Die Schmetterlingsfängerin

von Margarita Kinstner 
4,1 Sterne bei24 Bewertungen
Die Schmetterlingsfängerin
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Positiv (19):
T

Ist ein durchaus lesenswertes Buch mit einigen Längen.

Kritisch (2):
Mrs-Jasmines avatar

Hab mir anhand der Inhaltsangabe was anderes erwartet. War an manchen Stellen sehr langweilig

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Inhaltsangabe zu "Die Schmetterlingsfängerin"

Die schwangere Katja wird in wenigen Wochen zu ihrem Freund Danijel nach Sarajevo ziehen. Die Zeit vor der Abreise nutzt sie, um ein letztes Mal das Tal ihrer Kindheit zu besuchen. Dort stößt Katja auf die alten Geschichten: Wieso ist ihr Urgroßvater damals von Bosnien nach Österreich ausgewandert? Und weshalb sind drei seiner Kinder nach Kanada gegangen? Was wäre gewesen, wenn Großmutter einst den Mut gehabt hätte, ihrer großen Liebe in die Schweiz zu folgen? Und was bedeutet das, Heimat? Eine Liebesgeschichte aus dem Herzen von Mitteleuropa über das Bleiben und Fortgehen und über den Mut, ein neues Leben anzufangen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783552062948
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Zsolnay, Paul
Erscheinungsdatum:24.08.2015

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Rezensionen und Bewertungen

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    Mrs-Jasmines avatar
    Mrs-Jasminevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hab mir anhand der Inhaltsangabe was anderes erwartet. War an manchen Stellen sehr langweilig
    War mir viel zu langweilig

    Finde dass man aus dieser Geschichte viel mehr rausholen hätte können! Hab mir etwas anderes erwartet!

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    W
    WinfriedStanzickvor 3 Jahren
    Wirkliche Heimat ist ein Ort in unseren Herzen.


    Katja heißt  die ich - erzählende Protagonistin des neuen Romans der österreichischen Schriftstellerin  Margarita  Kinstner,  die mit "Mittelstadtrauschen" 2013 ein von der Kritik viel beachtetes Debüt  feierte und nun auf ähnlichem Niveau nachlegt.

    Katja ist zu Beginn des Buches  hochschwanger und ist dabei sich auf den in wenigen Wochen stattfindenden  Umzug nach Sarajevo vorzubereiten.  Dort hat Danijel,  der  Vater ihres noch ungeborenen Kindes eine Stelle  in einem Krankenhaus  angeboten bekommen.  Katja konnte  sich kaum frei entscheiden.  Ihr Entschluss, zusammen mit ihrem Lebensgefährten nach Sarajevo zu gehen, fiel zwangsläufig. Sie hat ihre Umzugskisten gepackt, der Termin des Ortswechsels steht fest. Die Zweifel sind zurückgestellt.

    Ihre Schwangerschaft verläuft gut, sie fühlt sich wohl. Und so nimmt sich Katja noch einmal Zeit und besucht noch einmal die Orte ihrer Kindheit. Als Katja  vier Jahre alt war, holte sie die Mutter nach Wien in den Haushalt ihrer eigenen Mutter. Die dortige Strenge und Leistungsorientierung, an die sich Katja schnell anpassen muss,  wird bei ihren Ferienaufenthalten bei der anderen Großmutter  im beschaulichen  Haizendorf im Lusniztal wohltuend außer Kraft gesetzt.

    Der Roman wechselt immer wieder  die  Zeitebenen,  changiert zwischen der Gegenwart Katjas und ihren Begegnungen  mit einer  großen Anzahl von Verwandten  und  Bekannten und ihren Erinnerungen an die Erlebnisse ihrer Kindheit, in der die Eltern  Katjas nicht  in der Lage  waren, ihr ein warmes und geborgenes Zuhause zu geben.

    Wird sie zusammen mit Danijel und ihrem Kind ihrer alten neuen Heimat  gelingen,  sich dort auch heimisch zu fühlen?

