Margrit Abderhalden

 4,5 Sterne bei 2 Bewertungen

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Cover des Buches Schweizer Alpküche (ISBN: 9783038008767)

Schweizer Alpküche

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Erschienen am 25.01.2016

Neue Rezensionen zu Margrit Abderhalden

Cover des Buches Schweizer Alpküche (ISBN: 9783038008767)peedees avatar

Rezension zu "Schweizer Alpküche" von Margrit Abderhalden

Einfach, währschaft, gut
peedeevor 8 Monaten

Auf der Alp werden Produkte verwendet, die einerseits selbst angebaut oder produziert werden und andererseits sehr lange haltbar sind. Die Mahlzeiten müssen nahrhaft sein, da die körperliche Arbeit anstrengend ist, zudem ist Resteverwertung angesagt: die Ressourcen sind wertvoll und daher umfänglich zu verbrauchen. Die Autorin präsentiert 100 Rezepte; fotografiert von Veronika Studer.

Erster Eindruck: Das Hardcover ist sehr schön gestaltet – Farbfotos von verschiedenen Gerichten oder Arbeiten über einem ländlichen Scherenschnittmotiv; gefällt mir sehr gut.

Das Buch ist in verschiedene Kapitel gegliedert: Salat, Suppe, Hauptgerichte, Fleisch, Rezepte mit altbackenem Brot, süsse Gerichte, Brot und Gebäck, Grundrezepte, Vorräte für gesunde und kranke Tage, Rezeptverzeichnis.

Da es um Schweizer Rezepte geht, sind gewisse Rezepte auch mit Mundartbegriffen genannt, so ist z.B. das erste Rezept der „Söistüdeler Löwenzahnsalat“ (der Begriff „Söistüdeler“ bezeichnet den jungen Löwenzahn – insofern ist der Rezeptname eigentlich doppelt gemoppelt), „Chässuppe“ („Chäs“ = Käse) oder auch „Bettelmann“ (auf Berndeutsch würde man diesem jedoch „Fotzuschnitte“ sagen = armer Ritter). Die Rezepte bestehen meist aus wenigen Zutaten und einer einfachen Zubereitung – sehr sympathisch. Es hat einige Rezepte dabei, die ich ausprobieren will, da sie z.T. für mich ungewohnte Zutaten oder Zubereitungsarten beinhalten. Da wäre z.B. der „Kohlrabisalat mit Alprahm“: ich habe noch nie rohen Kohlrabisalat gegessen, der mit Essig und dickflüssigem Alprahm angemacht wird. Da ich ein grosser (und ganzjähriger!) Suppenfan bin, freue ich mich immer über Rezeptvorschläge mit zuweilen neuen Varianten: „grüne Kartoffelsuppe“, „Zwiebelsuppe“, „Hafersuppe“, „UHU-Suppe“ („Ums Huus ume“ = ums Haus herum).
Zwischen den Rezepten gibt es immer wieder Einblicke in den Alltag auf einer Alp. Das hat mir sehr gut gefallen. Eins ist sicher: es ist anstrengend, eine Alp zu bewirtschaften und hat wenig mit der „Heidi-und-Alpöhi“-Idylle zu tun, die diese Geschichte doch zuweilen vermittelt.

Fazit: Ein schönes Buch mit währschaften Rezepten, das zeigt, dass schmackhaftes Essen nicht kompliziert sein muss.

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Cover des Buches Schweizer Alpküche (ISBN: 9783038008767)Hexchen123s avatar

Rezension zu "Schweizer Alpküche" von Margrit Abderhalden

Einfache, bodenständige und authentische Küche aus den Schweizer Alpen
Hexchen123vor 5 Jahren

Beim ersten Durchblättern dieses Kochbuchs ist mir sofort aufgefallen, dass einige Gerichte oftmals in ihrer schweizer Landessprache betitelt sind. So begegnet mir „Eierschwümm uf Bäibrot“, „Höibeeri-Sturm“ oder gar „Holderbrägel“ und einige andere. Dies finde ich aber gar nicht schlimm, sondern es macht dieses Kochbuch zu einem authentischen Werk.

Alpenküche ist eine einfach Küche, mit wenigen Zutaten und ohne lange Zubereitungszeit. Deshalb ist sie aber nicht weniger lecker, im Gegenteil. Gerade die Einfachheit und die schnelle Zubereitung macht sie für mich zu einer meiner Lieblingsküchen.

Die Gerichte in „Schweizer Alpküche“ sind für 4 Personen ausgelegt. Zutaten und Zubereitung sind übersichtlich gestaltet und für jedermann verständlich. Nahezu jedes Rezept hält noch einen Tipp parat, wie man es noch abwandeln könnte oder was sehr gut dazu passt. Die Mahlzeiten sind appetitlich und ansprechend fotografiert. Einziges Manko, es gibt nicht zu jedem Gericht ein Bild.

Das Kochbuch ist in die folgenden Kapitel aufgeteilt:

Salat
Suppe
Hauptgerichte
Fleisch
Rezepte mit altbackenem Brot
Süsse Gerichte
Brot und Gebäck
Grundrezepte
Vorräte für gesunde und kranke Tage

Selbst die Alpapotheke ist berücksichtigt. So sind hier einige Heilpflanzen mit ihrer Wirkungsweise und der entsprechenden Anwendung aufgeführt. Am Ende findet sich noch das alphabetische Rezeptverzeichnis. Zwischendrin findet man immer wieder einen kleinen Einblick und Geschichten rund um das Leben auf der Alp.

Nachgekocht habe ich das „Geschnetzelte“ und die „Bratkartoffeln“ sowie den „Gestürzten Apfelkuchen“. Alles hat auf Anhieb geklappt und sehr lecker geschmeckt.

Ein bodenständiges und authentisches Kochbuch welches uns die „Schweizer Alpküche“ in unsere heimische Küche bringt. Die Rezepte sind allesamt alltagstauglich und somit auch für den täglichlichen, oftmals auch schnellen Mittagstisch geeignet.

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