Margriet de Moor

 3.5 Sterne bei 230 Bewertungen
Autorin von Sturmflut, Erst grau dann weiß dann blau und weiteren Büchern.
Autorenbild von Margriet de Moor (©Maria Neefjes)

Lebenslauf von Margriet de Moor

Der Literaturstar der Niederlande: Die Niederländerin Margriet de Moor gehört zu den bekanntesten Autoren der Gegenwart ihrer Heimat. Ihre Romane und Erzählungen sind in alle Weltsprachen übersetzt und erreichen auch in Deutschland stets hohe Auflagen. Margriet de Moor wurde 1941 im niederländischen Badeort Noordwijk als viertes von zehn Kindern einer katholischen Lehrerfamilie geboren; die Mutter war ebenfalls Schriftstellerin. De Moor studierte am königlichen Konservatorium Den Haag Piano und Gesang, ehe sie sich dem Studium der Kunstgeschichte und Archäologie in Amsterdam zuwandte. 1988 veröffentlichte sie den Erzählband „Op de Rug gezien“, der mit dem niederländischen Literaturpreis „Goldenes Eselsohr“ für das meistverkaufte Debütwerk ausgezeichnet wurde. Einem weiteren Erzählband („Doppelporträt“) folgte 1991 der erste Roman „Eerst grijs dan wit dan blauw“, der zwei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel „Erst grau, dann weiß, dann blau“ veröffentlicht wurde und in den Niederlanden den prestigeträchtigen AKO-Literatur gewann. Weitere Bestseller gelangen ihr mit „Der Virtuose“ (1993) und „Kreutzersonate“, die die Affäre eines blinden Musikkritikers und einer Geigerin schildert. 2011 erschien „Der Maler und das Mädchen“. Geschildert wird eine Liebesaffäre im Amsterdam des 17. Jahrhunderts, dessen Hauptfigur deutlich an Rembrandt angelehnt ist. 2018 erschien der Roman „Von Vögeln und Menschen“.

Alle Bücher von Margriet de Moor

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Buchformat:
Cover des Buches Sturmflut (ISBN: 9783423086363)

Sturmflut

 (57)
Erschienen am 01.12.2011
Cover des Buches Erst grau dann weiß dann blau (ISBN: 9783446255104)

Erst grau dann weiß dann blau

 (43)
Erschienen am 22.08.2016
Cover des Buches Der Virtuose (ISBN: 9783866155039)

Der Virtuose

 (39)
Erschienen am 21.04.2007
Cover des Buches Von Vögeln und Menschen (ISBN: 9783446258198)

Von Vögeln und Menschen

 (19)
Erschienen am 19.02.2018
Cover des Buches Der Maler und das Mädchen (ISBN: 9783423141901)

Der Maler und das Mädchen

 (16)
Erschienen am 01.02.2013
Cover des Buches Kreutzersonate (ISBN: 9783423252720)

Kreutzersonate

 (17)
Erschienen am 01.08.2007
Cover des Buches Mélodie d'amour (ISBN: 9783446244788)

Mélodie d'amour

 (13)
Erschienen am 24.02.2014
Cover des Buches Schlaflose Nacht (ISBN: 9783446252806)

Schlaflose Nacht

 (10)
Erschienen am 25.07.2016

Neue Rezensionen zu Margriet de Moor

Neu

Rezension zu "Schlaflose Nacht" von Margriet de Moor

Der Umgang mit dem Schmerz
schokoloko29vor 2 Monaten

Eine Frau verliert ihren Mann, mit dem sie fast zwei Jahre glücklich verheiratet war nicht durch einen Unfall sondern durch einen Selbstmord. 

Es geht in diesem Buch um ihren Schmerz. Der Umgang der Bewohner mit ihr, sie die nicht weggezogen ist, sondern in dem Haus weiterhin lebt. Wie seine Schwester versucht sie wieder ins Leben zurück zu führen. Ihr empfiehlt mit anderen Männer ins Bett zu gehen, da es ein Grundbedürfnis einer Frau ist.

Aber auch um die schlaflose Nächte, wo sie wach liegt. Nach dem "Warum" sucht sich hin und her wälzt. Bei denen sie morgens um 1.00 Kuchen backt, damit sie auf andere Gedanken kommt. Wo ihre Hände und ihr Kopf automatisch die Zutaten wissen, ohne groß nachzudenken einfach den Teig knetet, um heraus zu kommen aus ihrem Gedankenkarussel.

Sie denkt an ihre alten Zeiten, wie sie zusammen gekommen sind. Wie attraktiv sie ihn fand. Und jetzt liegt in ihrem Bett ein Mann, der wahrscheinlich nicht mehr eine Affäre sein wird.

Das Buch ist schön geschrieben, aber auf der anderen Seite auch etwas distanziert. Ich fand das Buch leider nur etwas zu kurz und das Ende irgendwie zu abrupt und ohne irgend eine Aussage.

