Dark Noise

von Margit Ruile 
3,4 Sterne bei57 Bewertungen
Dark Noise
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Positiv (26):
H

Spannend, geheimnisvoll und schön erzählt

Kritisch (7):
AnnieLovesTheSkys avatar

Fängt vielversprechend an, lässt aber sehr stark nach.

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Inhaltsangabe zu "Dark Noise"

Nicht erst seit Jan Böhmermanns Varoufakis-Video wissen wir, wie gut professionelle Bildbearbeiter unsere Wirklichkeit manipulieren können. Was passiert, wenn Menschen digital einfach ausgelöscht oder ausgetauscht werden? Margit Ruile wirft in ihrem packenden All-Age-Thriller existentielle Fragen unserer Gegenwart auf.

Zafer arbeitet als freiberuflicher Bildretuscheur. Und er ist der Beste. Er kann sogar die Wassertropfen auf einer Sektflasche so täuschend echt nachbilden, dass der Betrachter seiner Filmsequenzen glaubt, er würde sich darin spiegeln. Einen Mann in das Überwachungsvideo einer Tiefgarage einzufügen ist dagegen ein Kinderspiel. Merkwürdig ist nur, dass dieser Auftrag anonym war.
Tage später erkennt Zafer durch Zufall eines seiner Videos in den Nachrichten über einen Journalistenmord wieder. Es zeigt, wie der mutmaßliche Täter den Tatort, eine Tiefgarage, verlässt.
In Wirklichkeit ist der Mann nie dort gewesen. Aber das weiß nur Zafer.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783743202375
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Loewe
Erscheinungsdatum:17.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    zuendegelesens avatar
    zuendegelesenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Potenzial nicht genutzt - eher langweilig
    Potenzial nicht genutzt - eher langweilig

    Meinung

    Mit einem rasanten Start wird der Leser mitten in die Handlung katapultiert. Zafer, der Hauptakteur des Buches erhält einen anonymen Auftrag und am nächsten Tag betrachtet er sein Werk im Fernsehen im Zusammenhang mit einem Journalistenmord. Nur er und der Leser kennen die Wahrheit. Zafer erhält für seine Arbeit eine ordentliche Summe Geld und einen neuen Auftrag, für den er ebenfalls eine deutlich höhere Summe Geld bekommt. Es ist erstaunlich, dass er sich wegen der Aufträge wundert, aber keine weiteren Fragen an sein Handeln stellt. Was ist Zafers Motivation?

    Seine introvertierte Persönlichkeit erleichtert es beim Lesen nicht gerade, ein positives Bild von ihm zu gewinnen. Er scheint nicht mal annähernd in der Lage zu sein eine halbwegs vernünftige Konversation mit einem anderen Menschen zu führen. Für ihn zählen seine kleinen „Monster“, die er während seiner Arbeit erschafft. Diese „Monster“ platziert er dann in einer Fernsehsendung, die er retuschiert.

    Als die Handlung etwas brenzlig wird und ein nicht identifizierbarer Erzähler das Ruder übernimmt, bremst sich die Geschichte total aus: Woher kommt dieser Erzähler und wer ist das? Ich dachte die ganze Zeit, es handelt sich dabei um seinen Auftraggeber Laurin, das hielt ich dann doch eher für unwahrscheinlich. Das Problem ist nämlich, dass schon kurz darauf erneut eine neue Stimme auftaucht. Emily ist ein Mädchen, dem Zafer zufällig auf der Straße begegnet. Ihre Begegnung bleibt allerdings nicht ohne Folgen. Emily stellt fest, dass Zafer etwas mit Argos zu tun hat. Also ist er automatisch ihr Feind. Argos ist ein großes Sicherheitsunternehmen in der Stadt, das für die Überwachung des öffentlichen Raumes zuständig ist. In sämtlichen Straßenlaternen und Ecken befinden sich Überwachungskameras mit Gesichtserkennungssoftware. Emily selbst gehört zu Dark Noise, eine Untergrundorganisation, die sich zum Ziel gemacht hat, gegen Argos zu kämpfen. Durch Emily lernt man die Kehrseite kennen und findet ein wenig mehr zu dem Unternehmen heraus und zu den Hintergrundmännern bei Argos und Dark Noise. Genau das zieht sich dann über 300 Seiten hinweg.

