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Zitat:
»Dies war der wahre Mammon-Tanz: Alle anderen Kasten konnten die Krähen beschimpfen, misshandeln, töten und nehmen was sie wollten, solange sie das wollten, weil sie wussten, dass sie Krähen sich nicht wehren konnten. Sabor hatte nie beabsichtigt sie gewinnen zu lassen.«
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Schreibstil:
Der Schreibstil von Margaret Owen hat mich absolut überzeugt. Flüssig, bildhaft und an den richtigen Stellen humorvoll. Besonders die schlagfertigen Wortwechsel zwischen den Charakteren haben das Lesen zum Genuss gemacht. Ich mochte die sarkastischen Bemerkungen von Tavin und Jasimir sehr, die dem düsteren Ton des Romans eine wohldosierte Leichtigkeit entgegengesetzt haben. Allerdings gab es auch ein paar Beschreibungen, die für meinen Geschmack zu spät kamen. So zum Beispiel die von Kerbenhelm, dessen Bild sich in meinem Kopf längst gefestigt hatte, bevor die offizielle Beschreibung, die das genaue Gegenteil von meiner Vorstellung war, überhaupt kam. Insgesamt aber ist der Stil stark.
4/5 ⭐
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Charaktere:
Die Figuren waren für mich eines der Highlights des Romans. Vor allem Stur, weil sie ist stark, zielstrebig, loyal und trotzdem menschlich ist. Ihre Entwicklung von einer unsicheren Anwärterin zur selbstbewussten Flügelherrin, die über sich hinauswächst und für das ganze Königreich kämpft, war mitreißend und glaubwürdig erzählt. Ich mochte ihre Entschlossenheit, aber auch ihre Zweifel. Beides war spürbar präsent und hat sie sehr greifbar gemacht.
Tavin war mir vom ersten Moment an sympathisch. Ein Kämpfer mit Herz, der den Prinzen bei allem unterstützt und gleichzeitig seine eigenen Interessen bewahrt.
Jasimir, obwohl er als Prinz eine wichtige Rolle im Königreich spielt, blieb über weite Strecken eher im Hintergrund. Erst im letzten Drittel hat er spürbar an Bedeutung gewonnen. Aber auch ihn konnte ich gut leiden, weil ihm mit zunehmendem Voranschreiten der Geschichte die Augen geöffnet wurden und er in den richtigen Momenten an Stur und Tavin geglaubt hat.
Insgesamt waren die Charaktere vielschichtig, lebendig und emotional greifbar.
4/5 ⭐
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Geschichte:
Die Handlung war durchweg spannend und hat mich sofort wieder gepackt, obwohl ich das Buch bereits 2022 angefangen hatte und nun wieder zur Hand genommen habe. Sturs Reise quer durch das Königreich, die Auseinandersetzungen mit den Oleander Junkern und die immer wieder neuen Wendungen haben mich komplett in die Welt hineingezogen. Besonders die Grausamkeit mancher Szenen und die düstere Atmosphäre haben mir Gänsehaut bereitet und gleichzeitig dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ich habe teilweise bis tief in die Nacht gelesen, weil ich einfach wissen musste, wie es weitergeht. Die unerwartete Wendung am Ende hat mich nochmal richtig mitgerissen. Ganz klar eine Geschichte, die unter die Haut geht.
4/5 ⭐
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Fazit:
Knochendiebin ist ein Buch, das mit einer starken Heldin, einer düsteren, faszinierenden Welt und einer konsequent spannenden Handlung punktet. Trotz kleiner Kritikpunkte war ich komplett gefesselt und haben mich erneut in diese Geschichte verliebt. Für mich ein Buch, dass ich absolut weiterempfehlen kann. Besonders an alle, die starke Fantasy mit Herz, Schmerz und Tiefe lieben.
4/5 ⭐
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