    Ein Roman, der unterhaltsam und dennoch unter die Haut gehend, eine wesentliche Botschaft vermittelt: wirkliche Heimat ist ein Ort in unseren Herzen.

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    AnneMayaJannikas avatar
    AnneMayaJannikavor 3 Jahren
    Heimat ist, wo dein Herz ist

    Das Cover:
    Das farbenfrohe und trotzdem sehr ruhige Cover hat mich angesprochen. Und auch die Frage, wer fängt hier Schmetterlinge?


    Zum Buch:
    Katja Koehler ist schwanger und plant den Umzug zu ihrem Freund nach Sarajevo. Vorher begibt sie noch einmal auf "Erinnerungsreise".
    Sie wandert durch das Lunitztal, in dem sie aufgewachsen ist und denkt über ihre Großeltern und Urgroßeltern nach.
    Sie erforscht ihre Familiengeschichte. Aber die Fragen häufen sich. Warum war das alles so, warum sind ihre Eltern immer noch so unnahbar?


    Meine Meinung:
    Das Buch wühlt auf. Es ist durchzogen von Leid, Schmerz und Tod.
    Es beginnt mit dem brutalen Tod der Katze, im Nebensatz folgt ein "das war zwei Monate bevor Oma starb".
    Zwischendurch kommen die leisen Töne, die fröhliche Kindheit bei der Oma, das Insekten fangen und Pudding essen. Die merkwürdigen Besuche der Mutter, die das Kind nicht versteht, aber glücklich ist, wenn sie wieder geht.
    Das plötzliche Auftauchen des Vaters, der ein freies Küntlerleben lebt.

    Ich hatte Schwierigkeiten in das Buch rein zu finden. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, aber die Verwandschaft der Protagonisten Katja wird immer größer.
    Der Wechsel zwischen dem Jetzt und Hier (Katjas Reise und Treffen mit den Verwandten) und der Vergangenheit mit den Erinnerungen und Erzählungen von Katja verwirrt ab und zu.
    Und natürlich immer wieder die Frage "was willst du eigentlich?". Katja wurde immer wieder entwurzelt und fragt sich warum man das einem Kind, einem jungen Menschen antut. Und sie entwurzelt sich im Grunde selber wieder mit ihrem Umzug in ein anderes Land.

    Sie hat ihr lebenlang gelernt, Dinge zu hinterfragen. Sie musste alles ganz genau wissen. am Ende stellt sie schmerzhaft fest, das man auch mal lassen muss, nur hin nehmen, nicht hinterfragen. Aber sie muss auch diese Kapitel ihres Lebens abschließen, damit sie in Sarajevo mit Mann und Kind ein "neues" Leben beginnt.


    Fazit:
    Was ist Heimat? Ich habe lange über meine Großeltern und Eltern nachgedacht. Darüber wie und wo ich lebe und was ich tun kann, um glücklicher zu werden

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    fredhels avatar
    fredhelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Öde Rückblicke auf eine nicht ganz einfache Jugend, wenig fesselnd
    Jugenderinnerungen


