Margarete Alb

 3,7 Sterne bei 24 Bewertungen

Lebenslauf von Margarete Alb

Die Halbelfe lebt bereits seit 1493 in den Südthüringer Wäldern um die beschauliche Stadt Schmalkalden. Aber eigentlich hat sie nur eine große Klappe und lässt sich von einer 1971 geborenen studierten Keramikdesignerin unterstützen, welche mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Floh-Seligenthal in Südthüringen lebt und arbeitet. Mit Vorliebe studiert sie Sagenbücher und alte Chroniken, immer auf der Suche nach den Lügen, mit denen die Menschen die magische Welt zu verschleiern pflegen. Aber da man davon nicht immer leben kann, führt sie eine Keramikwerkstatt und liebt es, Kinder in kreative Welten zu entführen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Margarete Alb

Cover des Buches Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten (ISBN: 9783963500008)

Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten

 (24)
Erschienen am 22.11.2017

Neue Rezensionen zu Margarete Alb

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Cover des Buches Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten (ISBN: 9783963500008)Emys_bunte_Welts avatar

Rezension zu "Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten" von Margarete Alb

Durchwachsene Geschichten
Emys_bunte_Weltvor 2 Jahren

Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten

Dieses Buch ist eine Kurzgeschichtensammlung, zehn Geschichten, zehn Autoren und alle haben eins gemein, es steht Weihnachten unmittelbar bevor.
Die Geschichten sind so unterschiedlich, wie es auch ihre Helden sind, somit dürfte jeder, der Fantasiegeschichten mag, wenigstens eine Geschichte finden, die ihn anspricht.
Den amtlichen Charakter finde ich toll, weswegen ich auch auf das Buch aufmerksam wurde.
Das Vorwort kommt von Edmund F. Dräcker, dem Präsidenten des Bundesamtes für magischen Wesen, auch das hat mir sehr gut gefallen und hat den behördlichen Charakter unterstrichen, was Lust auf mehr machte.

Wer ist vertreten und worum geht es in seiner Geschichte:

Chris Schlicht: Die Heiligen der Nacht
Tomas, ein Mönch kommt bei einem Erdbeben ums Leben, aber damit ist sein Leben auf Erden noch nicht beendet, seine Seele ist in eine Steinstatur gefangen und ist nur noch stiller Beobachter, aber damit will er sich nicht zufriedengeben.

Die Idee zur Geschichte fand ich gut, da Tomas offenbar noch nicht bereit zum Sterben war, wurde seine Seele in ein anderes Gefäß gesteckt, was aber seinen Wunsch auf Leben verfehlte. Die Geschichte ließ sich auch flüssig lesen, es gab, aber stellen die ich als langarmig empfand oder unnötig, da es nicht zur Geschichte beitrug, sie nur streckte.
Aber da das richtige Maß zu finden ist auch schwer und so was ist natürlich auch Geschmackssache.

Margarete Alb: Das Thomasturnier
Oernun Otternherr versteckt sich vor seinen Feinden im Schmalkaldischen Exil. Es ist die längste Nacht des Jahres, die Dämonen treffen sich zum Thomastunier, was Cernuns Neugier weckt und er sein Versteck verlässt.
Mit der Geschichte hatte ich leider so meine Schwierigkeiten, obwohl sie nur 23 Seiten lang war, fühlte sie sich an, als wollen sie nicht enden. Es kamen zu viele Wesen zur Sprache, die aber nicht näher beschrieben wurden und wenn man kein absoluter Fabelwesen-Kenner ist – so nehme ich an – ist es nur verwirrend. Ich hatte dennoch den Eindruck, dass die Erwägung der Wesen die Handlung der Geschichte dominiert hat, sodass der Wettkampf in der Geschichte untergegangen ist. Nun kommt in meinen Fall erschwerend hinzu, dass mich Sport nicht interessiert.

