Margit Ruile Dark Noise

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Inhaltsangabe zu „Dark Noise“ von Margit Ruile

Nicht erst seit Jan Böhmermanns Varoufakis-Video wissen wir, wie gut professionelle Bildbearbeiter unsere Wirklichkeit manipulieren können. Was passiert, wenn Menschen digital einfach ausgelöscht oder ausgetauscht werden? Margit Ruile wirft in ihrem packenden All-Age-Thriller existentielle Fragen unserer Gegenwart auf. Zafer arbeitet als freiberuflicher Bildretuscheur. Und er ist der Beste. Er kann sogar die Wassertropfen auf einer Sektflasche so täuschend echt nachbilden, dass der Betrachter seiner Filmsequenzen glaubt, er würde sich darin spiegeln. Einen Mann in das Überwachungsvideo einer Tiefgarage einzufügen ist dagegen ein Kinderspiel. Merkwürdig ist nur, dass dieser Auftrag anonym war. Tage später erkennt Zafer durch Zufall eines seiner Videos in den Nachrichten über einen Journalistenmord wieder. Es zeigt, wie der mutmaßliche Täter den Tatort, eine Tiefgarage, verlässt. In Wirklichkeit ist der Mann nie dort gewesen. Aber das weiß nur Zafer.

Ziemlich langweilig und ein schreckliches Ende. Definitiv kein Thriller!

— bookishdreams
bookishdreams

Fesselnder, geheimnisvoller Jugendthriller in harmonischer Sprache

— Nisnis
Nisnis

...trotzdem gebe ich eine Empfehlung speziell für Fans von Überwachungstheorien, sowie deren Auswirkungen.

— BuechersuechtigesHerz
BuechersuechtigesHerz

Wirklich gute Umsetzung des Themas

— Seelenlesezeichen
Seelenlesezeichen

Mit gefiel der Titel, darum habe ich Dark Noise gelesen. Eine Entdeckung! Geschichte, Zafer und Emily, Atmosphäre - alles einfach großartig!

— sonnau
sonnau

Selten ein so konfuses und nichtssagendes Buch gelesen... tut mir leid, aber Thriller ist weit davon entfernt. Für mich: ein Flop.

— KleinerVampir
KleinerVampir

spannend, beängstigend - ein genialer Jugendroman

— dieFlo
dieFlo

Eine Besonderheit zum Anfang packende Geschichte über die Manipulierbarkeit von Bildern und unsere Gläubigkeit an sie.

— Jezebelle
Jezebelle

Spannender Jugendthriller - kann ich empfehlen!

— Wildpony
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Intelligenter und außergewöhnlicher Jugendthriller zum Thema "Macht der Bilder"

— Tine13
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    Dark Noise
    Nisnis

