Margriet de Moor Der Maler und das Mädchen

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Inhaltsangabe zu „Der Maler und das Mädchen“ von Margriet de Moor

Leuchtend wie ein Gemälde RembrandtsAmsterdam, März 1664. Hat die achtzehnjährige Dänin Elsje ihre Zimmerwirtin mit einem Beil erschlagen, weil sie die Miete nicht bezahlen konnte? War der Streit eskaliert, als sie sich gegen die mögliche Forderung ihrer Vermieterin, ihren Körper zu verkaufen, verwahrte? Jedenfalls galt Elsje als Mörderin. Und sie bereute nicht ... So wurde ihr Leichnam, nachdem man sie öffentlich erdrosselt hatte, zur Abschreckung ausgestellt. Rembrandt, gerade verwitwet und wirtschaftlich ruiniert, folgt dem Weg ihres Leichnams vor die Stadt und hält dort ihr Bild fest. In detailgetreu recherchierten, packenden historischen Szenen und sinnlichen Beschreibungen erzählt Margriet de Moor von der Begegnung eines »sehr dummen Mädchens und eines Mannes, der absolut nicht weiß, wohin mit seinem Kummer, aber viel vom Malen versteht«.

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  • Buchverlosung zu "Tulpenfieber" von Deborah Moggach

    Tulpenfieber
    Insel_Verlag

    Insel_Verlag

    Die betörende Wirkung der Schönheit Wir befinden uns in Amsterdam – im Jahre 1636. Die Stadt ist im Tulpenfieber: Aus dem Fernen Osten stammt die neue Blumenart, deren kostbare Zwiebeln bald mehr wert sind als Diamanten. Die Spekulanten an der Amsterdamer Börse, ob Bürger, Kaufmann oder einfacher Knecht, sind bereit, alles zu riskieren. Allen voran für die Schönste von ihnen: die Semper Augustus.Dies ist das Setting von Deborah Moggachs Roman Tulpenfieber, den wir gerade neu aufgelegt haben und von dem wir hier 20 Exemplare verlosen.Was passiert in dieser fiebrigen Atmosphäre Amsterdams? Sophia, die junge, wunderschöne Ehefrau eines wohlhabenden Kaufmanns, verliebt sich in den mittellosen Maler Jan. Die beiden verstricken sie sich in eine unheilvolle Affäre, für die es nur einen einzigen Ausweg geben kann: Amsterdam gemeinsam zu verlassen. Doch woher das Geld nehmen? Lest doch einfach mal ein Stück hinein, hier geht’s zur Leseprobe »»Wie ein Stillleben holländischer Meister.« SternHabt Ihr Lust auf einen farbenprächtigen Roman, der von der betörenden Wirkung von Schönheit und den fatalen Konsequenzen unkontrollierter Begierde erzählt – und das vor der Kulisse des ersten modernen Börsencrashs während des Goldenen Zeitalters? Dann bewerbt Euch bis zum 19.10. über den »Jetzt bewerben«-Button und beantwortet uns folgende Frage:Stellt Euch vor, Ihr könntet einen Tag im Amsterdam des Jahres 1636 verbringen – was würdet Ihr als erstes tun?Über die Autorin: Deborah Moggach, Jahrgang 1948, absolvierte ihr Studium an der University of Bristol und begann anschließend, bei Oxford University Press zu arbeiten. Sie hat zahlreiche Romane geschrieben, darunter These Foolish Things, der unter dem Titel The Best Exotic Marigold Hotel für das Kino verfilmt wurde. Moggach schreibt außerdem Drehbücher; für die Vorlage der berühmten BBC-Verfilmung des Jane-Austen-Klassikers Stolz und Vorurteil wurde sie mit einem BAFTA ausgezeichnet. Die Autorin ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Society of Authors und des PEN. 2005 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der University of Bristol. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt im Norden Londons.PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...Übrigens: Ab dem 22. Dezember 2016 ist die Verfilmung von Tulpenfieber im Kino – mit Christoph Waltz, Judi Dench und Alicia Vikander. Den englischen Trailer könnt Ihr Euch bereits ansehen:

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  • Rezension zu "Der Maler und das Mädchen" von Margriet de Moor

