Margret Greiner Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge

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Inhaltsangabe zu „Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge“ von Margret Greiner

Emilie Flöge lernte als junges Mädchen Gustav Klimt kennen und führte mit ihm ein Leben lang eine Beziehung jenseits aller Konventionen. Vor allem aber war sie eine herausragende Modeschöpferin. Im Wien um 1900, wo Malerei, Architektur, Kunsthandwerk und Mode eine Blütezeit erlebten, schuf Emilie Flöge einen bahnbrechenden Mode-Stil, der die Frauen – fünfzehn Jahre vor Coco Chanel – von Korsett und Mieder befreite

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  • Die "Goldene Adele" hat nach Hause gefunden ..

    Der gestohlene Klimt
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    „Ich habe immer gehofft, dass die Gerechtigkeit ihren Lauf nimmt. Und das ist nun geschehen. (Maria Altmann)Vorliegendes Buch erzählt die Geschichte des Bildes „Adele-Bloch-Bauer I“, das von Gustav Klimt gemalt wurde, von den Nazis geraubt, in die Österreichische Galerie einverleibt und von der Republik Österreich ewig lange nicht an die Erben der Familie Bloch-Bauer restituiert wurde.Elisabeth Sandmann listet die Familiengeschichten der Familie Bloch-Bauer auf. Adele Bloch-Bauer und ihr Mann Ferdinand sammeln im großen Stil Kunstwerke und fördern die Künstler der Sezession. Als Vertreter des jüdischen Wiener Großbürgertums sind sie bedeutende Mäzene. Das Bild „Adele Bloch-Bauer I“, besser bekannt unter dem Namen „Die goldene Adele“, wird nach der Machtübernahme der Nazis mit sämtlichen anderen Kunstschätzen der Familie geraubt. Viele der Bilder wandern in verschiedene Museen, manche in Privathaushalte von Nazi-Bonzen. Adele muss dies alles nicht mehr miterleben. Sie stirbt bereits 1925.Der Rechtsstreit um die Bilder beginnt bereits 1945, nach Ferdinand Bloch-Bauers Tod, weil sich die Republik Österreich auf Adeles Testament aus den 1920ern beruft, in dem sie die Bilder nach Ferdinands Tod der Österreichischen Staatsgalerie vermacht. Die Erben der Familie Bloch-Bauer, allen voran Maria Altmann, zwingen die Republik in einem beispiellosen Rechtsstreit, die „Goldene Adele“ und weitere enteignete Bilder herauszugeben. Das gelingt erst 2006.Minutiös listet die Autorin die Schritte auf, die notwendig waren, die Bilder wieder der Familie auszufolgen. Immense Unterstützung erhält Maria Altmann vom Journalisten Hubertus Czernin, einem Nachfahren der uradeligen, tschechischen Familie Czernin, die mehrfache Enteignungen am eigenen Leib spüren musste.Diese Biographie wird durch eine Vielzahl von Fotos aus dem Familienarchiv der Familien Bloch-Bauer und Altmann sowie Abbildungen der Bilder und anderer Kunstschätze aus dem Besitz der Mäzene ergänzt. Im Anhang findet sich ein ausführliches Litereaturverzeichnis.Diese Geschichte rund um das wohl berühmteste Bild Gustav Klimts wurde mit Helen Mirren als Maria Altmann verfilmt. Fazit:Eine sachliche Darstellung eines unrühmlichen Kapitels der Österreichischen Geschichte.

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    • 7
  • Leserunde zu "KLIMT - erzählt für Kinder" von Nora Rath-Hodann

    KLIMT - erzählt für Kinder
    JULIEGEHTINSMUSEUM

    JULIEGEHTINSMUSEUM

    Liebe lovelybooks-Leser! Wir lesen KLIMT - erzählt für Kinder und ich freue mich über die Teilnahme von zahlreichen Kindern, Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels, Pädagogen, Kunstinteressierten oder einfach Neugierigen... gedacht ist das Buch für ein Alter ab 8 Jahren. Die Bewerbung für die Freiexemplare läuft bis 5. März. Danach könnt Ihr starten, wann es Euch passt – beenden werde ich die Leserunde offiziell nach Ostern am 19. April. Ich bin schon sehr gespannt auf Eure einzelnen Kommentare und natürlich auf die Fazit bzw. Rezensionen! Bis dahin viel Spaß, alles Liebe, Nora Zum Inhalt: Die kleine Julie geht gerne ins Museum. Diesmal entdeckt sie mit ihrer Mama die Gemälde des Malers Gustav Klimt. ​ Weißt du, wie Klimt es aus ärmlichsten Verhältnissen zu einem der berühmtesten Maler der Welt gebracht hat? Oder hast du schon davon gehört, dass er stets von vielen Frauen umgeben war, aber seine große Liebe niemals heiratete? ​ Die Geschichte des berühmten Wiener Malers und seiner Zeit – historisch fundiert und kindgerecht erzählt.    P.S. Wer hier bei der Kinderbuch-Challenge der Gruppe für Kinder- und Jugendliteratur mitmacht, kann diese Leserunde ja gleich miteinfießen lassen ;-)