    Nisnis

    04. May 2017 um 15:11

    Der junge Computer-Nerd Zafer lebt gewollt zurückgezogen in seiner eigenen Welt, denn die Wirklichkeit, die er stets auf Distanz hält, ist im zu laut und zu bunt. Sein Geld verdient er durch die Bearbeitung von Bildsequenzen in Filmen und Doku-Soaps, aus denen er beispielweise Werbungen retuschiert.Eines Tages erhält er den anonymen Auftrag, mit knapper Zeitvorgabe, einen Mann in ein Überwachungsvideo einer Tiefgarage einzufügen. Wenige Tage später erkennt er den Mann in den Nachrichten wieder und ist entsetzt, dass man diesen für den mutmaßlichen Täter eines Journalistenmordes hält. Zafer weiß, dass der Verdächtige auf dem Überwachungsvideo nie wirklich in der Tiefgarage war.Die Autorin:Margit Ruile wurde 1967 in Augsburg geboren. Sie studierte an der Münchner Filmhochschule, wo sie nach ihrem Abschluss mehr als zehn Jahre in der Lehre tätig war, drehte Dokumentationen und arbeitete als Drehbuchlektorin.Auch das Geschichtenerzählen lernte sie zuerst beim Film. Später fand sie dann heraus, dass Schreiben sich anfühlt wie im Schneideraum zu sitzen - mit dem riesengroßen Vorteil, dass man die fehlenden Szenen nicht nachdrehen muss, sondern einfach erfinden kann. Margit Ruile lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in München. (Quelle: Loewe Verlag)Reflektionen:Als All-Age-Thriller habe ich Dark Noise definitiv nicht empfinden können, aber als Jugend-Thriller im Jugendbuchsegment finde ich ihn gut platziert.Dark Noise zeigt auf wie manipulativ unsere visuellen Wahrnehmungen sind. In der fiktiven Geschichte von Dark Noise sind es hoch intelligente Menschen, die ihre Gier nach Macht und persönlichen, wirtschaftlichen Interessen skrupellos über alles stellen. Wie weit darf Überwachung gehen und was ist echt und was fake? Der Bezug zur realen Welt ist damit hergestellt und kann durchaus gesellschaftskritisch betrachtet werden.Margit Ruile erzählt eine sprachlich klangvolle Geschichte. Sie formuliert sanft und harmonisch und, sie bedient sich dabei einer angenehm klaren Sprache, die es jedem Leser ermöglicht, von leichter Hand in die Geschichte abzutauchen.Obwohl ich selten Jugendromane lese, habe ich es diesmal sehr genossen auf eine ruhigere, aber dennoch bestimmende und fesselnde Weise unterhalten zu werden. Margit Ruile gelingt es spielend leicht eine geheimnisvolle Stimmung aufrecht zu erhalten, bis die letzte Seite gelesen ist. Bereits nach den ersten gelesenen Seiten geschieht ein Mord. Unblutig und ohne jedes erläuternde Detail gelingt es der Autorin von da an eine Grundspannung aufzubauen. Diese hält sich eine Zeitlang, aber um mich persönlich mit Spannung zu fesseln bedarf es etwas mehr. Spannungshöhepunkte blitzten immer mal wieder auf, ich genoss diese auch, aber eine gleichbleibend knisternde Spannung konnte ich nicht empfinden. Trotzdem entwickelt die Geschichte einen Sog, der der rätselhaften und geheimnisvollen Stimmung und den interessant gezeichneten Charakteren zuzuschreiben ist. Besonders gut hat mir die Zeichnung des jungen Protagonisten Zafer gefallen, der sich im Laufe der Geschichte zum ersten Mal verliebt. Er ist Computer-Nerd, bearbeitet Bildsequenzen in Filmen und Videos und er erhält seine Aufträge online. Er hasst es sich artikulieren zu müssen und lebt deshalb gewollt zurückgezogen. Er hält zur wirklichen Welt eine Distanz, da sie ihm zu laut und zu bunt erscheint und er bezeichnet alle, außer sich selbst, als Menschen in der Sonne. Nur manchmal wird er aus seiner Welt gerissen, wenn seine kleine Schwester Lebendigkeit mit in seine einfache Wohnung weht. Doch als die Geschichte um Dark Noise beginnt, muss er sich hinauswagen.Dieser Jugend-Thriller ist mal heiß und mal kalt und so gegensätzlich zu bewerten wie Feuer und Eis. Dark Noise ist sprachlich harmonisch, fast anmutig und geheimnisvoll fesselnd. Aber, er ist nicht mit ausreichend knisternder Spannung gesegnet.Die Auflösung überraschte durch interessant inszenierte Wendungen und Inhalte, aber es blieb auch etwas Leere in mir zurück, die ich gern mit einem intensiveren Showdown befüllt gesehen hätte.Fazit und Bewertung.Dieser Jugend-Thriller ist mal heiß und mal kalt und so gegensätzlich zu bewerten wie Feuer und Eis. Dark Noise ist sprachlich harmonisch, fast anmutig und geheimnisvoll fesselnd. Aber, er ist nicht mit ausreichend knisternder Spannung gesegnet.

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  • ...trotzdem gebe ich eine Empfehlung speziell für Fans von Überwachungstheorien!

    Dark Noise
    BuechersuechtigesHerz

    BuechersuechtigesHerz

    04. May 2017 um 09:40

    Zafer ist der Beste seines Fachs. Er ist Bildretuscheur und verbringt die meiste Zeit vor seinem Computer. Eines Tages bekommt er von LAURIN per E-Mail den Auftrag das Kennzeichen eines Autos unkenntlich zu machen. Ein Kinderspiel für Zafer. Für seine Arbeit wird er prompt mit einer ordentlichen Bezahlung belohnt und der nächste Auftrag lässt nicht lange auf sich warten. Doch das Problem an der ganzen Sache ist, dass es sich bei den Videos um die einer Überwachungskamera handelt und ohne es zu merken gerät Zafer in einen Mordfall.Das Cover macht neugierig auf das Buch, lässt aber für meinen Geschmack nicht viel Raum für einen hinsichtlich der Story naheliegenden Vorgeschmack auf das, was kommen könnte. Kurz gesagt, ich konnte zwischen Cover und Geschichte keine Verbindung herstellen.Der Einstieg war dann aber recht gut und man wurde direkt in das Geschehen hineingeworfen. Zum Schreibstil des Autors kann ich nur sagen, dass er gut verständlich ist und somit für einen ordentlichen Lesefluss sorgt. Die Handlung ist an sich gut strukturiert. Nur manchmal kamen Passagen, bei denen ich mich fragte, was diese hier zu suchen haben, weil sie irgendwie nicht zur Geschichte passten oder keinen Einfluss darauf hatten. Aber davon gab es zum Glück nicht besonders viele. Die Charaktere passen gut zur Story, doch es fehlte ihnen an Tiefe, ich konnte keine Sympathien aufbauen.. Ich hatte das Gefühl, dass die Story an sich mehr im Mittelpunkt steht. Die Idee der Geschichte, dass wir überall von Kameras a la CCTV aufgenommen werden und jederzeit lokalisiert werden können, ist schon befremdlich und gibt Denkanstöße, was vielleicht jetzt auch schon Realität ist.  Nach etwa Zweidrittel des Buches gab es für mich den entscheidenden Wendepunkt und es wurde nochmal spannend. Dies hielt aber nur kurz an, denn zum Ende hin wurde alles aufgelöst.Alles in allem konnte mich dieses Buch nicht vollends überzeugen, da mir zu wenig Tiefe in der Story lag. Die Idee an sich ist gut, hätte aber meiner Meinung nach besser umgesetzt werden können. Ein eher durchschnittliches Buch, dem es jedoch an Tiefe fehlt. Trotzdem gebe ich eine Empfehlung speziell für Fans von Überwachungstheorien, sowie deren Auswirkungen. Rockt sein Herz mit 3 von 5 Punkten!

