Margrit Schriber Die hässlichste Frau der Welt

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Inhaltsangabe zu „Die hässlichste Frau der Welt“ von Margrit Schriber

Mitte des 19. Jahrhunderts tingeln zwei Frauen durch Europa: Julia Pastrana wird von ihrem gewissenlosen Impresario als »Affenfrau« angepriesen, während die Schönheit der jungen Tänzerin Rosie nur dazu dient, die Abnormität des Stars noch zu steigern. Stilsicher und einfühlsam erzählt Margrit Schriber von der berührenden Freundschaft der beiden ungleichen Frauen, aber auch von gewalttätiger Sensationslust und wissenschaftlichem Forschungseifer.

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  • Die "Freakshow"

    Die hässlichste Frau der Welt

    dicketilla

    02. March 2014 um 12:42

    Röslie kehrt als alte Frau in ihr Schweizer Bergdorf zurück um Julia Pastrana die letzte Ehre zu erweisen . Ihr Versprechen einlösen ,denn für sie war sie keine Kreatur , sondern Mutter die sie nie hatte , eine Freundin , der liebste Mensch .Sie wird in einem Armenhaus untergebracht und sie erzählt dem Armenvogt deren und ihre Geschichte . Als Verdingkind kommt die kleine Röslie mit einem Auswanderzug nach Amerika . Vom Fairchild Lent , einem Schausteller wird sie als Dienerin seiner Attraktion Julia Pastrana zu sich genommen .Er hat seinen ganzen Besitz auf Julia gesetzt , so redet diese es sich ein ,in Dankbarkeit verbunden , ihm was Wert zu sein .Und sie dankt es ihm mit Gehorsam und Liebe .Das Herumzeigen einer Kreatur , halb Mensch , halb Tier und als Affenfrau in seiner “ Freakshow”angepriesen . Als sich Rosies Körper verändert und sie zu einer Schönheit wird ,bildet er sie zu einer Burlesque Tänzerin aus und nennt sie Rosie la Belle .Julia sieht anfangs eine Bedrohung in ihr , doch mit der Zeit werden sie zu innigen Freundinnen , beide in Abhängigkeit , ihrem Peiniger ,verbunden .Julia der Hund und Röslie der Tiger .Er zieht mit ihnen um die welt und wird einer der reichsten Männer seiner Zeit .Das Herumzeigen seiner Kreatur wird für religiöse und rassistische Propaganda genutzt .Lents Affenfrau ist die Verkörperung der Rätsel der Zeit .Und nicht achtend der Schmerzen , die sie erleidet , stellt er sie für medizinische Untersuchungen zur Verfügung , was ihm ein hohes Honorar einbringt .Und er kannte keinerlei Skrupel , wenn es nur Gewinn einbrachte . Es ist eine Geschichte um eine bedauernswerte Person , der Mutter entrissen , für die sie immer ihr Schmetterling war .Die Geschichte wird sehr schnell erzählt und die Sprachführung manchmal etwas sonderbar . Man ist von der Julia ergriffen und möchte sie manchmal beschützen , aber es setzten sich auch viele Parallelen zur heutigen Zeit fest .Wie wird heute mit der Würde des Menschen umgegangen.Was zählen hohe Einschaltquoten gegenüber Moralvorstellungen . Ein Buch , dass lange im Gedächtnis haften bleibt . Auszug : “ Es sei traurig , meint Julia Pastrana , anstatt mit den Menschen zusammen zu sein , so neben den Menschen herzugehen und als Missgeburt für Geld gezeigt zu werden . Ohne an ihrer Fröhlichkeit und Gegenliebe einen Anteil zu haben . “

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  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    glanzente

    Das Buch erzählt das Schicksal und die Freundschaft zweier jungen Frauen die am Rande der Gesellschaft leben. Julia Pastrana gekennzeichnet durch ihr Aussehen und Rosi fortgeschickt von ihren Waiseneltern. Beide Frauen werden von einem skrupellosen Menschen in einer Freakshow ausgebeutet. Da die Sensationsgier des Volkes bald gestillt ist, versucht der Abenteurer durch die Hochzeit mit dem Affenwesen und die Zeugung eines haarigen Kindes die Senasitionsgier der Menschen wieder zu wecken. Eine beeindruckende Geschichte die mich noch eine Weile beschäftigen wird. Und mit Geräusch klappe ich das Buch zu. Mit Geräusch!

