Margarete Stokowski

 4.6 Sterne bei 49 Bewertungen

Lebenslauf von Margarete Stokowski

Mit Liebe und Verstand für die Stellung der Frau: Margarete Stokowski wurde 1986 in Polen geboren und lebt seit 1988 in Berlin. Sie studierte Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität und schrieb ihre Abschlussarbeit über Simone de Beauvoir. Seit 2009 betätigt sie sich als freie Autorin für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Von 2012 bis 2015 erschien ihre Kolumne „Luft und Liebe“ bei der taz. Stokowski schreibt außerdem für Die Zeit, Missy Magazine und L-Mag. Ihre Kolumne „Oben und Unten“ erscheint seit 2015 wöchentlich bei Spiegel Online. Im Jahr 2016 erscheint ihr erstes Buch, „Untenrum frei“, in dem sie mit viel Mut zur Provokation über die noch immer nicht ausgeglichene Balance bei der Gleichstellung von Männern und Frauen schreibt.

Neue Bücher

Die letzten Tage des Patriarchats

 (6)
Neu erschienen am 25.09.2018 als Hardcover bei Rowohlt.

Alle Bücher von Margarete Stokowski

Untenrum frei

Untenrum frei

 (43)
Erschienen am 24.04.2018
Die letzten Tage des Patriarchats

Die letzten Tage des Patriarchats

 (6)
Erschienen am 25.09.2018

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Neue Rezensionen zu Margarete Stokowski

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R

Rezension zu "Untenrum frei" von Margarete Stokowski

wunderbare Perspektiven
Rebecca_Lukaschvor einem Monat

Kurz vor der Veröffentlichung von Margarete Stokowskis zweitem Buch habe ich mich endlich mal an ihren Erstling gesetzt. Der war schon sehr lange auf meiner Liste, weil er wirklich an vielen feministischen Orten, an denen ich mich so rumtreibe, beworben wird.

Und ich bin absolut nicht enttäuscht gewesen. Stokowski schreibt über sehr interessante Aspekte des Feminismus, die unterlegt sind von wissenschaftlichen Studien und eigenen biografischen Geschichten. Holistisch wirkt das Buch so einfach sehr umfassend und gut recherchiert.
Feminismus ist ein Thema, bei dem ich persönlich recht schnell innerlich geladen werde auf die Welt und die Gesellschaft und die Männer... aber nicht so bei diesem Buch. Ich habe die Stimme, in der die Autorin schreibt, als sehr angenehm empfunden und da sie mit einer gewissen Leichtigkeit und Humor über ihre Themen berichtet, liest sich das Buch sehr angenehm. Ich nehme einiges aus diesem Buch mit und nachdem ich davon erzählt habe, haben sich gleich drei Freundinnen angemeldet, die es sich nacheinander von mir ausleihen werden.
Der Feminismus, den Stokowski uns in dem Buch vorstellt, ist sehr vernünftig - sie hält nichts vom Rumkreischen, sie präsentiert immer ihre Gründe und Gedangengänge und urteilt sehr fair. Herrlich :)