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  • Spannend und fesselnd

    Dark Noise
    Seelenlesezeichen

    Seelenlesezeichen

    26. April 2017 um 20:32

    Meine Meinung  Der Einstieg in das Buch ist mir etwas schwer gefallen, was daran gelegen hat, dass man als Leser überhaupt nicht wusste, wer genau die Situation gerade beschreibt und auch von welcher Situation der Erzähler gerade redet. Trotzdem wollte ich das Buch unbedingt weiter lesen, weil mich der Klappentext wirklich sehr neugierig gemacht hat. Und nach ein paar Seiten konnte man als Leser dann aber doch besser durchblicken und wusste auch wovon die Rede war und das Buch wurde wirklich spannend und hat mich total gefesselt.  Zafer, den Protagonisten lernt man als zurückgezogenen, jungen Mann kennen, welcher seine Zeit eigentlich nur in seiner dunklen Wohnung an seinem Computer verbringt. Essen bestellt er sich am liebsten per E-Mail bei einer Pizzeria und auch sonst hat er nicht wirklich soziale Kontakte und er legt auch keinen großen Wert darauf welche zu haben. Für Zafer gibt es eigentlich nur seinen Job, er bearbeitet gerade eine Serie, bekommt dann aber auch noch einen anderen Auftrag, mit welchem eigentlich alles beginnt. Zu Beginn der Geschichte lernt Zafer Emily kennen, welche in der Stadt mit ihrer Gitarre singt. Die beiden verstehen sich auf anhieb relativ gut, da beide etwas „anders“ sind. Im Laufe des Buches lernt man Emily ein bisschen besser kennen, dies aber dennoch nur sehr oberflächlich. Genauso ist es bei Zafer, im Laufe der Geschichte erfährt man über ihn relativ wenig, was ich sehr schade finde. Ich persönlich hätte gerne etwas mehr über die Protagonisten und auch ihre eigene Geschichte erfahren.  Ich, als Leser konnte mich durch die detaillierte Schreibweise der Autorin sehr gut in die Situation hineinversetzen. Und auch nach dem Lesen hat das Buch mich nicht losgelassen, ganz im Gegenteil. Die Technik wird immer moderner und eigentlich sollte das nur ein Vorteil für uns sein, aber ist es das wirklich? Nach dem Lesen von „Dark Noise“ bin ich mir da nicht mehr wirklich sicher. „Dark Noise“ hat mir gezeigt, dass die moderne Technik, welche für uns helfen und auch schützen soll, auch ausgenutzt und gegen uns verwendet werden kann. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob die moderne Technik wirklich ein Segen ist oder ob sie auch eine Katastrophe bedeuten kann.  Margit Ruile hat ein Thema der Zukunft sehr gut aufgegriffen und die Idee der Geschichte wirklich sehr gut und auch spannend umgesetzt.  Auch wirklich gut gefallen hat mir, dass im Buch die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten nicht im Mittelpunkt stand.  Fazit „Dark Noise“ ist ein wirklich sehr gelungener Thriller, welcher mich gefesselt und auch lange nach dem Ende nicht mehr losgelassen hat. Schade fand ich, wie oben schon genannt, dass man als Leser leider sehr wenige Informationen über Zafer und auch Emily bekommen hat und auch das der Anfang des Buches etwas verwirrend war. Trotzdem kann ich das Buch, wirklich empfehlen und gebe dem Buch 4/5 Punkte. 

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  • Eine Entdeckung!

    Dark Noise
    sonnau

    sonnau

    18. April 2017 um 20:45

    Mir hat der Titel des Buches gefallen und so habe ich Dark Noise gelesen. Für mich ist es eine Entdeckung. Mir gefällt die Story, Zafer kann ich förmlich vor mir sehen: Da sitzt er in seiner vernachlässigten Wohnung an seinem Rechner, macht seinen einsamen Job und kann mit Computern deutlich besser umgehen als mit Menschen. Dann trifft er Emily und er entdeckt die Sehnsucht. Dafür muss er raus in die Welt. Zunächst kann er sich noch in der Dunkelheit der Nacht verstecken, aber er muss schon mehr wagen. Margit Ruile erschafft in ihrem Buch eine tolle Atmosphäre, die Geschichte fesselt und Zafer und Emily kamen mir richtig nahe.Ich finde Buch und Story zudem gut recherchiert. Mich haben unter anderem die Passagen über frühe Computer und ihre Entwicklung sehr fasziniert.Ich kann Dark Noise absolut empfehlen, ich hab's sehr gerne gelesen.