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    wandablue

    16. August 2013 um 09:37
  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    Buecherdiebin

    31. August 2012 um 15:49

    Julia Pastrana ist die hässlichste Frau der Welt. Sie leidet an Hypertrichose, an unkontrolliertem Haarwuchs und wird deswegen als Affenfrau von ihrem "Manager" in Freakshows vorgeführt. Im 19. Jahrhundert wird sie verspottet, angespuckt, gefürchtet und als Tier bezeichnet. Dabei ist Julia eine normale Frau, die ihren Manager liebt, gerne kocht und häkelt. Im Hafen von London gabelt der Impesario ein blutjunges Mädchen auf, Röslein, die ihr Schiff nach Amerika verpasst hat. Sie wird erst zum Dienstmädchen, dann zu einem Teil der Show. Ihre Schönheit lässt Julias Hässlichkeit nur noch grotesker wirken. Aus dem kleinen Mädchen wird Rosie La Belle, die Burlesque-Tänzerin und Hostess. Ihren Lebensabend verbringt die alt gewordene Schönheit in ihrer alten Heimat, der Schweiz. Und berichtet dort von ihrem Leben mit der hässlichsten Frau der Welt. ***************************************************** Vom Thema her eigentlich ein interessantes Buch, man kann sich ein Bild machen, wie menschenunwürdig früher Menschen in Freakshows behandelt wurden. Allerdings hat mir die Schreibweise von Schriber überhaupt nicht zugesagt. Auf der einen Seite nimmt sie historische Korrektheit in Anspruch, fällt allerdings meiner Meinung nach doch zu oft ins Erfundene - oder Übertriebene. Schade.

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  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    libri

    08. August 2012 um 15:37

    Der Schreib- bzw. Erzählstil fand ich von Anfang an schwierig. Ich denke auch, das ich bei mehr Seiten sehr schnell aufgegeben hätte. So habe ich nun die Geshichte der hässlichsten Frau der Welt gelesen und finde das Buch sehr bedrückend. Diese Zurschaustellungen gab es ja tatsächlich und man kann sich durch dieses Buch ein wenig vorstellen, wie unglaublich herabwürdigend diese Shows damals waren.

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  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    KerstinnI

    30. May 2012 um 17:12

    Wow, ich finde die Grausamkeit die dieses Buch beinhaltet ist so erschreckend! Inhalt: Julia Pastrana lebte im 19 Jh. und ist eine "Affenfrau" -sie ist am ganzen Körper behaart und wird von ihrem Ehemann in einer Freakshow durch Europa geführt. Rosie la Belle wird im Kontrast dazu als burlesque Schönheit gezeigt. Die beiden Frauen mit den starken Gegensätzen lernen sich kennen und haben eine besondere Beziehung zueinander die bis über den Tod hinausgeht. Meine Ansicht: Die ersten Seiten waren sehr schwierig für mich, der Schreibstil ist sehr besonders und ich braucht einige Zeit bis ich mich daran gewöhnt hatte. Ich packte das Buch sogar mal weg und fing erst Tage später wieder von vorn an. Und das war genau richtig. Plötzlich war ich mitten in der Geschichte. Ich habe so sehr mit Julia gelitten und konnte die Vorführung und Missachtung ihrer Person kaum fassen. Ich hatte das Gefühl, die Geschichte lebt von sich selbst, es ist kein riesiger Spannungsbogen vorhanden, sondern einfach eine Biografie, die so schockierend und fesselnd ist, das sie alleine bestehen kann. Wegen des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils gebe ich gern 4 Sterne!

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  • Frage zu "Wir Ertrunkenen" von Carsten Jensen

    Wir Ertrunkenen

    Rippchen

    Ich fand das Buch toll und würde gerne wissen, welche Romane der Autor in seinem Nachwort meint, mit ein Buch über stark behaarte Frauen in Norwegen
    ein Buch über Absurditäten des öster-ungar. Rechtssystem,
    ein Buch über jugendliche Verbrecher im zar. Russland
    ein Buch über die Waljagd im Stillen Ozean
    ein Buch über masturbierende Collegestudenten.
    Vielleicht kann mir jemand weiter helfen.

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  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    blueberry7

    30. May 2010 um 01:24

    Das Lieblingsbuch meiner Lieblingsbüchermaus............... hat gehalten, was sie versprochen hatte. Altertümliche sprache, aber eine wunderbare Geschichte über einen Menschen am Rande der Gesellschaft. Mit einer essentiellen Aussage über das Sammeln von wichtigen Begegnungen und Lebenssituationen wie das Aufreihen von Perlen auf einer Schnur.................. Ich weiß, warum du dieses Buch so magst...................