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    • 219
  • Buchverlosung zu "KLIMT - erzählt für Kinder" von Nora Rath-Hodann

    KLIMT - erzählt für Kinder
    JULIEGEHTINSMUSEUM

    JULIEGEHTINSMUSEUM

    SIGNIERTE KINDERBÜCHER ZU GEWINNEN! Liebe Eltern, Großeltern, Pädagogen, ...Nach "SISI - erzählt für Kinder" ist nun die zweite Geschichte mit der kleinen Julie erschienen. Diesmal erfährt sie mehr über den berühmten Künstler Gustav Klimt. Dabei entdeckt sie nicht nur die Gemälde Klimts, sondern auch viele Fakten aus der damaligen Zeit. Weißt du, wie Klimt es aus ärmlichsten Verhältnissen zu einem der berühmtesten Maler der Welt brachte? Oder hast du schon davon gehört, dass er stets von vielen Frauen umgeben war, aber seine große Liebe niemals heiratete? Die Bilder des preisgekrönten Illustrators Peter Diamond und ein Rätsel regen dazu an, sich genauer mit den Werken des Künstlers zu beschäftigen. Wenn Ihr neugierig geworden seid, dann bewerbt Euch doch um eines der 15 von mir signierten Gratis-Exemplare (auf Wunsch auch auf Englisch). Im Anschluss würde ich mich freuen, wenn Ihr an meiner Leserunde teilnehmen würdet! Über Rezensionen auf Amazon & Co freue ich mich natürlich immer :-) Hier findet Ihr eine Leseprobe zu "KLIMT": www.juliegehtinsmuseum.at/klimt

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    • 79
  • Eine sehr gelungene Romanbiografie

    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge
    Wedma

    Wedma

    Ich war zu allererst vom Schreibstil Margret Greiners beeindruckt, dem klaren, treffenden Ausdruck und von ihrer schönen Art, das Leben von Emilie Flöge, ihrer Familie und das von Gustav Klimt in einprägsamen wie eindrucksvollen Bildern vor Augen der Leserschaft auszubreiten. Im Laufe der Romanbiografie erfährt man, wie aus einem Mädchen aus dem guten Hause eine Geschäftsführerin wurde, die sich in London und Paris zu behaupten und manchmal knallhart mit ihren Geschäftspartnern zu verhandeln wusste. Es wird auch deutlich, wie schwierig der Weg der Selbstbestimmung für eine Wienerin damals war, wie viel Herzblut, Geduld und harter Arbeit er Emilie abverlangte. Man lernt diese bemerkenswerte, starke Frau kennen, die ihrer Zeit weit im Voraus war und die Maßstäbe im Denken wie in der Kleidung setzte. Modeschöpferinnen gab es damals selbst in Paris kaum, wie auch kein treffendes Wort dafür. Der Salon der Schwestern Flöge aber kleidete zu der Zeit die Vertreterinnen der oberen Schicht von Wien und Emilie entwarf die Kleider und beriet die Kundinnen. Sie strebte selbst nach Freiheit und wollte diese mit ihren teilen. Sie wollte zeigen, dass es auch anders geht: ohne die engen Korsetten und frei von der üblichen Rolle der Frau als Anhängsel von einem Mann. Bezeichnend ist das Kapitel, das beschreibt, wie Emilie auf Reisen von Engländern und Franzosen als Alleinreisende wahrgenommen wurde S. 219-222. Auch ihre Beziehung zu Gustav Klimt kommt dabei nicht zu kurz: ihre gemeinsamen Besuche der Oper, Urlaube und Ausflüge am Attersee, einige von Kilmts Karten, die er ihr geschickt hatte, wurden angeführt. All das zeichnet ein Bild der Künstlerin und Gefährtin, die Gustav Klimt verehrte, deren Meinung er hoch schätzte und immer zu ihr zurückkehrte. Dabei gewinnt man Einblicke auch in das Leben vom großen Künstler: wie er war, wie er arbeitete, was er mochte, was ihn bewegte, etc. Die damalige Zeit, die Belle Époque mit ihren Idealen und Werten, die an den Tag gelegt wurden, Problemen, die es zu bewältigen gab, wird in diesem Werk wieder lebendig. Man trifft Gustav Mahler und seine Frau Alma. Von Kokoschka und Schiele, wie von etlichen andern Künstlern dieser Zeit, ist die hier und dort Rede. Die Entstehung der Secession in Wien und Klimts Ausstellungen darin wurden sehr schön beschrieben. Man merkt, mit wie viel Liebe zu Kunst und tiefgründigem Wissen über Klimt und seine Werke der Roman geschrieben ist. Es gibt aber auch viele Tode und tragische Momente, insb. kommt einem der schnelle Tod Klimts nahe, auch wie er im Krankenhaus behandelt wurde, wie entsetzt Emilie darüber und über seine Entstellung war. Im Buch findet man einige schwarz-weiß Fotos, die Emilie in jungen und reiferen Jahren zeigen, mit Klimt und ohne, auch die von Klimt mit und ohne Emilie, auch mit Freunden am Attersee. Besonders interessant sind sieben Fotos 1906-1910 von Emilie, auf denen sie ihre Kleiderkreationen präsentiert. Es gibt auch vier farbige Illustrationen von Klimts Bildern, zwei davon sind Portraits von Emilie. Ich habe mir noch mehr Fotos und Illustrationen gewünscht. Manches ist auch nicht immer chronologisch erzählt, das stört aber gar nicht.  Es gibt schöne Zitate, wie z.B. das von Stefan Zweig aus „Ungeduld des Herzens“ auf S. 243: „Im Seelischen und im Körperlichen hat Geschwindigkeit gleichzeitig etwas Berauschendes und Betäubendes.“, etc. Oder einige Zitate von Montaigne, die wunderbar in die Handlung passen und das Leseerlebnis ungemein bereichern: „Unser Leben ist wie die Harmonie der Welt, aus widersprechenden Dingen, gleichfalls aus verschiedenen, langen und kurzen, hohen und tiefen, weichen und rauen Tönen zusammengesetzt.“, etc. S. 186. Insgesamt ist es eine sehr gelungene Romanbiografie geworden, die sich leicht und angenehm liest, und ein unbeschreibliches Wohlgefühl dabei erzeugt. Sie hat einen Sog auf mich ausgeübt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, auch weil ich wieder in diese Zeit eintauchen, noch mehr von dem Leben von damals erfahren und bei Emilie und Gustav verweilen wollte. Es ist ein tolles Geschenk für alle an Kunst und Geschichte Interessierten und nicht nur. Fazit: Ein sehr schönes Werk, das ich sehr gern gelesen habe und wärmstens weiterempfehlen kann.  

