Margarita Kinstner

 3.9 Sterne bei 49 Bewertungen
Autorin von Die Schmetterlingsfängerin, Mittelstadtrauschen und weiteren Büchern.
Margarita Kinstner

Lebenslauf von Margarita Kinstner

Die österreichische Autorin Margarita Kinstner wurde 1976 in Wien geboren und lebt heute in Graz. Sie arbeitet als Redaktionsmitglied bei der Literaturzeitschrift "& Radieschen" und hat selbst ein lese- und schreibpädagogisches Kindermagazin gegründet. Ihre beiden bisher veröffentlichten Romane erschienen bei Deuticke.

Alle Bücher von Margarita Kinstner

Die Schmetterlingsfängerin

Die Schmetterlingsfängerin

 (24)
Erschienen am 24.08.2015
Mittelstadtrauschen

Mittelstadtrauschen

 (23)
Erschienen am 13.07.2015
Mittelstadtrauschen

Mittelstadtrauschen

 (2)
Erschienen am 27.08.2013
Mittelstadtrauschen

Mittelstadtrauschen

 (0)
Erschienen am 27.08.2013

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Neue Rezensionen zu Margarita Kinstner

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schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Mittelstadtrauschen" von Margarita Kinstner

Kompliziertes Beziehungsgeflecht ohne stringente Handlung, aber mit einem roten Faden
schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr

Der Roman beginnt mit einer Szene in einem Café in Wien, als Marie irritiert von einer stillenden Mutter eine Tasse Kaffee umstößt und dabei Jakob kennenlernt, der sich auf den ersten Blick in Marie verliebt. Jakob trennt sich daraufhin von seiner Freundin Sonja, die mit knapp 30 Jahren Torschlusspanik hat und nicht lange allein sein kann. So lernt diese bald Gery kennen, dessen bester Freund Joe sich bei einem Sprung von einer Brücke in die Donau vor Kurzem das Leben genommen hat. Joe ist wiederum der Exfreund von Marie, dessen Trennung sie nicht verwunden hatte. 
Im Verlauf des Romans begegnet der Leser noch vielen weiteren Personen wie Maries Vater und Jakobs Eltern, Nachbarn und Bekanntschaften. Wie magisch scheinen alle Protagonisten in Wien auf irgendeine Art und Weise in Verbindung miteinander zu stehen. So ist beispielsweise Gery der Essen-auf-Rädern-Lieferant der Großmutter von Jakob, Hedi. Hedis Tochter Traude wird von ihrem Ehemann mit ihrer Schwester Anna betrogen.
Wie ein roter Faden zieht sich der Selbstmord von Joe durch das Buch, bis es am Ende zur kuriosen Testamentseröffnung im Wiener Prater kommt. 
Ich hatte vor allem zu Beginn des Romans Probleme den Überblick über die handelnden Personen und weiteren Nebencharakteren zu behalten, die zum Teil nur einmalig auftreten, und in das Beziehungsgeflecht einzuordnen. "Mittelstadtrauschen" ist damit kein Roman für Zwischendurch, da man als Leser gezwungen ist, konzentriert den Seiten zu folgen, um keine Verbindung zwischen den Personen zu verpassen. 
Aufgrund der Vielzahl der Charaktere ist keine stringente Handlung vorhanden, der man gespannt folgen könnte. Der Roman besticht jedoch durch die sinnreich gewählten Worte der Autorin, intelligente Wortspiele und anschauliche Metaphern, mit der sie dem Leser die sichtbaren und unsichtbaren Verbindungen der Menschen untereinander aufzeigt. Themen wie persönliche Enttäuschungen, Ängste, Liebe und Einsamkeit in einer Großstadt, in der sich Menschen flüchtig begegnen und nicht wirklich wahrnehmen und kennenlernen, stehen dabei im Vordergrund. 
"Mittelstadtrauschen, hatte Joe es genannt. Die Menschen rauschen an dir vorbei, und die meisten von ihnen erkennst du schon am nächsten Tag nicht wieder. Mittelstadtrauschen, das war seine Bezeichnung für Wien. Weder Metropole noch Kleinstadt – Mittelstadt eben."

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Mrs-Jasmines avatar

Rezension zu "Die Schmetterlingsfängerin" von Margarita Kinstner

War mir viel zu langweilig
Mrs-Jasminevor 2 Jahren

Finde dass man aus dieser Geschichte viel mehr rausholen hätte können! Hab mir etwas anderes erwartet!

