Margot Käßmann In der Mitte des Lebens

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Inhaltsangabe zu „In der Mitte des Lebens“ von Margot Käßmann

50 - und definitiv zu alt für faule Kompromisse. Die Frage ist: Was war bis hierher? Und: Was habe ich noch vor? - Margot Käßmann legt ein Buch vor, das so lebendig ist wie jede wahre Geschichte und das hilft, den eigenen Standort klarer zu sehen. In zehn Kapiteln geht die Autorin den Themen nach, die sich mitten im Leben stellen: Jugendlichkeit und Alter, Familie, Freundschaft und Alleinsein, Schönheit und Scheitern, Krankheit und Glück, Grenzen und Kraftquellen, Routine und Veränderung.

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  • Mehr Schein als Sein

    In der Mitte des Lebens
    gst

    gst

    Eigentlich hatte ich etwas tiefschüfenderes erwartet - etwas, was mich im Innersten trifft; mir einen neuen Blickwinkel auf die Welt an sich ermöglicht. Doch für meinen Geschmack sind in diesem Buch zu viele Allgemeingültigkeiten besetzt. Liegt es vielleicht daran, dass ich für diese Lektüre schon zu alt bin? Die Kinder sind aus dem Haus, die alten Eltern so weit entfernt, dass eine unmittelbare Begleitung nicht umsetzbar ist. Genau damit beginnt Kässmann ihr erstes Kapitel "Die Mitte finden". Sie schreibt darin über "Kinder loslassen" und "Eltern begleiten". Zu Beginn des Kapitels stehen Sätze, die viel erwarten lassen: "Die Mitte des Lebens erscheint mir in mancher Hinsicht wie ein Balanceakt. Viel Leben liegt schon hinter uns, einige Lebenserfahrungen haben wir gemacht, gute und schlechte." Wie sie diesen Gedanken weiterführt, machte mich neugierig. Leider hielt Kässmann das anfängliche Niveau nicht durch. Ebenso empfand ich es beim zweiten Kapitel: "Für den Körper sorgen". Mir gefiel Kässmanns Blick auf die Schönheit, die nichts mit dem Ideal von Frauenzeitschriften zu tun hat. Immer wieder entdeckte ich einen Gedanken, der mich zustimmend nicken ließ. Doch dann hatte ich das Gefühl, dass alles in die Länge gezogen wurde, um die Seiten zu füllen. Wer das Inhaltsverzeichnis weiter verfolgt ("Veränderungen wagen", "Lebenserfahrungen machen", "Beziehungen schätzen", "Das Eigene suchen", "Neuland betreten", "Ängste überwinden", "Vergänglichkeit annehmen", "Lebenslust entdecken") und die einzelnen Kapitel im Buchladen vor dem Kauf kurz anliest, wird sich auf die Lektüre freuen. Dort finden sich Sätze wie "Es kommt gar nicht mehr so darauf an, dass ich unendlich viel erlebe, sondern immer mehr, wie ich was erlebe" oder "In der Mitte des Lebens, denke ich, gerät der Mensch ständig an Grenzen, wenn er sich nicht diese ganz grundsätzliche Frage nach dem Sinn stellt", die einem interessante Aspekte eröffnen. Doch leider flachen die Kapitel beim Weiterlesen ab. Auch die biblischen Hintergründe halten nicht das, was sie versprechen. "Manchmal empfinde ich auch mit fünfzig eine unbändige Lust am Leben. Dann beneide ich die Jüngeren nicht, weil ich die Freiheit und auch die Lebenserfahrung habe, den schönen Tag besonders zu genießen. . . . Ich schaue gern zurück und ohne Angst nach vorn." Dieses Zitat ist wohl das Fazit des Buches, in dem Kässmann auch auf ihre Brustkrebserkrankung eingeht, für meinen Geschmack ihren Ängsten aber nicht genug Ausdruck verleiht. Stattdessen hält sie an ihrem Anspruch fest, immer weiter funktionieren zu müssen. Vielleicht ist dieses Buch auch aus diesem Funktionalitätsanspruch entstanden: Weil eine bekannte und von der Presse hochgejubelte, wegen einer Alkoholfahrt von ihrem Bischofsamt zurückgetretene Frau einfach tolle Gedanken haben muss. Margot Käsmann wurde zum bewunderten Publikumsliebling. Doch dieses Buch hält absolut nicht, was ich mir davon versprochen habe.