    Die Titelfigur Katja sitzt quasi auf gepackten Koffern, denn sie steht kurz vor ihrer Auswanderung nach Bosnien. Der Vater ihres ungeborenen Kindes hat in Sarajewo eine Stelle in einem Krankenhaus angetreten, und sie wird ihm trotz aller Zweifel und gegen alle Ratschläge dorthin folgen und ein völlig neues Leben beginnen. Doch vorher besucht sie noch einmal das kleine Haizendorf im Lusniztal, in dem sie bei ihrer Großmutter die ersten Kindheitsjahre und viele Ferien verbracht hat. Im Alter von vier Jahren wurde sie von ihrer Mutter nach Wien geholt, in den Haushalt der Großmutter mütterlicherseits. Hier geht alles viel strenger zu, sie muß sich anpassen und Leistung bringen, wohingegen sie bei der Großmutter Edith im Lusniztal bedingungslose Liebe und jede Menge Freiheit erfährt. Katja sucht die geliebten Stätten der Kindheit noch einmal auf, bevor sie das Land verläßt und der Leser kann an ihren Erinnerungen teilhaben. 
    Mich hat die Vielzahl der Verwandten etwas verwirrt, die Zuordnung fiel mir manchmal schwer. Die ganzen Erzählungen fand ich quälend langweilig und erst gegen Ende, quasi in einem leicht zu überlesenden Nebensatz wird von einem Gespräch berichtet, der Licht auf ihren Lebensweg wirft und eigentlich erklärt, warum dieses Buch geschrieben wurde. Man überdenkt das Gelesene noch mal neu unter diesem Gesichtspunkt und vieles erklärt sich nun und wirkt gar nicht mehr so eintönig. Mir persönlich war der Roman zu ereignislos und im Gegensatz dazu dann die innere Welt von Katja nicht tiefgründig genug, um mich fesseln zu können.

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    abetterways avatar
    abetterwayvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Buch über die Familie - mit nachdenklichen Passagen!
    Die Schmetterlingsfängerin

    Inhalt:
    "Die schwangere Katja wird in wenigen Wochen zu ihrem Freund Danijel nach Sarajevo ziehen. Die Zeit vor der Abreise nutzt sie, um ein letztes Mal das Tal ihrer Kindheit zu besuchen. Dort stößt Katja auf die alten Geschichten: Wieso ist ihr Urgroßvater damals von Bosnien nach Österreich ausgewandert? Und weshalb sind drei seiner Kinder nach Kanada gegangen? Was wäre gewesen, wenn Großmutter einst den Mut gehabt hätte, ihrer großen Liebe in die Schweiz zu folgen? Und was bedeutet das, Heimat? Eine Liebesgeschichte aus dem Herzen von Mitteleuropa über das Bleiben und Fortgehen und über den Mut, ein neues Leben anzufangen."

    Meinung:
    Die Autorin erzählt sehr ruhig und einfühlsam die Geschichte von Katja. Man erlebt mehrere Zeitsprünge und auch die Gefühle von Katja und die innere Zerissenheit. Wo gehört sie wirklich hin? Das ist eine der schwierigesten Fragen und Katja macht sich selbst auf die Suche.

    Eine gut geschrieben Geschichte über eine Familie die sehr viel erlebt und erlitten hat und deswegen so wunderbar ist wie sie beschrieben wird.

    Absolute Leseempfehlung für ein Buch das noch lange nach der letzten Seite zum nachdenken anregt.

    Fazit:
    Ein wunderbares und sehr einfühlsames Buch!

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    Shunyas avatar
    Shunyavor 3 Jahren
    Ruhige Geschichte, die zum Nachdenken anregt

    Die schwangere Katja wird in wenigen Wochen zu ihrem Freund Danijel nach Sarajevo ziehen. Die Zeit vor der Abreise nutzt sie, um ein letztes Mal das Tal ihrer Kindheit zu besuchen. Dort stößt Katja auf die alten Geschichten: Wieso ist ihr Urgroßvater damals von Bosnien nach Österreich ausgewandert? Und weshalb sind drei seiner Kinder nach Kanada gegangen? Was wäre gewesen, wenn Großmutter einst den Mut gehabt hätte, ihrer großen Liebe in die Schweiz zu folgen? Und was bedeutet das, Heimat? Eine Liebesgeschichte aus dem Herzen von Mitteleuropa über das Bleiben und Fortgehen und über den Mut, ein neues Leben anzufangen. (Quelle: Amazon)

