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Mahebe

vor 2 Jahren

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Liebe Lovelybooks-Leserinnen und -Leser!

Hiermit lade ich euch herzlich ein zu einer Leserunde mit meinem Buch "Zeit der Kornblumen".

Zum Inhalt des Romans:


Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als an den Rändern der wenig befahrenen Landstraßen blaue Lupinen wuchsen, in solcher Fülle, dass man sie zu Fronleichnam in größen Büscheln zum Schmücken der Altäre entlang der Prozessionsweg benutzte?
Und an die Kornblumen, die, oft durchsetzt mit dem Rot der Klatschmohns, im Sommer jeden Getreiderand mit ihrem leuchtenden Blau säumten, sehr zum Ärger der Bauern, die in ihnen nur lästiges Unkraut sehen konnten? Wisst ihr noch, wie ein Heuerlingshaus aussah? Und was es bedeutete, beim Bauern in Stellung zu sein?
Begleitet meine Romanheldin Marie Hoffstede auf ihrem Lebensweg, der durch das 20. Jahrhundert bis in unsere moderne Zeit führt. Schaut mit ihr auf das harte bäuerliche Leben der Menschen hier im ländlichen Norddeutschland, und verfolgt, wie sich die polischen Ereignisse dieses bewegten Jahrhunderts in ihrem Alltag spiegeln. Erlebt mit, wie Marie ihre Liebe zum geschriebenen Wort pflegt, zuerst im Geheimen, weil Bücher in der harten Arbeitswelt auf dem Lande keine Rolle spielen dann aber offen in einem mutigen Schritt der Emanzipation, der ihrem Leben eine Wendung gibt ...

Autor: Margarete Bertschik
Buch: Zeit der Kornblumen

calimero8169

vor 2 Jahren

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Der Klappentext hört sich interessant an. Besser man befreit sich aus verhassten, auferlegten oder halt aus den Zeiten gegebenen Zwängen spät als nie. Gerne würde ich mit Marie durch ihr harten spannenden Zeiten gehen.
Ich springe in den Lostopf und hoffe das meine Glücksfee mich auffängt.

Diana182

vor 2 Jahren

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Hallo=)
Da mich sowohl Cover als auch die Beschreibung sehr ansprechen und neugierig machen, möchte ich mich sehr gerne für diese Leserunde bewerben.

Über einen regen Austausch in der Gruppe würde ich mich sehr freuen.

Eine anschließende Rezension ist natürlich auch selbstverständlich.

Liebe Grüße

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orfe1975

vor 1 Jahr

7. Kapitel 9
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Ich hab zwar erwartet, dass Andreas vor Marie sterben würde, aber das wie hat mich doch überrascht. Ich fand schön und sehr tapfer, dass er seine Krankheit so lange verschwiegen und ihr noch die Amerika-Reise ermöglicht hat. Für Marie kam die Mitteilung nach der Reise natürlich dann doppelt so hart. Dass ein geliebter Mensch uns verlässt ist alleine schon sehr hart, aber ich finde es doppelt so schlimm, wenn man mit ansehen muss, wie er durch eine Krankheit nach und nach geschwächt wird und leidet, bis er endlich erlöst wird.
Auch für Marie hat das wieder bedeutet, dass sie zurückstecken musste, um für jemand anderen da zu sein.
Der Tod ihrer Tochter hat mich irgendwie zwiegespalten zurückgelassen. Zuerst hat er mich nicht so berührt, vielleicht weil sie mir von ihrem Verhalten nicht so sympathisch war. Was mich berührt hat, war der Gedanke an die beiden Kinder, die so früh von der Mutter Abschnied nehmen müssen. Die taten mir am meisten leid. Für Marie tat es mir auch leid, aber ich hatte den Eindruck, dass sie nach einem kurzen Moment der Trauer recht schnell wieder gefasst damit umgegangen ist.
Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass Marie sich von der Trauer nicht vereinnehmen lässt, sondern wie ein Stehaufmännchen wieder weitermacht. Liegt vielleicht auch daran, dass ihr das früher immer so vorgelebt wurde, dass man sich mit Gefühlen nicht zu lange aufhalten darf, sondern sich besser dem realen Leben bzw. dem Funktionieren widmet. Eine Einstellung, die ich von meiner Oma und teilweise meinen Eltern gut kenne und die ich unterbewusst teilweise auch noch in mir trage. Beim Lesen ist mir das erst mal wieder bewusst geworden.
Ich finde das Verhalten von Andreas' Sohn nach dem Tod seines Vaters ziemlich taktlos. Ich kann seine Gedanken zwar nachvollziehen und dass Marie sicherlich irgendwann in der Wohnung nicht mehr alleine sein kann. Aber warum muss er das so forcieren und ihr nach dem ihr ihr Mann vom Leben genommen wurde auch direkt noch ihre gewohnte Umgebung entziehen? Er hätte wenigstens noch was warten können. An Maries Stelle wäre ich wohl nicht so ruhig geblieben, sondern hätte ihn erstmal rausgeworfen und wäre aus Trotz erstmal wohnen geblieben, denke ich.

