Deleted

von Margit Ruile 
4,3 Sterne bei39 Bewertungen
Deleted
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"Deleted" ist eine Geschichte, die man meiner Meinung nach unbedingt gelesen haben sollte. Die Story ist so interessant & nervenaufreibend.

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Lesenswerter SF-Thriller, der hoffentlich nie Wirklichkeit wird.

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Inhaltsangabe zu "Deleted"

Berlin 2034. Die Gesellschaft hat sich mehr und mehr in Richtung Technikabhängigkeit
entwickelt. Jeder bekommt von Geburt an einen „Slave“ an die Seite gestellt –
ein kleines Hologramm im Smartphone des Besitzers. Der Slave regelt nicht nur
den Terminkalender, überwacht die körperliche Gesundheit, ist Nachhilfelehrer
und Alltagscoach – er bietet auch Zugriff auf zahlreiche Kameras in der Stadt. Als
der 14-jährige Ben die ständige Überwachung infrage stellt, wird ihm von einer
geheimen Organisation ein Computerprogramm zugespielt, mit dem er seinen
Slave auslöscht. Doch je mehr Ben herausfindet, desto gefährlicher wird es für ihn …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783845806396
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Ars Edition
Erscheinungsdatum:31.03.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Estrelass avatar
    Estrelasvor einem Jahr
    Hey Slave

    In einer nahen Zukunft werden die Menschen von Slaves unterhalten, unterstützt, überwacht. Diese digitalen Figuren, die jeder aus einem Armband heraus projizieren kann, erfassen jedes Telefonat, jeden Schritt, jede Körperfunktion. Doch es gibt eine Gruppe, die aus der digitalen Überwachung ausbrechen will. Diese Dystopie wirkt ganz realistisch, schließlich kennen wir bereits Fitnesstracker und virtuelle Helferlein; noch dazu spielt der Roman in Deutschland. Besonders ist außerdem die Darstellung des Ich-Erzählers Ben, der handschriftlich die vergangenen Entwicklungen für die Nachwelt festhält. Auf diesem Weg spricht er den Leser direkt an und erklärt ihm Technologien seiner Zeit für den zukünftigen Leser. So entsteht eine spannende Geschichte, die ruhig noch hätte fortgeführt werden können. "Deleted" begleitet jugendliche Protagonisten, ist aber auch für Erwachsene eine unterhaltsame Lektüre, die anregt, darüber nachzudenken, wie viel wir von uns preisgeben wollen.

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    NickyMohinis avatar
    NickyMohinivor einem Jahr
    Kurzmeinung: "Deleted" ist eine Geschichte, die man meiner Meinung nach unbedingt gelesen haben sollte. Die Story ist so interessant & nervenaufreibend.
    Spannend, geheimnisvoll und fulminant.

    "Deleted" ist eine packende und auch Angst einflößende Dystopie, die zum Nachdenken anregt.

    Ben und seine Familie führen ein normales Leben, zumindest so normal, wie es 2034 in Berlin sein kann. Im Alltag wird fast jeder Mensch von einem Slave unterstützt, einer Hologramm-Figur, die beim Lernen hilft, Dinge recherchiert, Termine plant und immer da ist, wenn man jemanden benötigt. Bens Slave Sakar ist besonders. Er hat sogar Zugriff auf die Kameras in der Stadt, was sehr sonderbar ist. Als Ben durch eine Kamera etwas ungewöhnliches entdeckt, gerät er an eine Organisation, die sich die "Falschen Freunde" nennt. Um der Gruppe beizutreten, soll Ben Sakar löschen. Schweren Herzens entscheidet sich Ben dafür. Kurz darauf wird er an der Akademie aufgenommen, an der nur hochintelligente Jugendliche unterrichtet werden. Dort trifft er auf Lennart, Jonas und Zoe. Doch etwas scheint nicht zu stimmen. Alles ist so geheimnisvoll und mysteriös. Vor allem als Jonas nach einer Diskussion im Unterricht plötzlich verschwindet, fragt Ben sich, wer die Guten und wer die Bösen sind und vor allem, wem kann er noch trauen?

    Das Cover zeigt das Gesicht eines Jugendlichen. Auf der linken Seite ist es normal zu erkennen, auf der rechten Seite wirkt es verzerrt, als würde man gerade ein Bild auf dem Computer löschen.

