Nachdem mich der spanische Künstler Miguel Tanco mit „Ich mag Mathe“ begeistern konnte, war ich voller Vorfreude auf sein neues naturwissenschaftliches Bilderbuch. Auch darin begleiten wir ein kleines neugieriges Kind, in dessen Familie alle für etwas brennen. Nur unsere aufgeweckte PoC-Hauptfigur weiß nicht so recht, was sie besonders gerne mag oder gut kann. Was sie aber hat, sind Fragen. Viele, viele Fragen, die sicherlich so manche junge Kinder beschäftigen wie „Ob ich wohl an der Decke laufen könnte? Warum ist Schnee weiß, obwohl Wasser doch durchsichtig ist? Könnte ich schneller sein als mein Echo? Könnte ich mithilfe einer gigantischen Kaugummiblase zur Schule fliegen?“
Die verschiedenen Gedankenexperimente sprühen nur so vor Fantasie und Wissbegierde und lassen uns Erwachsene immer wieder breit schmunzeln. Vor allem die Illustrationen von Miguel Tanco sind herrlich anzusehen. Mit leicht krakeligem Strich, zarten Aquarellfarben und jeder Menge Humor setzen sie die Überlegungen des Kindes perfekt in Szene und zeigen uns, dass Physik überhaupt nicht so langweilig oder trocken ist wie viele von uns vermutlich denken. Physik kann ziemlich spannend sein und Spaß machen! Die Begeisterung unserer kleinen Hauptperson wirkt richtig ansteckend, weckt die Freude an Physik und wird garantiert viele junge Leser*innen dazu anregen, die Welt mit mehr Neugierde zu betrachten und seine eigene Leidenschaft zu entdecken und zu verfolgen.
Wie die Antworten auf die ganzen Fragen lauten, erfahren wir erst am Ende im Anhang. Nachdem unsere Hauptfigur ihre Ideen ihrer Klasse vorstellen durfte, erfährt sie von ihrer Lehrerin von der faszinierenden Welt der Physik. Und schon legt das Kind los, experimentiert, untersucht und notiert und erklärt uns in seinem Heft auf kinderleichte Weise, was hinter den verschiedenen physikalischen Phänomen steckt. Die Mischung aus unterhaltsamer Geschichte und Wissensvermittlung ist hier einfach großartig gelungen und nicht nur für Kinder überaus bereichernd und lehrreich.
Fazit: „Ich mag Physik“ ist ein wunderbares, inspirierendes Bilderbuch ab 6 Jahren, das mit viel Witz und Einfallsreichtum dazu einlädt, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und seine Leidenschaft zu finden. Eine liebevolle Hommage an die Physik und Entdeckerfreude. Für alle Physik-Fans und die, die es noch werden wollen. Ich kann dieses zauberhafte Buch nur empfehlen, mir hat es genauso gut gefallen wie der Vorgänger. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
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„Ich mag Physik – überhaupt nicht.“ würden wohl zumindest unsere beiden Töchter sagen, ohne auch nur einen Moment zu zögern und erinnern mich damit an meine eigene Schulzeit, in der ich - anders als in den alten und modernen Fremdsprachen – in den naturwissenschaftlichen Fächern nie sonderlich gute Notenergebnisse erzielt hatte Nun ist im Gerstenberg-Verlag ganz aktuell dieses sehr reizvolle und überzeugende Buch mit dem griffigen Titel „Ich mag Physik“ erschienen. Und wenn unsere Töchter oder auch ich vielleicht schon viele Jahre früher in den Genuss dieses ganz besonderen Werkes gekommen wären, hätten wir höchstwahrscheinlich von den Naturwissenschaften im Allgemeinen und von Physik im Besonderen eine deutlich bessere Meinung gehabt…
So ein Glück, dass dieses zauberhafte Buch nun von Margot Wilhelmi so liebevoll übersetzt wurde. Zudem brilliert das Werk auf jeder einzelnen Seite durch äußerst ansprechende, fantasievolle und kindgerechte Zeichnungen. Das Buch eignet sich gleichermaßen zum Vorlesen für alle interessierten Kinder ab dem Kindergarten- oder auch Vorschulalter wie auch für alle größeren Kinder zum Selbstlesen. Auf jeweils einer sehr stimmungsvoll illustrierten Doppelseite befindet sich stets nur wenig Text, welche jedoch sofort zum Mit- und Nachdenken anregt und es werden genau die Fragen gestellt, welche wohl durch die meisten Kinderköpfe früher oder später geistern werden wie z.B. „Warum ist Schnee weiß, obwohl Wasser doch durchsichtig ist?“ oder auch „Ob ich wohl an der Decke laufen könnte?“.
Im Gespräch mit den Kindern könnte man zusammen auch noch viele weitere Fragen dieser Art sammeln, bevor man sich mit dem hinteren Teil des Buches, das mit „Mein Physikheft“ betitelt ist, ausführlich beschäftigt. Dort werden alle die im Buch auf den vorigen Seiten gestellten Fragen genauso kindgerecht wie auch wissenschaftlich korrekt beantwortet und mit leicht verständlichen Zeichnungen veranschaulicht. So lernen nicht nur die Kinder die Physik lieben, sondern auch alle vorlesenden Eltern werden dank dieses tollen Buches zahlreiche Aha-Erlebnisse haben und die Naturphänomene wesentlich besser verstehen.
Zehn verschiedene Schiffe werden vorgestellt – vom Lachskutter über Küstenwache bis zum Forschungsschiff. Dabei geht es nicht nur um das Schiff selbst, sondern auch um die Aufgaben der Besatzung, den Alltag an Bord und die Technik, die dahintersteckt.
Detaillierte Zeichnungen, spannende Querschnitte und gut erklärte Sachinfos zeigen zum Beispiel, wie Dieselmotoren oder Antriebe funktionieren. Auch das Leben auf See wird mit vielen kleinen Details lebendig erzählt.
Der Autor, selbst ehemaliger Fischer, bringt jede Menge Fachwissen und echte Erfahrungen mit ein – und das merkt man auf jeder Seite.
Meine Meinung:
Obwohl Schiffe eigentlich nicht mein Thema sind, hat mich dieses Buch total gefesselt! Text und Illustrationen sind so spannend, dass ich richtig in die Welt der Arbeitsschiffe eingetaucht bin. Besonders schön finde ich, dass sowohl weibliche als auch männliche Begriffe verwendet werden und die Crew auf den Bildern vielfältig dargestellt ist.
Was man wissen sollte: Der Fokus liegt auf sachlichen Informationen rund um Schiffe – Umweltthemen werden nur kurz gestreift.
Ein tolles Buch für kleine und große Entdecker*innen, die Technik und das Meer lieben!
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