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    • 2
    wandablue

    wandablue

    24. August 2015 um 21:24
  • Leserunde zu "Lady Africa" von Paula McLain

    Lady Africa
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Wir laden euch - schon vorab - zur virtuellen Leserunde nach Afrika ein und möchten euch die Gelegenheit geben, auf den Spuren von Lady Africa zu wandeln. Die Autorin des internationalen Bestsellers „Madame Hemingway“ erzählt in "Lady Africa" die wahre Geschichte der Flugpionierin Beryl Markham, die als erste Frau den Atlantik überquerte. Das Buch erscheint bei uns am 21. August - in den USA ist es gerade auf Platz 4 der New York Times Bestsellerliste eingestiegen! Paula McLain - Lady Africa Die Frau, die den Himmel bezwang Aufgewachsen als Tochter eines Lords im afrikanischen Busch, interessiert sich die junge Beryl nicht für Seidenkleider und Etikette. Dafür ist sie stark und mutig wie ein Kipsigis-Junge und hat von ihrem Vater alles über Rassepferde gelernt. Doch im britischen Protektorat – dem späteren Kenia – der vorigen Jahrhundertwende ist kein Platz für solch ein ungezähmtes Mädchen. Bis sie in Karen Blixen eine Seelenverwandte findet – und in deren Geliebtem, dem Flieger und Großwildjäger Denys Finch Hutton, das Abenteuer ihres Lebens. -> Zur Leseprobe Mehr Informationen und Extras gibt es auf www.aufbau-verlag.de/ladyafrica.html -- Jetzt bewerben! Bewerbt euch im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr bis zum 13.08. folgende Frage beantwortet: Warum möchtet ihr "Lady Africa" lesen? Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch! Euer Team vom Aufbau Verlag * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 643
  • Leserunde zu "Charlotte" von David Foenkinos