Anne Zandt: Wintermond:
Ein Werwolf muss zusehen, dass er trotz Überstunden noch rechtzeitig nach Hause kommt. Auf dem Heimweg schlägt er sich mit den verschiedensten Gerüchen herum, einiger verlockend, auf andere kann er gut verzichten und dann ist da noch die Spezies Menschen, zur Weihnachten chronisch schlecht gelaunt und gestresst. Wird er es noch rechtzeitig schaffen, bevor seiner Verwandlung beginnt, Zuhause anzukommen?
Diese Geschichte war auch nicht so ganz meins. Dadurch, dass man nicht einmal einen Namen von dem Werwolf erfährt, was ihn für mich nicht greifbar machte, auf der anderen Seite war seine Unruhe sehr präsent – was eigentlich ja gut ist, wenn eine Autorin es schafft, dass Gefühl des Charakters so greifbar zu machen, das auch der Leser es spürt. Für mich war es aber schwer zu ertragen, ich wollte, dass die Geschichte schnell zu Ende und er zuhause ist.

Tina Becker: Blutmond um Mitternacht
Es ist kurz vor Weihnachten und zwei Hexen werden angegriffen, eine stirbt an den Verletzungen. Minna, die Oberste des Hexenzirkels, vermutet die Werwölfe hinter dem Angriff, als dann die Überlebende verschwindet, schwört sie Rache und versucht die Überlebende, aus den Fängen der Werwölfe zu befreien.
Diese Geschichte hat mir dafür ausgesprochen gut gefallen und hat genau meinen Nerv getroffen. Es war temporeich, emotionsgeladen, einfach toll.

Markus Watolla: Das Geheimnis des Peter Gennersheim
Peter hat Offensichtlich an. Aber wovor? Das Licht brennt bei ihm Tag und Nacht, er wirkt gehetzt und meidet den Kontakt zu anderen Menschen. Rückblickend wünschte der Erzähler, es wüsste es nicht.
Auch diese Geschichte hat mir gut gefallen, sie war gruselig und düster. Was mich ein wenig gestört hat, ist, dass immer wieder wiederholt wird, dass Peter Gennersheim, sonderbar, verschroben ist. Das Verhalten von Peter macht auch, ohne dass es immer wieder betont wird, klar, dass etwas mit ihm nicht stimmt.

Dorothe Reimann: Jahr und Tag
Eine ausgewählte Gruppe von Menschen – insgesamt 54 Mitarbeiter – mit Militärerfahrungen wurden einberufen für das Bundesamt für magische Wesen zu arbeiten. Es wurden gefährliche Wesen gesichtet und das Amt für magische Wesen wird nicht alleine damit fertig.
Ich fand die Idee, das Bundesamt für magische Wesen in eine Geschichte einzubauen – sehr cool, vor allem, weil das Buch über eben dieses Amt/ Verlag vertrieben wird. Das die Geschichte einen Amtlich, militärischen Charakter hat, fand ich interessant, weil es einfach mal was anderes war. Aber, ich müsste keinen Roman in diesen Still lesen.

Carmilla De Winter: Ruhige Feiertage
Frisk der Incubus taucht in Karlsruhe unter. An Heiligabend gerät er zwischen die fronten, eines verirrten Albens und einiger Betrunkener, als es dann zu einer Explosion kommt, schaltet sich die Behörde und eine erpresserische Hexe ein.
Die Handlung und die Wesen der Geschichte waren interessant und obwohl da einiges passiert, fehlte es an Spannung. Der Schreibstil war etwas Monoton. Aber davon abgesehen, mochte ich die Geschichte.

Katrin Minert: Schneeflöckchen
Bob, eine Wermaus und wandernder Tischlergeselle, trifft auf die geheimnisvolle Skadie Flocke (einer Schneegöttin), sie umweht immer ein Hauch von Schnee. Ein Sammler von Folianten wird auf sie aufmerksam und weil er im Besitz einer Schneekönigin ein gutes Geschäft wittert, will er sie besitzen.
Diese Geschichte ist recht lang aber auch schön. Wird es Herrn Krupp gelingen die Schneekönigin in seine Gewalt zu bringen? Lasst euch überraschen.

Carola Jürchott: Das Buch der Weihnacht
Die Weihnachtswichtel produzierten wie jedes Jahr die Geschenke für die artigen Kinder, die von den Engeln in das Weihnachtsbuch mit den jeweiligen wünschen eingetragen werden. Eines Tages ist das Buch weg! Was sollen sie nur machen, wenn sie nicht wissen, wer artig war und was sie sich gewünscht haben?
Das ist eine sehr süße Weinachtgeschichte, die man gut auch den kleinen vorlesen kann.

Hagen Ulrich: Sebastians blutige Prüfung
Sebastian Harrach, der magische Fähigkeiten hat, wird eines Tages entführt. Er ist der Sohn eines CDU-Politikers und man geht von seinem tot aus. Während an Sebastian, in Polen ein Verfahren getestet wird, das Homosexualität „heilen“ soll, wurde sein Vater zum Innenminister in der sächsischen Landesregierung gewählt.
Als Sebastians magischer Ring zu ihm zurückfindet und dieser aus seinem Zustand erwacht, schwört er Rache.
Bei dieser Geschichte handelt es sich um eine Maxi-Leseprobe und da es sich nicht um den ersten Teil handelt, kann man sich nur schwer zurechtfinden, wenn man die Vorgängerteile nicht kennt. Sehr schade.

Da es sich um Kurzgeschichten handelt, muss klar sein, dass es den Charakteren an tiefe fehlt. Das ist ein entscheidendes Merkmal, genauso wie ein offenes ende der Geschichte.

Fazit: Es waren ein paar gute Geschichten dabei, wobei mal alle mal gelesen haben kann. Aber so ist es, wenn so viele Autoren ihre Finger im Spiel haben, wird es immer auch Geschichten geben, die einem nicht so zusagen. Im Großen und Ganzen, ein tolles Buch mit hochwertigem Druck, Papier und Cover. Man merkt, dass der Verlag auf Qualität setzt.

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Cover des Buches Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten (ISBN: 9783963500008)Marieke_Stahls avatar

Rezension zu "Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten" von Margarete Alb

Sammlung von Geschichten
Marieke_Stahlvor 2 Jahren

Dieses Buch enthält mehrere Geschichten, mit unterschiedlichen Charakteren und unterschiedlichen Aspekten. es gibt romantische Geschichten, Horrorgeschichten und auch die ein oder andere amüsante Geschichte. 


Einerseits wirkt es magisch und weihnachtlich. Aber es ist auch gleichsam unheimlich mit den Gestalten. Das Hardcover macht es direkt edler. Die typische Banderole am unteren Ende des Buches trägt zum Wiedererkennen bei.
In den einzelnen Geschichten tauchen verschiedene Charaktere auf. Diese sind oftmals sehr flach und uninteressant. Zu wenigen Charakteren konnte ich eine Beziehung herstellen, bzw. mich auf sie einlassen. 
Durch die Abneigung gegen die doch recht flachen Charaktere waren einige der Geschichten wirklich uninteressant. Etwa die Hälfte der Geschichten waren wirklich gut und machten Spaß beim lesen. Die andere Hälfte überzeugte mich nicht. Die Geschichten haben schon einen relativen Spannungsbogen. Manche jedoch sind einfach  nichtssagend.
Der Schreibstil hilft jedoch sehr. Das gesamte Buch ist wirklich sehr gut zu lesen und macht Spaß. Es liest sich immer fröhlich weg und bereitet keine Schwierigkeiten. Die Sprache ist recht bildhaft und unterstützt die Handlung.

Alles in Allem ein solides Buch. Allerdings habe ich auch schon ein weiteres Buch des Verlages gelesen, dass mir durchaus besser gefallen hat als dieses. Der Schreibstil ist sehr positiv zu bewerten. Und bei einer Sammlung von Geschichten ist es natürlich so, dass einem die eine oder andere Geschichte nicht gefällt. 

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Cover des Buches Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten (ISBN: 9783963500008)SarahTrimagies avatar

Rezension zu "Weihnachten und andere Amtsangelegenheiten" von Margarete Alb

10 Geschichten, 10 Leseeindrücke, 1 Anthologie, 1 Rezension
SarahTrimagievor 2 Jahren

Der erste Eindruck beim Betrachten des Covers dieses Buches war zwiegespalten. Einerseits ist die Aufmachung und konsequente Ausgestaltung im Sinne des offiziell wirkenden Charakters des Bundesamtes für magische Wesen ein absolut gelungenes Konzept und trifft meinen Humor komplett. Das dargestellte Cover dieses Buches jedoch sprach und spricht mich nach wie vor überhaupt nicht an. Die Neugierde ob es jedoch möglicherweise dennoch inhaltlich hält was es verspricht war aber stärker als die Abneigung gegen die Grafik. 

Als erstes empfängt den Leser in diesem Buch das Vorwort des Präsidenten des Bundesamtes für magische Wesen, Edmund F.Dräcker. Bereits hier war ich abermals begeistert über den absolut zu mir passenden Humor nebst konsequenter Umsetzung. Fantastisch, einfach nur fantastisch. 

Da es sich bei diesem Buch um eine Anthologie, also Kurzgeschichtensammlung handelt, werde ich im folgenden auf jede Geschichte einzeln kurz eingehen. 

*****

1. Chris Schlicht: Die Heiligen der Nacht
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Der junge Mönch Tomas stirbt bei einem großen Erdbeben – und wacht in der nächsten Nacht als Steinseele wieder auf. Tagsüber als Statue gefangen, ist er nachts stiller Beobachter der Menschen. Damit will er sich allerdings nicht abfinden.
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Die erste Geschichte in einer Anthologie hat es immer relativ schwer, entscheidet sie doch unbewusst, ob der Leser motiviert ist weiter zu lesen oder nicht, übermittelt den ersten Qualitätseindruck der fachlichen Umsetzung wie Lektorat, Buchgestaltung etc. In diesem Punkt gibt es tatsächlich nichts offensichtliches zu bemängeln. 
Diese erste Geschichte war für mich jedoch dennoch bereits die erste Hürde. Kurzgeschichten lese ich oft zwischendurch, wenn keine Zeit für eine längere Leseflucht aus der Realität ist. In diesem Fall gelang das schon mal nicht. 30 Seiten umfasst diese Geschichte, die mich von der Grundstimmung und Handlung schon tatsächlich anspricht, aber in einigen Szenen langatmig und in Teilen überflüssige Momente detailreich beschrieben sind. Dennoch gab es den ein oder anderen schönen Satz, den ich mir tatsächlich auch markiert habe als schönes Zitat. 

"Sein eigenes Leben lag unter den Trümmern des Klosters begraben und er fürchtete, dass er noch viel mehr verloren hatte."

Insgesamt wäre hier sicher weniger deutlich mehr gewesen, denn das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden. 

*****

2. 
Margarete Alb: Das Thomasturnier
=>
Cernun Otternherr hat sich vor seinen Feinden im Schmalkaldischen Exil verkrochen. In der längsten Nacht des Jahres lockt ihn eine ausnehmend seltsame Zusammenkunft von Dämonen aus seinem Versteck.
<=

Neue Geschichte, neues Glück. Nachdem die erste Geschichte nicht so sehr meinen Geschmack traf, wagte ich mich dennoch an diese zweite. Doch auch hier bereitete mir neben der physischen Länge von 23 Buchseiten, die gefühlten Längen innerhalb der Handlung einige Schwierigkeiten. Etwas humoristischer, die Handlung noch treffender zu mir passend, gab es dennoch schon eine Steigerung der Lesebegeisterung. Auch hier habe ich ein kleines Zitat für euch:

"Sogar dieser dämliche Dämon musste doch begreifen, dass mit ihr momentan kein lustiges Kirschenessen möglich war. Nicht, dass es zu dieser Jahreszeit Kirschen gegeben hätte."

*****

3. Anne Zandt: Wintermond
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Treffen Sie einen Werwolf, der sich mit Überstunden, den Gerüchen vom Weihnachtsmarkt und genervten Pendlern herumplagen muss. Schafft er es rechtzeitig vor seiner Verwandlung nach Hause?
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Aller guten Dinge sind drei. Treffender kann ich diese Geschichte nicht beschreiben. Bereits nach der ersten Seite war ich angetan und am Ende hätte ich hier, im Gegensatz zu den vorherigen Geschichten, sehr gerne um einiges mehr gelesen, obwohl auch diese 16 Seiten jenseits meiner "Lese ich nebenbei"- Länge liegt. Diese Seiten konnten mich so sehr begeistern, dass ich sie im Anschluss an die komplett gelesene Anthologie noch mehrere weitere Male las und dennoch unmöglich ein bestimmtes Zitat auswählen kann. Nicht weil ich nichts finden würde, sondern weil es mir unmöglich erscheint, das große harmonische Ganze zu zerstören. 
Absolut perfekt gelungen dieser Anthologiebeitrag, dessen Inhalt jederzeit in unserer Nähe geschehen könnte und genau dadurch so nachvollziehbar einnehmend ist. 

