Margarete van Marvik Manche Engel sterben früh

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Inhaltsangabe zu „Manche Engel sterben früh“ von Margarete van Marvik

Manche Engel sterben früh von Margarete van Marvik Als Ruths Mutter ein zweites Mal heiratet, erfährt Ruth durch ihren Stiefvater Liebe und Zuneigung. Dann bekommt sie jedoch ein Schwesterchen und von einem Tag auf den anderen verändert sich das Leben der sechsjährigen Ruth drastisch. Ihre Eltern haben nur noch Augen für „Engelchen Christin“, Ruth existiert lediglich am Rande. Ruths seelisches und körperliches Leiden nimmt gefährliche Ausmaße an, sie bekommt Ausschläge, fängt an sich zu ritzen, säuft sich ins Koma … Am Ende der siebten Klasse bricht Ruth die Hauptschule ab und nimmt Gelegenheitsjobs an. Sie fasst einen Entschluss: Sie wird zu ihrer Tante Odette nach Berlin ziehen, die ihr angeboten hat, bei ihr zu wohnen, und ihr dort auch eine Arbeit verschaffen kann. Ruth legt regelmäßig Geld beiseite, um ihren „Rettungsplan“ zu realisieren. Eines Tages ist es so weit: Ihre Flucht gelingt und sie fährt mit dem Zug nach Berlin, wo sie von ihrer Tante herzlich willkommen geheißen wird und mit deren Hilfe Fuß fasst. Mit der Zeit schafft sie es sogar, eine eigene kleine Wohnung zu mieten. Ruth spürt, sie kommt ihrer inneren Mitte immer näher … bis eines Tages die verhasste Halbschwester Christin vor der Tür steht … Mit ihrem neuen Roman ist es Margarete van Marvik mal wieder einmalig gelungen, durch und durch menschliche Themen wie die brennende Sehnsucht nach Liebe, Liebesentzug, Ungerechtigkeit, Verzweiflung, Gefühllosigkeit, Hass und Rache ganz individuell zu schildern – unverblümt und lebensecht, erschütternd und ergreifend.

Ein schockierendes Familiendrama über das tragische Schicksal zweier Schwestern.

— catly
catly

Berührend

— Amber144
Amber144

Ein Familiendrama und ziemlich harte Kost

— Diana182
Diana182

Eine aufwühlende Familiengeschichte, die zum Nachdenken anregt.

— rewareni
rewareni

Ein Buch das mich von Anfang bis Ende sehr bewegt hat, Ein Buch das traurig macht und eine Geschichte die so immer und immer wieder passier

— BeaSurbeck
BeaSurbeck

Dieses Buch ist unbeschreiblich Toll. Es hat mich sehr Fasziniert, wie viel Gefühle dabei waren durch die super Beschreibungen.

— Buecher_Welt2016
Buecher_Welt2016

Ergreifend, unglaublich – der Kindheit beraubt

— Rebecca1120
Rebecca1120

aufwühlende Geschichte um ein Mädchen, daß Liebe sucht und Gleichgültigkeit findet.....

— KarinG71
KarinG71

sehr emotionaler Roman

— Booky-72
Booky-72

Was für ein Kindheit!

— 22kristina02
22kristina02

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Dramatisch, sozial-kritisch, lediglich das Ende lässt einen etwas hmmm zurück...

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  • Zeugnis einer schrecklichen Kindheit

    Manche Engel sterben früh
    Angelika123

    Angelika123

    15. May 2017 um 16:56

    Margarete van Marviks Roman „Manche Engel sterben früh“ ist das Zeugnis zweier schrecklicher, miteinander verflochtener Schicksale: Zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein können – Ruth, die der Sündenbock der Familie ist, und deren kleine Halbschwester „Engelchen Christin“ – und dennoch jeder auf seine Weise die Hölle auf Erden erleben. Erzählt wird die Geschichte der beiden Schwestern - die meiste Zeit aus der Sicht von Ruth, die dem Leser in tagebuchähnlichen Einträgen und leicht verständlicher Sprache schockierende Einblicke in ihr Leben gewährt – ein Leben voller persönlicher Schicksalsschläge und menschlicher Abgründe. Gnadenlos offen, aber leider stellenweise auch etwas oberflächlich, beschreibt die Autorin Ruths beschwerlichen Weg, der geprägt ist von Gewalt, Vernachlässigung und immer wieder von großer Traurigkeit und Verzweiflung. An manchen Stellen hätte ich mir etwas detailliertere Beschreibungen gewünscht, da die Thematik als solche mich wirklich sehr interessiert und bewegt hat und ich deshalb gerne noch mehr erfahren hätte. Im Großen und Ganzen aber auf jeden Fall ein berührender, aufwühlender und lesenswerter Roman, der nachdenklich stimmt, weil er einem die schreiende Ungerechtigkeit und Schlechtigkeit der Welt gnadenlos vor Augen führt. Obwohl die Thematik alles andere als leichte Kost ist, finde ich es gut, dass die Autorin sich nicht scheut diese heftigen Themen anzusprechen und ihre Leserschaft damit zu konfrontieren. 