    Charlotte
    DVA_Verlag

    DVA_Verlag

    Liebe Lovelybooker, die herzzerreißende, wahre Geschichte einer talentierten jungen Frau, erzählt von einem französischen Bestsellerautor … fühlt ihr euch angesprochen? Dann freuen wir uns über eure Bewerbung für die Leserunde zum neuen Roman von David Foenkinos,  „Charlotte“. Ihr dürft dann noch vor allen anderen lesen – das Buch erscheint nämlich erst am 31. August! Um eines der 15 Freiexemplare könnt ihr euch bis zum 5. August bewerben, wenn ihr uns Folgendes verratet: Welcher Roman mit einer wahren Geschichte hat euch bisher am meisten bewegt? Worum geht’s in dem Buch? „Das ist mein ganzes Leben“ – mit diesen Worten übergibt Charlotte 1942 einem Vertrauten einen Koffer voller Bilder. Sie sind im französischen Exil entstanden und erzählen, wie sie als kleines Mädchen, damals im Berlin der 1920er, nach dem Tod der Mutter das Alleinsein lernt, während sich ihr Vater, ein angesehener Arzt, in die Arbeit stürzt. Dann die Jahre, in denen das kulturelle Leben wieder Einzug hält bei den Salomons. Die Stiefmutter ist eine berühmte Sängerin; man ist bekannt mit Albert Einstein, Erich Mendelsohn, Albert Schweitzer. Charlotte beginnt zu malen, und es entstehen Bilder, in denen dieses einzelgängerische, verträumte Mädchen sein Innerstes nach außen kehrt, Bilder, die von großer Begabung zeugen. Doch dann ergreift 1933 der Hass die Macht, es folgen Flucht, Exil, aber auch Leidenschaft und Heirat. Nur ihre Bilder überleben – Zeugnis ihrer anrührenden Geschichte, die David Foenkinos nahe an der historischen Realität entlang erzählt. Wer ist der Autor? David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der von Foenkinos selbst (zusammen mit seinem Bruder Stéphane) mit Audrey Tautou und François Damiens in den Hauptrollen verfilmt wurde. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Sein neuer Roman, „Charlotte“, wurde 2014 mit dem Prix Renaudot und dem Prix Goncourt des lycéens ausgezeichnet und hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft. Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion mit euch! Eine Leseprobe und weitere Infos zu Buch und Autor findet ihr hier. Viele Grüße! Karin vom DVA-Verlagsteam

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    • 312
  • Buchverlosung zu "Auf Freiheit zugeschnitten" von Margret Greiner

    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Hallo ihr Lieben,

    Ich verlose 2 Exemplare meines Buches: Auf Freiheit zugeschnitten

    Das Buch erzählt die Geschichte von Emilie Flöge, der Lebensbegleiterin von Gustav Klimt und zeichnet dabei vor allem das Bild einer Frau, die unbeirrt ihren Weg ging und, beruflich äußerst erfolgreich, einen völlig neuen, „secessionistischen“ Mode-Stil kreierte.


    Ich freu mich auf eure Beiträge!

    • 88
    Wedma

    Wedma

    20. May 2015 um 10:32
  • ein opulentes Werk ...

    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    12. May 2015 um 07:14

    Margaret Greiner entführt die Leser in das Wien der sterbenden Donau-Monarchie. Auf der einen Seite Adel und reiches Großbürgertum auf der anderen Seite verarmte Familien.In dieses Spannungsfeld wird Emilie Flöge als viertes Kind des Ehepaares Flöge hineingeboren. Der Vater, ein künstlerisch begabter Drechslermeister, bringt es mit seiner Fabrik zu einigem Wohlstand. Als die Brüder Ernst und Gustav Klimt, die auf der ärmeren Seite Wiens aufgewachsen waren, in die Leben der Schwestern Helene und Emilie Flöge treten, weiß noch niemand so genau wie sich das Schicksal erfüllen wird.Obwohl die Autorin eine Romanbiographie über Emilie Flöge schreibt, schwebt Gustav Klimt beinahe übermächtig über den Flöges. Sei es, dass er die Vormundschaft der, nach dem Tod seines Bruders Ernst, vaterlosen Lentschi (Helene jun.) übernimmt und der Schwägerin beisteht oder sei es, dass er zeitweise Emilies Leben teilt.Er ist nie ganz da, aber auch nie ganz weg, eben wie ein Schatten, der über allem schwebt. Er beeinflusst das Leben Emilies nachhaltig. Gleichzeitig übernimmt Emilie die Aufgabe den zeitweilig depressiven Maler zur Arbeit zu motivieren. Die beiden stellen eine Symbiose dar, die nur der Tod trennen kann.Der Werdegang der Schwestern Flöge von einer Änderungsschneiderei zum Couture-Salon in der Casa Piccola wird anschaulich geschildert. Gut herausgearbeitet wurde wurde das Zusammenspiel der Schwestern, jede setzt ihre spezielle Begabung zum Wohl der Firma ein. Emilie ist und bleibt der kreative Kopf.Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Die Autorin verwendet eine blumige Sprache, die sich einer Melodie gleich durch den Roman schlängelt. Unterbrochen lediglich durch ein paar im derben Wiener Dialekt gesprochenen (geschriebenen) Wort Gustavs. Der berühmte Künstler wird als wortkarg aber bildgewaltig präsentiert. Ein wenig erinnert er mich an ein trotziges Kind.Diskret beleuchtet Margret Greiner die Beziehung zwischen Emilie und Gustav. Die Gerüchte, die über die Beiden bis heute verbreitet werden, scheinen von einer misslebigen Zeitgenossin in die Welt gesetzt worden zu sein. Es gehörte sich einfach nicht, unverheiratet eine Beziehung mit einem Mann einzugehen. Ihre verwitwete Schwester Helene hat es da einfacher. Es gibt zwar nur ganz subtile Andeutungen, doch könnte auch Helene dem Charme von Gustav erlegen sein. Emilie verschließt hiervor ihre Augen sowie sie über die vielen Affären Gustavs hinweg sieht. Emilie Flöge ist ihrer Zeit weit voraus. Sie nimmt sich ihre Freiheit.Fazit:Ein überaus lesenswertes Buch! Die sorgfältig ausgewählten Bilder ergänzen die Romanbiographie perfekt.

