Margret Arnold Kinder denken mit dem Herzen

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Inhaltsangabe zu „Kinder denken mit dem Herzen“ von Margret Arnold

Kinder nehmen neues Wissen nur auf, wenn es sie emotional berührt. Erst wenn Leben, Denken und Lernen zusammenfinden, lernen Kinder »gehirngemäß« – das belegen die neuesten Erkenntnisse der Gehirnforschung, die in diesem Buch zum ersten Mal zusammenhängend vorgestellt werden. Wenn beim Heranziehen eines Gewitters, dem Besuch in einem Schmetterlingshaus oder beim Bauen eines Vogelhauses alle unsere Sinne beteiligt sind, findet in unserem Gehirn ein Aufleuchten aller beteiligten Hirnregionen statt, alles wird mit allem verknüpft und sorgt für Nachhaltigkeit. Wir können uns erinnern, wir können aus dem Erlebten lernen und zu neuen Ufern aufbrechen, weil unser Gehirn immer arbeiten und neues entdecken will. Nimmt man die aktuellen Ergebnisse der Hirnforschung, wie sie im Buch von Margret Arnold meisterhaft und verständlich an vielen alltäglichen Beispielen dargestellt werden, ernst, hat dies radikale Konsequenzen für unseren Umgang mit Schule und Lernen. Denn auch abstraktes Wissen entsteht nur, wenn es sich aus konkreten Lebenssituationen heraus zu einem »Gesamtkunstwerk« in unserem Gehirn entwickelt.

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  • Rezension zu "Kinder denken mit dem Herzen" von Margret Arnold

    Kinder denken mit dem Herzen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    08. December 2011 um 10:02

    Neben vielen völlig neuen Erkenntnissen auch für die praktische Pädagogik in unseren Schulen, hat die Hirnforschung in den letzten Jahren auch zahlreiche Weisheiten bestätigt, die erfahrene und lebensnahe Lehrer und Lehrerinnen schon seit Jahrzehnten umsetzen. „Kinder denken mit dem Herzen“, das bedeutet, dass sie nur dann nachhaltig lernen, wenn etwas sie emotional berührt. Erst wenn Leben, Lernen und Denken zusammengeführt werden, lernen Kinder „gehirngemäß“. Es ist gut, dass diese alten Weisheiten nun auch mit wissenschaftlicher Begründung daherkommen, denn leider akzeptieren viele Eltern und Pädagogen sie nur so. Denn nur wenn sie sich mit konkreten Lebenssituationen sozusagen zu einem Gesamtkunstwerk, ähnlich der Struktur unseres Gehirns, verdichten, können sich unsere Erinnerungen und unser Wissen dauerhaft verankern. Zwölf Prinzipien des Gehirns hat Margret Arnold in diesem für Eltern und Lehrer gleichermaßen wichtigen Buch beschrieben, die zeigen, „was Liebe und natürlicher Umgang für die Gehirnentwicklung eines Kindes vollbringen können“: 1. Lernen ist physiologisch 2. Das Gehirn ist sozial 3. Die Suche nach Sinn ist angeboren 4. Die Suche nach Sinn geschieht durch die Bildung von neuronalen Mustern 5. Emotionen helfen bei der Musterbildung 6. Das Gehirn verarbeitet Teile und das Ganze gleichzeitig 7. Zum Lernen gehören sowohl die gerichtete Aufmerksamkeit als auch die periphere Wahrnehmung 8. Lernen ist sowohl bewusst als auch unbewusst 9. Es gibt viele verschiedene Arten, Wissen zu ordnen und zu erinnern 10.Lernen ist entwicklungsbedingt 11. Lernen wird durch Herausforderungen gefördert und durch Angst und Stress verhindert 12. Jedes Gehirn ist einzigartig „Wir brauchen deshalb eine Schule, die den Schülern optimalen Raum gibt, ihre ganz persönlichen Fähigkeiten, Vorlieben, sensiblen Phasen, Lernstile und Lerntechniken nach ihrem Wissensstand zu entfalten, und sie in ihrem persönlichen Tempo und Zeitplan lernen lässt. Die Aufgabe von Eltern und Lehrern ist, Kinder zu motivieren und in dieser Freiheit zu unterstützen.“ Mit diesen Worten endet ein Buch, dessen Erkenntnisse und zahlreiche Beispiele für die Begleitung und Förderung von Kindern durch ihre Eltern in der Familie und später dann durch die Lehrer in der Schule sehr hilfreich sind. Auch mit nach wie vor unzureichenden Rahmenbedingungen (zu große Klassen, steigende Zahl auffälliger Schüler etc.) kann man durchaus mit diesen Weisheiten arbeiten. Selbst kleine Interventionen aus diesem Geist heraus werden große Wirkungen beim einzelnen Kind haben. Dazu braucht es aber Eltern und Lehrer, die selbst nicht nur aus dem Kopf und dem Verstand leben und agieren, sondern die ihr Herz und ihre Emotionen dabei haben, wenn sie im Kontakt mit Kindern sind. Ja, nur dann sind sie wirklich „im Kontakt“ – mit sich selbst und mit den Kindern.