    Der rasante Einstieg passt zu der Geschichte, es ist auch in Ordnung, dass erst mal vieles offen bleibt. Es ist nur schwierig, wenn Erzähler wechseln und es dann schwierig wird, der Handlung noch zu folgen. Mir ist irgendwie nicht ganz klar gewesen, welche der Figuren jetzt genau im Fokus steht und aus welchem Grund. Lediglich der Konflikt zwischen dem Unternehmen und der Untergrundorganisation zog sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. In den letzten 100 Seiten der Geschichte „klärt“ sich die Handlung ein wenig, doch bleiben viele Fragen noch offen und damit ist die Auflösung der Geschichte auch nicht sonderlich zufriedenstellend.

     

    Fazit

    »Dark Noise« hat aufgrund seiner aktuellen Thematik wie der künstlichen Intelligenz, die permanente Überwachung des öffentlichen Raumes und dem Datenschutz ein großes Potenzial. Allerdings wird das nicht genutzt und das führt dazu, dass das Buch eher langweilig und lieblos daherkommt. Aus dieser Grundlage wäre deutlich mehr herauszuholen gewesen, und wenn ich an die Zielgruppe denke, hätte es deutlich informativer sein können.

    Ich danke dem Loewe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Für zwischendurch noch ok, aber richtig vom Hocker gehauen hat mich der Überwachungsthriller nicht.
    Für zwischendurch ok

    Zafers ganze Welt besteht aus Computern und Pixeln. Ein typischer Nerd, der nur daheim hockt und sich von Pizza ernährt - aber dafür ein genialer Bildretuscheur. Eines Tages wird er von dem mysteriösen Laurin kontaktiert, für den er Überwachungsvideos fälschen soll. Beispielsweise einen Mann einfach in ein Parkhaus setzen. Ein äußerst lukrativer Auftrag, doch genau dieses Video taucht kurz darauf in den Nachrichten auf - in Zusammenhang mit einem Journalistenmord. Und nur Zafer weiß, dass der mutmaßliche Täter nie am Tatort war. Schon bald gerät sein Leben aus den Fugen.

    "Dark Noise" stammt aus der Feder der deutschen Autorin Margit Ruile, deren Roman "Deleted: Traue niemandem" mir ganz gut gefallen hat. Ihre neue Geschichte konnte mich allerdings nicht so recht überzeugen.

    Alles dreht sich hier um die totale Überwachung und die damit einhergehenden Gefahren. Ein Thema, was jetzt nicht gerade neu ist und mich daher auch nicht vom Hocker gerissen hat. Einerseits haben wir hier die mächtige Firma Argos, welche mit ihren allgegenwärtigen Kameras die Bewohner auf Schritt und Tritt verfolgt. Dass es dabei nicht ganz legal zugeht und Dinge manipuliert werden können, stellt jetzt keine große Überraschung dar. Auf der anderen Seite steht Dark Noise, eine geheime Untergrundorganisation, deren Ziel es ist, die Machenschaften von Argos aufzudecken. Noch ahnt Protagonist Zafer nicht, dass er bald zwischen die beiden Fronten gerät und sich entscheiden muss.

    Das Ganze liest sich recht flüssig und die knapp 300 Seiten hat man schnell durch. Mehrere Perspektiven wechseln sich dabei ab: Zafer in der 3. Person, Straßenmusikerin Emily als Ich-Erzählerin sowie eine mysteriöse dritte Stimme, die gelegentlich kommentiert und beobachtet. Richtig sympathisch wurde mir allerdings keine Figur. Die Spannung hält sich ebenfalls in Grenzen - von Thriller keine Spur. Was die Liebesgeschichte angeht, gibt es zwar ein paar Andeutungen, die aber nicht weiter vertieft werden. Auch andere Aspekte wie der Mordfall verlaufen später im Sande. Obendrein wirken einige Sachen doch sehr unglaubwürdig. Das betrifft auch den Showdown, der mir etwas zu schnell abgehandelt wird. Realität und Manipulation vermischen sich schließlich und sorgen für leichte Verwirrung, zumindest bei mir. Ein Ende, das man mögen muss.

    Insgesamt kann ich daher "Dark Noise" nur sehr eingeschränkt empfehlen. Ein durchaus interessantes und aktuelles Thema, das jedoch in seiner Umsetzung etwas schwächelt. Für zwischendurch aber noch ok, daher knappe 3 Sterne von mir.