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  • Dark Noise

    Dark Noise
    KleinerVampir

    KleinerVampir

    14. April 2017 um 14:47

    Buchinhalt: Zafer arbeitet für eine Filmfirma und retuschiert Schleichwerbung in einer Daily Soap. Eines Tages erhält er eine merkwürdige, anonyme Botschaft und ein Überwachungsvideo über das Internet. Er soll eine ihm fremde Person in das Bildmaterial einfügen. Zafer tut dies und erkennt bald: die eingefügte Person ist nun Hauptverdächtiger in einem Mordfall…   Persönlicher Eindruck: Von Frau Ruile kannte ich bislang nur ein Kinderbuch und ging daher völlig neutral an diese Lektüre, die einen Jugendthriller mit spannender Krimihandlung versprach. Leider wurde ich maßlos enttäuscht – auch nach fast 300 Seiten kann ich nicht sagen, was für eine Handlung der Roman überhaupt hat. Generell lässt sich sagen, dass der Leser hier ins Hackermilieu eintaucht, in eine Welt voller Computernerds mit reichlich illegalem Touch. Die Frage, wie weit Bilder die Wahrheit abbilden oder von bösen Menschen manipuliert werden können, ist ebenso ein Thema wie eine Art „Untergrund-Rebellentum“. Das Buch beinhaltet zwei verschiedene Erzählstränge: Zafer und Emily. Wobei schon zu Beginn der Erzähler darauf hinweist, dass Zafer vielleicht ebenso nur eine Manipulation sein könnte und somit nicht wirklich existent. Was soll das? Hier geht die Abstrusität der (vermeintlichen) Handlung bereits los und das soll nicht das einzige sein, das dem vernünftig denkenden Leser sauer aufstößt. Die Figuren sind allesamt flach, blass und austauschbar – ich kann nicht sagen, wer welchen Sinn und Aufgabe in dem Gesamtgefüge hat. Die Charaktere haben für mich keinerlei Identifikationspotential und auch die so angepriesene „Thrillerhandlung“ erweckte in mir nur ein müdes Gähnen. Schade, aber ich kann beim besten Willen keine Handlung festmachen. Das einzige, was ich am Schluß mitnahm, war, dass der Roman sich im Hackermilieu bewegte. Ich weiß nicht, warum Zafer tut, was er tut (wenn man davon ausgeht, dass Geld nicht der einzige Grund ist, sich auf anonyme Auftraggeber mit fragwürdigen Aufträgen einzulassen), ebenso wenig weiß ich, was sich Emily davon verspricht, bei „Dark Noise“ zu hacken. Nein, das war ein Flop und schade um die vertane Zeit. Ein fades Buch, das mich auf 300 Seiten absolut nur gelangweilt hat und nichts Bleibendes hinterlässt. Keine Leseempfehlung, es lohnt sich einfach nicht.

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    • 5
  • Computerwelt

    Dark Noise
    dieFlo

    dieFlo

    14. April 2017 um 13:20

    Zafer - ein junger Mann, der im Verborgenen lebt. Verborgen in seiner spärlich möblierten Wohnung, wo jegliche Wärme fehlt, verborgen hinter seinem Rechner, der ihm den Halt bietet, der wo anders fehlte. Er ist gut am Rechner, verdammt gut und er lebt davon. Er verändert Bilddatein, meist für Werbefirmen, doch dann bekommt er einen anderen Auftrag. Ein Nummernschild soll verschwinden, er bekommt eine Stunde - für ihn kein Problem. Die Entlohnung entlockt ihm ein Staunen und schon ist er drin, drin in einem Strudel, der ihn Dinge ändern lässt, die man nicht ändern sollte.In der Geschichte begegnet ihm eine junge Frau, die ihn fasziniert. Was er nicht weiß, dass sie genau auf der anderen Seite steht. Sie kämpft gegen Leute, wie ihn, die Bilder retuschieren ....Wie und ob oder auch warum sie gegeneinander spielen, was sie verbinden wird - das alles kann man nur erfahren, wenn man das Buch liest. Mich hat die Geschichte auf der einen Seite begeistert, auf der anderen schockiert, weil es so glaubhaft erscheint, so real in unserer moderen Welt - hoffen wir, dass es niemals passiert.Das Ende war ein bisschen unklar, ich kann mir nicht wirklich vorstellen, warum Emiliy auf einmal sterben soll ... vielleicht sehen das andere Leser aber ganz anders. Auf alle Fälle ein sehr spannendes Thema und eine Leseempfehlung von mir.