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  • Leserunde zu "Madame Picasso" von Anne Girard

    Madame Picasso
    aba

    aba

    Was als leidenschaftliche Affäre begann, wurde eine der größten Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts Der US-amerikanischen Autorin Anne Girard ist mit "Madame Picasso" ein sinnliches Gemälde der Pariser Künstlerszene am Anfang des 20. Jahrhunderts gelungen. Zentralfigur ihres Romans ist Eva Gouel, die erste große Liebe des aufsteigenden Sterns am Pariser Künstlerhimmel, des jungen spanischen Malers Pablo Picasso. Möchtet ihr mehr über die Frau erfahren, die das Leben eines der größten Maler verändert hat? Zum Inhalt Paris, 1911: Auf der Suche nach einem neuen Leben kommt die junge Eva in die schillernde Metropole. Hier, im Herzen der Bohème, verliebt sie sich in den Ausnahmekünstler Pablo Picasso. Gegen alle Widerstände erwidert er ihre Gefühle, und eine der großen Liebesgeschichten des Jahrhunderts nimmt ihren Lauf. Eva wird Picassos Muse – und ihr Aufeinandertreffen wird sein Leben für immer verändern. Berührend, sinnlich, voller Leidenschaft – und die wahre Geschichte einer hingebungsvollen Liebe. Leseprobe Zur Autorin Anne Girard studierte Englische Literatur und Psychologie. Für die Recherche zu diesem Roman reiste sie von Paris über die Provence nach Barcelona und traf Freunde und Zeitgenossen Picassos. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Südkalifornien. Zusammen mit dem Aufbau Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "Madame Picasso" unter allen, die Picassos ikonische Figur aus der Perspektive einer besonderen Frau sehen wollen. Wenn ihr diesen Roman im Rahmen einer Leserunde lesen, euch darüber austauschen und am Ende eine Rezension schreiben möchtet, dann bewerbt euch* bitte bis zum 11.03., indem ihr auf folgende Frage antwortet: Pablo Picasso und Eva Gouel, eine große Liebe. Kennt ihr andere Beispiele für große Liebesgeschichten? Und was macht aus eurer Sicht diese Geschichten so erwähnenswert? Ich bin jetzt schon neugierig auf eure Antworten. Ich wünsche euch viel Glück!          * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 901
  • Auf Freiheit zugeschnitten

    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge
    Blaustern

    Blaustern

    Die Autorin Margret Greiner zeichnet hier die Biographie einer außergewöhnlichen Frau Anfang des 20. Jahrhunderts, Emilie Flöge. Schon in jungen Jahren lernte sie durch ihre Schwester den berühmten Künstler Gustav Klimt kennen, durch den sie mit in dieses Milieu gelangte und auch die neue Kunst auf die Kleidung übertrug. Die junge Schneiderin entwarf ihre ganz eigenen Kleider, die fortan ohne enge Mieder und Korsetts aus neumodischen Stoffen bestanden, womit ihr der große Durchbruch gelang. Sie ging ihren eigenen Weg als Frau, heiratete nie und bekam keinen Nachwuchs, was zu der damaligen Zeit recht ungewöhnlich war. Zusammen mit ihren beiden Schwestern eröffnete sie den Modesalon Flöge und wurde durch ihre umwälzenden Entwürfe weit über die Grenzen des Landes bekannt. Gustav Klimt blieb ihr ständiger Begleiter. Sie gingen nicht die eigentliche Liebesbeziehung ein, blieben aber immer eng verbundene Freunde, die sich gegenseitig sehr schätzten und sich inspirierten. So zumindest habe ich es verstanden. Aber wer weiß, was zwischen den Zeilen noch so geflüstert wird. Jedenfalls lernen wir hier nicht nur Emilie Flöge gut kennen, sondern auch Gustav Klimt als Menschen und als Künstler seiner herausragenden Werke. Einen tieferen Einblick gewähren hier auch die vielen Fotos, ebenso wie einige Original-Schriftstücke. Für das Buch wurde sehr gut recherchiert und die Biographie wiedergegeben, andererseits war es ebenso ein spannender Roman, und auch über Mode und deren Herstellung erfuhr man eine Menge. So wurde man gleichsam gut unterhalten und informiert, und durch die kurzen Kapitel las sich das Buch angenehm, wenn auch nicht ganz so einfach.