    Der Maler und das Mädchen
    walli007

    walli007

    Das schlichte Elsje Wie sehr trauert der Maler um seine Frau, die er wegen des vermaledeiten Testaments seiner verstorbenen ersten Frau nicht ehelichen konnte. An der verdammten Pest ist sie elendiglich gestorben. Nichts kann den guten Mann trösten, nicht sein Sohn, nicht seine Malerei. Nur durch Zufall erfährt er von der Hinrichtung der jungen Elsje. Diese soll ihre Hauswirtin mit mehreren Axthieben getötet haben, weil sie kein Geld mehr für die Miete hatte. Um an ihr Geld zu kommen, wollte die Wirtin das Mädchen an den nächsten Besten geben, gegen Geld natürlich und nicht für immer. Schon etliche Bücher der Autorin habe ich gerne gelesen. Meist gefielen sie mir ausgesprochen gut. Doch hier tat ich mich etwas schwer. Zwar hat die Autorin die Kunst des Malers (Rembrandt ist gemeint) ganz wunderbar in Worte gefasst und auch seine Trauer geht zu Herzen. Die Geschichte der etwas schlichten Elsje, die voller Vorfreude und Energie aus Dänemark nach Amsterdam reist, ist ergreifend, gerade in den Momenten der enthusiastischen Freude und des späteren Nichtbegreifens der Situation. Doch beides zusammen gab für mich keine runde Geschichte. Zu viel Stückwerk beinhaltet die Geschichte des Malers und des Mädchens, die sich eigentlich nie begegnen. Leider wird auch nicht eindeutig gesagt, ob aus den teilweise wahren Fakten ein echtes Bild hervorgegangen ist oder ob dies der Phantasie der Autorin entsprungen ist. Doch vielleicht ist auch gerade dieses eine Absicht.

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    Der Maler und das Mädchen
    Pongokater

    Pongokater

    24. November 2013 um 18:05

    Ein sehr lebendiges Mädchen, Elsje Christiaens, ist tot, hingerichtet wegen Mordes an ihrer Hauswirtin in Amsterdam. Ein innerlich fast toter Maler, Rembrand van Rijn, lebt. Im genannten Zustand begegnen sich beide auf dem Schindanger und verewigen sich in zwei kleinen Zeichnungen.  Diese sind der Ausgangspunkt für die Autorin, um zwei Leben nachzuverfolgen, die nur den gezeichneten Augenblick gemeinsam haben. Sie tut das auf eine leise poetische Weise, die beiden so verschiedenen Menschen auf zu Herzen gehende Weise Referenz erweist. Ganz große Literatur.

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  • Der Maler und das Mädchen

    Der Maler und das Mädchen
    solveig

    solveig

    08. October 2013 um 21:15

    Das eigentliche Geschehen spielt sich an nur einem Tag, innerhalb von 24 Stunden, in Amsterdam ab. Es ist der 3.Mai, Tag der Hinrichtung des 18jährigen dänischen Mädchens Elsje Christiaens. Für den Maler, dessen Name allerdings nie ausdrücklich genannt wird (es handelt sich um Rembrandt van Rijn), ist es ein Tag wie jeder andere, er kümmert sich um sein Malergeschäft, kauft Farben ein, macht sich Gedanken um ein neues Bild. Natürlich erfährt er von der Hinrichtung; er muss sich mühsam seinen Weg gegen den Strom der Menschenmenge, die sensationslüstern zum Rathaus drängt, bahnen. Er schließt sich den Zuschauern bewusst nicht an; er hat zuviele Tote gesehen, seine zweite Ehefrau ist noch nicht lange begraben. Doch am Ende des Tages wird er mit dem Boot zum Volewijk fahren, wo die Tote, an den Schandpfahl gebunden, zur Schau gestellt wird, und zwei Zeichnungen des Mädchens anfertigen (heute zu sehen im Metropolitan Museum of Art, New York).  Erst an diesem Punkt treffen „der Maler und das Mädchen“ zusammen. Bis dahin werden ihre Lebensgeschichten parallel, getrennt voneinander, aber unaufhörlich aufeinander zu fließend, erzählt, bis zum  Mord, dessentwegen Elsje zum Tode verurteilt wird, und dem Höhepunkt, der Hinrichtung. Das Amsterdam des 17. Jahrhunderts und seine Bewohner werden aus dem Blickwinkel und mit den Augen eines Malers betrachtet. Es entsteht ein farbiges, lebendiges Bild jener Zeit, das es dem Leser leicht macht, sich in die Vergangenheit hinein zu versetzen. Dabei arbeitet Margriet de Moor in mehreren Zeitebenen.  Während sie die Ereignisse des 3. Mai chronologisch wiedergibt, werden im Wechsel die Lebensgeschichten von Rembrandt und Elsje mit der Erzählung verwoben, wobei sich die Autorin jedoch nicht streng an die genaue Abfolge der Geschehnisse hält. Immer wieder sind  auch  Hinweise auf zukünftige Zeiten, etwa die Gegenwart des Lesers eingestreut („…heute heißt die Straße ….“ , „damals gab es noch…“), was dann wieder eine gewisse Distanz zum Roman aufkommen lässt: man taucht ein ins Geschehen, lässt sich mitreißen, wird aber immer wieder zurückgeholt. Auch Van Goghs Zitate über Rembrandts Kunst verweisen in eine modernere Zeit.  Rembrandt hat Elsje Christiaens durch seine Zeichnungen über viele Jahrhunderte eine Bekanntheit und ein Interesse an ihrer Person verschafft, die sie (so makaber das ist) ohne ihre Hinrichtung nicht erlangt hätte. So hat der Maler „die Form mit einer Zeitdauer versehen, dem Blick“   -  und dem Mädchen ein Denkmal geschaffen.    