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  • Rezension zu "Kinder denken mit dem Herzen" von Margret Arnold

    Kinder denken mit dem Herzen
    Sophia!

    Sophia!

    23. August 2011 um 21:25

    „Die Ergebnisse der Gehirnforschung können eine neue, natürliche Art des Lernens beschreiben, die radikale Konsequenzen für den Umgang mit kindlichem Lernen hat.“ _ Margret Arnold beschreibt in ihrem Werk die wichtigsten Erkenntnisse der modernen Hirnforschung und überträgt diese auf Lernprozesse insbesondere im schulischen Bereich. Neben einem Überblick zur aktuellen Forschungssituation und einer Einführung in die Grundlagen der anatomischen Struktur des Gehirns verfolgt die Autorin vor allem ein Ziel: eine möglichst vielfältige und lebensnahe Gestaltung des Lernens in den Sozialisationsinstanzen Schule und Familie. _ Tatsache ist, dass wir äußere Umwelteinflüsse mittels unserer Sinne wahrnehmen und anschließend gedanklich verarbeiten. Das Leben ist also ein einziges Experimentierfeld. Emotionen erleichtern zudem den Vorgang des Lernens erheblich. In diesem Sinne wird die Theorie António Damasios aufgegriffen, der mit Veröffentlichungen wie etwa „Ich fühle, also bin ich“ bekannt wurde. Auch die Bedeutung des sozialen sowie handlungsorientierten Lernens beschreibt Arnold sehr ausführlich. _ Nach den Grundlagen ist das Buch in 12 Kapitel gegliedert, die so genannten 12 Lehr-Lern-Prinzipien, in denen die Konsequenzen der Hirnforschungen für den Unterricht vorgestellt werden. Arnold liefert ihren Lesern auf wissenschaftlicher Basis ein umfangreiches Repertoire an kreativen Ideen, Anregungen und Praxisbeispielen zur Gestaltung des Unterrichts. Dazu zählen etwa die Zeichen echten Denkens nach Renate Caine, eine präzise Auflistung kognitiver, affektiver und psychomotorischer Lernziele, wie sie Benjamin Bloom nannte oder die „global experience“- Methode als Unterrichtseinstieg. Gerade Lehrerinnen und Lehrer erhalten durch die Lektüre sinnvolle, innovative und gewinnbringende Ratschläge zur optimalen Vorbereitung des Unterrichts. Auch Eltern, Erzieher und Pädagogen werden von diesem fundamentalen Wissen profitieren. _ Das Buch überzeugt letztlich auch durch einen ansprechenden, übersichtlichen und gut lesbaren Text. Zahlreiche Grafiken und Illustrationen verdeutlichen komplexere Zusammenhänge, wie etwa der detaillierte Aufbau des Gehirns. _ Die hier dargebotenen Erkenntnisse können positiv dazu beitragen, die Lernorte Schule und Unterricht interessant zu gestalten und damit den Schülerinnen und Schülern Lernangebote zur Verfügung zu stellen, die sie mit Freunde annehmen werden. Denn Lernen kann und sollte auch Spaß machen! _ Hier sollte man sich Goethes Motto zu Herzen nehmen: „Es ist nicht genug zu wissen - man muss auch anwenden.. Es ist nicht genug zu wollen - man muss auch tun.“ _ Fazit: Die Sachbücher und Ratgeber des Beltz-Verlages werben mit dem Motto „Kinder stark machen.“ Mit diesem Werk ist ihnen eine Anleitung gelungen, die genau das ermöglicht! Kompetent und praxisnah! Eine lohnenswerte Lektüre, die in die Bücherregale engagierter Lehrerinnen und Lehrer gehört!

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