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  • Leserunde zu "Manche Engel sterben früh" von Margarete van Marvik

    Manche Engel sterben früh
    Margarete-van-Marvik

    Margarete-van-Marvik

    AbrissAls Ruths Mutter ein zweites Mal heiratet, erfährt Ruth durch ihren Stiefvater Liebe und Zuneigung. Dann bekommt sie jedoch ein Schwesterchen und von einem Tag auf den anderen verändert sich das Leben der sechsjährigen Ruth drastisch. Ihre Eltern haben nur noch Augen für „Engelchen Christin“, Ruth existiert lediglich am Rande. Ruths seelisches und körperliches Leiden nimmt gefährliche Ausmaße an, sie bekommt Ausschläge, fängt an sich zu ritzen, säuft sich ins Koma … Am Ende der siebten Klasse bricht Ruth die Hauptschule ab und nimmt Gelegenheitsjobs an. Sie fasst einen Entschluss: Sie wird zu ihrer Tante Odette nach Berlin ziehen, die ihr angeboten hat, bei ihr zu wohnen, und ihr dort auch eine Arbeit verschaffen kann. Ruth legt regelmäßig Geld beiseite, um ihren „Rettungsplan“ zu realisieren. Eines Tages ist es so weit: Ihre Flucht gelingt und sie fährt mit dem Zug nach Berlin, wo sie von ihrer Tante herzlich willkommen geheißen wird und mit deren Hilfe Fuß fasst. Mit der Zeit schafft sie es sogar, eine eigene kleine Wohnung zu mieten. Ruth spürt, sie kommt ihrer inneren Mitte immer näher … bis eines Tages die verhasste Halbschwester Christin vor der Tür steht … Ein Familiendrama wie es auch in der heutigen Zeit durchaus noch vorkommt. 

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  • Gelungene Rache?

    Manche Engel sterben früh
    Martinchen

    Martinchen

    08. May 2017 um 17:48

    Klappentext: "Als Ruths Mutter ein zweites Mal heiratet, erfährt Ruth durch ihren Stiefvater Liebe und Zuneigung. Dann bekommt sie jedoch ein Schwesterchen und von einem Tag auf den anderen verändert sich das Leben der sechsjährigen Ruth drastisch. Ihre Eltern haben nur noch Augen für „Engelchen Christin“, Ruth existiert lediglich am Rande. Ruths seelisches und körperliches Leiden nimmt gefährliche Ausmaße an, sie bekommt Ausschläge, fängt an sich zu ritzen, säuft sich ins Koma … Am Ende der siebten Klasse bricht Ruth die Hauptschule ab und nimmt Gelegenheitsjobs an. Sie fasst einen Entschluss: Sie wird zu ihrer Tante Odette nach Berlin ziehen, die ihr angeboten hat, bei ihr zu wohnen, und ihr dort auch eine Arbeit verschaffen kann. Ruth legt regelmäßig Geld beiseite, um ihren „Rettungsplan“ zu realisieren. Eines Tages ist es so weit: Ihre Flucht gelingt und sie fährt mit dem Zug nach Berlin, wo sie von ihrer Tante herzlich willkommen geheißen wird und mit deren Hilfe Fuß fasst. Mit der Zeit schafft sie es sogar, eine eigene kleine Wohnung zu mieten. Ruth spürt, sie kommt ihrer inneren Mitte immer näher … bis eines Tages die verhasste Halbschwester Christin vor der Tür steht … Mit ihrem neuen Roman ist es Margarete van Marvik mal wieder einmalig gelungen, durch und durch menschliche Themen wie die brennende Sehnsucht nach Liebe, Liebesentzug, Ungerechtigkeit, Verzweiflung, Gefühllosigkeit, Hass und Rache ganz individuell zu schildern – unverblümt und lebensecht, erschütternd und ergreifend." Die Autorin Margarete van Marvik wurde in Görlitz geboren und lebt heute mit ihrem Mann in Nordrhein-Westfalen. Sie schreibt seit einigen Jahren Romane, Thriller, Lyrik, Kurzgeschichten und Kinderbücher. Das Cover zeigt eine trauernde Frau vor einem mit einem weißen Tuch bedeckten Mädchen, daneben Engelsflügel, ein Tagebuch und einen beschrifteten Grabstein. Alles hat mit dem Inhalt zu tun und passt somit sehr gut dazu. Dennoch wirkt alles etwas planlos nebeneinander gestellt, so dass ich mich für dieses Cover nicht erwärmen kann. Margarete van Marvik schreibt einen klaren Stil, der gut zu lesen ist. Sie benennt die Dinge schonungslos beim Namen, dennoch hat mich der Roman nicht "gepackt". Dies liegt möglicherweise an der sachlichen Schilderung der Geschehnisse, die mir in ihrer Gesamtheit etwas zu sehr konstruiert schienen. Die Geschichte spielt im Jahr 1964 und wird hauptsächlich aus der Sicht der Protagonistin Ruth geschildert. Wir erfahren einiges über das Leben des Stiefvaters, wenig aus dem der Mutter. Letzteres wäre eine gute Ergänzung gewesen, denn so fällt es mir schwer, ihr Verhalten nachzuvollziehen. Im zweiten Teil erfährt der Leser Christins Geschichte aus ihren Tagebucheinträgen. Zu Beginn dieser Einträge beschreibt Christin sich selbst - hier fand ich in einigen Sätzen keine 13jährige aus dem Jahr 1963 wieder, sondern Beschreibungen aus Sicht eines erwachsenen Beobachters. Was Christin allerdings anschließend widerfährt, ist einfach nur schrecklich. Hier ist die sachliche Sprache durchaus angebracht, sonst wären die Erlebnisse nicht zu ertragen. Auch das Ende hat mich nicht überzeugen können. Ruth rächt sich mit Hilfe ihres Vaters an der Mutter. Ob es ihr nun wirklich besser geht, vermag ich nicht zu sagen. Fazit: ein Roman zu einer schwierigen Familienkonstellation, der aufwühlt, bewegt und nachwirkt. Auch wenn die Geschichte Mitte der 1960er Jahre angesiedelt ist, ist das Thema hochaktuell. Aus diesem Grund spreche ich eine bedingte Leseempfehlung für Leser ab ca. 16 Jahren aus.