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    Hermionevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend, geheimnisvoll und schön erzählt
    Geheimnisvolles Dunkles Rauschen

    Dark Noise habe ich auf Empfehlung meiner Buchhändlerin gekauft und fand es superschön. Es ist ziemlich vielschichtig, so dass man einiges zweimal lesen kann und dabei wieder eine interessante Kleinigkeit findet. Die Erzählperspektive ist außergewöhnlich und ich mochte vor allem den schönen Schreibstil und die Hauptcharaktere, die sehr echt wirkten.

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    Nisniss avatar
    Nisnisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fesselnder, geheimnisvoller Jugendthriller in harmonischer Sprache
    Bilder des Schicksals

    Der junge Computer-Nerd Zafer lebt gewollt zurückgezogen in seiner eigenen Welt, denn die Wirklichkeit, die er stets auf Distanz hält, ist im zu laut und zu bunt. Sein Geld verdient er durch die Bearbeitung von Bildsequenzen in Filmen und Doku-Soaps, aus denen er beispielweise Werbungen retuschiert.

    Eines Tages erhält er den anonymen Auftrag, mit knapper Zeitvorgabe, einen Mann in ein Überwachungsvideo einer Tiefgarage einzufügen. Wenige Tage später erkennt er den Mann in den Nachrichten wieder und ist entsetzt, dass man diesen für den mutmaßlichen Täter eines Journalistenmordes hält.

    Zafer weiß, dass der Verdächtige auf dem Überwachungsvideo nie wirklich in der Tiefgarage war.

    Die Autorin:

    Margit Ruile wurde 1967 in Augsburg geboren. Sie studierte an der Münchner Filmhochschule, wo sie nach ihrem Abschluss mehr als zehn Jahre in der Lehre tätig war, drehte Dokumentationen und arbeitete als Drehbuchlektorin.

    Auch das Geschichtenerzählen lernte sie zuerst beim Film. Später fand sie dann heraus, dass Schreiben sich anfühlt wie im Schneideraum zu sitzen - mit dem riesengroßen Vorteil, dass man die fehlenden Szenen nicht nachdrehen muss, sondern einfach erfinden kann.
    Margit Ruile lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in München. (Quelle: Loewe Verlag)

    Reflektionen:

    Als All-Age-Thriller habe ich Dark Noise definitiv nicht empfinden können, aber als Jugend-Thriller im Jugendbuchsegment finde ich ihn gut platziert.

    Dark Noise zeigt auf wie manipulativ unsere visuellen Wahrnehmungen sind. In der fiktiven Geschichte von Dark Noise sind es hoch intelligente Menschen, die ihre Gier nach Macht und persönlichen, wirtschaftlichen Interessen skrupellos über alles stellen. Wie weit darf Überwachung gehen und was ist echt und was fake? Der Bezug zur realen Welt ist damit hergestellt und kann durchaus gesellschaftskritisch betrachtet werden.

    Margit Ruile erzählt eine sprachlich klangvolle Geschichte. Sie formuliert sanft und harmonisch und, sie bedient sich dabei einer angenehm klaren Sprache, die es jedem Leser ermöglicht, von leichter Hand in die Geschichte abzutauchen.

    Obwohl ich selten Jugendromane lese, habe ich es diesmal sehr genossen auf eine ruhigere, aber dennoch bestimmende und fesselnde Weise unterhalten zu werden. Margit Ruile gelingt es spielend leicht eine geheimnisvolle Stimmung aufrecht zu erhalten, bis die letzte Seite gelesen ist.

    Bereits nach den ersten gelesenen Seiten geschieht ein Mord. Unblutig und ohne jedes erläuternde Detail gelingt es der Autorin von da an eine Grundspannung aufzubauen. Diese hält sich eine Zeitlang, aber um mich persönlich mit Spannung zu fesseln bedarf es etwas mehr. Spannungshöhepunkte blitzten immer mal wieder auf, ich genoss diese auch, aber eine gleichbleibend knisternde Spannung konnte ich nicht empfinden. Trotzdem entwickelt die Geschichte einen Sog, der der rätselhaften und geheimnisvollen Stimmung und den interessant gezeichneten Charakteren zuzuschreiben ist.