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    • 3
  • Dark Noise

    Dark Noise
    Blaustern

    Blaustern

    05. April 2017 um 12:15

    Zafer sitzt am liebsten zu Hause und verlässt nur selten seine Wohnung im Hinterhaus. Höchstens, um mal etwas Essbares zu besorgen. Obwohl, da gibt es ja auch den Online-Pizzadienst. Er ist Computergenie und lebt ganz gut von seiner Arbeit als Bildretuscheur. Meistens ist er für die Werbung oder für Soaps tätig und beherrscht diese Tätigkeit perfekt und schnell, so gut wie kein anderer auf diesem Gebiet. Das sich wohl auch in gewissen Kreisen rumgesprochen, denn eines Tages bekommt er einen etwas anderen Auftrag, der ihn reizt, auch wenn er anonym ist. Das Geld fließt mehr denn je, und Zafer bearbeitet das Überwachungsvideo, indem er einen Mann ausschneidet und einen anderen einfügt. Erst als er genau dieses Video in den Nachrichten wiedersieht und erfährt, dass es um einen Mord an einen Journalisten geht, wacht er auf. Doch da ist es schon zu spät. Ein ganz aktuelles Thema spricht dieser Jugendthriller an. Wieweit darf die Überwachung gehen? Kann man überhaupt solch ein Bild- bzw. Videomaterial vor Gericht verwenden? Denn wie es aussieht, benötigt man nur eine Spezialkraft und der Mörder läuft weiterhin frei rum, während ein Unschuldiger für ihn einsitzt. Das alles regt doch sehr zum Nachdenken an. Anfangs gibt es einen recht ungewöhnlichen Erzählstil, denn ein Unbekannter beschreibt die Sicht auf Zafer. Das ist recht spannend. Später wird dieser bekannt und die Handlung etwas lahm und durchsichtig und manchmal nicht ganz nachvollziehbar. Trotzdem sorgt das Buch für gute Unterhaltung, und der Schreibstil liest sich flüssig.

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  • Es bleibt am Buchende kein Nachdenken über den Dark Noise sondern eher der Sound of Silence

    Dark Noise
    Jezebelle

    Jezebelle

    04. April 2017 um 23:09

    Dieses Buch beschäftigt sich mit der Manipulierbarkeit von Bilddaten und im weiteren Sinne unserem blindem Vertrauen in die Bilder. Natürlich macht es das nicht auf Sachebene, sondern verpackt in einer auch schon Jugendliche ansprechende Art und Weise. Man lernt hier den am Computernerd Zafer, was für eine tolle Doppeldeutigkeit des gewählten Namens, kennen, der erst viel zu spät merkt, dass er mit seiner Arbeit zur Vertuschung eines wahren Mörders beiträgt. Er lernt die Musikerin Emily kennen, die wiederum im Untergrund gegen eine Firma namens Argos gemeinsam mit ihren Mitstreitern vorgeht. Die beiden mögen sich recht schnell und müssen aus verschiedenen Umständen heraus trotzdem immer mal wieder einander misstrauen. Der Plot fing hochgradig an. Besonders die zynische, allwissende Erzählerstimme, gefiel mir sehr gut. Die Idee, die gleiche Geschichte später nochmals aus anderer Sicht zu erzählen, scheint bei dem Thema überzeugend, jedoch wirkt die Auflösung am Ende nicht ganz stimmig mit diesem Konzept. Mir gefiel die fast filmische Ausgestaltung vieler Szenen, bei denen die Autorin ihre Herkunft aus dem Business nicht verleugnen konnte. Sie passte besonders zu Zafer, der die Wirklichkeit ja oft nur wie einen Filmausschnitt auf seinem Monitor wahrnimmt. Die Beschreibung einiger Orte und Begebenheiten in der Stadt haben mir gut gefallen und führten zu einem Wiedererkennen. Bei diesem Thema nicht ganz von der Hand zu weisen waren bei mir immer wieder Assoziationen mit "Matrix", wozu auch das Verwenden von Inkognitonamen, das Auftauchen einer älteren Dame und die Verbindungen zu Lewis Carroll beitrug. Derart vielschichtig geht der Roman jedoch nicht vor. Im Gegenteil, die ein oder andere Zufälligkeit enttäuschte mich als ein wenig zu viel oder zu schnell. Auch die Auflösung am Ende war mir etwas zu platt. Ähnlich wie Emily im Roman zu einem bestimmten Zeitraum Bücher liest, von denen sie schon weiß, dass sie sie bald wieder vergessen wird, geht es mir vermutlich auch mit diesem Buch. Daher lautet mein Fazit, dass die Romanidee zwar klasse ist, jedoch die Umsetzung ein paar Schwachstellen hat, die einen aus dem Buch nicht ganz so zufrieden entlassen, wie sie einen aufgenommen haben.

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    • 3
  • Leserunde zu "Dark Noise" von Margit Ruile