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W

Rezension zu "Die Schmetterlingsfängerin" von Margarita Kinstner

Wirkliche Heimat ist ein Ort in unseren Herzen.
WinfriedStanzickvor 3 Jahren


Katja heißt  die ich - erzählende Protagonistin des neuen Romans der österreichischen Schriftstellerin  Margarita  Kinstner,  die mit "Mittelstadtrauschen" 2013 ein von der Kritik viel beachtetes Debüt  feierte und nun auf ähnlichem Niveau nachlegt.

Katja ist zu Beginn des Buches  hochschwanger und ist dabei sich auf den in wenigen Wochen stattfindenden  Umzug nach Sarajevo vorzubereiten.  Dort hat Danijel,  der  Vater ihres noch ungeborenen Kindes eine Stelle  in einem Krankenhaus  angeboten bekommen.  Katja konnte  sich kaum frei entscheiden.  Ihr Entschluss, zusammen mit ihrem Lebensgefährten nach Sarajevo zu gehen, fiel zwangsläufig. Sie hat ihre Umzugskisten gepackt, der Termin des Ortswechsels steht fest. Die Zweifel sind zurückgestellt.

Ihre Schwangerschaft verläuft gut, sie fühlt sich wohl. Und so nimmt sich Katja noch einmal Zeit und besucht noch einmal die Orte ihrer Kindheit. Als Katja  vier Jahre alt war, holte sie die Mutter nach Wien in den Haushalt ihrer eigenen Mutter. Die dortige Strenge und Leistungsorientierung, an die sich Katja schnell anpassen muss,  wird bei ihren Ferienaufenthalten bei der anderen Großmutter  im beschaulichen  Haizendorf im Lusniztal wohltuend außer Kraft gesetzt.

Der Roman wechselt immer wieder  die  Zeitebenen,  changiert zwischen der Gegenwart Katjas und ihren Begegnungen  mit einer  großen Anzahl von Verwandten  und  Bekannten und ihren Erinnerungen an die Erlebnisse ihrer Kindheit, in der die Eltern  Katjas nicht  in der Lage  waren, ihr ein warmes und geborgenes Zuhause zu geben.

Wird sie zusammen mit Danijel und ihrem Kind ihrer alten neuen Heimat  gelingen,  sich dort auch heimisch zu fühlen?

Ein Roman, der unterhaltsam und dennoch unter die Haut gehend, eine wesentliche Botschaft vermittelt: wirkliche Heimat ist ein Ort in unseren Herzen.

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Gespräche aus der Community

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Liebe Leserinnen und Leser!

"Die Schmetterlingsfängerin"  ist mein zweiter Roman und ich freue mich, meine erste Leserunde bei Lovely Books starten zu können und bin schon ein bisschen aufgeregt.


Wie viele Schmetterlinge gibt es in der Schmetterlingsfängerin?

Es gibt die Schmetterlinge, die Katja in ihrer Kindheit fängt - und es gibt die Schmetterlinge in ihrem Bauch, als sie Danijel kennenlernt und erst recht, als sie ihm 7 Jahre später in seine Heimatstadt Sarajevo folgen soll. Es gibt aber auch einen kleinen "Schmetterling" in Katjas Bauch, denn sie ist schwanger. 


"Die Schmetterlingsfängerin" ist eine Liebesgeschichte, vor allem aber ist es ein Familienroman. Katja ist als Kind zwischen Großmutter und Mutter gependelt, die Bezugspersonen ihrer Kindheit wechselten stets - darum ist die Frage nach der Zugehörigkeit in ihrem Leben immer von Bedeutung gewesen.  Ist Heimat nur eine sentimentale Postkarte, die unsere Erinnerung uns vorgaukelt?

6 Wochen vor ihrem Aufbruch nach Sarajevo fährt Katja ins Lusniztal, dem Ort ihrer Kindheit, um offene Fragen in ihrer Familiengeschichte zu klären. Dabei stellt sie fest, dass die Kovacs immer schon "wie die Schwalben" waren. Ihr Urgroßvater kam einst von Sarajevo nach Österreich - seine Kinder wiederum gingen als Wirtschaftsflüchtlinge nach Kanada und in die Schweiz. Langsam beginnt Katja zu verstehen, dass Heimat ein Ort in unserem Herzen ist …

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Letzter Beitrag von  MargaritaKinstnervor 3 Jahren
ich danke!
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Zusätzliche Informationen

Margarita Kinstner wurde am 27. April 0019 in Wien (Österreich) geboren.

Margarita Kinstner im Netz:

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