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  • Eine Story die jeden tag überall passieren kann

    Manche Engel sterben früh
    MichaGalgenberg

    MichaGalgenberg

    04. May 2017 um 14:06

    Margarete van Marvik schreibt wie es in Familien zu gehen kann, wenn die Mutter überfordert ist und ihrem Kind die liebe nicht geben kann die es brauchtDas Buch lässt sich durch den flüssigen Schreibstil gut lesenDie Story geht in die Tiefen und ist keine leichte Kost man legt dieses Buch kaum aus den Händen. Es spricht fast alle Gefühlsregungen an. Mitleid, Hass, Ekel, Verständnis......Ein wirklich tolles Buch, dass man gelesen haben sollte, das Buch wird einen später auch noch beschäftigen und einen nachdenklich machen.

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  • Das Schicksal zweier Schwestern aus einer zerrütteten Familie

    Manche Engel sterben früh
    catly

    catly

    03. May 2017 um 18:54

    CoverDas Cover zeigt eine junge Frau, welche, die Hände vor dem Gesicht, über der Anderen kniet, sowie einen Grabstein, Engelsflügel und ein Buch. Dieses Bild hat mich leider nicht auf Anhieb angesprochen, da es nicht stimmig und zusammengestückelt aussieht. Der Klappentext weckte allerdings dann meine Neugier.InhaltDie Protagonistin Ruth wird plötzlich von einem Tag auf den anderen durch die Geburt ihrer Halbschwester Christin, von der sie bis zu diesem Datum nichts ahnte, aus ihrem schönen Leben gerissen. Sie erfährt plötzlich zunehmende Ablehnung von der Mutter, welche sie sich anfangs nicht erklären kann. Ihr abgöttisch geliebter Stiefvater ist ständig arbeiten und bekommt von alldem nichts mit. Christin ist der Engel der Familie, bekommt alles und denunziert wiederum Ruth. Also beschließt diese schlussendlich nach einem längeren Leidensweg die Familie hinter sich zu lassen und sich ein eigenes Leben in Berlin bei ihrer Tante aufzubauen. Bis eines Tages ihre verhasste Schwester vor der Tür steht und sie die Vergangenheit erneut einholt..Meine MeinungDas Buch ist von Anfang an sehr packend geschrieben und einfach zu lesen, da auch eine simple Sprache verwendet wird. Die Geschichte wird meist aus der Sicht von Ruth erzählt. Allerdings kommt im weiteren Verlauf ein Kapitel aus der Sicht des Vaters vor, was nötig ist um die Handlung zu konzipieren. Die Erzählung darüber, wie er in die Stadt gekommen ist usw. war allerdings meiner Meinung nach nicht relevant und hätte weggelassen werden können. Auch Christins Geschichte erfährt man, vor allem auch in der letzten Hälfte durch die sehr brutalen Tagebucheinträge. Was mir allerdings gefehlt hat, war die Sichtweise der Mutter. Diese wird zwar kurz erwähnt, jedoch wäre ein Kapitel in dem ihr Gedankengang beschrieben wäre, interessant gewesen (allerdings sicherlich schwer zu schreiben und umzusetzen).Ein Schicksalsschlag folgt auf den nächsten, was die Handlung für mich persönlich etwas zu übertrieben macht. Ich denke schon, dass sie in Teilen so stattfinden könnte, jedoch vor allem der Lebensverlauf von Ruths Vater und die folgende Rache an die Mutter waren zwar teils nachvollziehbar, aber überzogen meiner Meinung nach.Das Buch handelt von Liebesentzug, Hoffnungslosigkeit, Demütigung, Verzweiflung und Brutalität und ist somit kein leichter Lesestoff. Es ist aufwühlend und bewegend, jedoch konnte ich mich nicht komplett in Ruth bzw. die Geschichte hineinversetzen. Dies lag denke ich daran, dass der Schreibstil etwas zu sachlich war und mir die Gedankengänge der Protagonisten etwas fehlten. Durch den Schwenk auf die Sichtweise des Vaters usw. wurde ebenfalls wieder von der Hauptfigur abgelenkt.FazitDie Autorin hat mutig versucht ein schwieriges Thema umzusetzen, was ihr auch einigermaßen gelungen ist. Allerdings war die Handlung für meinen Geschmack in Teilen etwas zu überzogen.Alles in allem jedoch eine nachdenklich stimmende und ergreifende Leseerfahrung, die nicht für schwache Nerven gedacht ist. Auch eine Altersbeschränkung von ca. 17 Jahren finde ich sinnvoll, da vor allem die von Christin erlebten Rotlicht-Milieu-Erfahrungen sehr erschütternd sind.Leider hat mich der Roman nicht hundertprozentig überzeugt und ich konnte mich nicht ganz in die Geschichte hineinversetzen, was allerdings auch daran liegen kann, dass ich ähnliches noch nie erlebt habe.