    Dark Noise
    MargitRuile

    MargitRuile

    Zusammen mit dem Loewe Verlag verlose ich 20 Exemplare meines neuen All-Age-Thrillers „Dark Noise“! Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe LovelyBooks-Community,was ist echt – was ist falsch? Zum Thema Fake News und Manipulation würde ich gerne mit Euch zusammen meinen neuen Roman „Dark Noise“ diskutieren. Er handelt von Zafer, einem menschenscheuen Videobearbeiter, und Emily, einer Straßenmusikerin. Beide sind aber nicht das, was sie scheinen und stehen jeweils auf unterschiedlichen Seiten. "Dark Noise" ist ein Thriller, eine Liebesgeschichte und ein „Film Noir“, inspiriert von einem meiner Lieblingssongs: „Sound of Silence“. Werft hier gleich einen Blick in die Leseprobe:  http://www.loewe-verlag.de/_files_media/leseproben/8043.pdf) Und nun meine Frage: Habt ihr einen Song/ein Lied, von dem ihr glaubt, es würde ein gutes Buch abgeben? Ich freue mich auf Eure Beiträge! Beantwortet die Frage und ihr habt die Chance auf 1 von 20 Exemplaren von „Dark Noise“. Die Bewerbungsfrist endet am 01.03.17.  Die Vorgeschichte zu „Dark Noise“ gibt es übrigens für kurze Zeit kostenlos als eBook zum Download: http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/dark_noise_argos_sieht_alles-8233/  Bitte beachtet die LovelyBooks-Richtlinien zur Teilnahme an Leserunden und Buchverlosungen!  https://www.lovelybooks.de/info/richtlinien-lr-bv/) Ich drücke die Daumen und freue mich auf die Leserunde mit euch!

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    • 253
  • Dark Noise - mal ein etwas anderes Thema

    Dark Noise
    Wildpony

    Wildpony

    04. April 2017 um 08:18

    Dark Noise   -  Margit Ruile Kurzbeschreibung Amazon: Nicht erst seit Jan Böhmermanns Varoufakis-Video wissen wir, wie gut professionelle Bildbearbeiter unsere Wirklichkeit manipulieren können. Was passiert, wenn Menschen digital einfach ausgelöscht oder ausgetauscht werden? Margit Ruile wirft in ihrem packenden All-Age-Thriller existentielle Fragen unserer Gegenwart auf.Zafer arbeitet als freiberuflicher Bildretuscheur. Und er ist der Beste. Er kann sogar die Wassertropfen auf einer Sektflasche so täuschend echt nachbilden, dass der Betrachter seiner Filmsequenzen glaubt, er würde sich darin spiegeln. Einen Mann in das Überwachungsvideo einer Tiefgarage einzufügen ist dagegen ein Kinderspiel. Merkwürdig ist nur, dass dieser Auftrag anonym war.Tage später erkennt Zafer durch Zufall eines seiner Videos in den Nachrichten über einen Journalistenmord wieder. Es zeigt, wie der mutmaßliche Täter den Tatort, eine Tiefgarage, verlässt.In Wirklichkeit ist der Mann nie dort gewesen. Aber das weiß nur Zafer. Mein Leseeindruck: Ein total spannendes Thema das mich schon vor dem lesen fasziniert hat. Ist doch die Vorstellung das man im eigenen Leben so manipuliert werden kann nicht nur faszinierend, sondern auch total erschreckend. Und genauso war es bei mir auch im Leseverlauf. Mehr als einmal hatte ich ein Gänsehautgefühl und fragte mich immer wieder: Kann das tatsächlich so passieren? Ist die moderne Technik wirklich ein Segen oder kann sie in eine absolute Katastrophe führen? Von der Autorin hatte ich bereits letztes Jahr Deleted gelesen und wusste daher das sie mich begeistern kann. Und mit diesem Buch hat sie es wieder absolut geschafft mich zu überraschen und auch zum nachdenken zu bringen, wie viel Wahrheit wirklich auch im normale Leben davon stecken könnte. Fazit: Sehr guter Schreibstil, leicht und flüssig. Super spannend und aufregend zugleich. Macht aber auch sehr nachdenklich und ist meiner Meinung nicht nur ein Jugendthriller. Mich als ältere Leserin hat es auch total aufgewühlt und ich kann es daher absolut weiter empfehlen. Daher gibt es von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung in Kürze auf meinem FB-Blog!

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  • Glaub nicht, was dir Videos erzählen

    Dark Noise
    Lermis

    Lermis

    02. April 2017 um 20:53

    Ist das was wir sehen wahr? Margit Ruile beschreibt das brisante Thema über die Glaubwürdigkeit von Videos mit so detailliert beschriebenen Szenen, dass ein Film vor dem inneren Auge abläuft. Damit passen Thema und Schreibstil super zueinander.