orfe1975

vor 1 Jahr

8. Kapitel 10 und 11: Wendepunkt
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Lese_gerne schreibt:
Oh ja, der Ausflug nach Braunschweig war sehr gut beschrieben. Wie erstaunt Marie über die Lebhaftigkeit der Großstadt und der Größe der Bibliothek war.

Ja, das fand ich auch toll, sie hat sich für jede Kleinigkeit begeistert wie ein Kind und alles in sich aufgesogen. Dass sie sich auch im Altern noch die Fähigkeit zu staunen bewahrt hat, fand ich klasse! Meine Oma war da viel verschlossener: weil sie keine höhere Bildung genießen durfte und sich auch für Literatur nicht interessierte, hat sie darüber nur abfällige Bemerkungen gemacht, Stadt war laut und lärmend und Kultur braucht kein Mensch.
Diese Aufgeschlossenheit und Wissbegierde bei Marie zu der sie auch steht, ist toll. Michaela lebt mit ihrem Studium das aus, was Marie auch gerne gemacht hätte und sie nimmt bei dem Besuch etwas Anteil daran. Dass schweißt Mutter und Tochter enger zusammen und diese nimmt ihre Mutter erstmals auch als "normalen Menschen" mit Bedürfnissen wahr.
Das hat mir auch wieder klar gemacht, dass man sich in der Rolle als Kind darüber viel zu wenig Gedanken macht. Zeit, den Gedanken als Erwachsener weiter zu spinnen...

orfe1975

vor 1 Jahr

8. Kapitel 10 und 11: Wendepunkt
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Archimedes schreibt:
immer geht's um Erbe, schrecklich, aber wahr.

Ich finde das mit dem Erben per se gar nicht so schrecklich. Besonders in früheren Zeiten hatte es den Sinn, dass Gutshöfe und Familienbetriebe traditionsgemäß in der Hand einer Familie blieben. Die Alten haben die nächste Generation angelernt und in den Betrieb eingewiesen, damit der weiterlaufen konnte, wenn die älteren nicht mehr arbeitsfähig waren. Dabei war es damals üblicher als heute, dass die "Alten" bis zum Tod noch dort verweilten und von den jüngeren gepflegt und versorgt wurden. Heute ist das meistens anders, trotzdem finde ich es legitim, dass die Kinder den Nachlass nach dem Tod der Eltern erben. Immer noch besser, als es dem Staat zu überlassen oder irgendwelchen Fremden - zumindest im Prinzip.
Schlimm finde ich, wenn der Mensch (die Eltern, Großeltern) und ihr Wohl dabei ins Hintertreffen geraten, es Streitigkeiten deswegen gibt oder man versucht, frühzeitig ans Erbe zu gelangen.
In Maries Fall wollen sicher die Kinder auch einen Stück vom Kuchen, aber ein Thema ist doch auch, dass der Hof in Familienhand bleibt. Ich kann die Kinder in gewisser Weise verstehen, dass sie sich durch Maries Verhalten vor den Kopf gestoßen fühlen, weil sie es nicht für traditonsmäßig halten und der Hof in Fremde Hände kommt. Letztendlich akzeptiere sie es aber. Ich kenne da schlimmere Fälle, in denen Kinder ihre Eltern aus dem Haus rausgeekelt haben oder für den Rest ihres Lebens kein Wort mehr mit ihnen gesprochen haben, weil die Eltern erstmal einen Teil ihres Geldes für sich ausgeben wollten und nicht auf biegen und brechen für die Erben sparen wollten. DAS IST SCHLIMM!
Maries Verhalten ist dennoch mutig. Aus heutiger Sicht denken wir vielleicht: wen interessiert es? Aber wenn man, wie ich auf dem Dorf aufgewachsen ist, weiß man, dass man sich durchaus dieser Gemeinschaft verpflichtet fühlen kann und sich diesem innerlich gefühlten Druck schwer entziehen kann. Auch hier fand ich Maries Verhalten wieder mal sehr fortschrittlich.

orfe1975

vor 1 Jahr

9. Kapitel 12: Alter
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Lese_gerne schreibt:
Bei der Szene mit der kleinen Leni hatte ich Tränen in den Augen. Wie sie ihre kleine Hand in die von Marie legt und das Alltagskleidchen an hatte, das sie wohl am Tag des Unfall getragen hatte.... Sehr schön geschrieben!