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  • Berührend

    Manche Engel sterben früh
    Amber144

    Amber144

    02. May 2017 um 16:55

    Ich habe mich mit der Rezension schwer getan, da das Buch keine leichte Kost ist.Es ist sehr gut geschrieben und hat mich auch angesprochen, aber das Thema ist für manche Personen sicher schwer und deswegen kann ich es nicht für jeden empfehlen.Die Autorin beschreibt eine Geschichte, die heutzutage und auch in der Vergangenheit in jeder Familie geschehen kann oder geschehen ist. Teilweise in Teilen, vielleicht manchmal sogar komplett. Alles ist sehr authentisch geschrieben und, wie ich finde, absolut nicht überzogen.Die Emotionen werden sehr gut rüber gebracht und sind so für den Leser sehr gut nachvollziehbar.An sich ein wirklich tolles Buch, dass man gelesen haben sollte, aber man darf kein leichtes Buch erwarten, sondern das Buch wird einen später auch noch beschäftigen und einen nachdenklich machen.

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  • Manche Engel steben früh....

    Manche Engel sterben früh
    Diana182

    Diana182

    02. May 2017 um 14:24

    Das Cover zeigt eine Frau die über einer anderen kniet und um diese trauert. Daneben ein Grabstein, ein Tagebuch und ein paar Engelsflügel. Auf Anhieb hatte mich dieses Cover leider so gar nicht angesprochen, da es aussieht, wie eine Zusammenstellung von Clipart-Bildern des Computers. Des Weiteren wirkt es durch die Engelsflügel leicht kirchlich, was ebenfalls nicht so zu meinem bevorzugtem Lesestoff gehört. Doch der Klappentext machte mich neugierig und ich wollte mehr über die enthaltene Geschichte erfahren. Meine Meinung:Am Anfang lernen wir eine kleine Familie kennen, die glücklich wirkt- Bis das zweite Kind geboren wird. Nun soll nichts mehr so sein, wie es einmal war und das Unglück scheint seinen Lauf zu nehmen. Nun werden wir Zeuge einer schrecklichen Familientragödie, welche alles enthält, was man sich so an fürchterlichen Dingen vorstellen kann. Hier und da war ich sehr erschüttert, doch ab und an war es mir dann doch zu viel des Guten und man hatte das Gefühl, die mitwirkenden Figuren werden regelrecht vom Schicksal heimgesucht. Ich grübele nun schon seit ein paar Tagen und bastele an dieser Rezension. Denn es gibt wahrscheinlich wirklich Menschen, denen alles Schlechte zu wiederfahren scheint und wenn man dann denkt, man hat es halbwegs überstanden, winkt die nächste Hiobsbotschaft. Allerdings scheint diese Familie hier besonders ins Auge des Unglücks gefasst worden zu sein: Die erste Tochter wird wegen ihrer fürchterlich, schmerzhaften Geburt verstoßen, die zweitgeborene, weil sie sich verliebt. Anscheinend landet diese natürlich im Rotlichtmilieu, weil sie nicht auf Mama hören wollte und sich in den falschen Mann verliebt. Die Mutter ist aber alles andere als eine fürsorgliche Frau. Auch sie frönt dem horizontalen Gewerbe, wobei sie dummerweise von ihrem Gatten erwischt wird. Dieser verlässt Hals über Kopf die Familie und bekommt eine tödliche Krankheit im Endstadium- was auch sonst!? Das Ende der Geschichte war für mich nicht absehbar, aber irgendwie passend. Denn was mit einem Unglück beginnt, muss schließlich auch früher oder später so Enden. Leider bin ich bis zuletzt auch nicht mit dem Schreibstil der Autorin warm geworden. Man hat hier durchweg das Gefühl, man würde sich einen Bericht durchlesen. Daher war ich Phasenweise nur eher wenig mitgerissen oder ergriffen. Manche Gefühle kamen leider nicht so ganz bei mir an, wie sie es wahrscheinlich hätten sollen. Mein Fazit:Hier handelt es sich teilweise wirklich um schwere Kost, die nichts für schwache Nerven ist. Da ich solche Dinge nie erlebt habe, kann ich mich auch eher schwer mit dem gelesenen identifizieren oder es nachvollziehen. Ich wüsste auch niemandem, dem ich solch eine harte Familiengeschichte als Lesestoff empfehlen könnte. Der Schreibstiel hat mich leider auch nicht wirklich mitgerissen, so dass ich hier nur bedingt eine Empfehlung aussprechen kann. Mein Geschmack wurde hier leider nicht getroffen.