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    • 2
    gst

    gst

    08. February 2015 um 14:06
  • Leserunde zu "Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge: Modeschöpferin und Gefährtin Gustav Klimts" von Margret Greiner

    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Kleider, Kunst und Klimt: Das faszinierende Leben der Emilie Flöge   Worum geht's?  15 Jahre vor Coco Chanel befreite Emilie Flöge die Frauen von Korsett und Mieder. Gemeinsam mit ihren zwei Schwestern betrieb sie den „Salon Flöge“ in Wien: Wer gesellschaftlich etwas auf sich hielt, ließ sich ein Haus von Josef Hoffmann bauen und einrichten, die Dame des Hauses von Klimt malen und von Emilie Flöge einkleiden. Adele Bloch-Bauer, Margarete Wittgenstein-Stonborough, Berta Zuckerkandl und Clarisse Rothschild liebten ihren bahnbrechenden neuen Stil. In Form eines spannenden Romans erzählt Margret Greiner das Leben der Emilie Flöge, die Gustav Klimt als junges Mädchen kennenlernte und die dem schwierigen und extravaganten Künstler bis zu seinem Tod eine verlässliche Gefährtin jenseits einer konventionellen Liebesbeziehung war. Die Biografie zeichnet vor allem das Bild einer Frau, die unbeirrt ihren Weg ging und, beruflich äußerst erfolgreich, einen völlig neuen, „secessionistischen“ Mode-Stil kreierte. Ihre für die damalige Zeit ungewöhnliche finanzielle Unabhängigkeit ermöglichte ihr auch eine selbstbestimmte Gestaltung ihres Privatlebens. Sie heiratete nie, blieb in freier Entscheidung kinderlos, verweigerte sich allen Rollenklischees. Das Buch basiert auf den Erkenntnissen der gegenwärtigen Forschung, geht aber über das rein Faktische hinaus und zeichnet in einer Mischform aus Roman und Dokumentarbericht das Lebensbild dieser außergewöhnlichen Frau. Erscheinungstermin: 25. August 2014 Margret Greiner Studium der Germanistik und Geschichte an den Universitäten Freiburg/Brsg. und München, theaterpädagogische Zusatzausbildung. Viele Jahre Unterrichtstätigkeit in den Fächern Deutsch, Geschichte und Ethik an deutschen Schulen, am Schmidt’s College in Jerusalem und an der Renmin Universität in Beijing. Zahlreiche Medienbeiträge über Israel und Palästina, über Else Lasker-Schüler, Paul Celan, Frank Wedekind und die Literatur des Expressionismus. Buchpublikationen: „Miss, wie buchstabiert man Zukunft?“ (Malik 2003), „Jefra heißt Palästina“ (Piper 2005). Margret Greiner lebt in München. >> Informationen zum Buch >> Leseprobe Bewerbung zur Leserunde: Wenn ihr am Leben von Emilie Flöge teilhaben wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 20. August für eines von 15 Leseexemplaren von "Auf Freiheit zugeschnitten". Sagt uns, was euch am meisten an der Modeschöpferin interessiert, und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at > Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 211
  • Wie Mode Grenzen sprengt

    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    Emilie Flöge war eine Modeschöpferin, die um die Jahrhundertwende herum die Reformmode in Wien etabliert hat, eine Mode, die mit allen Traditionen brach, das Korsett verdammte, beweisen wollte, dass Bequemlichkeit und Attraktivität vereinbar sind und damit ganz neue Wege beschritt. Dieses Buch erzählt ihre Geschichte, die untrennbar mit der Geschichte von Gustav Klimt verbunden ist und somit auch seine Geschichte erzählt. Es war die Zeit, in der der Jugendstil erfunden wurde, der Künstler aller Sparten mitriss. Weg mit dem Biedermeierplüsch, klare Formen, neue Wege, Freiheit. „Und wenn Emilie die Schere an den Stoff anlegte, sagte sie: "Jetzt schneiden wir auf Freiheit zu." Emilie Flöge und Gustav Klimt haben diese Kunstströmung mit geprägt, eine Idee, die viele begeisterte, die aber auch auf Unverständnis stieß. Mit sehr gewählter, authentischer Sprache, vielen Zitaten, Auszügen aus Briefen und sogar Fotos lässt uns Margret Greiner in die wiener Boheme abtauchen. Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Gustav Mahler, viele berühmte Künstler waren dort unterwegs. Aber vorrangig steht natürlich Klimt im Fokus. Man lernt ihn sehr gut kennen, einen bärbeißigen, wortkargen Individualisten, der sich nichts vorschreiben ließ, viele Frauen liebte und geniale Bilder malte. Bisweilen überschattet hier sein Werk sogar ein wenig Emilies Wirken. Aber das war wohl auch in der Realität ihr Problem. Es ist schwer, an der Seite eines berühmten Künstlers als eigenständige Künstlerin wahrgenommen zu werden, noch dazu in einer Zeit, in der Frauen üblicherweise nur Anhängsel großer Männer sind. Ich habe dieses Buch mit großem Vergnügen gelesen. Es bringt einem kurzweilig ein spannendes Stück Kunstgeschichte nahe.