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Rezension zu "Der Maler und das Mädchen" von Margriet de Moor

Melancholische Schönheit
Buchperlenblogvor 7 Monaten

Inhalt

Wir befinden uns im Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Die Pest wütet in dieser wundervollen Stadt, und nicht wenige fallen ihr zum Opfer. Doch trotz dieser schlimmen Zeiten steht den Menschen der Sinn nach Kunst, und einer der größten Maler der Geschichte weilt unter ihnen, immer auf der Suche nach dem nächsten Motiv.

Eine junge Dänin gelangt derweil über den Seeweg in die niederländische Stadt. Sie ist auf der Suche nach sich selbst, nach einem neuen Leben, einem Anfang – und ihrer verschwundenen Stiefschwester, die ihr nichts hinterließ, als einige wenige Taler und die stumme Bitte zu folgen.

Rezension

Beschwingte Melancholie

Wenn ihr ein Bild betrachtet, sei es nun zeitgenössisch oder klassisch, denkt ihr dabei zuweilen an die abgebildeten Personen? Ja, fragt ihr euch vielleicht, wer sie waren, wie sie lebten, wie sie liebten oder starben? Margriet de Moor geht mit uns den Weg zurück in die Vergangenheit und beleuchtet das Leben und besonders das frühe Ende eines jungen Mädchens, dessen Antlitz im Angesicht des Todes für immer in einer Federzeichnung Rembrandts verewigt sein wird.

Wie aber kam es zu dieser Zeichnung? Wir lernen Rembrandt van Rijn kennen, der immer nur als der Maler bezeichnet wird. Wir erleben, wie er den Tod seiner zweiten Frau versucht zu verkraften, wie er nach neuen Motiven sucht und über Alten brütet. Dabei sind seine Gedanken sprunghafter Natur und nicht selten geht seine Fantasie mit ihm durch, und er führt eigenwillige Gespräche mit sich selbst und längst verstorbenen Kollegen.

Außerdem gibt es da Elisabeth Christiaen, Else – oder später einfach Elsje. Die junge Dänin begibt sich allein auf die Reise, um ihre verschollene Stiefschwester in der holländischen Großstadt zu suchen. Die Reise ist lang und beschwerlich, und mit jedem Tag, der vergeht, steuert sie unaufhaltsam auf ihren eigenen Tod hin. Denn dass sie stirbt, wissen wir von Anbeginn an, können wir doch die spätere Zeichnung ihrer selbst am Pfahl genau betrachten. Sie ist lieb, die Elsje, ein wenig forsch vielleicht, ein wenig naiv. Ein Landmädchen auf dem Weg in die große Stadt. Wie also kommt es, dass ausgerechnet dieses kleine Mädchen, kaum 18 Jahre alt geworden, nur eine Woche, nachdem sie in Amsterdam ankommt, zum Tode verurteilt und in aller Öffentlichkeit erdrosselt wird?

Margriet de Moor spinnt einen Faden um diese junge Frau, gibt ihr ein Leben, einen Sinn. Und sie verknüpft das Leben des Malers damit, während sie sprunghaft durch drei verschiedene Zeitschienen gleitet, mal vor und mal zurück, aber kontinuierlich auf diesen einen Augenblick hin ausgerichtet. Die Melancholie, die sich dabei zwischen den Zeilen immer weiter ausbreitet, ist greifbar, aber nie erdrückend. Zu beschwingt ist dafür der Tonfall der Autorin, zu frech so mancher Gedankengang.

Fazit

Kein Buch, dass sich nebenbei weglesen lässt, dafür sind die zeitlichen Sprünge zu groß. Aber in der richtigen Stimmung, und mit der richtigen Musik ist diese Geschichte um Rembrandt und das Mädchen am Pfahl sehr empfehlenswert – eben für die ruhigen Musestunden des Lebens.

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Rezension zu "Von Vögeln und Menschen" von Margriet de Moor

Magriet de Moor - Von Vögeln und Menschen (Roman)
Perlevor einem Jahr

Klappentext:

"Friedliche Stille, wenn auch trügerisch ..."


Seit ihrer Kindheit trägt Marie Lina an einer schweren Bürde: Einst hatte sich ihre Mutter für einen Mord verurteilen lassen, obwohl sie unschuldig war. Als sich überraschend die Gelegenheit bietet, Rache für dieses Unrecht zu nehmen, Rache für dieses Unrecht zu nehmen, zögert Marie Lina nicht.


"Ein wundersames Puzzle, Märchen und  knallhartes Familiensoziogramm zugleich." (Meike Schnitzler (Brigitte).



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Zusätzliche Informationen

Margriet de Moor wurde am 21. November 1941 in Noordwijk (Niederlande) geboren.

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