    Besonders gut hat mir die Zeichnung des jungen Protagonisten Zafer gefallen, der sich im Laufe der Geschichte zum ersten Mal verliebt. Er ist Computer-Nerd, bearbeitet Bildsequenzen in Filmen und Videos und er erhält seine Aufträge online. Er hasst es sich artikulieren zu müssen und lebt deshalb gewollt zurückgezogen. Er hält zur wirklichen Welt eine Distanz, da sie ihm zu laut und zu bunt erscheint und er bezeichnet alle, außer sich selbst, als Menschen in der Sonne. Nur manchmal wird er aus seiner Welt gerissen, wenn seine kleine Schwester Lebendigkeit mit in seine einfache Wohnung weht. Doch als die Geschichte um Dark Noise beginnt, muss er sich hinauswagen.

    Dieser Jugend-Thriller ist mal heiß und mal kalt und so gegensätzlich zu bewerten wie Feuer und Eis. Dark Noise ist sprachlich harmonisch, fast anmutig und geheimnisvoll fesselnd. Aber, er ist nicht mit ausreichend knisternder Spannung gesegnet.

    Die Auflösung überraschte durch interessant inszenierte Wendungen und Inhalte, aber es blieb auch etwas Leere in mir zurück, die ich gern mit einem intensiveren Showdown befüllt gesehen hätte.

    Fazit und Bewertung.

    Dieser Jugend-Thriller ist mal heiß und mal kalt und so gegensätzlich zu bewerten wie Feuer und Eis. Dark Noise ist sprachlich harmonisch, fast anmutig und geheimnisvoll fesselnd. Aber, er ist nicht mit ausreichend knisternder Spannung gesegnet.

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    BuechersuechtigesHerzs avatar
    BuechersuechtigesHerzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: ...trotzdem gebe ich eine Empfehlung speziell für Fans von Überwachungstheorien, sowie deren Auswirkungen.
    ...trotzdem gebe ich eine Empfehlung speziell für Fans von Überwachungstheorien!





    Zafer ist der Beste seines Fachs. Er ist Bildretuscheur und verbringt die meiste Zeit vor seinem Computer. Eines Tages bekommt er von LAURIN per E-Mail den Auftrag das Kennzeichen eines Autos unkenntlich zu machen. Ein Kinderspiel für Zafer. Für seine Arbeit wird er prompt mit einer ordentlichen Bezahlung belohnt und der nächste Auftrag lässt nicht lange auf sich warten. Doch das Problem an der ganzen Sache ist, dass es sich bei den Videos um die einer Überwachungskamera handelt und ohne es zu merken gerät Zafer in einen Mordfall.
    Das Cover macht neugierig auf das Buch, lässt aber für meinen Geschmack nicht viel Raum für einen hinsichtlich der Story naheliegenden Vorgeschmack auf das, was kommen könnte. Kurz gesagt, ich konnte zwischen Cover und Geschichte keine Verbindung herstellen.Der Einstieg war dann aber recht gut und man wurde direkt in das Geschehen hineingeworfen. Zum Schreibstil des Autors kann ich nur sagen, dass er gut verständlich ist und somit für einen ordentlichen Lesefluss sorgt. Die Handlung ist an sich gut strukturiert. Nur manchmal kamen Passagen, bei denen ich mich fragte, was diese hier zu suchen haben, weil sie irgendwie nicht zur Geschichte passten oder keinen Einfluss darauf hatten. Aber davon gab es zum Glück nicht besonders viele. Die Charaktere passen gut zur Story, doch es fehlte ihnen an Tiefe, ich konnte keine Sympathien aufbauen.. Ich hatte das Gefühl, dass die Story an sich mehr im Mittelpunkt steht. Die Idee der Geschichte, dass wir überall von Kameras a la CCTV aufgenommen werden und jederzeit lokalisiert werden können, ist schon befremdlich und gibt Denkanstöße, was vielleicht jetzt auch schon Realität ist.  Nach etwa Zweidrittel des Buches gab es für mich den entscheidenden Wendepunkt und es wurde nochmal spannend. Dies hielt aber nur kurz an, denn zum Ende hin wurde alles aufgelöst.Alles in allem konnte mich dieses Buch nicht vollends überzeugen, da mir zu wenig Tiefe in der Story lag. Die Idee an sich ist gut, hätte aber meiner Meinung nach besser umgesetzt werden können. 
    Ein eher durchschnittliches Buch, dem es jedoch an Tiefe fehlt. Trotzdem gebe ich eine Empfehlung speziell für Fans von Überwachungstheorien, sowie deren Auswirkungen. 



    Rockt sein Herz mit 3 von 5 Punkten!