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  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    elane_eodain

    26. May 2010 um 23:18

    >> Rosie hat nach meinen Perlen gefragt. Seither denke ich unentwegt darüber nach. Was bewegt den einen Menschen, ausschau nach Perlen zu halten, den anderen nicht. Rosie ist den Weg des Elends gegangen, statt in Bitterkeit zu versinken, hat sie nach Perlen ausschau gehalten. Doch welchen einzigartigen Moment habe ich aufgehoben und aufgefädelt? << - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - EINDRÜCKE: Ich habe einige Zeit gebracht nachdem ich die letzten Worte gelesenen hatte bis ich diese Rezension verfassen konnte, denn "Die häßlichste Frau der Welt" lässt mich nachdenklich zurück - nachdenklich und im Zwiespalt über dieses Buch. Der gewählte Sprachstil von Frau Margrit Schriber ist hierbei hervorzuheben und Ursache für meinen Zwiespalt, deshalb werde ich in dieser Rezension nicht weiter auf den schon viel rezensierten Inhalt oder andere Aspekte eingehen (es würde eine sehr lange Rezension werden, denn viele Gedanken gehen mir durch den Kopf...), sondern ich beschäftige mich mit der auffälligen Sprache: Die Sätze sind meist sehr kurz, Satzfragmente, nur das Nötigste beinhaltend, aneinandergereiht, einer nach dem anderen, keine erklärenden, erläuternden Nebensätze, abgehackt, aber klar. Dieser Stil hat mich einerseits mitgenommen in die Welt von Rosie und Julia, in die Welt eines naiven Mädchens und einer Frau, die nach Meinung vieler Leute mehr Tier als Mensch ist, hat mich teilnehmen lassen an der langsam aufkeimenden Annäherung der beiden unterschiedlichen Charaktere. Und für diese Welt ist die gewählte Sprache genau richtig: einfach, sachlich, schnörkellos, auf wichtiges beschränkt, und vorallem wenig reflektiert. Dabei werden die beiden Hauptcharaktere einfühlsam beschrieben, die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Langsam, zaghaft nähert man sich ihnen an, versteht sie ein wenig. Margrit Schriber jongliert mit den Worten und hat mich damit zu Gedanken über die wenigen Worte hinaus gebracht. Das hat mir wunderbar gefallen! Andererseits war genau dieser Sprachstil aber auch störend, wobei "störend" ist das falsche Wort, eher zu wenig - zu wenig, um der Geschichte flüssig zu folgen, zu wenig, zu abgehackt, zu schnell, zu oberflächlich... schlussendlich kann ich diesen Sprachstil nicht nur positiv, aber bei weitem auch nicht negativ beurteilen, denn meine ganz eigenen Empfindungen beim Lesen waren so unterschiedlich. Teilweise hat dieser Stil mich gefesselt und in die Geschichte gebannt, manchmal aber auch einfach im Regen stehen lassen... Zur Sprache fällt außerdem die manchmal seltsame Wortwahl auf, dies liegt vielleicht an den Unterschieden im Sprachgebrauch zwischen Deutschland und der Schweiz, aber auch an der Anpassung der Ausdrücke an die Lebenszeit von Rosie und Julia (1850 - 1860). Nicht immer wusste ich mit diesen Begriffen auf Anhieb etwas anzufangen, aber dennoch unterstützen sie die Atmosphäre des Buches. FAZIT: Ich finde es mutig und gut, wie die Autorin die reale Geschichte der Julia Pastrana aufgreift, wie sie versucht, dieser Frau einen Charakter, ein Leben zu geben und wie sie uns Leser für ihr Schicksal sensibilisiert... dafür zolle ich Frau Schriber viel Respekt und bedanke mich trotz der Bewertung von "nur" 3 Sternen für eine interessante Lektüre, sowohl was den Inhalt als auch die Sprache betrifft!!!

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  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    helene

    19. March 2010 um 17:01

    Sie war ein Mensch wie wir, doch jemand machte sie zum Tier...
    Margrit Schriber, schreibt sehr wärmherzig über das Leben der "Affenfrau" Julia Pastrana...
    Sie wurde zu Lebtag und über den Tod hinaus, von Hand zu Hand gereicht..
    Dass Du endlich in Frieden Ruhen darfst...
    Dass wünschen Dir so viele Menschen, liebe Julia.