*****

4.
Tina Becker: Blutmond um Mitternacht
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Im winterlichen Wald kommt eine Hexe grausam ums Leben. Minna, die Oberste des Hexenzirkels, verdächtigt die Werwölfe und schwört grausame Rache.
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Diese Geschichte ließ sich beinah ebenso gut lesen wie die vorangegangene Lesertüröffnergeschichte. Mit 15 Seiten auch ein eher punktgenau formulierter Anthologiebeitrag, der mit etwas mehr Feinschliff durchaus in den obersten Rängen dieser Anthologie hätte mitspielen können. Eine nette Geschichte ohne großen Nachhall. 

*****

5.
Markus Watolla: Das Geheimnis des Peter Gennersheim
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Der neue Nachbar verhält sich äußerst seltsam. Ist das Verfolgungswahn, oder ist wirklich jemand hinter ihm her?
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5 Seiten! 
Das ist eine Länge nach meinem normalen Anthologiegeschmack. 
Aber nicht nur die Länge ist hier absolut positiv, sondern auch der Inhalt. 
Etwas gruseliger, düsterer, als die vorangegangenen aber passend integriert und nötig für den Verlauf, ein präsenter vorstellbarer Schreibstil der mit besonders gelungenen unabgenutzten Vergleichen punktet. 

Ein kleines beispielhaftes Zitat:
"Dann kam jene Nacht, die sich in mein Gedächtnis eingebrannt hat wie Säure, eingebrannt in meine Erinnerung wie ein Brandeisen und ich wünschte, bei Gott, ich hätte nicht gesehen, was ich gesehen habe...."

*****

6. Dorothe Reimann: Jahr und Tag
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„Meine Damen und Herren, Sie arbeiten ab heute für das Bundesamt für magische Wesen, Sektion Taktisches Drachengeschwader 35 ‚B‘. Die Mitarbeiteranzahl beträgt mit Ihnen 54.“
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Der hier angebrachte Auszug ist zugleich der Anfang dieser einnehmenden Kurzgeschichte. 16 Seiten, die ein wenig an die Heldengeschichte des Clark Kent alias Superman erinnert. Auf eine charmante und kriminalistische Weise zugleich, die mir neben einer guten Portion Drachen auch eine wirklich schöne Lesezeit bescherte. 

*****

7. Carmilla DeWinter: Ruhige Feiertage
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Der Incubus Frisk ist in Karlsruhe untergetaucht. An Heiligabend gerät er in die Auseinandersetzung zwischen einem verirrten Alben und einigen Betrunkenen. Die resultierende Explosion ruft die Behörden und eine erpresserische Hexe auf den Plan.
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Aus besonderen Gründen begeistern mich neben Drachen- auch Hexengeschichten auf besondere Weise. Nun zumindest letztere gibt es hier in dieser Geschichte. Leider macht das alleine keine Highlightgeschichte, sodass mir für diesen Beitrag besonders der recht monotone beschreibende Schreibstil die großartige Lesezeit getrübt hat. Schade besonders, weil die Handlung an sich durchaus interessant und ausbaufähig ist. 

*****

8.Katrin Minert: Schneeflöckchen
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Bob, wandernder Tischlergeselle und Wermaus, trifft eine geheimnisvolle Frau namens Skadi Flocke, die immer ein Hauch nach Schnee umweht. Genau deswegen ist allerdings ein skrupelloser Geschäftsmann hinter ihr her.
<=

Ausnahmen bestätigen die Regel. Dieses Sprichwort trifft den Auftritt dieser Geschichte am allerbesten. Beschwerte ich mich in den ersten Geschichten über die ungewohnt langen Beiträge dieser Anthologie, die sich eben auch so anfühlten, so ist es bei dieser Geschichte mit 46 Seiten eine deutliche physische Steigerung einhergehend mit nur einem Moment der Langatmigkeit konnte diese mich dennoch für sich gewinnen und einnehmen. Einzig die gelegentlich nicht ganz perfekten Formulierungen ließen mich im Lesefluss stocken, aber wer kann schon einer grinsenden Wermaus lange widerstehen? Ich nicht. 

******

9. Carola Jürchott: Das Buch der Weihnacht 

Leider gibt es zu dieser Geschichte keine verfügbare Kurzbeschreibung des Verlages. 