    Ben ist anfangs ein ganz normaler Junge. Doch mit Beginn der Geschichte schlittert er in eine Welt, in der nichts ist, wie es scheint. Seine Gedanken und Gefühle sind zwiegespalten, er ist hin und hergerissen. Er durchlebt eine Achterbahn der Gefühle. Ben ist mutig und wächst über sich hinaus.

    Sakar ist ein außergewöhnlicher Slave. Er ist unnahbar und tut nicht unbedingt immer das, was er offiziell soll, was ihn sehr interessant macht. Sakar hat auch seine witzigen Seiten, obwohl man ihm dies nicht zutraut.

    Zoe ist absolut perfekt. Sie macht alles richtig, sagt immer das Richtige und kann mit jeder Situation umgehen. Das ist zumindest das, was sie nach außen hin ausstrahlt.

    Lennart ist sehr schwer einzuschätzen. Man kann ihn in keine Schublade stecken und in manchen Momenten kann er einem sogar Angst machen.

    Jonas ist schlau und scheut sich nicht vor unangenehmen Diskussionen. Er wirkt sehr zurückhaltend aber doch sehr freundlich.

    Spannend, geheimnisvoll und fulminant. "Deleted" ist eine Geschichte, die man meiner Meinung nach unbedingt gelesen haben sollte. Die Story ist so interessant und nervenaufreibend. Ich hoffe nur, dass sich unsere Welt nicht so entwickeln wird, aber das Buch ist so realistisch geschrieben, dass ich es mir vorstellen könnte.

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    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor 2 Jahren
    Hochspannend und toll geschrieben

    Inhalt: 

    Etwa 20 Jahre in der Zukunft. Die Technik hat sich weiterentwickelt. Das Internet ist out, mittlerweile gibt es die SEA. Alle Menschen sind damit verbunden, alles wird überwacht. 

    Jedes Kind bekommt von Anfang an ein E-Brace, das seinen virtuellen Slave enthält, der ihn in allem zu Diensten ist - quasi eine extreme Weiterentwicklung der heutigen Unterstützungsdienste der uns heute bekannten Internetriesen.

    Die Verbrechen sind extrem zurückgegangen, denn alles wird mit Kameras überwacht und aufgezeichnet. Doch das ganze hat auch Schattenseiten. 

    Kurz bevor Ben auf die Eliteakademie kommt, hat er eine merkwürdige Erfahrung mit einem Jungen, der offensichtlich das komplexe Netz austrickst und Schlupflöcher in der SEA benutzt, um mit Ben Kontakt aufzunehmen.

    An der Akademie trifft Ben auf weitere Menschen, die SEA kritisch hinterfragen. Doch trotz aller Vorsicht kommt man ihnen auf die Schliche - und Ben und seine Freunde merken, dass sie sich mit einem recht mächtigen Feind angelegt haben.

    Doch welche Rolle spielen die Slaves bei dieser Geschichte? Ben scheint es fast so, als wäre sein Slave Sakar anders als die übrigen virtuellen "Freunde" - als habe er einen eigenen Willen....


    Beurteilung 

    Als ich den Titel des Buchs gesehen habe, war es schon passiert. Leser meines Blogs wissen ja, dass ich auf solche Geschichten total stehe, wenn es um Visionen unserer technischen Zukunft geht und auf Stories, in denen wir in Zukunft komplett vom Netz "verschluckt" werden.

    Auch in Deleted wird eine sehr spannende Zukunft gesponnen, die gar nicht so unwahrscheinlich erscheint - wenn man aufmerksam Werbung schaut, bewegen wir uns momentan sogar ziemlich haargenau in Richtung der hier ausgemalten Zukunft, zumindest in Bezug auf die Internetnutzung. 

    Das Buch ist supergeschrieben und locker an einem Nachmittag weginhaliert, weil man es einfach nicht zur Seite legen kann, so spannend ist es geschrieben, da man am Anfang gleich mit der Situation des Protagonisten Ben am Ende der Geschichte konfrontiert wird, ohne zu erfahren was eigentlich passiert ist. 

    Typische Jugendbuchklischees werden natürlich bedient - die Protagonisten sind Jugendliche, und der Hauptschauplatz ist eine Schule. Hatte man natürlich alles schon, aber macht ja nichts und gehört zu dieser Art Lektüre eben dazu. 