  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. March 2010 um 16:19

    "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber dieser Roman ist in gut gewählten Worten, sehr feinfühlig verfaßt. Hier in diesem Roman werden zwei Welten gezeigt, die eine 'SCHÖN' die andere Welt 'HÄSSLICH'. Diese historische Geschichte erzählt von Julia Pastrana, genannt die Affenfrau, weil sie total behaart war und man sie weder als Mensch noch als Tier angesehen hat. Darum wurde sie an einem Manager Namens Lent verkauft, der sie als gewinnbringende Goldgrube ansah, wo man Geschäfte mit machen kann. Das totale Gegenteil von der Affenfrau Julia Pastrana ist ein hübsches Mädchen vom Lande, das ebenfalls bei dem Manager Lent lebt. Gemeinsam treten sie in verschiedene Länder auf und sind für das Publikum jeder für sich auf eine andere Art und Weise nur eine Attraktion. Das Buch hat mich zutiefst berührt, denn es ist nicht nur ein Roman aus dem Kopf heraus geschrieben, sondern dieser Roman handelt von einer wahren Begebenheit. Ich habe das Buch in einem durchgelesen, ich konnte es nicht auf Seite legen, muss aber gestehen, es hat für mich nachhaltig etwas, in mir hinterlassen. Der Körper eines Menschen als Spiegel gesellschaftlicher Anomalie, die bis in die heutige Zeit reicht. Keine Lebewesen, ob Mensch ob Tier sollte zur Belustigung vorgeführt werden. Ein Buch das nicht nur ans Herz, sondern ins Herz geht. Ein MUSS zum lesen!!!!!

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  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    Maeve

    15. March 2010 um 15:53

    19. Jahrhundert in Europa. Hier spielt die wirklich wahre Geschichte der "hässlichsten Frau der Welt" statt. Ein wunderbares, feinfühliges geschriebenes Buch von Margrit Schriber. Trotzdem macht mich das Buch sehr traurig, weil es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt. Hier dreht es sich um das Leben der Menschenfrau Julia Pastrana. Mit dieser Frau, die weder Tier noch Mensch zu sein scheint, verdienen andere Menschen Geld. Andere wiederum zahlen Geld dafür, damit man sie ansehen kann. Sie ist praktisch ein Ausstellungsstück. Eigentlich ist sie das heute noch, da sie immer noch nicht ihre wohlverdiente Ruhe bzw. ihre Beisetzung bekommen hat. Die Geschichte macht mich traurig und sehr nachdenklich. Das Buch möchte ich Menschen mit Herz nahe legen, es ist sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. February 2010 um 18:27

    Mitte des neunzehnten Jahrhunderts tingeln zwei junge Frauen durch Europa. Die eine ist als "die Affenfrau" der Star einer Freakshow, die andere eine junge Tänzerin, deren Schönheit dazu dient, die Abnormität des Stars noch zu steigern. Stilsicher und einfühlsam erzählt Margit Schriber von Hässlichkeit und Schönheit, von einer berührenden Freundschaft, aber auch von der Gewalttätigkeit von Sensationslust und wissenschaftlichem Forschungseifer. Ich habe jetzt einige Tage gebraucht, bis ich mir wirklich darüber im Klaren war, was ich schreibe. Dieses Buch ist schrecklich,.Schrecklich in dem Sinne, das es einem selbst klarmacht, wie grausam, egoistisch und verschlagen dich Menschheit doch ist. Denn meines Erachtens, hat sich seit Ende des 19.Jahrhunderts, nicht viel geändert. Noch immer ist der Mensch auf der Suche nach dem letzten Kick, nach Sensationen, Absonderlichkeiten und Abnormitäten. Das grausamste Raubtier der Erde ist nach wie vor der Mensch, denn es gibt selten ein Tier, das aus purer Lust tötet oder quält, und sich noch daran erfreut. Es ist aber auch ein Buch, das zeigt, es gibt noch kleine Nischen, der Freundschaft, der Menschlichkeit, auch wenn diese manchmal zu spät kommt.

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  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    Cherrygirl_Tina

    20. February 2010 um 21:26

    Auf dieses Buch bin ich nicht nur durch die Werbung der Testleserunde aufmerksam geworden, sondern auch von vielen Beiträgen, Empfehlungen und nicht zuletzt wegen der Kerzenaktion für Julia. So langsam wurde ich dann aber auch neugierig und wollte wissen, was es mit dem Buch und Julia auf sich hatte. Gestern war es endlich soweit, ich hielt das Buch in meinen Händen und begann sofort zu lesen. Die Geschichte um Julia an sich ist schon sehr traurig. Als Sensation "Affen-Bären-Frau" vermarktet, von Ärzten und Wissenschaftlern gequält, vom Puplikum ausgelacht und zuletzt in ihrem Tod auch noch gedemütigt. Und das alles, weil Julia außergewöhnlich war. Von einem jungen Mann, der in Julia nur die Sensation sah, mit der sich leicht Geld machen ließ, wurde sie jahrelang vorgeführt. Auf der anderen Seite, war sie auch total abhängig von ihm, denn außer ihm, hat sie nie einen anderen Menschen gekannt, der sich um sie gekümmert hat. Sie wagte es nie, sich ihm zu widersetzen und so kann der Mann, Theodor Lent, alles nur erdenkliche mit der armen Julia machen. