Marge Piercy Menschen im Krieg.

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Inhaltsangabe zu „Menschen im Krieg.“ von Marge Piercy

Im Zeitalter allgegenwärtiger Werbeslogans sollte man mit Superlativen äußerst vorsichtig umgehen, rufen sie doch bei den meisten Menschen geradezu allergische Reaktionen hervor. Aber wie kann man einem Buch gerecht werden, das man mit allerhöchsten Erwartungen zur Hand genommen hatte -- und das diese Erwartungen noch übertroffen hat?
In Menschen im Krieg hat sich Marge Piercy einer der größten Herausforderungen gestellt, die sich einer Schriftstellerin in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bieten: Sie wollte den Roman des Zweiten Weltkriegs schreiben. Dabei ging es ihr nicht nur um die Ereignisse auf den Kriegsschauplätzen, sondern vor allem um die von Frauen erlebte Alltagsseite des Krieges. Sie schildert, wie ein junger Amerikaner in Washington anhand entschlüsselter Funksprüche die Manöver im Südwestpazifik verfolgt; wie eine junge Französin, die Philosophie studieren wollte, zur Résistance stößt; wie ein brotloser Landschaftsmaler, der sich gelegentlich als Mann für gewisse Stunden durchschlägt, beim Geheimdienst landet. Aus zahlreichen Puzzleteilchen gestaltet Marge Piercy das Gesamtbild eines Zeitabschnitts, der eigentlich das Fassungsvermögen eines Buches übersteigt -- nicht umsonst hat sie zehn Jahre für dieses Buch recherchiert. Mit großer erzählerischer Leidenschaft und souveräner Handhabung der unterschiedlichen Perspektiven hält sie ihre Leser bis zur letzten Seite im Bann.
Also keine Superlative. Sondern kurz und bündig: Menschen im Krieg liest sich nicht nur mit Gewinn, sondern auch mit Genuss. --Felix Darwin

Wundervolles Buch! Wenn ihr nur ein Buch im Jahr 2016 lesen wollt, dann dieses.

— ChristianeL
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  • Unglaublich starkes Buch

    Menschen im Krieg.

    ChristianeL

    19. January 2016 um 22:19

    Das sagt der Klappentext: Wie aus der schicken jungen Pariserin Jacqueline eine harte jüdische Resistance-Kämpferin wird, was den Künstler und Tagedieb Jeff zum Agenten macht, wie die Seeschlacht-Decodierer in Washington versehentlich einen japanischen Treffer feiern... In diesem grandiosen Stück Literatur, dem elf Jahre Recherchen vorausgingen, hat Marge Piercy die Schicksale zehn sehr unterschiedlicher Menschen im Zweiten Weltkrieg miteinander verwoben. Klug, eindringlich und undogmatisch berichtet Piercy von jüdischen  Lebenswelten überall, von menschlichem Alltagserleben im Krieg und von persönlichen Wünschen, Verlusten und Veränderungen. Meine Meinung: "Menschen im Krieg" stand ewig in meinem Regal, weil mich die 985 Seiten abschreckten, und ich das Thema Zweiter Weltkrieg für keines halte, das man mal eben zwischendurch liest. Nun endlich habe ich es gelesen - und kann es nicht fassen, dass ich dieses unglaubliche und beeindruckende Buch erst jetzt entdeckt habe. Ein starkes Buch, das mit einer Vielzahl von Figuren und Schicksalen die Zeit von 1940 - 1945 spürbar und nachvollziehbar werden lässt. Dabei gelingt es der Autorin, jeder Figur eine eigene Stimme zu geben und sie facettenreich und authentisch darzustellen. Die auf den ersten Blick unverbundenen Schicksale verbinden sich im Lauf des monumentalen Romans an unterschiedlichen Stellen und in unterschiedlicher Tiefe. Jede Figur hat ihr Päckchen zu tragen, scheitert, stolpert und steht wieder auf. Nicht alle waren mir von Beginn an sympathisch, aber wuchsen mir im Laufe des Lesens als echte Persönlichkeiten ans Herz. Daher hat es mich umso härter getroffen, dass Marge Piercy ihre Figuren nicht schont und selbst diejenigen sterben lässt, denen ich ein glückliches Leben gewünscht hätte. Mir fehlen die Worte, euch wirklich dieses einzigartige und großartige Buch nahezubringen. Daher spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus! Wenn ihr euch für den Zweiten Weltkrieg interessiert und nicht vor beinahe tausendseitigen Wälzern zurückschreckt, lest unbedingt dieses Buch!