    Der Gesamteindruck des Buches gefiel mir, wobei ich denke, dass die Geschichte nicht unbedingt etwas für jeden Leser ist. Die Autorin hat Katja in den Mittelpunkt der Handlung gestellt, die zurück in ihre Heimat reist. An den Ort an dem sie ihre Kindheit, die schönsten Momente ihres Lebens verbracht hat und sich an die damalige Zeit inbesondere an ihre Familie zurückerinnert. Das Hauptaugenmerk der Handlung handelt tatsächlich von den Erinnerungen ihrer Kindheit und dem ihrer Eltern und Verwandtschaft, die man hier sehr genau kennenlernt, ebenso ihre dunklen Geheimnisse und ihre Verbindung untereinander.
    Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und die Geschichte durchaus so gelungen aufgebaut, dass ich trotz einiger Unterbrechungen immer mal wieder ein kleines Stück weitergelesen habe. Allerdings erfordert die Story auch Konzentration damit man den Überblick behält. In den Szenen mit Katja passiert relativ wenig, außer das sie Zeit mit ihren Liebsten verbringt und sich Gedanken um ihr Kind und das bevorstehende Leben in Sarajevo macht.
    Auf ihem Selbstfindungstrip geht es Katja auch um die Frage was Heimat bedeutet. Ist es da wo die Familie ist? Der Ort an dem man am liebsten seine Zeit verbracht hat oder etwas ganz Anderes?
    Gelungen und feinfühlig hat Margarita Kinstner das Thema umgesetzt und spricht hier vor allem Leser an, die eher ruhige Geschichten bevorzugen, die zum Nachdenken anregen.

    Wer Biografien mag könnte bei diesem Buch ebenfalls auf seine Kosten kommen. Natürlich ist es keine richtige Biografie, aber vom Stil her kommt es dem schon recht nahe. Für andere Leser könnte es eventuell schon wieder etwas zu langweilig sein, eben weil nicht wirklich viel passiert. Am besten mal in die Leseprobe reinlesen und selbst entscheiden.

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    kris006s avatar
    kris006vor 3 Jahren
    Viele Familiengeschichten, doch keine Spannung

    In dem Buch erzählt Katja von ihrem Leben, ihrer Familie und ihrer Kindheit. Katja ist schwanger und wird bald zu Danjiel ihrem Freund in Sarajevo ziehen. Schon lange fühlt sie sich in Wien nicht wohl und sie beginnen einige  Fragen zu quälen, wie warum ihr Uropa damals von Bosnien nach Wien kam. Am Ort ihrer Kindheit fühlt sie alte Familienfragen auf. Hätte Katja Oma ihrer großen Liebe folgen sollen so wie Katja es jetzt tut? Sie erinnert sich an ihre Kindheit zwischen Oma und Mutter hin und her zu pendeln. Die Mutter im Herzen die eigentlich die Oma ist und die eigentliche Mutter zu der sie einfach keinen richtigen Draht findet. Und nun steht sie vor der großen Reise zu Danjiel mit ihrem ungeborenen Kind.

    Schon der Einstieg im Buch war traurig und für mich erschreckend. Dann habe ich mich in das Buch eingefitzelt und bin mit Katja warm geworden. Ich fand die erste Hälfte ganz interessant, habe mir aber erhofft das in der zweiten Hälfte etwas mehr Spannung und Geschehnisse vorkommen, dies war leider nicht der Fall. So dass ich mich ab der zweiten Hälfte ziemlich gelangweilt habe und auch die Lust am Buch verloren gegangen ist. Den Schluss hingegen fand ich wieder gut. So das für mich das Buch sehr durchwachsen war. An sich würde ich es aber kein zweites mal mehr lesen.

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    Honigmonds avatar
    Honigmondvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine sehr emotionale Geschichte, in dem es um ein Liebespaar unterschiedlicher Nationalitäten geht und um die Suche nach der Heimat.
    Die Schmetterlingsfängerin

    Zur Inhaltsangabe:
    Die schwangere Katja wird in wenigen Wochen zu ihrem Freund Danijel nach Sarajevo ziehen. Die Zeit vor der Abreise nutzt sie, um ein letztes Mal das Tal ihrer Kindheit zu besuchen. Dort stößt Katja auf die alten Geschichten: Wieso ist ihr Urgroßvater damals von Bosnien nach Österreich ausgewandert? Und weshalb sind drei seiner Kinder nach Kanada gegangen? Was wäre gewesen, wenn Großmutter einst den Mut gehabt hätte, ihrer großen Liebe in die Schweiz zu folgen? Und was bedeutet das, Heimat? Eine Liebesgeschichte aus dem Herzen von Mitteleuropa über das Bleiben und Fortgehen und über den Mut, ein neues Leben anzufangen.