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  • Rezension zu "Der Maler und das Mädchen" von Margriet de Moor

    Der Maler und das Mädchen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    07. March 2013 um 10:20

    Einige Schriftsteller haben sich in den vergangenen Jahren schon an dem Thema versucht, in einem biographisch getönten Roman dem Leben und Werk eines Malers auf die Spur zu kommen. Ich denke insbesondere an das wunderbare Buch von Asta Scheib „Das Schönste, was ich sah“, in dem sie dem Maler Giovanni Segantini ein literarisches Denkmal setzte, oder an den Roman von Carsten Jensen „Rasmussens letzte Reise“, in dem er die verzweifelte Suche eines dänische Marinemalers nach dem Licht beschrieb. Nun hat die niederländische Schriftstellerin Margriet de Moor einen biographisch geprägten Künstlerroman vorgelegt, der sich in seiner Qualität an ihr Buch “Sturmflut“ anschließt. Es geht um die Geschichte eines Bildes von Rembrandt, das unter dem Titel „Elsje Christiaens hanging in the gibbet“ im Metropolitan Museum of Art in New York hängt. Es ist nicht unbedingt sein bekanntestes Bild, aber Margriet de Moor geht es weniger um das Bild selbst, als um die Geschichte Rembrandts, seine erste Ehe und den frühen Tod seiner Frau, seine finanziellen Probleme und seine Insolvenz, bei der viele seiner Bilder weit unter Preis verkauft werden mussten. Es geht auch um die Stadtgeschichte Amsterdams in diesen Zeiten Mitte des 17. Jahrhunderts, wenige Jahre vor dem Tod Rembrandts in völliger Armut. Und es geht hauptsächlich um die kurze , aber dramatische Lebensgeschichte des dänischen Mädchen Elsje Christiaens, die , gerade mal achtzehnjährig, ihrer Stiefschwester nach Amsterdam folgen will, und nach einer abenteuerlichen Seereise, während der sie im Packeis hängen bleibt, schlussendlich nach Amsterdam kommt, dort ein Zimmer bei einer Vermieterin erhält, während sie sich auf die Suche nach einer Stellung als Hausmädchen macht. Sie kann auch nach einer Woche ihre Miete nicht bezahlen und als sie spürt, dass ihre Vermieterin sie, so wie andere Mädchen auch, zur Prostitution verführen will, schlägt sie eines Tages diese mit einem Beil nieder und verletzt sie tödlich. Elsje wird zum Tode verurteilt, sie weigert sich zu bereuen und wird gehängt, bzw. erdrosselt. Diese Geschichte ist in den Tagen, als sie geschieht, in Amsterdam Stadtgespräch, und auch Rembrandt erfährt von seinem Sohn davon, der der Hinrichtung so wie Tausende andere beigewohnt hat. Sie berührt den alten Maler seltsam und am Ende des Buches fährt er zu dem Ort, an dem die Leiche Elsjes aufgehängt ist und malt sie. Zuvor erzählt Margriet de Moor meisterhaft aus dem Leben Rembrandts und Elsjes in wechselnden Perspektiven und nicht chronologisch, was dem Roman seinen eigenen, spannenden und anspruchsvollen Charakter gibt. Sie wechselt souverän die Zeitebenen und entwirft damit nicht nur ein literarisches Bild von Rembrandt, sondern auch ein kultur- und zeitgeschichtliches Porträt der Amsterdamer Gesellschaft um 1664 und den Jahren davor. Ein schöner Roman, der nahtlos an die Qualität von „Sturmflut“ anschließt.

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