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J

Rezension zu "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski

Ein Strauß voller Einwände
jamal_tuschickvor 2 Monaten

Sie wirbelt da Staub auf, „wo es eh schon dreckig ist“. Zugleich warnt Margarete Stokowski: „Wer nicht aufpasst, macht durch Sprache alles schlimmer.“ Seit 2011 bereichert die Spiegel-Online-Kolumnistin das öffentliche Gespräch und fördert die Debattenkultur in den Kommentarspalten.
Eine Sammlung von Beiträgen erscheint nun unter dem Titel „Die letzten Tage des Patriarchats“. In „Hamse jedient im Genderkrieg“ moniert die Autorin den bellizistischen Duktus und atemlosen Frontberichterstattungston in Darstellungen des „Geschlechterkampfes“.
„Und dann bringt ein Mann seine Frau um, und was wird daraus? Ein Beziehungsdrama“.
Stokowski zeigt, wie die Meldung eines Mordes unter ihrer lyrischen Garnitur die Dimensionen einer Gewalttat zu verlieren droht, während feministische Diversität und weibliche Wut als gesellschaftliche Störungen geschildert werden. Der Herrschaftstext setzt sich gegen alternative Sprechweisen durch. Die Kolonisierten tradieren ihre Zu- und Abrichtungen, um in den Zwingern nicht den Halt zu verlieren. Richtig soll sein, was alltäglich/normal ist.
Die Bluttat nach einer Zurückweisung schillert als „Unerwiderte Liebe in Thüringen“. Der herbeifabulierte romantische Hintergrund baut eine Kulisse auf, vor der sich ein in tödlicher Ohnmacht seinen Tiefpunkt erreichendes Gefälle als eskapistischer Liebesakt darstellt. Mit Stokowski fragt man sich, woher die Not rührt, ein Verbrechen, in dem sich Machtverhältnisse spiegeln, mit Delinquenz verschattenden Bewertungen zu verknüpfen.
Da legt die journalistische Narration ein Verständnis im Spektrum der Leidenschaft nah; sie suggeriert aber „Feindseligkeit“, sobald das überschießende Temperament sich in weiblichen Forderungen kontextualisiert.
„Wir verfügen über einen riesigen Apparat aus Rechtfertigungsstrategien für Gewalt durch Männer.“
Das maskuline Repertoire im Spektrum von Anmaßung und Übergriff schildert sich scheinbar selbständig als naturphänomenal. Tatsächlich ergeben sich die Apologien aus der Deutungshoheit. Der „weiße mittelalte heterosexuelle Mann“ ist das Subjekt der Welt. Er deutet sich selbst so wie alle anderen. Ihm eingeschrieben ist ein gigantischer Herabsetzungstext.
Stokowski extrahiert in ihren Untersuchungen die Überlegenheitsmetaphern, -formeln, -floskeln. Sie hilft zu verstehen, warum es so mühsam ist, dem Offensichtlichen Geltung zu verschaffen. Ihre Kolumnen beweisen aber, dass das Patriarchat unter Druck geraten ist. Überall da, wo der Druck eine Schmerzgrenze erreicht hat, vernehmen wir die Klage des Bedeutungsverlustes.  

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Rezension zu "Untenrum frei" von Margarete Stokowski

Sex, Liebe, Feminismus
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Ich bin sehr lange um das Buch von Margarete Stokowski geschlichen. Nicht weil mich das Thema nicht interessiert, denn das tut es, sondern weil ich meine Zweifel hatte, ob mir dieses Buch etwas Neues beibringen und mich unterhalten kann.
Feminismus ist ein Thema mit dem wir heute sehr oft konfrontiert werden. Frauen die den Wunsch äußern die gleichen Rechte wie Männer zu haben, ohne eine Ahnung zu haben was das in Wahrheit  bedeutet. Untenrum frei hat mich nicht nur unterhalten, sondern auch die Augen geöffnet in manchen Hinsichten.

Wir können untenrum nicht frei sein, wenn wir obenrum nicht frei sind.
Ein Zitat, das mich persönlich berührt und bewegt hat und gleichzeitig auch die These der Kolumnistin, mit der sie automatisch die enge Verbindung der kleinen schmutzigen Dinge im Leben und die groß thematisierte Machtfrage vor Augen führt. Margarete Stokowski hält kein Blatt vor den Mund und zieht buchstäblich die Hose herunter. Die Kolumnistin gibt dem Leser einen sehr tiefen Einblick in ihr eigenes Leben, ihre Erfahrungen und Erlebnisse die sie als Frau gekennzeichnet haben.
Die Autorin führt den Leser, in sieben bemerkenswerten Essays, durch die weite Thematik des Feminismus. Sie macht durch Erzählungen aus persönlichen Erfahrungen deutlich wie viel Feminismus schon geschafft hat, aber auch welchen langen Weg er noch vor sich liegen hat. Besonders mochte ich die Leichtigkeit und Vielseitigkeit von Stokowskis Schreibstil. Die Kolumnistin sammelt in ihrem Buch eine Menge an Informationen die sie unterhaltend weitergibt und schafft erfolgreich Tiefe und Humor zu vereinen. Dabei verweist sie in ihren Essays oft auf viele Werke feministischer Autor/innen und führt am Ende sogar eine Liste an Büchern an, die sie ihren Leser/innen ans Herz legen möchte.Margarete Stokowskis Buch Untenrum Frei ist ein Befreiungsschlag gegen gesellschaftliche Konventionen und veraltete Rollenbilder, die die Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen forciert hervorrufen. Mit Untenrum Frei bietet sich jedem ein unterhaltsamer, gut geschriebener, leichter, gesellschaftskritischer Einstieg in die Grundgedanken des Feminismus.
Ich möchte das Buch jedem von euch und ganz besonders denen, die sich noch nicht viel mit diesem Thema beschäftigt haben, ans Herz legen.

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Margarete Stokowski wurde am 14. April 1986 in Zabrze (Polen) geboren.

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