    Abgesehen von Ben geht es auch noch um seine Mitschüler Lennart und Zoe, und auch die anderen Nebendarsteller, vor allem der Lehrer Korowski, sind sehr interessant dargestellt. 

    Zur Auflockerung entlockt die Beschreibung der Slaves dem Leser sicherlich ab und zu ein Schmunzeln - diese sind sehr auf ihre Besitzer abgestimmt, vom Würfel über Orks, Mafiosis und berühmte Sängerinnen ist alles zu haben. Sie haben ihre eigenen Persönlichkeiten und wecken in mir als Leser trotz allem das Begehren, auch so eine Spielerei zu haben.

    Kurzum, Deleted ist eine tolle Geschichte, hochspannend, gut ausgearbeitete Charaktere, sehr aktueller Bezug, hat alles was ein gutes Jugendbuch haben muss, und ist ruckzuck weggelesen - bekommt daher von mir auch 5 von 5 Sternchen.

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    SaintGermains avatar
    SaintGermainvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Lesenswerter SF-Thriller, der hoffentlich nie Wirklichkeit wird.
    Falsche Freunde in einer erschreckenden nahen Zukunft

    In naher Zukunft trägt jeder ein Armband und wird überwacht. Plötzlich wird Ben von einem Jungen angesprochen, der ihm helfen will, frei zu sein und zur Gruppe "Falsche Freunde" gehört. Doch zeigt sich, dass nicht alles so ist wie es scheint.

    Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht, es ist auffällig und passt perfekt zum Buch.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Spannung wird schnell aufgebaut und flaut das ganze Buch über nicht ab, die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, ebenso die Orte.

    Immer wieder musste ich bei diesem Buch daran denken, wie nahe an der Wirklichkeit wir dem dargebotenen Szenario bereits sind bzw. wann so etwas wohl eintreffen wird.

    Das Buch wird in der Ich-Form erzählt und dies als Tagebucheintrag, wo Ben die Vergangenheit und auch die Gegenwart erzählt.

    Diese spannende Erzählungsweise konnte mich in diesem Buch besonders fesseln.

    Leider kam das Ende des Buches viel zu früh. Es bleibt Raum für eine Fortsetzung. Wenn es diese geben sollte, ist es gut gemacht, sonst wäre das Ende für mich etwas zu offen und zu enttäuschend. Deswegen ziehe ich auch einen halben Stern ab.

    Fazit: Lesenswerter SF-Thriller, der hoffentlich nie Wirklichkeit wird. 4,5 Sterne

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine spannende, aber kurze und eher anspruchslose Lektüre für alle Science-Fiction und Dystopie-Fans.
    Traue niemandem

    "Sie wissen alles. Was du denkst, was du fühlst, was du tust." (S. 130)

    Berlin in naher Zukunft: Der mächtige Konzern Logos hat die Kommunikation revolutioniert. Ohne ein sogenanntes E-brace, ein elektronisches Armband, geht fast gar nichts mehr, ob telefonieren, bezahlen oder einfach nur die Schule betreten. Mit dem E-brace kann man sogar einen persönlichen Hologramm-Avatar aktivieren, den Slave, der seinen Besitzer rund um die Uhr begleitet, ihn berät, hilft, Befehle ausführt und sogar von ihm lernen kann. Auch Ben vertraut voll auf seinen Slave namens Sakar, doch dann passieren einige merkwürdige Dinge und er beginnt langsam an Logos und dessen allgegenwärtiger Überwachung zu zweifeln.

    "Deleted - Traue niemandem" ist ein gelungener (Jugend)-Science-Fiction-Thriller aus der Feder von Margit Ruile.

    Die deutsche Autorin entführt den Leser in eine hochtechnisierte Welt, in der es von Kameras nur so wimmelt. Denn die Kommunikation erfolgt fast ausschließlich durch die festgeschweißten E-braces und die dazugehörigen Slaves. Ohne diese elektronischen Hilfsmittel ist man mehr oder weniger aufgeschmissen. Auch Protagonist Ben kann sich zunächst ein Leben ohne seinen Slave Sakar nicht mehr vorstellen, weist dieser doch ein paar ungewöhnliche Funktionen auf. So einen virtuellen  Freund und Helfer zu haben, wär schon nicht schlecht. Doch der Preis dafür ist auch recht hoch: ständige Überwachung und totale Kontrolle. Denn die Slaves wissen einfach alles und geben ihre gesammelten Daten natürlich an Logos weiter. Was auch Ben bald erkennen muss, als er an die undurchsichtige Organisation "Falsche Freunde" gerät, daraufhin eine folgenschwere Entscheidung trifft und in einer privaten Akademie von Logos merkwürdige Dinge entdeckt. Schon bald weiß Ben nicht mehr, wem er überhaupt noch trauen kann. Gemeinsam mit seinen neuen Freunden Zoe und Lennart und natürlich auch seinem Slave Sakar, der ein kleines Geheimnis in sich trägt, versucht Ben Licht ins Dunkel zu bringen und gerät dabei in große Gefahr.