  • ganz konnte es mich nicht packen – sehr aktuelles Thema

    Dark Noise
    Normal-ist-langweilig

    Normal-ist-langweilig

    01. April 2017 um 09:48

    Meine Meinung: „Nicht erst seit Jan Böhmermanns Varoufakis-Video wissen wir, wie gut professionelle Bildbearbeiter unsere Wirklichkeit manipulieren können. Was passiert, wenn Menschen digital einfach ausgelöscht oder ausgetauscht werden? Margit Ruile wirft in ihrem packenden All-Age-Thriller existentielle Fragen unserer Gegenwart auf.“  Ich habe die Autorin über das Buch „Deleted“ schätzen gelernt. Auch hier geht es um Technik, die eigentlich den Menschen das Leben erleichtern bzw. sichern soll, aber es dann ganz anders kommt als geplant! Ich fand das Buch super und habe es wirklich gerne gelesen. Aus diesem Grund war ich auch sehr gespannt auf ein neues Abenteuer. „Dark Noise“ ist vom Aufbau her ganz anders und hat mich von der Schreib- und Ausdrucksweise anfangs kalt erwischt. Die Geschichte beginnt sehr mysteriös, der Leser weiß nicht, wer da spricht, aber der Sprecher ist sehr erhaben, wirkt eingebildet und über allem stehend. Wie Gott, der schon weiß, was passieren wird. Die Schreibweise ist teilweise sehr philosophisch, eher abgehoben und regt zum Weiterdenken über „Gott und die Welt“ an. Das hat mich immer wieder stocken lassen beim Lesen, mich in meinem Lesefluss gestört. Zafer ist mir sehr sympathisch gewesen. Ich habe jedoch die ganze Zeit irgendwie das Gefühl gehabt, dass er in irgendeine Weise eingeschränkt ist, vielleicht ein Autist? Auch die Protagonistin wirkt ein wenig „anders“. Leider werden beide Charaktere nicht weiter in dieser Hinsicht beleuchtet! Die Geschichte selbst ist spannend, vor allem auch deshalb, weil man sich das Geschehen sehr gut vorstellen und schnell versteht, dass dies vielleicht schon Realität ist. Wie viele Hacker gibt es, die so etwas können? Viele! Mit Sicherheit! Wie viele Menschen gibt es, die genug Geld haben, die Computer-Profis für eine solche Retusche zu engagieren und zu bezahlen? Auch genügend. Insofern hat mich das Buch von der Aktualität sehr mitgerissen und gepackt. Das Ende fand ich einerseits gut, da die Autorin kein Happy End fokussiert und irgendwie versucht hat, dieses „hinzukriegen“, andererseits hätte mich ein größeres Spektakel irgenwie mehr befriedigt. Gelungen fand ich, dass es mal wieder ein Buch war, in dem die Liebesgeschichte NICHT die Hauptrolle spielt! Fazit: Vom Thema her eine richtig gute und sehr aktuelle Geschichte. Leider habe ich mich an der teils sehr philosophischen Schreibweise gestört. Das Ende konnte mich nur teilweise befriedigen und ich hätte mir zum Beispiel zu Zafers Mutter noch Informationen gewünscht.

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  • Überwachung und Manipulation

    Dark Noise
    Zank

    Zank

    26. March 2017 um 10:10

    Zafer retuschiert Filme. Er kann Werbeschriftzüge verschwinden lassen oder kleine Monster in Szenen einfügen. Und das alles täuschend echt. Als er den Auftrag bekommt, ein Autokennzeichen auf einem Überwachungsvideo zu verschleiern und einen Mann in das Video einer Tiefgarage einzufügen, denkt er sich zunächst nichts dabei. Doch auf einmal ist sein Video im Fernsehen und der Mann wird als Mordverdächtiger gesucht – obwohl er in Wirklichkeit nie dort war.Der Schreibstil des Buches ist außergewöhnlich, ohne dass ich genau sagen könnte, woran das liegt. Man findet sich gut in die Handlung ein und dank der genauen Beschreibungen, kann man sich Zafers Umgebung bildlich vorstellen. Gleichzeitig wird eine bedrückende Atmosphäre vermittelt, die wie Nebel über dem Geschehen zu schweben scheint. Zwischendrin mischt sich immer wieder ein allwissender Erzähler ein, der den Eindruck vermittelt, er würde Zafer genau beobachten. Das hat mir gut gefallen, ebenso wie die Wechsel zwischen Zafer und der zweiten Protagonistin Emily. Zafer selbst ist ein in sich gekehrter Nerd, der lieber in seinen Videos lebt, als in der Realität. Einen anonymen Auftrag zur Retuschierung von Überwachungsvideos anzunehmen, finde ich fragwürdig bis naiv. Viel mehr steckt eigentlich auch nicht in ihm, so dass die Straßenmusikerin Emily für mich die interessantere Figur in diesem Buch war. Schon ihre verschiedenfarbigen Augen lassen sie besonders erscheinen und hinter der Musikerfassade verbirgt sich eine geschickte Programmiererin, die für das mysteriöse Netzwerk „Dark Noise“ arbeitet. Ob es nun glaubhaft ist, dass eine solche Person ein extrem einfaches Passwort zur Sicherung ihrer Daten verwendet, sei dahingestellt.Im Kern geht es in dem Buch aber um eine Sache, die weitaus größer ist als die beiden Protagonisten. Leider wirken dadurch die Einzelschicksale irgendwie unbedeutend, die Figuren bleiben eher blass und auch über den Mann auf dem Video erfährt man leider sehr wenig. Zwischendrin hatte die Geschichte leider auch einige Längen. Ich hatte mir eine spannendere Handlung erhofft, zwischen Pizzaessen und Spaziergängen Zafers verging die Lesezeit dann teilweise doch recht schleppend. Das Ende selbst war für mich eine Überraschung und im Prinzip das Highlight der Geschichte.Das Buch „Dark Noise“ lässt mich als Leser zwiegespalten zurück. Einerseits hat es mir Einblicke in eine völlig fremde Welt voller Überwachung und Manipulation erlaubt, andererseits hat es mich trotzdem nicht wirklich fesseln können. Die Altersempfehlung des Verlages ist für Leser von 14-17 Jahren, ich würde es aber eher als Thriller für eine ältere Zielgruppe einordnen, auch weil die Figuren alle Erwachsene sind.

