Margriet de Moor Der Maler und das Mädchen

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Inhaltsangabe zu „Der Maler und das Mädchen“ von Margriet de Moor

Amsterdam im Jahre 1662. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, um die Hinrichtung der 18-jährigen Elsje zu sehen. Erst vor wenigen Tagen in die Stadt gekommen, um ihre große Schwester zu suchen, erschlug sie ihre Zimmerwirtin und scheint die Tat nicht zu bereuen. Daneben der Maler Rembrandt, dessen Name nicht genannt wird. Sein Leben ist geprägt vom Tod seiner zweiten Ehefrau und dem Bankrott, bei dem er fast den gesamten Besitz verlor, und von der Malerei. Was veranlasste ihn, wenige Stunden nach dem Tod des Mädchens, den Leichnam mit wenigen Strichen für immer festzuhalten? (4 CDs, Laufzeit: 5h 51)

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  • Rezension zu "Der Maler und das Mädchen" von Margriet de Moor

    Der Maler und das Mädchen
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    12. March 2012 um 16:45

    Der Maler Rembrandt – er wird zwar während des gesamten Hörbuchs nicht namentlich genannt, und doch gibt es keinen Zweifel an seiner Identität – ist beinahe pleite und auch psychisch am Ende. Vor Kurzem starb seine zweite Ehefrau und nun muss er sich alleine um Beruf und Familie kümmern. Er zweifelt an sich, an seinem Talent und an seinem neuesten Werk. Zur gleichen Zeit kommt die 18-jährige Elsje Christiaens aus Dänemark nach Amsterdam. Sie ist auf der Suche nach ihrer Halbschwester und nach einer Anstellung als Hausmädchen, denn – so wird es jedenfalls in ihrer dänischen Heimat erzählt – Amsterdam gilt als Paradies für Hausmädchen. Keine Schläge und guter Verdienst ziehen jedes Jahr hunderte von jungen Mädchen in die Niederlande. Doch wie für so viele kommt es auch für Elsje ganz anders. Sie erschlägt ihre Hauswirtin mit einem Beil und wird zum Tode verurteilt. Sie bereut nichts. Warum nur? Erst hier kreuzen sich die Wege von Elsje und Rembrandt, erst im Tod wird sie zu seinem Modell. Inspiriert durch die Erzählung seines Sohnes, der der Hinrichtung beigewohnt hat, sucht der Maler Elsjes Leiche auf und zeichnet sie. Und hält ihr Schicksal so mit wenigen Pinselstrichen für die Ewigkeit fest. Margriet de Moors historischer Künstlerroman lässt das Amsterdam des 17. Jahrhunderts mit all seinen strengen Gesetzen und Moralvorstellungen wieder aufleben. Dabei schafft sie es, sowohl den künstlerischen Schaffensprozess eines gebrochenen Mannes als auch die naiven Hoffnungen eines jungen Mädchens mit wenigen, ungekünstelten Worten authentisch darzustellen. Beide Leben verlaufen parallel aneinander vorbei und sind sich dabei doch näher, als beide vermuten. Erst nach dem Tod des Mädchens werden beide eine Verbindung eingehen, die bis heute anhält. In diesem Licht betrachtet lässt sich verstehen, warum eine Begegnung der beiden nicht möglich ist, denn das Ende ist von Anfang an vorherbestimmt. Am Schicksal lässt sich nichts ändern, denn so ist es ja wirklich passiert, und doch lässt Margriet de Moor einem die Hoffnung, dass es vielleicht doch noch anders kommen könnte. Gelesen wird die Geschichte im Wechsel von Ulrike Grote und Thomas Sarbacher – angenehme Stimmen, die sich diskret im Hintergrund halten und so die Geschichte für sich sprechen lassen.

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