    Das Ganze liest sich sehr flüssig und man verfolgt gespannt Bens Geschichte, die von ihm quasi als Rückblende erzählt wird. Denn Ben sitzt in einem geheimen Raum und schreibt auf, was zuvor alles passiert ist. Warum und wie ist Ben nur in diesem Raum gelandet? Die Spannung steigt, auch wenn die kurzen eingeschobenen Gedanken und Kommentare von Ben ab und zu Ereignisse vorwegnehmen. Manchmal kamen mir nähere Erklärungen auch zu spät, z.B. zu Abkürzungen wie SEA. Das irritierte etwas. Auch am Schluss bleiben noch einige Fragen offen. Dennoch fühlte ich mich im Großen und Ganzen gut unterhalten.

    Insgesamt kann ich daher "Deleted - Traue niemandem" empfehlen. Wer eine kurze, spannende und eher anspruchslose Lektüre für zwischendurch sucht und dazu noch Dystopien oder Science Fiction mag, kann hier bedenkenlos zugreifen. Ich freue mich auf weitere Werke der Autorin und vergebe 4 Sterne.

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    Sonjalein1985s avatar
    Sonjalein1985vor 2 Jahren
    Spannend bis zum Schluss

    Inhalt: Im Jahr 2034 haben alle Menschen sogenannte Slaves. Diese Hologramme regeln alles für sie und sind immer für sie da. Wie alle anderen vertraut auch Ben seinem Slave Sakar alles an. Aber Sakar ist anders als andere seiner Art. Dank ihm bekommt Ben Zugriff auf die Kameras in der Stadt und besteht sogar nur durch ihn seine Aufnahmeprüfung für die Akademie.
    Dort ist es allerdings nicht wie erwartet, denn als ein Schüler plötzlich mitten in der Nacht verschwindet weiß Ben nicht mehr, wem er noch trauen kann.

    Meinung: „Deleted- Traue niemandem“ ist ein sehr spannendes Buch, in dem es um die Tücken der Technik in einer nicht allzu fernen Zukunft geht. Im Mittelpunkt steht Ben, der erst einmal ein ganz normaler Junge ist. Wie alle ist er von seinem Slave abhängig, zweifelt jedoch bald an ihm. Dieser Slave Sakar ist es auch, der mir in der Geschichte am besten gefallen hat. Er hat einfach eine tolle ungewöhnliche Art, die ich sehr mochte. Er ist weder unterwürfig, noch freundlich, was ihn deutlich von den anderen Hologrammen unterscheidet. Ben, der seinen Slave schon sein Kindertaten hat, ist allerdings an dessen Verhalten gewöhnt und mag es sogar.
    Sehr schnell wird jedoch klar, dass diese Technik nicht ganz ohne Gefahr ist.
    Ausserdem gibt es in der Zukunft noch überall Kameras, die einen auf Schritt und Tritt überwachen. So gibt es zwar keine Verbrechen mehr, aber die Menschen, vor allem Ben, sehnen sich immer mehr nach einer gewissen Freiheit.
    Auf der Akademie hofft Ben, eben genau diese Freiheit zu gelangen. Seine Mitschüler sind genauso schräg, wie er selbst. Außer die perfekte Zoe, die eine Art Aushängeschild des Internats ist. Obwohl Zoe oft fies ist und viel zu perfekt um wahr zu sein, fühlt sich Ben bald zu seiner Mitschülerin hingezogen.
    Dann gibt es noch den Eigenbrödler Lennart, der leider oft gemobbt wird und seinen klugen Freund Jonas, der sich für ihn einsetzt.
    Als eines Tages Jonas verschwindet, hegt Ben einen schrecklichen Verdacht und beginnt selbst Nachforschungen anzustellen.
    Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte unheimlich spannend. Und zwar wirklich bis zur letzten Seite. Das liegt sicher daran, dass sie aus zwei Erzählsträngen besteht. Einmal gibt es natürlich die Geschichte an sich, in der der Leser alles mitbekommt, aber es gibt auch eine zukünftige Erzählsicht, in der Ben eben jene Geschichte aufschreibt. Gerade deswegen habe ich bis zum Schluss um ihn gebangt und war sehr auf das Ende gespannt. Dieses wird natürlich nicht verraten, aber wer Lust auf einen spannenden Jugendthriller mit viel Action und den Tücken der Technik hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