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    Seelenlesezeichens avatar
    Seelenlesezeichenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wirklich gute Umsetzung des Themas
    Spannend und fesselnd

    Meine Meinung 


    Der Einstieg in das Buch ist mir etwas schwer gefallen, was daran gelegen hat, dass man als Leser überhaupt nicht wusste, wer genau die Situation gerade beschreibt und auch von welcher Situation der Erzähler gerade redet. Trotzdem wollte ich das Buch unbedingt weiter lesen, weil mich der Klappentext wirklich sehr neugierig gemacht hat. Und nach ein paar Seiten konnte man als Leser dann aber doch besser durchblicken und wusste auch wovon die Rede war und das Buch wurde wirklich spannend und hat mich total gefesselt. 


    Zafer, den Protagonisten lernt man als zurückgezogenen, jungen Mann kennen, welcher seine Zeit eigentlich nur in seiner dunklen Wohnung an seinem Computer verbringt. Essen bestellt er sich am liebsten per E-Mail bei einer Pizzeria und auch sonst hat er nicht wirklich soziale Kontakte und er legt auch keinen großen Wert darauf welche zu haben. Für Zafer gibt es eigentlich nur seinen Job, er bearbeitet gerade eine Serie, bekommt dann aber auch noch einen anderen Auftrag, mit welchem eigentlich alles beginnt. Zu Beginn der Geschichte lernt Zafer Emily kennen, welche in der Stadt mit ihrer Gitarre singt. Die beiden verstehen sich auf anhieb relativ gut, da beide etwas „anders“ sind. Im Laufe des Buches lernt man Emily ein bisschen besser kennen, dies aber dennoch nur sehr oberflächlich. Genauso ist es bei Zafer, im Laufe der Geschichte erfährt man über ihn relativ wenig, was ich sehr schade finde. Ich persönlich hätte gerne etwas mehr über die Protagonisten und auch ihre eigene Geschichte erfahren. 


    Ich, als Leser konnte mich durch die detaillierte Schreibweise der Autorin sehr gut in die Situation hineinversetzen. Und auch nach dem Lesen hat das Buch mich nicht losgelassen, ganz im Gegenteil. Die Technik wird immer moderner und eigentlich sollte das nur ein Vorteil für uns sein, aber ist es das wirklich? Nach dem Lesen von „Dark Noise“ bin ich mir da nicht mehr wirklich sicher. „Dark Noise“ hat mir gezeigt, dass die moderne Technik, welche für uns helfen und auch schützen soll, auch ausgenutzt und gegen uns verwendet werden kann. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob die moderne Technik wirklich ein Segen ist oder ob sie auch eine Katastrophe bedeuten kann. 


    Margit Ruile hat ein Thema der Zukunft sehr gut aufgegriffen und die Idee der Geschichte wirklich sehr gut und auch spannend umgesetzt. 


    Auch wirklich gut gefallen hat mir, dass im Buch die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten nicht im Mittelpunkt stand. 


    Fazit


    „Dark Noise“ ist ein wirklich sehr gelungener Thriller, welcher mich gefesselt und auch lange nach dem Ende nicht mehr losgelassen hat. Schade fand ich, wie oben schon genannt, dass man als Leser leider sehr wenige Informationen über Zafer und auch Emily bekommen hat und auch das der Anfang des Buches etwas verwirrend war. Trotzdem kann ich das Buch, wirklich empfehlen und gebe dem Buch 4/5 Punkte. 

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    S
    sonnauvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mit gefiel der Titel, darum habe ich Dark Noise gelesen. Eine Entdeckung! Geschichte, Zafer und Emily, Atmosphäre - alles einfach großartig!
    Eine Entdeckung!


    Mir hat der Titel des Buches gefallen und so habe ich Dark Noise gelesen. Für mich ist es eine Entdeckung. Mir gefällt die Story, Zafer kann ich förmlich vor mir sehen: Da sitzt er in seiner vernachlässigten Wohnung an seinem Rechner, macht seinen einsamen Job und kann mit Computern deutlich besser umgehen als mit Menschen. Dann trifft er Emily und er entdeckt die Sehnsucht. Dafür muss er raus in die Welt. Zunächst kann er sich noch in der Dunkelheit der Nacht verstecken, aber er muss schon mehr wagen.


