Die letzten Tage des Patriarchats

von Margarete Stokowski 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Die letzten Tage des Patriarchats
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Das neue Buch von Margarete Stokowski erscheint am 25. September 2018 mit dem Titel "Die letzten Tage des Patriarchats" als Hardcover bei Rowohlt .

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Weiterführender Beitrag zum Feminismus!

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Inhaltsangabe zu "Die letzten Tage des Patriarchats"

Seit 2011 schreibt die Spiegel-Online-Kolumnistin Margarete Stokowski Essays, Kolumnen und Debattenbeiträge. Die besten und wichtigsten Texte versammelt dieses Buch, leicht überarbeitet und kommentiert. Die Autorin analysiert den Umgang mit Macht, Sex und Körpern, die #metoo-Debatte und Rechtspopulismus, sie schreibt über Feminismus, Frauenkörper und wie sie kommentiert werden, über Pornos, Gender Studies, sogenannte Political Correctness, Unisextoiletten und die Frage, warum sich Feminismus und Rassismus ausschließen.
Stokowskis Texte machen Mut, helfen, wütend zu bleiben, Haltung zu zeigen und doch den Humor nicht zu verlieren und sie zeigen, dass es noch einiges zu tun gibt auf dem Weg zu einer gleichberechtigen Gesellschaft. Wer fragt, ob wir den Feminismus noch brauchen oder ob die Revolution bereits geschafft ist, dem liefert Margarete Stokowski eindeutige Antworten.

'Im Großen und Ganzen versuche ich, da Staub aufzuwirbeln, wo es eh schon dreckig ist. Also ungefähr das Gegenteil von dem, was von einer Polin in Deutschland erwartet wird, Zwinkersmiley.'

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783498063634
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Rowohlt
Erscheinungsdatum:25.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    jamal_tuschickvor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Weiterführender Beitrag zum Feminismus!
    Ein Strauß voller Einwände

    Sie wirbelt da Staub auf, „wo es eh schon dreckig ist“. Zugleich warnt Margarete Stokowski: „Wer nicht aufpasst, macht durch Sprache alles schlimmer.“ Seit 2011 bereichert die Spiegel-Online-Kolumnistin das öffentliche Gespräch und fördert die Debattenkultur in den Kommentarspalten.
    Eine Sammlung von Beiträgen erscheint nun unter dem Titel „Die letzten Tage des Patriarchats“. In „Hamse jedient im Genderkrieg“ moniert die Autorin den bellizistischen Duktus und atemlosen Frontberichterstattungston in Darstellungen des „Geschlechterkampfes“.
    „Und dann bringt ein Mann seine Frau um, und was wird daraus? Ein Beziehungsdrama“.
    Stokowski zeigt, wie die Meldung eines Mordes unter ihrer lyrischen Garnitur die Dimensionen einer Gewalttat zu verlieren droht, während feministische Diversität und weibliche Wut als gesellschaftliche Störungen geschildert werden. Der Herrschaftstext setzt sich gegen alternative Sprechweisen durch. Die Kolonisierten tradieren ihre Zu- und Abrichtungen, um in den Zwingern nicht den Halt zu verlieren. Richtig soll sein, was alltäglich/normal ist.
    Die Bluttat nach einer Zurückweisung schillert als „Unerwiderte Liebe in Thüringen“. Der herbeifabulierte romantische Hintergrund baut eine Kulisse auf, vor der sich ein in tödlicher Ohnmacht seinen Tiefpunkt erreichendes Gefälle als eskapistischer Liebesakt darstellt. Mit Stokowski fragt man sich, woher die Not rührt, ein Verbrechen, in dem sich Machtverhältnisse spiegeln, mit Delinquenz verschattenden Bewertungen zu verknüpfen.
    Da legt die journalistische Narration ein Verständnis im Spektrum der Leidenschaft nah; sie suggeriert aber „Feindseligkeit“, sobald das überschießende Temperament sich in weiblichen Forderungen kontextualisiert.
    „Wir verfügen über einen riesigen Apparat aus Rechtfertigungsstrategien für Gewalt durch Männer.“
    Das maskuline Repertoire im Spektrum von Anmaßung und Übergriff schildert sich scheinbar selbständig als naturphänomenal. Tatsächlich ergeben sich die Apologien aus der Deutungshoheit. Der „weiße mittelalte heterosexuelle Mann“ ist das Subjekt der Welt. Er deutet sich selbst so wie alle anderen. Ihm eingeschrieben ist ein gigantischer Herabsetzungstext.
    Stokowski extrahiert in ihren Untersuchungen die Überlegenheitsmetaphern, -formeln, -floskeln. Sie hilft zu verstehen, warum es so mühsam ist, dem Offensichtlichen Geltung zu verschaffen. Ihre Kolumnen beweisen aber, dass das Patriarchat unter Druck geraten ist. Überall da, wo der Druck eine Schmerzgrenze erreicht hat, vernehmen wir die Klage des Bedeutungsverlustes.  

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    Marina_Nordbrezes avatar
    Marina_Nordbrezevor 17 Tagen
    Wenn ich ein Buch dieses Jahr ganz unbedingt lesen muss, dann dieses.
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    elane_eodains avatar
    elane_eodainvor 2 Monaten
    Ein neues Buch von Margarete Stokowski? Ich bin dabei mit meiner produktiven Wut!
    Kommentieren

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