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  • Manche Engel sterben früh

    Manche Engel sterben früh
    Buecher_Welt2016

    Buecher_Welt2016

    02. May 2017 um 13:34

    Manche Engel sterben früh Fakten Name: Manche Engel sterben früh Autor: Margarete van Marvik Verlag: IVC-Verlag Anzahl der Seiten: 197 Seiten Genre: Roman ISBN: ( keine Vorhanden ) schaut auf der Internetseite vorbei: www.van-marvik.de Preis: 9,99€ Inhalt Als Ruths Mutter ein zweites Mal heiratet, erfährt Ruth durch ihren Stiefvater Liebe und Zuneigung. Dann bekommt sie jedoch ein Schwesterchen und von einem Tag auf den anderen verändert sich das Leben der sechsjährigen Ruth drastisch. Ihre Eltern haben nur noch Augen für „Engelchen Christin“, Ruth existiert lediglich am Rande. Ruths seelisches und körperliches Leiden nimmt gefährliche Ausmaße an, sie bekommt Ausschläge, fängt an sich zu ritzen, säuft sich ins Koma … Am Ende der siebten Klasse bricht Ruth die Hauptschule ab und nimmt Gelegenheitsjobs an. Sie fasst einen Entschluss: Sie wird zu ihrer Tante Odette nach Berlin ziehen, die ihr angeboten hat, bei ihr zu wohnen, und ihr dort auch eine Arbeit verschaffen kann. Ruth legt regelmäßig Geld beiseite, um ihren „Rettungsplan“ zu realisieren. Eines Tages ist es so weit: Ihre Flucht gelingt und sie fährt mit dem Zug nach Berlin, wo sie von ihrer Tante herzlich willkommen geheißen wird und mit deren Hilfe Fuß fasst. Mit der Zeit schafft sie es sogar, eine eigene kleine Wohnung zu mieten. Ruth spürt, sie kommt ihrer inneren Mitte immer näher … bis eines Tages die verhasste Halbschwester Christin vor der Tür steht … Meine Meinung Zu dem Cover: Das Cover finde ich wirklich passend zu dem Inhalt der Geschichte gewählt. Es werden die wichtigsten Symbole gezeigt, die für die Geschichte wichtig sind und was sie auch ausmacht. Als Leser, lässt es dich erahnen was in der Geschichte vorkommt und gibt somit einen kleinen Geschmack auf das was den Leser erwartet. Ich finde auch nicht, dass das Cover hätte dunkel sein können oder müssen, da nicht nur schlechtes in der Geschichte passiert sondern es auch oft einen Hoffnungsschimmer gibt. Zu dem Inhalt: Am Anfang der Geschichte ist Ruth gerade mal Sechs Jahre alt und spürt jetzt schon wie schwer das Leben sein kann. Sie kämpft so sehr nach Anerkennung in die Liebe, so wie sie es früher auch bekommen hatte bevor ihre Schwester geboren wurde. In diesem Buch erfährt man wie grauenvoll Ruths Leben ist. Man bekommt den Einblick in ihre Gefühle und Gedanken. Man erfährt wie sich Ruths Schwester Christin wirklich Gefühlt hat und lernt sie ganz anders kennen wie zuvor. In dieser Geschichte ist so viel Grausamkeit, Hass und Trauer zu spüren, dass es einem schwer ums Herz wird beim Lesen. Dennoch zeigt es ein Teil der Wirklichkeit und kann sich sehr gut in die einzelnen Personen hineinversetzten. Die Gefühle, die Gedanken, die Ängste und auch der Hass sowie die Gegenden und die Personen selbst werden so gut beschrieben, das man denkt man wäre selbst dabei. Ein spannendes Buch das mich schon von der ersten Seite an angesprochen hat, und das hat sich bis zum Ende hingehalten. Man lernt sehr viel aus dieser Geschichte und fängt an über sein Leben nach zu denken und vergisst sie so schnell auch wieder nicht. Fazit: Dieses Buch ist ein muss für jeden Leser. Es ist unglaublich schön geschrieben und für jeden geeignet, da es eine Geschichte ist die der Realität entspricht. Eine Wahnsinns tolle aber auch sehr traurige Geschichte die einen für längere Zeit im Gedächtnis bleibt. Ein Buch welches man so schnell nicht wieder aus der Hand legen möchte! Bewertung 5 von 5 Sterne

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  • Das tragische Leben zweier Schwestern