Das ging mir auch so. Bei Leni musste ich auch arg schlucken, um nicht zu weinen. Überhaupt fand ich die ganze "Wiedervereinigung" am Ende ein tolles Bild. So in der Art habe ich mir das Sterben auch immer vorgestellt.
Für Marie war es doch ein schöner Tod: klar unvorbereitet, aber sie hat alle Lebenden vorher an ihrem 90. Geburtstag gesehen und konnte mit allen friedlich feiern, konnte noch die alte Wohnung von Andreas sehen und durch den plötzlichen Tod musste sie nicht leiden vorher, so wie Andreas, Johannes oder Hannah. Ein perfekter und wunderschöner, wenn auch trauriger Abschluss dieses Buches für mich!

orfe1975

vor 1 Jahr

9. Kapitel 12: Alter
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leserattebremen schreibt:
Zum Abschluss feiert Marie ihren 90. Geburtstag mit ihrer ganzen Familie. Heute kennt man kaum noch so große Familien, aber sie hat sogar eine große Zahl von Urenkeln, die anwesend sind.

Die Anzahl ihrer Urenkel hat mich einerseits berührt und ich dachte: wow, wie toll, so viele Kinder in der Verwandschaft. Auf der anderen Seite denke und rechne ich dann immer, wie früh alle Generationen mit dem Kinderkriegen angefangen haben, damit das möglich ist.
Wenn ich mich bei uns in meinem Freundeskreis so umgucke, bekommen viele die ersten Kinder Ende Dreißig/Anfang vierzig. Da ist biologisch bedingt erstens die Anzahl der Kinder i. d. R. 1-2 und nicht mehr und diese Kinder werden größtenteils ihren Nachwuchs wohl auch relativ spät nach erfolgter Ausbildung/Studium und Etablierung im Beruf bekommen. Ich bin schon froh, wenn ich erleben werde, wenn meine Tochter ihr Abi hat und wenn ich Glück habe, vielleicht noch ihren Studienabschluss. Ich denke, diese Mehrgenerationen-Famililien werden in Zukunft wohl eher die Ausnahme werden.

Mahebe

vor 1 Jahr

Liebe orfe1975!
Ich habe alle deine bisherigen Kommentare aufmerksam gelesen und finde es wunderbar, wie du aus deiner eigenen Erfahrung heraus auf das Romangeschehen eingehst.
Ja, es war meine Absicht, das Leben auf dem Lande so realistisch wie möglich zu schildern, aber ich wollte auch zeigen, dass es mit Mut und Entschlossenheit möglich ist, aus alten Konventionen auszubrechen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen, so wie Marie es tut. Zwar muss sie manche Schicksalschläge hinnehmen, aber sie zerbricht nicht an ihnen, sonders wird stärker durch sie.
Ein Buch, das Mut machen soll.
Herzlichst, Margarete

orfe1975

vor 1 Jahr

9. Kapitel 12: Alter

Liebe Margarete,
nun bin ich auch endlich noch zu meiner Rezension gekommen:
http://www.lovelybooks.de/autor/Margarete-Bertschik/Zeit-der-Kornblumen-1180501440-w/rezension/1234280211/

auch auf:

http://wasliestdu.de/rezension/das-bewegte-leben-der-marie-hoffstede

und nach Freischaltung auch auf

https://www.weltbild.de/artikel/ebook/zeit-der-kornblumen_20591961-1

http://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/zeit_der_kornblumen/margarete_bertschik/EAN9783734799556/ID43015670.html?jumpId=1484573

und hier wegen Zeichenbegrenzung leicht gekürzt:
http://www.buecher.de/shop/frau/zeit-der-kornblumen/bertschik-margarete/products_products/detail/prod_id/42992979/#

Sorry, dass es so lange gedauert hat und vielen lieben Dank, dass ich mitlesen durfte! Der Roman war schon aufgrund seiner Erzählstruktur etwas ganz besonderes, aber auch Maries Leben gefiel mir sehr gut, ich habe jede einzelne Seite genossen und werde dem Buch jetzt einen schönen Platz in meinem Regal zukommen lassen. Außerdem werde ich es meiner Mutter bei ihrem Besuch sehr ans Herz legen, ich denke, da wird sie auch einiges wiedererkennen können.

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