Margot Klee Lebensadern des Imperiums

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Inhaltsangabe zu „Lebensadern des Imperiums“ von Margot Klee

Vom Atlantik bis zum Kaukasus, vom regnerischen Britannien bis in die fl irrende Wüstenhitze Afrikas – römische Straßen führten in jede Provinz des Reichs. Über dieses riesige Wegenetz kontrollierten die Kaiser ihr Imperium. Über imposante, heute noch erhaltene Brücken, durch Tunnel, vorbei an quirligen Kneipen und protzigen Grabmälern: Roms Soldaten marschierten im Eiltempo bis in die entlegensten Winkel des Reichs. Dafür wurde ein Fernstraßennetz in gigantischen Ausmaßen geschaffen: 85.000 km gepflasterte Straßen oder zwei Weltumrundungen! Händler verbreiteten die exquisite Keramik Südfrankreichs und die berühmte Fischsauce Nordafrikas auf den gleichen Routen im ganzen Imperium. Maultiere, Wagen, Reiter und Fußgänger tummelten sich nebeneinander auf den Wegen, die oft gepflastert und mit einem aufwändigen Fundament ausgestattet waren. Auch der Südwesten Deutschlands, die Schweiz und der größte Teil Österreichs waren von Wegen durchzogen, die zum Teil heute noch – unter dem modernen Asphalt verborgen – genutzt werden. • Via Appia, Italien • Via Claudia, Süddeutschland und Österreich • Via Nova Traiana, Arabien • Via Domitia, Frankreich • Römische Chaussee an der Alle, Schweiz

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  • Rezension zu "Lebensadern des Imperiums" von Margot Klee

    Lebensadern des Imperiums

    wolfschwerdt

    25. September 2010 um 19:09

    Rund 85.000 Kilometer umfassten die Straßen des römischen Weltreiches, die aneinandergereiht damit gut zweimal den Erdball umrunden könnten. Sie waren ‚Lebensadern des Imperiums‘, wie Margot Klee in ihrem gleichnamigen Buch detailliert entwickelt. Bereits der kurze und knackige Prolog mit dem Titel „Nichts ist abgenutzter als das Pflaster der Flaminia“ (Martial 9,57) verrät dem Leser, dass er hier mehr erwarten darf, als eine Leistungsschau römischer Straßenbaukunst. So beginnt Margot Klees Geschichte der römischen Straßen erfreulich überraschend mit den Straßen in der römischen Gesetzgebung und den Rechtsgrundlagen des Straßenbaus. Wer durfte überhaupt Straßen bauen, wer musste bauen, wer hatte sie zu unterhalten und wer musste bezahlen. Ehe man sich versieht, führt einen die Betrachtung der Straßen tief hinein in die römische Verwaltung, ihre Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte. Innerstädtische Straßen, Sträßchen und Sackgassen, Fernstraßen, Militärstraßen, Verwaltungsstraßen, öffentliche Straßen unterschiedlichster Kategorien, Funktionen und Bauweisen spannten sich über das Imperium wie ein sich ständig erweiterndes Spinnennetz. Selbstverständlich haben die Römer den Straßenbau nicht erfunden. Und so entwickelte sich unter den Römern kein grundsätzlich neues Wegenetz, wohl aber eine auch auf Altwege gestützte Infrastruktur, die deutlich mehr nach sich zog, als nur die Möglichkeit von einem Ort zum anderen zu reisen. Zunächst aber widmet sich Margot Klee dem Straßenbau selbst. Der Leser erfährt, dass die Römische auch technisch keine Einheitsstraße war und dass ihre Qualität von auf vielschichtigem Untergrund sorgfältig gepflasterten High-tec-Straßen bis hin zur festgestampften Sandpisten reichte. Pragmatisch waren die Römer bekanntlich und so passte sich nicht nur die Bautechnik, sondern auch der Straßenverlauf den jeweiligen Notwendigkeiten an. Nicht nur die Vermessungstechnik befand sich, wie die Autorin beispielhaft veranschaulicht, auf hohem Niveau. Auch der römische Wegebau in schwierigem Gelände mit seinen Tunneln, Brücken oder Bergdurchstichen zeigt nicht nur die beeindruckende antike Ingenieurskunst, sondern auch deren Entwicklung über die Jahrhunderte. http://history.mediaquell.com/2010/09/25/rezension-lebensadern-des-imperiums-3242/

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