    Margit Ruile erschafft in ihrem Buch eine tolle Atmosphäre, die Geschichte fesselt und Zafer und Emily kamen mir richtig nahe.
    Ich finde Buch und Story zudem gut recherchiert. Mich haben unter anderem die Passagen über frühe Computer und ihre Entwicklung sehr fasziniert.
    Ich kann Dark Noise absolut empfehlen, ich hab's sehr gerne gelesen.



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    KleinerVampirs avatar
    KleinerVampirvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Selten ein so konfuses und nichtssagendes Buch gelesen... tut mir leid, aber Thriller ist weit davon entfernt. Für mich: ein Flop.
    Dark Noise

    Buchinhalt:

    Zafer arbeitet für eine Filmfirma und retuschiert Schleichwerbung in einer Daily Soap. Eines Tages erhält er eine merkwürdige, anonyme Botschaft und ein Überwachungsvideo über das Internet. Er soll eine ihm fremde Person in das Bildmaterial einfügen. Zafer tut dies und erkennt bald: die eingefügte Person ist nun Hauptverdächtiger in einem Mordfall…

     

    Persönlicher Eindruck:

    Von Frau Ruile kannte ich bislang nur ein Kinderbuch und ging daher völlig neutral an diese Lektüre, die einen Jugendthriller mit spannender Krimihandlung versprach. Leider wurde ich maßlos enttäuscht – auch nach fast 300 Seiten kann ich nicht sagen, was für eine Handlung der Roman überhaupt hat.

    Generell lässt sich sagen, dass der Leser hier ins Hackermilieu eintaucht, in eine Welt voller Computernerds mit reichlich illegalem Touch. Die Frage, wie weit Bilder die Wahrheit abbilden oder von bösen Menschen manipuliert werden können, ist ebenso ein Thema wie eine Art „Untergrund-Rebellentum“.

    Das Buch beinhaltet zwei verschiedene Erzählstränge: Zafer und Emily. Wobei schon zu Beginn der Erzähler darauf hinweist, dass Zafer vielleicht ebenso nur eine Manipulation sein könnte und somit nicht wirklich existent. Was soll das? Hier geht die Abstrusität der (vermeintlichen) Handlung bereits los und das soll nicht das einzige sein, das dem vernünftig denkenden Leser sauer aufstößt.

    Die Figuren sind allesamt flach, blass und austauschbar – ich kann nicht sagen, wer welchen Sinn und Aufgabe in dem Gesamtgefüge hat. Die Charaktere haben für mich keinerlei Identifikationspotential und auch die so angepriesene „Thrillerhandlung“ erweckte in mir nur ein müdes Gähnen.

    Schade, aber ich kann beim besten Willen keine Handlung festmachen. Das einzige, was ich am Schluß mitnahm, war, dass der Roman sich im Hackermilieu bewegte. Ich weiß nicht, warum Zafer tut, was er tut (wenn man davon ausgeht, dass Geld nicht der einzige Grund ist, sich auf anonyme Auftraggeber mit fragwürdigen Aufträgen einzulassen), ebenso wenig weiß ich, was sich Emily davon verspricht, bei „Dark Noise“ zu hacken.

    Nein, das war ein Flop und schade um die vertane Zeit. Ein fades Buch, das mich auf 300 Seiten absolut nur gelangweilt hat und nichts Bleibendes hinterlässt. Keine Leseempfehlung, es lohnt sich einfach nicht.

    Kommentare: 4
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    dieFlos avatar
    dieFlovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: spannend, beängstigend - ein genialer Jugendroman
    Computerwelt

    Zafer - ein junger Mann, der im Verborgenen lebt. Verborgen in seiner spärlich möblierten Wohnung, wo jegliche Wärme fehlt, verborgen hinter seinem Rechner, der ihm den Halt bietet, der wo anders fehlte. Er ist gut am Rechner, verdammt gut und er lebt davon. Er verändert Bilddatein, meist für Werbefirmen, doch dann bekommt er einen anderen Auftrag. Ein Nummernschild soll verschwinden, er bekommt eine Stunde - für ihn kein Problem. Die Entlohnung entlockt ihm ein Staunen und schon ist er drin, drin in einem Strudel, der ihn Dinge ändern lässt, die man nicht ändern sollte.


    In der Geschichte begegnet ihm eine junge Frau, die ihn fasziniert. Was er nicht weiß, dass sie genau auf der anderen Seite steht. Sie kämpft gegen Leute, wie ihn, die Bilder retuschieren ....