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  • Dark Noise

    Dark Noise
    nellsche

    nellsche

    24. March 2017 um 17:29

    Zafers Alltag besteht aus seiner Arbeit am PC. Er retuschiert Bilder und Filme für seine diversen Auftraggeber. Seine Wohnung verlässt er so gut wie nie und lässt sich auch sein Essen stets liefern. Eines Tages bekommt er einen Auftrag eines anonymen Absenders mit den Worten “Wie schnell bist du, Zafer?”. Er nimmt die gewünschte Änderung in einem Video innerhalb kürzester Zeit vor, ohne zu ahnen, wo er sich da hinein manövriert. Bei einem seiner seltenen Gänge vor die Tür trifft er auf eine junge Straßenkünstlerin und ist sofort von ihr fasziniert. Doch dann geschehen merkwürdige Dinge …Das Cover finde ich sehr gelungen und die Beschreibung hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Der Schreibstil ist sehr angenehm leicht und daher schnell zu lesen.Der Beginn war sehr interessant und spannend. Ich habe sofort gespürt, dass der anonyme Auftrag nichts Gutes bedeuten kann. Insofern war ich sehr neugierig, was dahinter stecken mag. Zu Beginn war alles noch sehr rätselhaft, auch die Rolle der Straßenmusikerin war noch nicht klar. Und die Frage, was “Dark Noise” bedeuten mag und was damit bezweckt werden soll, hat mich immerzu beschäftigt. Dadurch wurde die Spannung prima gehalten.Ab der zweiten Hälfte hat die Geschichte dann allerdings an Spannung verloren. Hier erhält der Leser viele technische Informationen über Computer, was ich sehr interessant fand. Die sehr gute Recherche liest man sehr deutlich heraus. Allerdings ging das zu Lasten der Spannung. Auch zum Ende hin kam bei mir leider die Spannung zu kurz. Und es gab Aspekte beim Ende, die mir nicht ganz so gut gefallen haben, was aber Geschmackssache sein dürfte.Ich habe es auf jeden Fall nicht bereut, dieses Buch gelesen zu haben. Gerade weil der Geschichte ein aktuelles und sensibles Thema, nämlich die Videoüberwachung öffentlichen Raums, zugrunde liegt, fand ich es lesenswert und auch nachdenklich machend. Ich vergebe 3,5 Sterne.

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  • Gefahr und Macht der Bilder

    Dark Noise
    Tine13

    Tine13

    24. March 2017 um 15:46

    Zafer befindet sich in einer Art Anti-Realitäts-Blase, er ist ein Computer-Freak, lebt von der Bildbearbeitung und nur um Essen herbeischaffen verlässt er ab und an seine Wohnung. Auf solch einer Tour trifft er das Mädchen Emily, eine besonders Begegnung, die ihn geradezu aufweckt, wie er bald feststellen wird!Normalerweise retuschiert Zafer das Werbematerial aus Serien und davon lässt es sich gut leben. Als er eines Abends einen etwas speziellen Auftrag bekommt macht er sich vorerst gar keine großen Gedanken, er soll ein Nummernschild manipulieren. Kurz darauf soll er einen Mann aus einem Überwachungsvideo retuschierten, später einen mann hinzufügen. Das alles ist eine Herausforderung, die Zafer einen gewissen Kick verschafft, also erledigt er den Auftrag ohne groß nachzudenken! Als daraufhin einen ziemlichen Batzen Geld auf seinen Konto landet, fängt er langsam an nachzudenken. Kurz darauf sieht er sein manipuliertes Video im Fernsehen, ein Mord ist geschehen....was hat er da nur getan!?Die Autorin Margit Ruile, greift in ihren Jugendthriller ein sehr aktuelles und spannendes Thema auf. Wie weit darf Überwachung gehen! Wer darf daran Zugriff haben und wie weitreichend kann Bildmaterial verfälscht eigentlich werden. Der Erzählstil, ist meiner Meinung nach sehr geschickt gewählt. Ein zu Beginn Unbekannter beobachtet Zafer aus einer Art User-Perspektive, so als wäre Zafer eigentlich das Konstrukt eines Computerspiels. Dieses Vorgehen gibt dem Roman eine eigentümliche Spannung. Im Laufe der Geschichte lernt man den "Erzähler" dann aber kennen.Den Schreibstil an sich, finde ich flüssig und sehr angenehm zu lesen. Das Ende ist relativ offen (schreit nach Fortsetzung;) doch mit einer recht witzigen Pointe. Eine fesselnde Geschichte mit recht eigenwilligen Charakteren.Als tolle Einstimmung auf das Buch, ist im Moment auch eine kurze Vorgeschichte "Argos sieht alles" kostenlos erhältlich.Ein intelligentes und packendes Buch, genau nach meinem Geschmack:)Wer allerdings einen spannungsgeladenen, rasanten Action-Thriller erwartet, wird damit nicht bedient;)

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