kann, wie all die anderen Männer, Denn Scarlett dominiert und untergräbt die Autoritäten der anderen. Immer zu eckt sie in der Gesellschaft an. Sie will mit dem Kopf durch die Wand. Sie kann liebreizend sein, singend durch die Zimmer laufen und jedem ein strahlendes Lächeln schenken, solange sie das bekommt was sie will. Läuft es aber einmal nicht nach ihrer Nase, so wird sie zur Furie, zetert und schreit und trampelt und setzt sich doch über die Verbote hinweg. Geschickt findet sie immer wieder Mittel und Wege, um ihre Ziele zu erreichen. Auf das Gerede der anderen gibt sie nur wenig. Und gerade weil sie wie Rhett Butler eine Aussätzige der Gesellschaft ist, ziehen sich die beiden wie magisch an. Rhett sieht aus wie ein Pirat, benimmt sich auch wie einer und ist am Anfang ein ganz unverschämter und frecher Charakter. Er provoziert sie, treibt sie zu Wutausbrüchen, und sucht immer wieder ihre Nähe auf. Er lächelt spöttisch, verzieht schelmisch die Mundwinkel und scheint über alles und jeden erhaben. Doch er ist ein tief in seinem Herzen ein sanfter Mann. Er liebt Scarlett und will ihr alles ermöglichen. Doch Heiraten lieg ihm nicht, er probiert es mit ein paar frevelhaften Angeboten, die Scarlett alle mit einem Fauchen ausschlägt. Doch Scarlett hat auch ihre weichen gutherzigen Seiten. Natürlich denkt sie egoistisch und sieht nur sich selbst, aber in den Stunden größer Not steht sie ihrer Schwägerin und Freundin Melly zur Seite, hilft ihr bei der Geburt und pflegt sie gesund. Die Farm überlebt nur, weil sie die Zügel in die Hand nimmt. Rabiat herrscht sie die Sklaven an, zu machen, was sie sagt und auch sie selbst schleppt auch ausgehungert Meilen um Meilen durch das verwilderte Land. Sie gräbt in der Erde, arbeitet und schuftet hart auf dem Feld, lernt das Melken und sucht Essen zusammen. Um jeden Preis will sie Tara erhalten, sie ernährt 13 hilflose Köpfe und hält sich nur durch ihren eisernen Willen alle über Wasser. Doch die schwere Hungernot und Kriegszeit, in der immer wieder Raubüberfälle und desertierte Soldaten über ihren kleinen privaten Frieden hereinbrechen, hat seine Spuren bei ihr hinterlassen. Sie hat schreckliche Albträume und die Armut hat ihren Wunsch nach Reichtum verstärkt. Nie mehr will sie Hunger leiden, nie wieder hungern, nie hungern und nie wieder hungern. Als sie schließlich doch mit Rhett in den Bund der Ehe eintritt, scheint für sie das Paradies auf Erden aufzugehen. Denn Rhett ist reich und wie viele andere Gauner und Trickbetrüger nicht ganz legal an die Millionen gekommen. Er möchte seiner Frau jeden Wunsch von den Lippen ablesen und lässt sie gewähren. Scarlett lebt unglaublich verschwenderisch. Sie will das größte Haus in der ganzen Stadt. es soll ein Palast werden, mit Ecktürmen und Bogenfenstern mit bunten Gläsern. Es muss höher und noch schöner als das vom Bürgermeister sein. Sie gibt rauschende Feste und Veranstaltungen, will den größten Diamantring am Finger tragen, den es gibt und all ihre Kleider sollen aus feinster Seide sein. Sie möchte bejubelt und beneidet werden und protzt großzügig herum. Rhett zu Scarlett nach einem Albtraum. "Es wohl schrecklich sein im Traum zu hungern, nachdem man ein Diner von sieben Gängen mit einem riesigen Hummer hinter sich hat." Er lächelte, aber mit gütigen Augen. Doch sie merkt zu spät, dass all dieser Reichtum sie nicht glücklich macht. All ihre alten Freunde ziehen sich zurück und bis auf die bodenständige Melly bleibt ihr niemand. Doch darauf reagiert sie hochnäsig und trotzig und will nur noch mehr. Ihr Glück könnte beinahe vollkommen sein. Sie hat einen liebenden Ehemann, der sich rührend um ihre Kinder kümmert und doch ist sie noch immer nicht zufrieden. Denn das was ihr fehlt ist niemand anderes als Ashley. Von der Handlung her, passiert noch so viel mehr, als ich hier zusammenfassen kann. Um das alles wiederzugeben, könnte ich glatt selbst einen Roman schreiben. Am Ende nach ihrem Frust über ein weiteren Kind, dass sie nicht will, einer Krankheit und einer Kette von Unglücken, erkennt sie, dass sie Ashley nie geliebt hat. Er war immer nur ein Gespinst in ihrem Kopf, ein Mädchentraum, den sie