    Fazit: Spannendes Jugendbuch, das spannend bis zum Schluss ist. Sehr zu empfehlen.

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    worldwanderers avatar
    worldwanderervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine tolle Grundidee - aber das Buch bleibt letztlich hinter seinen Möglichkeiten zurück.
    Kommt ein Teil 2?

    Genre: Jugendbuch

    Story
    Berlin, 2035. Heute besitzen fast alle Menschen ein E-brace, ein Armband, das ein Hologramm projizieren kann. Dieser Slave ist eine künstliche Intelligenz: Er begleitet das Leben des Menschen, organisiert den Terminkalender, überwacht die Körperfunktionen, sucht nach Informationen im Netz oder koordiniert die Telefonie.
    So auch Bens Slave, Sakar. Doch Sakar ist etwas Besonderes, denn er hat außergewöhnliche Fähigkeiten, die Ben stutzig machen. Und Ben beginnt, seinem Slave zu misstrauen und ihm nicht mehr alles über sich zu erzählen. Zu recht? Oder sollte er seinem Slave vertrauen, der auf seiner Seite zu stehen scheint?

    Kritik
    Die Autorin hat ein brisantes und hochaktuelles Thema umgesetzt: künstliche Intelligenzen und Datenmissbrauch. Sehr spannend, gerade für die "Digital Natives" aus Gen Y und Gen Z die ohne ein Smartphone in den Fingern schwer zu überleben scheinen. 

    Die Figuren haben mir gefallen. Protagonist Ben ist sympathisch. Der Schreibstil an sich ist spannend und flüssig zu lesen und man erfährt viel über den Zeitgeist. Durch die schnelle Erzählweise aus der Ich-Perspektive zieht sich ein guter Spannungsbogen durch das ganze Buch.

    Mein Problem an dem Buch ist, dass einige Fragen offen bleiben. Zum Teil ist das der Ich-Perspektive geschuldet, anderes wird gegen Ende einfach nicht noch einmal aufgegriffen. Schade eigentlich, aber es lässt gleichzeitig hoffen, dass vielleicht noch ein zweiter Teil kommt.

    Fazit
    Auf alle Fälle lesenswert! Das Buch liefert die Grundlage für eine Diskussion über den Umgang mit unseren Daten.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 3 Jahren
    Deleted

    Berlin im Jahre 2034: Jeder trägt inzwischen solch ein gepolstertes Armband. E-Brace. Es ist mit allem ausgestattet, was Informationen betrifft, sehr schlau und ist der tägliche Begleiter, der den Leuten in allen möglichen Situationen unterwegs hilft. Dazu kommt natürlich auch die totale Überwachung. Diese Bänder nennen sich Slave und Bens ganz persönlicher Sakar. Der kennt Ben inzwischen besser als er sich selbst. Und wozu werden die ganz persönlichen Daten von ihm genutzt? Wird damit Schindluder getrieben und sich bereichert? Als Ben anfängt, das System zu hinterfragen, gerät er an die „falschen Freunde“ und ist damit in größter Gefahr.
    Bei dem zunächst ungewohnten Einstieg muss man sich erst einmal zurechtfinden. Dann wird es besser. Ben erzählt diese Geschichte rückblickend, angefangen im Jahre 2034, und zwischendurch wird immer wieder in die Gegenwart gesprungen, welche kursiv dargestellt ist, damit man nicht durcheinanderkommt. Trotzdem ist Spannung gegeben und dieser Aufbau gut gelungen. Einige Dinge Bens sind anfangs allerdings unüberlegt. Denn wie kann er den falschen Freunden prompt trauen, seinen Slaven aber in Frage stellen, obwohl der ihn schon über Jahre begleitet. Wird es irgendwann solch einen Slaven wirklich geben? Es könnte gut möglich sein, denn auf dem besten Wege dorthin sind wir. Und werden immer mehr Menschen mit der totalen Überwachung einverstanden sein aus Bequemlichkeit, obwohl sie ja eigentlich gegen Missbrauch von Daten sind? Auf jeden Fall kommt die Geschichte der Realität schon sehr nahe und regt zum Nachdenken an. Das Ende bleibt offen. Der Schreibstil liest sich leicht und klar, und man wird schnell durch die Seiten geführt, ideal für ein Jugendbuch.