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    • 3
  • Emilie Flöge

    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge
    Ingema

    Ingema

    27. October 2014 um 19:41

    Der Autorin Margret Greiner ist mit dem Buch " Auf Freiheit zugeschnitten", eine unterhaltsame und zugleich informative Romanbiographie gelungen. Sie schildert darin die Lebensgeschichte der Schneiderin Emilie Flöge zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Durch ihre Schwester Hermine, die mit dem Maler Ernst Klimt verheiratet war, lernte Emilie auch dessen Bruder, den charismatischen Gustav Klimt, einen Mitbegründer der Wiener Secession, kennen. So kam sie auch mit dem Kreis der Künstler um Koloman Moser und Josef Hoffmann in Berührung, die in der "Wiener Werkstätte" versuchten, die alten starren Konventionen in der Kunst zu überwinden und das Kunstgewerbe zu reformieren. Nach ihrer Idee sollte die Kunst das Leben völlig durchdringen. Emilie griff diese Idee für die Mode auf und begann neue Kleider zu entwerfen. Kleider ohne Korsett und einengende Mieder, hergestellt aus neuartigen Stoffen. Weich fließende Kleider, die den Frauen mehr Bewegungsfreiheit gaben. Mit ihren beiden Schwestern setzte sie ihre neuartigen Entwürfe im " Salon Flöge" um und wurde so zu einer der ersten Modeschöpferinnen Europas. Und sie hatte Erfolg. Wer es sich in Wien leisten konnte, ließ sich sein Haus von Josef Hoffmann bauen und einrichten. Frauen ließen sich von Klimt malen und von den Flöges einkleiden. Emilie hatte es geschafft. Ein großer Teil des Buches schildert das rätselhafte Verhältnis von Emilie zu Gustav Klimt. Klimt war ja stets von Frauen umgeben.  Für jede Facette  seines Lebens hatte er einen anderen Frauentyp. Frauen die ihn umsorgten, wie seine Mutter und seine Schwestern. Frauen die er malte, die ihm Modell saßen und die meist seine Geliebten wurden. Die Zahl seiner unehelichen Kinder ist nicht ganz klar. Und da war noch Emilie. War sie auch seine Geliebte oder nur Begleiterin in Theater und Oper? War sie seine Muse, mit der er die Sommerfrische am Attersee verbrachte und die ihn zu seinen Landschaftsbildern inspirierte? Oder waren die beiden ebenbürtige Gefährten die ein gemeinsames Thema verband: der Körper der Frau. Diese Fragen werden wohl nie beantwortet werden. Das Buch ist spannend und gut zu lesen, und neben Emilie lernt man auch Gustav Klimt und seine Werke besser kennen. Erwähnenswert sind auch die zahlreichen Fotos im Buch, die viel zum Verständnis sowohl für Klimts Bilder, als auch Emilies Kleider beitragen. Und so "nebenbei" gibt das Buch also auch Einblick in die Zeit des Wiener Jugendstils, Für mich ist es eines der besten Bücher, die ich 2014 gelesen habe.  daher 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Historische Romanbiografie einer beeindruckenden Frau