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  • Rezension zu "In der Mitte des Lebens" von Margot Käßmann

    In der Mitte des Lebens
    Birkhenne

    Birkhenne

    11. September 2010 um 19:25

    "Ein schöner Tag ist ein Geschenk, ein Moment des Glücks etwas Besonderes, und wer sich freuen kann an dem, was ist, und nicht ständig nörgelt an dem, was nicht ist - hat viel verstanden von dem, was Lebenslust ausmacht. Und am Ende sich von Gott gehalten wissen und das eben wissen: Ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand." Ich finde diese Aussage von Margot Kässmann besonders schön und überhaupt ihr Buch sehr lesenswert. Es werden unzählige Themen angesprochen, die uns in der Mitte des Lebens interessieren wie Jugendlichkeit und Älterwerden, Familie, Freundschaft und Alleinsein, Schönheit und Scheitern, Krankheit und Glück, Grenzen und Kraftquellen, Routine und Veränderung. Besonders interessant für Leserinnen, die sich auch in der Mitte des Lebens befinden. Margot Kässmann ist mein Jahrgang (1958) und auch "Madonna" ist so alt wie wir. Ich bringe hier "Madonna" ins Spiel, weil es da im Buch einen amüsanten Vergleich gibt über die Hände einer alternden Frau, die Bände sprechen. "In der Mitte des Lebens" erzählt auch von gemütlichen Abenden mit interessanten Gesprächen bei einem Glas Rotwein. Einfach nur menschlich. Dass ihr der Alkohol nun zum Verhängnis wurde finde ich persönlich sehr bedauernswert. Mir ist Margot Kässmann besonders mit diesem Buch ans Herz gewachsen.

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  • Rezension zu "In der Mitte des Lebens" von Margot Käßmann

    In der Mitte des Lebens
    virago

    virago

    03. June 2010 um 18:46

    Wie ein Leitmotiv zieht sich die Maxime durch Margot Käßmanns Buch, das mit der Presserklärung ihres Rücktritts als Ratsvorsitzende der EKD und als Landesbischöfin von Hannover von Millionen Menschen gehört worden ist: die Gewißheit „nie tiefer fallen zu können als in Gottes Hand.“ In der Tat haben mich die Umstände um Margot Käßmanns Rücktritt dazu bewogen ihr ca. ein halbes Jahr vorher erschienenes Buch über die „Lebensmitte“ zu lesen. Ich wollte wissen, ob und was von dieser Frau in einem solchen Buch rüber kommt, die in einer so konsequenten und schnörkellosen Weise von einem Amt zurückgetreten ist von dem sich viele erhofft haben, dass sie es, endlich erreicht, eine ganze Weile wird ausfüllen können. Nun, es kam mir zunächst so vor, als sei es zu sehr für eine zu grosse Zielgruppe geschrieben. Frauen in der Lebensmitte im allgemeinen und die Tonlage war in meiner Wahrnehmung durch aus mit Kirchenansprachen zu vergleichen. Was ja nicht schlecht sein muss. Aber mit der Zeit hat sie die Leserin schon sehr gut in ihr Thema hineingezogen. Sie verbindet heutige Lebensthemen, und da vor allem die von Frauen um die 50 mit Geschichten aus der Bibel. Dabei gelingt es ihr, die richtige Balance zu finden zwischen Offenheit über eigene Themen zu schreiben und dennoch die notwendige Privatsphäre zu wahren. Sie schreibt über ihre Krebserkrankung, aber nicht über ihre Scheidung. Sie schreibt über den Tod eines Freundes und an dieser Stelle, nämlich der ihrer plötzlichen Krankheit und der damit einhergehenden Verschiebung von Wichtigkeiten und Prioritäten hat das Buch seine größte Stärke. Das Buch ist unbedingt lesenswert, wenn man oder frau mehr über die Frau wissen will die mit dem Umgang eines Fehlverhaltens neue Maßstäbe in der Bundesrepublik gesetzt hat. Ich persönlich hoffe ja, dass sie nochmals an exponierter Stelle auftaucht.

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  • Rezension zu "In der Mitte des Lebens" von Margot Käßmann

    In der Mitte des Lebens
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. March 2010 um 12:33

    Mit Gelassenheit und der Kraft des Glaubens Margot Käßmann, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, greift in ihrem Buch Themen auf, die sich mitten im Leben stellen: Jugendlichkeit und Älterwerden, Familie, Freundschaft und Alleinsein, Krankheit und Glück, Grenzen und Kraftquellen u.v.m. Dabei orientiert sie sich am christlichen Glauben, der ihr Halt gibt. Für Frauen in der sogenannten Mitte des Lebens gibt es jede Menge Ratgeber und schlaue Anweisungen für die zweite Lebenshälfte. Das Buch von Margot Käßmann macht Lust auf die zweite Lebenshälfte weil es sehr behutsam und liebevoll die Vergangenheit betrachtet und die Gegenwart mit großer Lebenslust erfüllt. Sehr kluge Gedanken einer sehr klugen und genau mit diesen Umbrüchen befassten Frau. Dazu Bibelstellen , die einen sehr erstaunen. Ich habe mein Leben lang in der Bibel gelesen aber das die Themen Wechseljahre, Scheidentrockenheit und Generationskonflikt sind mir bislang nicht wirklich aufgefallen. Unabhängig von der eigenen Konfession macht dieses Buch Lust auf ein neues Leben, nach Kindererziehung möglichem Wegfall einer Partnerschaft und Veränderung im Berufsleben. Ich habe es verschlungen und werde noch oft darin lesen

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