nie loslassen konnte. Am Ende verliert sie ihren größten Halt, ihre Stütze und ihre treue Freundin Melly und erst als sie aus dem Leben scheidet, erkennt sie, dass sie Melly nie gehasst hast, sie schätzt erst in deren letztem Atemzug, was sie wirklich an ihrer Freundin hatte. Und als sie erkennt, dass alles, was sie zu ihrem Glücke braucht, schon immer direkt vor ihrer Nase war. Doch dann ist es zu spät. Rhett Butler hat Scarlett immer geliebt. Er bewunderte ihre Kraft, ihren Mut und ihre Entschlossenheit. Selbst in ihren schlimmsten Momenten lies er sie allein. Denn er wusste immer. Sie würde durchkommen, sich durchbeißen und anstatt daran zu zerbrechen, wächst sie nur mit ihren Aufgaben. Doch erkannte, dass immer wenn sie in seinen Armen lag, sie sich wünschte, er wäre Ashley. Er versuchte wirklich alles, ihre Liebe zu gewinnen, er lies ihr so viele durchgehen, doch sein Stolz stand ihm im Weg, stand beiden im Weg. Keiner von Beiden wollte den ersten Schritt machen und seine Liebe gestehen. Seine Tochter Bonnie gibt ihm Trost, er herzt und liebt sie und liest auch ihr jeden Wunsch von den Lippen ab. Egal, ob das Pony noch höher springen sollte, das Reitkleid aus gefüttertem blauen Samt besteht oder sie immer an seiner Seite stand, nichts war ihm zu teuer. Rhett war längst in der Gesellschaft aufgestiegen und ein geachteter Mann. Doch als Bonnie stirbt, bricht für ihn vollends seine Welt zusammen. Er sucht Trost im Alkohol, genauso wie Scarlett heimlich zu einer Alkoholikern wird und vor jedem Einschlafen noch einmal einen Schnaps braucht. Sie sind sich so ähnlich, und Rhett ist der einzige Mann, der Scarlett Paroli bieten kann, da alle anderen sich vor ihr fürchten. Doch irgendwann ist auch seine Liebe erschöpft. Doch Scarlett O'Hara wäre nicht Scarlett O'Hara wenn sie ihren Prinzipien nicht bis zum Schluss treu bleiben würde. Als Rhett sie verlässt, sie tränenüberströmt erkennt, dass sie nun alles verloren hat, so ist sie dennoch voller Mutes. Für sie steht fest: Sie wird Rhett Butler wieder bekommen. Und was sie will, das bekommt sie auch. Doch nicht heute, sondern morgen. Denn morgen ist auch noch ein Tag. Für mich ist Vom Winde verweht einfach großartig. Margaret Mitchell hat für mich facettenreiche Charaktere erschaffen und sie alle in einem historischen Kontext gefügt, indem Amerika sich im Umbruch befindet. Ich fand viele kleine Szenen besonders aufmerksam und authentisch. So sträuben sich zum Beispiel die Sklaven vor harter Arbeit indem sie sagen, dass sie Hausnigger sind und keine Feldnigger. Ich mochte es zu lesen, wie Scarlett versucht Rhett hinters Licht zu führen. Und ich habe Hochachtung Respekt vor Miss Melly, ein zartes Geschöpf, so sanftmütig und lieb und dennoch brennt in ihr das Feuer und sie steht ihren Freundin energisch bei. Ich finde die Persönlichkeit der Scarlett faszinierend. Ihre Grundeinstellung zum Leben ist beispielshaft. Sie nimmt alles in die Hand, sie setzt sich durch und macht sich kein Stress, und gibt die Hoffnung nie auf. Rhett tut mir Leid. Er hat wirklich alles Menschenmögliche getan, um Scarlett die Augen zu öffnen. Und auch viele andere Charaktere wie Mammy, Mrs. Pitty, Frank und Miss India, Ashley haben alle ihre ganz eigene Note. Auch das Setting wirkt so lebendig, das sich mir alles wunderbar vorstellen konnte. Egal, ob es der Krieg war, die Trümmer, Sterbezimmer, Aufruhr oder Feste und Momente der flammenden Leidenschaft - ich war hautnah dabei. Der Schreibstil von Margert Mitchell ist ebenso klasse. Ich war erst skeptisch, ob sich der Roman leicht lesen lassen würde, aber ich flog so schnell durch die Seiten, ja ich kam kaum noch von ihnen los. Sie arbeitet mit Metaphern, Wortspielereien und greift immer wieder Motive auf, sodass ein roter Faden beim Lesen entsteht. Fazit: Vom Winde verweht ist ein großartiger Epos. Bewegend, unglaublich, und Margaret Mitchell verwob die Elemente des Krieges, der Liebe in einem solch wunderschönen, wie gigantischen Drama, dass ich die Seiten an mich drücke, herze und es wieder und wieder lesen möchte. Ich bin einfach nur begeistert.    

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