Margot Friedlander

 4,7 Sterne bei 32 Bewertungen

Lebenslauf

Margot Friedlander, geboren 1921 in Berlin, überlebte Verfolgung und Krieg im Untergrund in Berlin sowie im Konzentrationslager Theresienstadt. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden in Auschwitz ermordet. 1946 emigrierte sie in die USA. Sie lebt in New York. Die Filmdokumentation über das Leben von Margot Friedlander mit dem Titel „Don’t call it Heimweh“ eröffnete das 11. Jewish Film Festival Berlin und Potsdam 2005.

Alle Bücher von Margot Friedlander

Cover des Buches "Versuche, dein Leben zu machen" (ISBN: 9783499623042)

"Versuche, dein Leben zu machen"

(31)
Erschienen am 02.01.2010
Cover des Buches "Versuche, dein Leben zu machen" (ISBN: 9783940018168)

"Versuche, dein Leben zu machen"

(1)
Erschienen am 14.12.2015
Cover des Buches "Versuche, dein Leben zu machen" (ISBN: 9783948674151)

"Versuche, dein Leben zu machen"

(0)
Erschienen am 27.06.2022

Neue Rezensionen zu Margot Friedlander

Cover des Buches "Versuche, dein Leben zu machen" (ISBN: 9783499623042)
_MiriamAnne_s avatar

Rezension zu ""Versuche, dein Leben zu machen"" von Margot Friedlander

_MiriamAnne_
Ein sehr wichtiges Buch, was unter die Haut geht

„Versuche, dein Leben zu machen“ ist eine zutiefst bewegende und erschütternde Geschichte über Familie, Flucht und einen unerschütterlichen Lebenswillen. Margot Friedländer hat etwas geschafft, das vielen Menschen ihrer Zeit verwehrt blieb: Sie hat überlebt.

Schonungslos und eindringlich erzählt sie von ihrer Familie – von einem Vater, der sie im Stich ließ, von ihrem kleinen Bruder und ihrer Mutter, die alles daransetzten, die Familie zu retten. Gerade diese persönlichen Schilderungen gehen unter die Haut und machen das Leid, die Angst und die Hoffnung dieser Zeit greifbar. Mir ging dieses Buch sehr, sehr nahe.

Man möchte nicht von „Pech“ sprechen, wenn man über ihr Schicksal liest. Zwar gab es vereinzelt Möglichkeiten, unterzutauchen, doch was bedeutet ein solches Wort angesichts der allgegenwärtigen Gefahr, der Willkür und der Ausweglosigkeit jener Zeit? Friedländers Geschichte zeigt, wie zerbrechlich menschliche Existenz sein kann – und wie viel Mut es braucht, dennoch weiterzuleben.

Dieses Buch ist mehr als eine persönliche Erinnerung. Es ist eine eindringliche Mahnung, niemals wegzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und die Erinnerung an den Holocaust lebendig zu halten. Gerade heute ist es von unschätzbarem Wert, immer und immer wieder davon zu berichten.

Cover des Buches "Versuche, dein Leben zu machen" (ISBN: 9783499623042)
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Rezension zu ""Versuche, dein Leben zu machen"" von Margot Friedlander

carmen__red
Bewegend, berührend, bleibend

„Versuche, dein Leben zu machen“ - diese Aussage, die ich von Margot Friedländer bereits schon vor einiger Zeit im TV gehört habe, verfolgt mich schon lange und lässt mich nicht mehr los.


Fünf Wörter, die große Bedeutung haben – damals, als Anfang 20-jährige für Margot Friedländer und heute für mich, als Mitte 40-jährige…


Diesen Satz hatte die Mutter von Margot Friedländer ihr damals, 1943, hinterlassen, bevor sie nach Ausschwitz musste. Der Bruder und die Mutter wurden in Ausschwitz ermordet.


Margot Friedländer gelingt mehrfach die Flucht vor der Gestapo, aber dafür muss sie auf der Flucht leben und untertauchen.

Immer wieder bekommt sie dabei Hilfe von anderen.


1944 jedoch wird sie gefasst und geht nach Theresienstadt. 

Anders als ihre Mutter und der Bruder überlebt sie.


1946 dann geht sie fort – in die USA und kehrt erst Jahrzehnte später wieder zurück nach Deutschland.


Dieses Buch bewegt und berührt! 

Mich hat es absolut gefesselt und beeindruckt.

Ich habe Margot Friedländer immer sehr verehrt und empfand sie als wirklich starke, beeindruckende und faszinierende Persönlichkeit– nach wie vor! Sie ist wirklich ein großes Vorbild - auch noch nach ihrem Tod!


Von Verlust, Bedrohung, Grausamkeiten und Angst hat sie sich nicht unterkriegen lassen.


Mich hat das Buch extrem nachdenklich gemacht. 


Ich kann es jedem ans Herz legen und empfehle es ganz klar und deutlich!

Cover des Buches "Versuche, dein Leben zu machen" (ISBN: 9783499623042)
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Rezension zu ""Versuche, dein Leben zu machen"" von Margot Friedlander

BlondAngel
Versuche, dein Leben zu machen

~+~ Klappentext ~+~


Als sich die 21-jährige Margot am 20. Januar 1943 mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Ralph treffen will, um die Flucht vor der Gestapo aus Berlin vorzubereiten, erfährt sie, dass ihr Bruder kurz zuvor abgeholt wurde. Und auch die Mutter erscheint nicht; sie hinterlässt ihrer Tochter folgende Botschaft: «Ich habe mich entschlossen, mit Ralph zu gehen, wohin immer das auch sein mag. Versuche, dein Leben zu machen.» Margot beschließt unterzutauchen; fünfzehn Monate dauert das Leben im Untergrund, dreimal entkommt sie der Gestapo nur um Haaresbreite. Dann, im April 1944, geht sie in die Falle, wird nach Theresienstadt deportiert und überlebt mit Glück. Ihre Mutter und ihr Bruder werden in Auschwitz ermordet.
Margot Friedlander emigrierte 1946 in die USA; gemeinsam mit der Schriftstellerin Malin Schwerdtfeger erzählt sie ihre dramatische Geschichte von Hoffnung und Verrat, von Zivilcourage inmitten des Terrors und vom unbedingten Willen zu überleben.
«Die ergreifende Geschichte eines Lebens, das Deutsche zerstört und Deutsche gerettet haben.»
(Die Tageszeitung) 


~+~Mein Urteil ~+~

In Berührung mit Margot Friedländer, als ein Bericht über sie kam. Dann habe ich dieses Buch in der Buchhandlung entdeckt, gekauft und nun gelesen.

Dieses Buch schreibt die Geschichte von Margot. Erst über ihre Kindheit, dann als sie plötzlich alleine da stand - von ihrem Vater verlassen, der Bruder und die Mutter verschleppt. Das einzigste was sie hatte, war die Handtasche, eine Kette und eine Notiz von ihrer Mutter: "Versuche, dein Leben zu machen"

Sie erzählt die Geschichte, wie sie untertaucht, irgendwann doch geschnappt wird, das Leben in Theresienstadt und die Befreiung und das Leben danch.

Diese Geschichte ist berührend, ergreifend, schokierend und doch spannend - denn man möchte erfahren, wie es Margot ergangen ist. Man fiebert man, man schluckt und erlebt die Geschichte hautnah mit.

Die Erzählweise ist fesselnd und emotional, was das Buch nicht nur zu einer lehrreichen Lektüre über die Schrecken des Holocausts macht, sondern auch zu einer persönlichen Reise der Widerstandskraft und Hoffnung. 

Ein Buch, welches man gelesen haben muss.

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