5 Seiten. 
Oh die zweite Geschichte, die mit der mir normalerweise bevorzugten Länge daher kommt. Und auch hier begeisterte mich der Inhalt auf den ersten Leseblick. Beinah märchenhaft und absolut rund mit einem offenen cliffhangerlosen Ende ist sie mein Paradebeispiel für nachhallende kurze Lesemomente, die sich dennoch immer in den noch so stressigen Alltag der Adventszeit integrieren lassen. 

******

10.
Hagen Ulrich: Sebastians blutige Prüfung
=>
Sebastian Harrach, magiebegabter und entführter Sohn des fundamentalistischen CDU-Politikers Peter Harrach, gilt als tot. Seine Freunde sind in ihrer Trauer wie gelähmt. Der hinter der Entführung stehende Peter Harrach wird Innenminister in der sächsischen Landesregierung. Derweil werden an Sebastian in einer polnischen Klinik Verfahren zur Homoheilung getestet. Doch dann findet Sebastians magischer Ring den Weg zu seinem Eigentümer. Sebastian erwacht aus seiner Situation. Und nimmt Rache.
<=

Diese Geschichte ist ein 47seitiger Leseprobenauszug aus dem Buch "Sebastians blutige Prüfung" und ist neben der für mich eher schwierigen Länge auch ein meinerseits eher ungeliebter Beitrag. Es fehlt der rote Leserfaden, bedingt durch den Schreibstil fiel es mir hier schwer diesen "Rest" noch motiviert zu lesen. Schade für mich, das hätte durchaus anders gelöst werden können. 

*****

Im Anschluss der einzelnen Beiträge finden sich die ansprechenden Vorstellungen der Autoren und weitere Buchempfehlungen des Verlages. 

Fazit:
In dieser Anthologie finden Fans von längeren magischen Weihnachtsangelegenheiten in jedem Fall passende vielfältige Beiträge. Eher weniger geeignet für die kurze Frühstückspause oder dergleichen, aber dennoch insgesamt eine empfehlenswerte Sammlung ansprechender Beiträge. 

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Weihnachten und andere AmtsangelegenheitenBundeslurch_Verlags avatar
Jedes Jahr gibt es Ausschreibungen des Bundesamtes für magische Wesen zu fantastischen Themen. In diesen Anthologien stellen sich Autoren mit ihren Kurzgeschichten vor.

Im Spätherbst 2017 bereits erschien der vorliegende BAfmW-Arbeitsbericht zu Weihnachten als erstes vom hauseigenen Bundeslurch Verlag herausgegebenes Hardcover. Letztes Jahr war es zu spät, um das Buch und seine Autoren vorzustellen, was wir dieses Jahr nachholen wollen.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen. Bitte stellt euch vor und es wäre auch nett, wenn ihr - sofern vorhanden - auf eure Buchblogs oder bisherigen Rezensionen verweist.

Wir - d.h. der Bundeslurch Verlag mit dem Weihnachtsmarkt Bonn im Bundesamt für magische Wesen - möchten gern eine Community an Rezensenten und Bloggern aufbauen und wir streben gerade bei mehrbändigen Reihen eine gute Zusammenarbeit an.

Unsere Bücher erscheinen stets als Hardcover, immer mit einem Vorwort von Amtspräsident Dräcker, einer Leihgabe des Auswärtigen Amtes. Etwas augenzwinkernd veröffentlichen wir unsere Bücher immer als "amtliche Publikation", d.h. Twilight erschiene bei uns wie eine amtliche Dokumentation der Bundeszentrale für politische Bildung über eine gut integrierte Vampirfamilie. Innen aber stets gut lektorierte und korrigierte Belletristik.

Das Bundesamt für magische Wesen entstand aus der Idee, dass die Existenz von Hexen, Drachen und Vampiren in Deutschland kein Problem wäre, sofern man die Angelegenheiten magischer Mitbürger eben nur gut verwalten würde. Mehr dazu findet ihr hier:
https://bundesamt-magische-wesen.de/was-ist-das-bundesamt-fuer-magische-wesen/

In Bonn hat das BAfmW tatsächlich ein eigenes Haus, mit Amtsschild, Dienstwagen und Flagge - wie es sich für ein Amt eben gehört. Und man kann uns besuchen. :-)

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