    Mein Fazit:
    Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen. Das Cover hat mich sehr angesprochen und auch die Inhaltsangabe sagte mir sehr zu. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Schmetterlingsfängerin ist ein sehr emotionales Buch, in dem es sich um ein junges verliebtes Paar geht, welches nach Sarajevo ziehen möchte. Doch die junge Katja ist noch unsicher, ob es der richtige Schritt ist, zumal sie auch noch schwanger von ihrem Freund ist und in Sarajevo ihrem bisherigen Beruf als Lehrerin nicht mehr nachgehen kann. Daher wäre sie in dem fremden Land finanziell auch von ihrem Freund abhängig, was ihr nicht ganz so leicht fällt. Dennoch wagt sie diesen Schritt und verabschiedet sich Schritt für Schritt von ihren Kindheitserinnerungen und Heimatorten aus Kindheitstagen. Man erfährt viel über ihre Mutter, ihren Vater und besonders viel über ihre Großeltern. Ihre Wiener Großmutter spielt eine ganz besondere Rolle dabei.

    Der flüssige Schreibstil der Autorin macht einem den Einstieg in das Buch und das Geschehen sehr leicht und zudem ist die Geschichte sehr fesseln gestaltet. Im Mittelteil flacht die Spannung etwas ab, jedoch nimmt die Handlung zum Ende des Buches noch einmal rasant an Fahrt auf und man wird total überrascht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und mich zum Nachdenken angeregt und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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    skurrils avatar
    skurrilvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzweilig, aber regt zum Nachdenken an.
    Es ist eine Sache, zu träumen, aber eine ganz andere, einen Traum zu leben.

    Nach dem großen Erfolg ihres Debüts "Mittelstadtrauschen" erzählt Margarita Kinster vom Bleiben und vom Fortgehen, vom Mut, ein neues Leben anzufangen, und von der Frage, was wäre gewesen, wenn ...

    Katja wird in wenigen Wochen zu ihrem Lebensgefährten Danijel, von dem sie ein Kind erwartet, nach Sarajevo ziehen. Mit der Entscheidung, dort eine Stelle am Krankenhaus anzunehmen, hat Danijel Katja kaum eine andere Wahl gelassen. Die Umzugskartons sind schon gepackt; der Termin für den Transport ist vereinbart. Katja bleibt noch etwas Zeit. Sie fährt in das Tal, in dem sie aufgewachsen ist, um noch einmal die Landschaft ihrer Kindheit zu sehen. Die Erzählungen ihrer Großtante Therese, denen sie gespannt lauscht, lassen vieles offen - wieso ist Katjas Urgroßvater von Bosnien nach Österreich ausgewandert? Was wäre gewesen, wenn die Großmutter den Mut gehabt hätte, ihrer großen Liebe in die Schweiz zu folgen? Mehr und mehr verstrickt sich Katja in die Geschichte ihrer Familie ... und beginnt zu verstehenm dass Heimat ein Ort in unserem Herzen ist.

    Auch wenn ich das, im Gegensatz zu Katja, schon vor der Lektüre dieses Romans von Margarita Kinster wusste, hat die österreichische Autorin mir dies wieder ins Bewusstsein gerufen und meine Überzeugung davon noch verstärkt.