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    Sunshine_Bookss avatar
    Sunshine_Booksvor 3 Jahren
    Gute Story

    Inhalt:
    Berlin 2034. Ben lebt ein ganz normales Leben mit seiner Familie. Den Alltag regelt wie bei allen anderen Menschen sein Slave für ihn. Eine Hologramm-Figur, die ihm bei Recherchen hilft, seine Termine plant und auch ansonsten immer für ihn da ist. Dank ihm hat Ben Zugriff auf alle möglichen Kameras in der Stadt. Ben stellt die ständige Überwachung der Slaves irgendwann in Frage und gerät an die falschen Freunde. Um Teil dieser Gruppe zu werden, soll Ben seinen Slave Sakar auslöschen. Ben folgt dieser Aufforderung, obwohl ihm Sakar geholfen hat, die Aufnahmeprüfung für die Akademie zu bestehen. Kurz darauf wird er in der Akademie aufgenommen und trifft dort auf den schwerfälligen Eigenbrötler Lennart, den klugen und aufrührerischen Jonas und die perfekte Zoe. Zoe spricht wie ein wandelndes Werbeplakat für das Internat. Aber irgendwie kommt Ben das alles sehr merkwürdig vor. Und als Jonas nach einer gewagten Diskussion im Unterricht plötzlich mitten in der Nacht verschwindet, weiß Ben nicht, wem er noch trauen kann. (Klappentext, Amazon)

    Cover:
    Das Cover gefällt mir gut, da es direkt vermittelt, dass es sich um Sci-Fi dreht und durchaus auch die männlichen Leser ansprechen wird.

    Titel:
    Vielleicht stand ich auf dem Schlauch, aber so wirklich gut passt der Titel nicht, denn es hat nicht viel mit der Story zu tun.

    Schreibstil:
    Der flüssige und lockere Schreibstil der Autorin ist meiner Meinung nach der große Pluspunkt des Buches. Es ist in der Ich-Perspektve des Protagonisten geschrieben, der rückwirkend erzählt, was ihm widerfahren ist. Somit wechseln sich Vergangenheit und Gegenwart regelmäßig ab, was dadurch gekennzeichnet wurde, dass die Gegenwart kursiv geschrieben ist.
    Margit Ruine behandelt aktuelle Themen wie Datenschutz und Überwachung, was eine gute Idee ist, allerdings gab es auch einige Schwächen. So war es für mich doch sehr unverständlich, dass der Protagonist von jetzt auf gleich in sein Abenteuer gerät. Vieles, das ihn dorthin geführt hat, wirkte gestellt und zu überlegt. Die richtigen Leute tauchten im richtigen Moment auf, für jede Lösung gab es eine bestimmte Person ... Hier hätten dem Buch ein paar Kanten ganz gut getan.

    Charaktere:
    Ben hat mir gut gefallen, war jedoch sehr naiv. Da das Buch nur 19 Jahre in der Zukunft spielt, kam ich mit dem allgemeinen Verhalten der Erwachsenen nicht so gut klar. Sie hinterfragen zu wenig, scheinen die Gegenwart nicht mit ihrer Vergangenheit zu vergleichen, es war einfach diesbezüglich zu glatt. Generell lag der Fokus der Charakterisierung auf Ben und Zoe. Obwohl auch Jonas und Lennart wichtig waren, wirkten sie deutlich flacher als die anderen beiden Protagonisten.

    Erwähnenswert:
    Ich habe keine Ahnung, ob es hier eine Fortsetzung geben wird, oder nicht. Wenn nicht, ist das Ende sehr offen.