    Manche Engel sterben früh
    rewareni

    rewareni

    01. May 2017 um 17:51

    Die sechsjährige Ruth liebt ihren Stiefvater abgöttisch. Sie wird verwöhnt und geliebt. Doch von einem Tag auf den anderen zerbricht ihre heile Welt, als ihre Schwester Christin geboren wird. Plötzlich ist nur noch Platz für ihre verhasste Schwester da, das blonde Engelchen, das auf einmal all das bekommt, was bisher ihr vorbehalten war. Ihre seelische und körperliche Verzweiflung wird immer größer. Sie bekommt blutige Ausschläge, beginnt sich zu ritzen und in späteren Jahren, wird der Alkohol ihr Begleiter. Die Gefühlskälte ihrer Mutter macht Ruth am meisten zu schaffen und sie beginnt aufsässig und stur zu werden und Christin lässt keine Gelegenheit aus, ihre große Schwester zu ärgern. Mit 14 bricht Ruth die Schule ab und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser mit einem Ziel- zu ihrer Tante Odette nach Berlin zu ziehen. Zwei Jahre später ist es so weit, die Flucht gelingt und ein neues Leben mit einem Job und einer kleinen Wohnung beginnt. Endlich kann Ruth ihre Vergangenheit begraben, bis zu dem Tag, als ihre verhasste Schwester vor ihr steht und sie um Hilfe bittet und das tragische Schicksal seinen Lauf nimmt. Margarete van Marvik hat mit ihrem Roman ,,Manche Engel sterben früh´´ eine tragische Familiengeschichte geschrieben. Zwei Schwestern- zwei Schicksale. Wenn man den Roman liest, wird man konfrontiert mit Hass, Verzweiflung, Gefühlskälte, Brutalität und Hoffnungslosigkeit. Wer also eine Geschichte mit Happy End haben möchte, der sollte diesen Roman nicht lesen. Es war von der Autorin sehr mutig solch eine aufwühlende Geschichte zu schreiben. Die Emotionen und Gedankengänge sind sehr eindringlich beschrieben. Vor allem die Abschnitte mit den Tagebucheintragungen von Christin sind sehr anschaulich. Weshalb auch die Autorin den Roman erst ab 16 Jahren empfiehlt. Mit dem Schreibstil habe ich ein wenig Probleme gehabt, weil er mich eher an eine Aufzählung von Geschehnissen und Handlungen erinnert hat und somit die Flüssigkeit des Leseflusses gefehlt hat. Interessant ist auch, dass die Gedankengänge immer in kursiver Schrift geschrieben sind. Eine tragische Familiengeschichte, die sich jederzeit und überall in einer ähnlichen Art und Weise abspielen kann.    

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  • Traurig, bewegend - ein Buch das mich zum Nachdenken brachte

    Manche Engel sterben früh
    BeaSurbeck

    BeaSurbeck

    30. April 2017 um 18:07

    Manche Engel sterben früh von Margarete van Marvik Ein sehr bewegendes Buch das mich von Anfang an in den Bann gezogen hat und mir viele Fragezeichen in den Kopf gezaubert hat. Ich litt mit dem kleinen Mädchen das früher ein schönes Leben im Kreise ihrer Familie hatte und das in dem Moment als die kleine Schwester auf die Welt gekommen ist für die Eltern quasi nicht mehr vorhanden war. Für mich unvorstellbar und ich konnte das Verhalten der Eltern nicht nachvollziehen. Die kleine Ruth konnte machen was sie wollte, sie war für die Mutter Luft. Es zählte nur noch die kleine Christin die von der Mutter vergöttert und verwöhnt wurde. Wichtige Ereignisse wie Geburtstag und Einschulung wurden von der Mutter ignoriert, sie war nur noch auf das Baby fixiert. Das kleine Schwesterchen merkte natürlich im Laufe der Jahre was für eine Stellung sie im Herzen der Mutter hatte und natürlich spielte sie ihre Trümpfe gegenüber der großen Schwester immer wieder aus. Durch das Verhalten der Eltern, speziell der Mutter empfand Ruth auch nie etwas für die Schwester, außer das sie diese für das Verhalten der Mutter verantwortlich machte. Schließlich war sie der Grund warum sie von der Mutter ausgeschlossen wurde. Lange und schwere Jahre liegen hinter Ruth, einzig und alleine der Gedanke irgendwann aus diesem Leben verschwinden zu können und bei der Schwester der Mutter in Berlin ein neues Leben aufzubauen ließen sie nach vorne schauen. Jahre von Entbehrungen, Liebesentzug führten dazu das sie körperlich und seelisch im Ausnahmezustand war. Schon im Kindesalter bekommt sie Ausschläge, sie fängt an sich zu ritzen und trinkt immer mehr – letztendlich hält sie nur der Gedanke irgendwann genügend Geld für einen Neuanfang in Berlin zu haben am Leben. Ruth schafft es – sie kann ihrem alten Leben entkommen und in Berlin neu anfangen. Obwohl es nicht leicht ist schafft sie es, sie baut sich einen kleinen Freundeskreis auf, hat eine Arbeit die ihr Spaß macht und ihre eigene, kleine Wohnung. Es könnte nicht besser laufen, sie wird selbstbewusster und scheint ihr altes Leben hinter sich gelassen zu haben. Es war so schön zu lesen wie Ruth es letztendlich geschafft hat die Schatten ihrer Vergangenheit hinter sich zu lassen und der Neustart gelungen ist. Tja, bis zu dem Tag an dem es plötzlich klingelt und ihre Schwester vor der Tür steht. Man spürt in dem Moment wie sehr sie mit sich ringt das Mädchen, das für sie wie eine Fremde ist, in die Wohnung einzulassen. Letztendlich gibt sie sich aber einen Ruck und bittet Christin rein. Christin, inzwischen 14 Jahre alt sieht verwahrlost aus und hat keine Ähnlichkeit mehr mit dem kleinen gepflegten Prinzesschen das sie einmal war. Ruth kümmert sich um die Kleine, lässt sie baden, gibt ihr zu Essen und dann passiert etwas das dazu führt das sie die Kleine am nächsten Tag nicht mehr in die Wohnung lässt...... Kurze Zeit später erfährt Ruth das die kleine Schwester gestorben ist........ Ruth gibt sich die Schuld daran, dann aber findet sie ihr Tagebuch und liest die Geschichte ihrer kleinen Schwester. Eine Geschichte bei der man Gänsehaut bekommt, eine Geschichte gegen die die von Ruth richtig harmlos ist. Ruth ist fassungslos, aber nicht nur sie – auch ich. Ruth beschließt die Verantwortlichen nicht damit durchkommen zu lassen, auch wenn das für sie nichts anderes bedeutet wie die Vergangenheit wieder an die Oberfläche kommen zu lassen und sich dieser zu stellen. Aber auch in diesem Abschnitt gab es dann Momente die schön waren und die auch für Ruth wichtig waren. Sie hat sich mit ihrem Vater ausgesprochen der mehr oder weniger auch ein Opfer der Mutter war, sie hat ihren alten Freund wiedergetroffen und natürlich hat sie auch mit der Mutter gesprochen. Allerdings waren diese Gespräche weniger erfreulich, den in ihren Augen hat sie nichts falsch gemacht. Auch das Schicksal ihrer kleinen Tochter hat sie nicht sonderlich gerührt. Ich fühlte in dem Moment mit Ruth und wie auch sie konnte ich die Frau nicht verstehen. Die Geschichte hat mich nach Christins Tod noch mehr mitgenommen wie zuvor. Das Verhalten der Mutter war Dreh und Angelpunkt und sie war letztendlich der Ausschlag dafür was mit den Mädchen passiert ist. Sie die eigentlich für beide ein Hafen der Sicherheit sein sollte, hat beide Mädchen aus dem Haus getrieben und dafür gesorgt das ihr seelisches und körperliches Gleichgewicht aus den Fugen geraten ist. Am Anfang war es für mich unvorstellbar das ich Ruths Geschichte einmal weniger schlimm finden würde wie das was mit der kleinen Christin passiert ist. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende sehr bewegt und mir auch die Tränen in die Augen getrieben, für mich unvorstellbar wie eine Mutter so handeln kann. Obwohl die Geschichte in den 60iger Jahren spielt, es könnte die Geschichte eines jeden Mädchens sein – die Zeit spielt hierbei keine Rolle. „Manche Engel sterben früh“ hat mich sehr bewegt, mich sehr mitgenommen und mich zum Nachdenken gebracht. Ein tolles Buch, auch sehr interessant für jüngere Leser allerdings ist es keine leichte Kost und man sollte mindestens 16 Jahre alt sein wenn man das Buch liest. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne.