    Katja fühlt sich heimatlos, und ähnlich ging es mir, als meine Eltern aus der Stadt, in der ich aufgewachsen bin, weggezogen sind. Auch wenn ich selbst bereits ausgezogen war und "allein" lebte, war es merkwürdig. Ebenso hat sich Katja gefühlt, nachdem sie in frühester Kindheit bei der Großmutter, später dann bei ihrer Mutter aufwuchs. Zwar gab es dann bis ins Erwachsenenalter immer wieder, besonders als Kind lange, Besuche bei der Großmutter, aber das Gleiche war es einfach nicht mehr. Und ist es nicht mehr, seit dem Tod der Großmutter. Katja versucht zu verstehen, wo ihre jetzige Heimat ist, vor allem um ihrem ungeborenen Kind eine Heimat bieten zu können und es letztlich besser zu machen. Ihr Kind soll seinen Vater nicht erst mit 12 Jahren kennenlernen, da ist sich Katja sicher. Und ihr Kind soll wissen, woher es kommt. Um dem gerecht zu werden, muss Katja erstmal herausfinden, woher sie kommt. So begibt sie sich auf die Spuren ihrer Vorfahren, bis hin zu ihren Urgroßeltern, und verfolgt deren Schritte.

    Ich finde es eine schöne Idee, dass Katja ihrem Kind sagen können möchte, woher es kommt, und dass sie deshalb in der Vergangenheit gräbt. Sie möchte alles bis ins kleinste Detail wissen und bohrt bei allen, die etwas wissen könnten, nach. Vor allem bei ihrer Großtante und den Menschen im Lusniztal, aber auch bei ihren Eltern. Was sie alles ans Licht bringt, hätte ich anfangs nicht gedacht. Dennoch musste ich häufig schmunzeln, da ich genauso viel nachfrage und immer alles genau wissen möchte.

    Neben Katjas Familie lernt man auch Danijel und seine Familie in Bosnien und Deutschland kennen. Meinem Empfinden nach stand insgesamt jedoch immer Katja und ihre Beziehung zu der jeweiligen Person in Betracht. Man hat keine für die Geschichte unnötigen Informationen erhalten, sondern alles war irgendwie wichtig. So hat Danijels Familie natürlich in Bezug auf den Umzug nach Bosnien eine entscheidene Rolle gespielt und Katja bei ihren vorherigen Besuchen in Sarajevo das Gefühl vermittelt, dort auch eine Heimat haben zu können. Hier mochte ich insbesondere die Beschreibungen Sarajevos, wenn es um die Häuser, Hinterhöfe und Gärten ging.

    Zugleich lässt die Autorin nicht außer Acht, dass Bosnien keine leichte Geschichte hinter sich hat und es noch immer nicht einfach dort ist. Auch damit muss sich Katja auseinandersetzen. Der Autorin ist es gut gelungen, Katjas Gefühle und Gedanken in Bezug auf den Umzug darzustellen. EIn Kriegsgebiet gegenüber Wien, mit einer Festanstellung. Dazwischen das Lusniztal voller Wiesen und Kühe. Allerdings muss auch Katja merken, dass man Vergangenes oft idealisiert, und ich denke, das war ein wichtiger Schritt in Richtung Sarajevo.

    Mehr möchte ich eigentlich gar nicht verraten, um keinem etwas vorwegzunehmen. Ich kann das Buch nur empfehlen. Es regt zum Nachdenken an, verdeutlicht nochmal, was im HInblick auf Heimat und Wohlfühlen alles eine Rolle spielen kann und dass die Heimat eben nicht nur an einen Ort gebunden ist. 

    Auch die österreichischen Ausdrücke fand ich teilweise merkwürdig, teilweise erfrischend. Leider habe ich mir keine Beispiele notiert, aber es macht mir immer wieder Freude, Bücher österreichischer Autoren zu lesen.

    Obwohl es ein paar Wendungen gab, mit denen ich nicht gerechnet habe, und das Buch sich insgesamt super lesen ließ, hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Man hat zwar durchweg neue Informationen bekommen, aber ein richtiger Spannungsbogen hat sich mir nicht gezeigt. Dafür gab es viel Anregendes und viele tolle Stellen mit tollen Aussagen im Buch. Und vieles hat mich an meine eigene Kindheit erinnert und an mein eigenes jetziges Leben. Positiv kann ich auch sagen, dass man immer wieder problemlos in die Geschichte einsteigen konnte. Allerdings war es teilweise recht verwirrend, da so viele verschienene Personen aus Katjas Familie eine Rolle spielen, sodass man hier leicht den Überblick verlieren konnte.