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  • Leserunde zu "Ich warte auf dich, jeden Tag" von Clarissa Linden

    Ich warte auf dich, jeden Tag

    ChristianeL

    Zum Welttag des Buches möchte ich euch einladen, meinen neuen Roman mit mir zu lesen. Es heißt, immer das aktuellste Buch sei das Lieblingsbuch der Autorin. Ein Stück weit stimmt das – und dennoch: wenn man ehrlich ist, gibt es ein besonderes Buch, das einen speziellen Platz im Herzen seiner Autorin behält. Für mich ist „Ich warte auf dich, jeden Tag“ diese eine Geschichte, von der ich mich nicht trennen wollte, die ich auch in der dritten Lektoratsrunde noch gerne gelesen habe und die ich nun mit euch gemeinsam noch einmal entdecken möchte. Worum geht es in dem Roman?  Das sagt der Klappentext: Die Amerikanerin Erin steht vor den Scherben ihres Lebens: Ihr Mann hat sie verlassen, und ihr Job in der Buchhandlung ihrer Freundin ist gefährdet. Da findet sie auf dem Speicher ihres Elternhauses unter den Hinterlassenschaften ihres Großvaters ein Flugticket nach Deutschland und einen Liebesbrief aus dem Jahr 1993, unterschrieben von einer Lily. Erin ist wie vom Donner gerührt, denn sie hat ihren Großvater stets als kalten und unnahbaren Menschen kennengelernt. Und ausgerechnet er soll eine heimliche Liebe gehabt haben? Erin reist nach Deutschland und begibt sich auf die Spur der geheimnisvollen Lily, die in den dreißiger Jahren eine leidenschaftliche Gegnerin der Nazis war …  Das verschweigt der Klappentext: - Erins Freundin Charlotte, die Erin jede Woche den ersten Satz eines Romans schickt mit der Aufgabe, dass diese das Buch herausfinden und lesen soll - Prinzessin Mäusehaut, eine grantige Katze, die 1933 gerettet wird und in die USA emigriert, sowie deren Nachkommen, die ihrer Mutter an Charme nicht nachstehen - Lilys wunderbare Familie, die ihr Kraft gibt und sie unterstützt - die Handlungsorte, meine Sehnsuchtsorte: Berkeley, Frankfurt am Main, Barcelona und Stockholm - die Erklärung für den Titel des Romans  Hier geht es zur Leseprobe  Wer bin ich? Clarissa Linden ist das Pseudonym für ein neues Genre. Bei Lovelybooks und anderswo kennt man mich als Christiane Lind oder Chris Lind.  In Norddeutschland lebe ich (noch) nicht, aber als ich den Roman geschrieben habe, plante ich, mit Ehemann und Katerschaft auf einen Bauernhof zu ziehen, wo wir mit vielen Tieren leben wollten. Aber wie das oft so ist mit Plänen … etwas, das auch meine Heldinnen Erin und Lily erfahren müssen. Droemer-Knaur stellt 15 Exemplare für die Leserunde zur Verfügung. Wenn ihr gemeinsam mit mir in die Vergangenheit und nach Berkeley, Barcelona, Stockholm und Frankfurt am Main reisen wollt, schreibt bitte bis zum 5. Mai 2015, auf wen ihr jeden Tag warten würdet. Ich freue mich auf eure Bewerbungen und die gemeinsame Leserunde, die voraussichtlich Mitte Mai beginnen wird.  Ich warte auch euch! Herzliche Grüße Christiane / Clarissa

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    • 1333

    ChristianeL

    31. May 2015 um 23:24
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    Lesezeichen16 schreibt Ich kann einige Mitleser hier sehr gut verstehen, denn am liebsten würde ich jetzt auch durch lesen um zu erfahren, wie diese Geschichte ausgeht. Schön zu wissen, dass ich damit nicht allein bin. :-)

    Auch für mich ist das schön :-). Vor allem, weil ich heute Nacht auch bis 3:00 Uhr gelesen habe und eigentlich liebend gern noch weitergelesen hätte. "Menschen im Krieg" ist ein unglaubliches ...

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