    Wie und ob oder auch warum sie gegeneinander spielen, was sie verbinden wird - das alles kann man nur erfahren, wenn man das Buch liest. Mich hat die Geschichte auf der einen Seite begeistert, auf der anderen schockiert, weil es so glaubhaft erscheint, so real in unserer moderen Welt - hoffen wir, dass es niemals passiert.


    Das Ende war ein bisschen unklar, ich kann mir nicht wirklich vorstellen, warum Emiliy auf einmal sterben soll ... vielleicht sehen das andere Leser aber ganz anders. Auf alle Fälle ein sehr spannendes Thema und eine Leseempfehlung von mir.

    Kommentare: 2
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    Blausterns avatar
    Blausternvor 2 Jahren
    Dark Noise

    Zafer sitzt am liebsten zu Hause und verlässt nur selten seine Wohnung im Hinterhaus. Höchstens, um mal etwas Essbares zu besorgen. Obwohl, da gibt es ja auch den Online-Pizzadienst. Er ist Computergenie und lebt ganz gut von seiner Arbeit als Bildretuscheur. Meistens ist er für die Werbung oder für Soaps tätig und beherrscht diese Tätigkeit perfekt und schnell, so gut wie kein anderer auf diesem Gebiet. Das sich wohl auch in gewissen Kreisen rumgesprochen, denn eines Tages bekommt er einen etwas anderen Auftrag, der ihn reizt, auch wenn er anonym ist. Das Geld fließt mehr denn je, und Zafer bearbeitet das Überwachungsvideo, indem er einen Mann ausschneidet und einen anderen einfügt. Erst als er genau dieses Video in den Nachrichten wiedersieht und erfährt, dass es um einen Mord an einen Journalisten geht, wacht er auf. Doch da ist es schon zu spät.
    Ein ganz aktuelles Thema spricht dieser Jugendthriller an. Wieweit darf die Überwachung gehen? Kann man überhaupt solch ein Bild- bzw. Videomaterial vor Gericht verwenden? Denn wie es aussieht, benötigt man nur eine Spezialkraft und der Mörder läuft weiterhin frei rum, während ein Unschuldiger für ihn einsitzt. Das alles regt doch sehr zum Nachdenken an. Anfangs gibt es einen recht ungewöhnlichen Erzählstil, denn ein Unbekannter beschreibt die Sicht auf Zafer. Das ist recht spannend. Später wird dieser bekannt und die Handlung etwas lahm und durchsichtig und manchmal nicht ganz nachvollziehbar. Trotzdem sorgt das Buch für gute Unterhaltung, und der Schreibstil liest sich flüssig.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    M

    Zusammen mit dem Loewe Verlag verlose ich 20 Exemplare meines neuen All-Age-Thrillers „Dark Noise“!

    Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe LovelyBooks-Community,

    was ist echt – was ist falsch? Zum Thema Fake News und Manipulation würde ich gerne mit Euch zusammen meinen neuen Roman „Dark Noise“ diskutieren. Er handelt von Zafer, einem menschenscheuen Videobearbeiter, und Emily, einer Straßenmusikerin. Beide sind aber nicht das, was sie scheinen und stehen jeweils auf unterschiedlichen Seiten.
    "Dark Noise" ist ein Thriller, eine Liebesgeschichte und ein „Film Noir“, inspiriert von einem meiner Lieblingssongs: „Sound of Silence“. Werft hier gleich einen Blick in die Leseprobe: 

    http://www.loewe-verlag.de/_files_media/leseproben/8043.pdf)

    Und nun meine Frage: Habt ihr einen Song/ein Lied, von dem ihr glaubt, es würde ein gutes Buch abgeben? Ich freue mich auf Eure Beiträge!

    Beantwortet die Frage und ihr habt die Chance auf 1 von 20 Exemplaren von „Dark Noise“. Die Bewerbungsfrist endet am 01.03.17.

     Die Vorgeschichte zu „Dark Noise“ gibt es übrigens für kurze Zeit kostenlos als eBook zum Download: http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/dark_noise_argos_sieht_alles-8233/

     Bitte beachtet die LovelyBooks-Richtlinien zur Teilnahme an Leserunden und Buchverlosungen!  https://www.lovelybooks.de/info/richtlinien-lr-bv/)

    Ich drücke die Daumen und freue mich auf die Leserunde mit euch!

    Wildponys avatar
    Letzter Beitrag von  Wildponyvor 2 Jahren
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