    Alles in allem gebe ich 4 Sterne. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und habe mich sehr gefreut, dabei zu sein. Es hat Spaß gemacht dieses tolle Buch zu lesen!

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    franzi_ces avatar
    franzi_cevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Geschichte über die Suche nach Heimat
    Eine wunderschöne Geschichte über die Suche nach Heimat

    Katjas Leben steht vor einen gravierenden Umbruch. Zum Einen wird sie Mutter und zum Anderen will sie ihre Zelte abbrechen, um ein neues Leben in Sarajewo mit ihrem Partner zu beginnen. 
    Doch vorher hat sie das Bedürfnis ihre alte Heimat zu besuchen. Bei dieser Reise kommen ihre viele Erinnerungen hoch und sie lernt so einiges und einige besser zu verstehen. Ihre Kindheit ist wohl eher weniger konventionell. Zu ihrer Mutter hat sie ein gespaltenes Verhältnis und ihren Vater lernt sie erst spät kennen. Einzig und allein zu ihrer Großmutter hat sie ein inniges Verhältnis, welches durch die liebevollen Erinnerungen deutlich wird. Ihr ganzes Leben ist sie also schon mehr oder weniger auf der Suche nach ihrer Heimat. Ob sie diese letztendlich für sich finden kann, muss jeder selbst herausfinden, indem er das Buch liest. 

    Ich kann es wirklich nur empfehlen! Für mich ist es absolut ein 5 Sterne-Buch. Ich habe die Sprache geliebt und auch die Melancholie, die diese Geschichte mit sich brachte. Außerdem hat mich das Ende absolut überzeugt.

    Ich bin sehr dankbar, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte.


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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    MargaritaKinstners avatar

    Liebe Leserinnen und Leser!

    "Die Schmetterlingsfängerin"  ist mein zweiter Roman und ich freue mich, meine erste Leserunde bei Lovely Books starten zu können und bin schon ein bisschen aufgeregt.


    Wie viele Schmetterlinge gibt es in der Schmetterlingsfängerin?

    Es gibt die Schmetterlinge, die Katja in ihrer Kindheit fängt - und es gibt die Schmetterlinge in ihrem Bauch, als sie Danijel kennenlernt und erst recht, als sie ihm 7 Jahre später in seine Heimatstadt Sarajevo folgen soll. Es gibt aber auch einen kleinen "Schmetterling" in Katjas Bauch, denn sie ist schwanger. 


    "Die Schmetterlingsfängerin" ist eine Liebesgeschichte, vor allem aber ist es ein Familienroman. Katja ist als Kind zwischen Großmutter und Mutter gependelt, die Bezugspersonen ihrer Kindheit wechselten stets - darum ist die Frage nach der Zugehörigkeit in ihrem Leben immer von Bedeutung gewesen.  Ist Heimat nur eine sentimentale Postkarte, die unsere Erinnerung uns vorgaukelt?

    6 Wochen vor ihrem Aufbruch nach Sarajevo fährt Katja ins Lusniztal, dem Ort ihrer Kindheit, um offene Fragen in ihrer Familiengeschichte zu klären. Dabei stellt sie fest, dass die Kovacs immer schon "wie die Schwalben" waren. Ihr Urgroßvater kam einst von Sarajevo nach Österreich - seine Kinder wiederum gingen als Wirtschaftsflüchtlinge nach Kanada und in die Schweiz. Langsam beginnt Katja zu verstehen, dass Heimat ein Ort in unserem Herzen ist …

    MargaritaKinstners avatar
    Letzter Beitrag von  MargaritaKinstnervor 3 Jahren
    ich danke!
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