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  • Ergreifend, unglaublich – der Kindheit beraubt

    Manche Engel sterben früh
    Rebecca1120

    Rebecca1120

    26. March 2017 um 19:52

    Ja worum geht’s? Um Ruth, die zwar von ihrem Stiefvater geliebt , von ihrer leiblichen Mutter aber ignoriert wird. Als dann noch eine Halbschwester geboren wird, wir ihr häusliches Dasein immer schlimmer.Margarete van Marvik hat hier eine sehr emotionsgeladene Geschichte zu Papier gebracht. Beim Lesen dachte ich immer, schlimmer geht es nicht mehr. Aber es ging!Prima gefallen hat mir, dass am Anfang, als Ruth noch im Vorschulalter war auch die Sprache, der Text dem Alter entsprechend gewählt wurde. Das gab der Geschichte Glaubhaftigkeit und die Sympathie zu dem kleinen, armen Mädchen wächst von Seite zu Seite. In der Mitte des Buches, als das Schicksal von Christin beschrieben wurde, fühlte ich mich stark an „Die Kinder vom Bahnhof Zoo“ erinnert und dieses Buch habe ich geliebt.Was mir nicht so überzeugt hat, waren die Schilderungen zu Ruths Rachegedanken. Ich konnte die Motive nachvollziehen, klar! Aber irgendwie fehlte mir hier die Umsetzung. Insgesamt betrachtet, ist das ein sehr ans Herz gehender und lesenswerter Schicksals-Roman. Von mir gibt’s daher 4 Lese-Sterne.

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  • zeitloses Familiendrama - jederzeit und überall möglich