    Stuck in my Head:
    »In einem der hintersten Winkel meines Gehirns hatte ich gehofft, dass das alles nur geträumt und dass Jonas schlicht und ergreifend unsere Verabredung vergessen hatte und nun mit zerknittertem Gesicht und schlechtem Gewissen zum Unterricht auftauchen würde. Aber das tat er nicht.« (S. 110)


    Kriesenreif:
    Es ist für mich sehr unverständlich, dass so viele Menschen einfach nichts mehr hinterfragen. Zum anderen waren die Protagonisten teilweise zu perfekt und wirkten dadurch distanziert.

    Fazit:
    Ein spannendes Buch, das definitiv durch die Geschichte zu unterhalten weiß. Allerdings wäre bei der Charakterisierung noch deutlich Luft nach oben gewesen. Sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich diese bestimmt lesen, denn die Autorin weiß, wie sie ihre Leser unterhalten kann.


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    B
    BlueOcean8519vor 3 Jahren
    Big Brother is watching you !!!

    Klappentext:

    "Berlin 2034. Die Gesellschaft hat sich mehr und mehr in Richtung Technikabhängigkeit entwickelt. Jeder bekommt von Geburt an einen „Slave“ an die Seite gestellt – ein kleines Hologramm im Smartphone des Besitzers. Der Slave regelt nicht nur den Terminkalender, überwacht die körperliche Gesundheit, ist Nachhilfelehrer und Alltagscoach – er bietet auch Zugriff auf zahlreiche Kameras in der Stadt. Als der 14-jährige Ben die ständige Überwachung infrage stellt, wird ihm von einer geheimen Organisation ein Computerprogramm zugespielt, mit dem er seinen Slave auslöscht. Doch je mehr Ben herausfindet, desto gefährlicher wird es für ihn …"

     

    Ich war anfangs etwas skeptisch, da ich nicht der große Sciene Fiction Fan bin, muss ich gestehen. Andererseits ist das Thema der Überwachung heute schon aktueller als je zuvor, daher ist es in ein paar Jahren vielleicht schon wieder eine sehr realistische Handlung. Und in einem Überwachungsstaat ist es immer gefährlich Sachen zu hinterfragen...

    Ben, als Protagonist, hat mir sehr gut gefallen. Ebenso sein Slave, der einen sehr eigenen Humor hat. Gerade dieser hat mir besonders gefallen.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich.

    Geschildert wird das Geschehen aus Bens Sicht, also in der Ich-Form. Sehr gut gefallen haben mir die Passagen, in denen der Leser direkt angesprochen wird. Das regt zum Nach- oder Mitdenken an und ist mir so noch nie vorher in einem Buch aufgefallen.

     

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    Wir möchten gerne gemeinsam mit Euch das Buch "Deleted" von Margit Ruile lesen, wissen, wie Euch das Buch gefällt, und mit Euch über den Inhalt sprechen. Die Autorin Margit Ruile nimmt ebenfalls an der Leserunde teil und freut sich auf Eure Fragen.

    Und darum geht's in "Deleted":

    Berlin 2035. Die Gesellschaft hat sich mehr und mehr in Richtung Technikabhängigkeit entwickelt. Jeder bekommt von Geburt an einen "Slave" an die Seite gestellt - ein kleines Hologramm im Smartphone des Besitzers. Der Slave regelt nicht nur den Terminkalender, überwacht die körperliche Gesundheit, ist Nachhilfelehrer und Alltagscoach - er bietet auch Zugriff auf zahlreiche Kameras in der Stadt.
    Als der 14-jährige Ben die ständige Überwachung in Frage stellt, wird ihm von einer geheimen Organisation ein Computerprogramm zugespielt, mit dem er seinen Slave auslöscht. Doch je mehr Ben herausfindet, desto gefährlicher wird es für ihn...

    Wir vergeben 20 signierte Leseexemplare.
    Sichert Euch "Deleted" noch vor dem Erscheinungstermin des Buches am 31. März!

    Wenn Ihr gerne mitlesen möchtet, dann schreibt uns bis Montag, den 9. März, was Euch Euer Handy bedeutet und ob und wie es Euer Leben bestimmt.

    Die Autorin Margit Ruile freut sich auch auf ihrer Facebookseite unter https://de-de.facebook.com/MargitRuileAutorenseite auf Eure Stimmen zum Buch.

    Wir sind gespannt auf Eure Posts und freuen uns über jeden einzelnen Teilnehmer!

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