    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge
    Sunreading

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    „Wir sind uns doch einig, dass Kleidung eine Frau versklaven oder befreien kann, dass durch die Kleidung ihre Persönlichkeit ausgedrückt oder verneint wird, dass wir sehen, ob wir da ein ängstliches Häschen oder eine selbstbewusste Frau vor uns haben.“ (Zitat Seite 171) Wien, Ende des 19. Jahrhunderts. In einer Zeit, in der nahezu ausschließlich Herren die Welt regierten, Unternehmen gründeten und später die ersten Autos kauften, behauptete eine beeindruckende Frau ihren Platz in der künstlerischen Welt – Emilie Flöge. Zwar ohne Ehegatten, aber immer nahe ihres Gefährten und besten Freundes Gustav Klimt, einem der bedeutendsten Maler seiner Zeit, wurde Emilie von einer Schneiderin zu einer bedeutenden Modeschöpferin. Gemeinsam mit ihren Schwestern Helene und Pauline gründete sie den Salon „Schwestern Flöge“ und kreierte mit Herzblut Kleider, die die Damen Wiens von engen Miedern und Korsetts befreien sollten. „… Vielleicht bist du eine Ausnahme, Emilie, du bist eine Radikale. Deine Reformkleider sind eine Kampfansage an die Männer, weil sie deren Bilder von Weiblichkeit unterminieren.“ „Aber Emilie! Du schaffst doch beides: Du erfüllst die unstillbare Sehnsucht der Frauen, in einem Kleid von dir eine Einzigartige, Unvergleichliche zu sein und beschwichtigst ihre Frucht, zu weit zu gehen, in die Kälte der Vereinzelung zu fallen. Dieser Luxus steckt in all deinen Roben. Und nun lass es gut sein, Klimt schaut schon ganz bös’ zu mir herüber …“ (Zitate Seite 122) Meine Meinung: Autorin Margret Greiner ist eine Romanbiografie gelungen, die mich nicht nur inhaltlich, sondern auch durch ihren Schreibstil und die porträtierten Persönlichkeiten sofort tief in ihre Zeit hineingezogen hat. Ich fühlte mich Emilie Flöge und Gustav Klimt zeitweise so verbunden, als würde ich ihre Geschichte direkt miterleben. Hier und da hätte ich nur zu gerne gewusst, ob ich gerade einen echten, biografischen, oder einen von der Autorin geschöpften Teil lese. Die Kapitel sind angenehm kurz, zudem sehr fließend, informativ und unterhaltsam. Der mit Hingabe recherhierte Inhalt wird immer wieder durch Fotos eindrucksvoll bereichert und aus damaligen Zeiten erhaltene Schriftstücke/Briefwechsel werden in originaler Rechtschreibung zitiert, was ebenfalls die Historie untermalt. Ich persönlich würde den Schreibstil der Autorin als „gehoben“ bezeichnen wollen. Denn es gab immer wieder Worte, die ich trotz guter schulischer Ausbildung nicht ohne weiteres verstanden habe. Als Beispiele kann ich hier nennen: kolportieren, molestieren, reüssieren, veritabel und bukolisch. Auch ist es hier und da während des Lesens hilfreich (aber nicht zwingend notwendig), über einen Grundwortschatz in Französisch zu verfügen. Es war spannend und aufschlussreich zugleich, Emilie Flöge bis zum Schluss durch ihr Leben zu begleiten. Sehr berührt hat mich ihre stete Nähe zu Gustav Klimt, die Inspiration, die sie füreinander waren, ohne wirklich ein Leben gemeinsam führen zu können. Sehr lesenswert!

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  • Die Freiheit, die sie meinte …

    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge
    Sikal

    Sikal

    14. October 2014 um 18:25

    Emilie Flöge, Reformerin, starke Persönlichkeit, liebevolle Tante und eine Muse für Gustav Klimt. Während sich im Wien des späten 19. Jahrhunderts die Männer in die erste Reihe stellten, sich von den Damen umsorgen ließen und stolz auf ihre Kinder – vorzugsweise Söhne – blickten, wählte Emilie Flöge für sich ein anderes Leben. Sie blieb kinderlos, zog es vor nicht zu heiraten und lebte für ihre Kleider, ihre Kreativität – und natürlich auch für ihren Gustav, den sie unterstützte wo sie konnte, ohne ihm körperlich nahe zu sein. Selbstbewusst und kompetent ging sie ihren Weg, der sie raus aus Wien in die große weite Welt führte, um dort durch Neues inspiriert zu werden, die aktuellsten Stoffe einzukaufen und - zurück in Wien, Weltoffenheit und Begeisterung hervorzukehren. Sie wurde nicht müde, gegen Widerstände anzukämpfen, kaufte sich ein Auto, um ihre Freiheit zu spüren und befreite sich selbst (und andere) von Korsett und Mieder, die nicht nur den Körper einschnürten … Die Autorin Margret Greiner schreibt in ihrem Buch eine Biografie einer wunderbaren, emanzipierten Frau, die man als Leser bzw. Leserin gerne kennenlernt, deren Persönlichkeit faszinierend und interessant hervorsticht. Margret Greiner schafft es, eine Verbindung zwischen damals und heute zu schaffen, lässt uns Anteil nehmen an der Geschichte der Emilie Flöge als wäre sie eine gute Bekannte. Wenn man ein Interview von der Autorin liest, in dem sie schildert, wie die Idee für das Buch entstanden ist, kann man diese nachempfinden: „Eigentlich war es Ärger, der mich zum Schreiben gebracht hat, darüber, dass hier (wie so oft) eine großartige Frau nur als Anhängsel eines Mannes wahrgenommen wird.“ Dass sie es geschafft hat, ihrem Ärger auf solch hochqualifizierte Art Luft zu machen, ist bemerkenswert. Der Schreibstil fesselt ab der ersten Seite und unterhält mit humorvollen Anekdoten. Ergänzend dazu liefert dieses Buch tolle Fotos. Die Geschichten werden begleitet von vielen bekannten Namen, die im Laufe des Lebens der Emilie Flöge immer wieder auftauchen. Mich hat dieses Buch restlos begeistert, historische Hintergründe in Romanform, dazu eine empathische Schreibweise, die seinesgleichen sucht und interessante Details, die eine Portrait einer Frau zeichnen, von der wir uns auch heute noch ein Stückchen abschneiden können.

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