    Manche Engel sterben früh
    KarinG71

    KarinG71

    22. March 2017 um 11:42

    Ruth wächst bis zu ihrem 7. Lebensjahr geliebt und behütet auf. Nach der Geburt ihrer kleinen Schwester wird sie aber von ihrer Mutter und ihrem Stiefvater grob vernachlässigt bzw. teilweise komplett vergessen.Dies führt zum Hass gegenüber dem Geschwisterchen, Abstieg in der Schule, Selbstzerstörung und Drogenmissbrauch. Mit zurückgelegten Geld flüchtet sie mit 17 Jahren nach Berlin zu Ihrer Tante, wo sie die Anerkennung findet und zur Ruhe kommt, bis.....schließlich ihre verhasste kleine Schwester vor ihrer Tür steht. Sie gibt ihr eine Chance (weil sie erkennt, daß es ihrer Schwester nicht gut geht) und wird enttäuscht. Die Tür bleibt zu.Nach dem Tod der Schwester findet Ruth das Tagebuch.....der Inhalt ist grausam und führt zum endgültigen Bruch mit der Mutter. Ruth will ihre Mutter zur Rechenschaft ziehen und kehrt zurück in die Heimat......Fazit: man legt dieses Buch kaum aus den Händen. Es spricht fast alle Gefühlsregungen an. Mitleid, Hass, Ekel, Verständnis...... für viele Menschen ist so eine Biographie unvorstellbar, dennoch finde ich die Geschichte zeitlos. Ich musste mich zwischendurch dran erinnern, daß es in den 60er Jahren spielt. Es kann problemlos auf unsere heutige Zeit übertragen werden.Im ersten Moment hat man nur Mitleid mit Ruth und sehr negative Gefühle gegenüber der Mutter. Aber auch hier gibt es nicht nur schwarz und weiß. Insgeheim regt das Buch intensiv an, über die einzelnen Personen und separaten Rollen nachzudenken - auch noch lange nach dem Lesen.Bei mir ist es jetzt schon eine Weile her, daß ich das Buch gelesen habe. Konnte auch nicht gleich drüber schreiben......brauchte etwas Abstand.Es ist jetzt das zweite Buch, daß ich von Margarete von Marvik lese - und es wird nicht das letzte sein. Sie bringt auch die unangenehmen Dinge im Leben in das Bewusstsein der Menschen. Mit einem gut lesbaren Schreibstil. Klare Kaufempfehlung!

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  • Mir hat er gefallen

    Manche Engel sterben früh
    yelanah

    yelanah

    19. March 2017 um 13:32

    Ruth ist seit ihrer Geburt der Mittelpunkt der Familie. Doch nachdem ihre Mutter erneut schwanger wurde und ihre Halbschwester Christ das Licht der Welt erblickte, änderte sich Ruth's leben grundlegend. Plötzlich hatten alle nur noch Augen für die kleine Christin, Ruth wurde völlig vergessen. Um die Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken, nahm sie Drogen, konsumierte Alkohol und verletzte sich selbst. Nichts half, sie blieb unsichtbar. Nach dem sich Ruth einen Job gesucht und genügend Geld zusammen gespart hatte, verliess sie ihre Familie und zog zu ihrer Tante. Alles änderte sich für sie, bis ihre verhasste Halbschwester vor ihrer Tür steht und sie um Hilfe bittet. Ein Roman der das wahre Leben zeigt.Margarete van Marvik zeigt auf beeindruckende weise, wie es in Familien zu gehen kann, wenn die Mutter überfordert ist und ihr eigenes Kind nicht mehr lieben kann. Sehr empfehlenswert 

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  • Manche Engel sterben früh

    Manche Engel sterben früh
    Booky-72

    Booky-72

    10. January 2017 um 13:48

    Ruth ist ein glückliches Mädchen, die mit Mutter und Stiefvater aufwächst, der sie sehr liebt. Bis zu dem Tag, als Ruth eine kleine Schwester bekommt. Die Liebe für Ruth versiegt, Geburtstag und Schulbeginn werden ignoriert, nur noch Christin ist für die Familie wichtig. Eine sehr schwere Kindheit steht dem Mädchen bevor, wenn man so behandelt wird ist es nun wirklich nicht leicht, glücklich zu werden, für Ruth sogar unmöglich. Wie grausam Eltern sein können, muss sie immer wieder erfahren. Den einzigen Halt findet Ruth bei ihrer Freundin und deren Mutter. Auch in ihrem Freund Walter findet sie einen Verbündeten, der ihr hilft, als sie alt genug ist, in Berlin bei ihrer Tante einen beruflichen Start zu finden und sogar eine eigene Wohnung zu beziehen. Alles wird schön, bis eines Tages ihre kleine Schwester vor der Tür steht und Hilfe braucht. Vom Drogenkonsum gezeichnet und völlig verstört, darf sie wenigstens eine Nacht bei ihr bleiben. Doch sie bestiehlt ihre Schwester und von nun an bleibt Ruth´s Tür für sie verschlossen. Als Ruth dann die Nachricht erhält, dass Christin an einer Überdosis starb, und im Nachhinein ihr Tagebuch zu lesen bekommt, macht sie sich die schlimmsten Vorwürfe. Sie verlässt Berlin und schwört Rache an ihrer Mutter. Die Geschichte hat mich sehr berührt, bin ich doch selbst eine kleine Schwester und habe 2 Töchter, ich weiß, wie man die Liebe unter Geschwistern aufteilen kann und sollte. Für mich ein sehr emotionaler Roman, der eine gute Wertung verdient hat.  

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    22kristina02

    22kristina02

    09. January 2017 um 17:58

    Der Titel des Buches war eine sehr schöne Wahl und auch die Geschichte hat mich sehr angesprochen. Ich habe mit Ruth mitgefühlt, konnte ihren Ärger förmlich spüren und war so traurig über ihre Kindheit.  Warum ich 3 Sterne vergeben habe? Ich konnte mit dem Schreibstil nicht sehr gut klarkommen, da es oft wie ein Bericht herüberkam.  Das Buch ist wegen des Inhalts  und wegen des Schreibstils vielleicht nicht für jeden, aber es ist auf jeden Fall lohnenswert zu lesen. (Es zu versuchen:) 

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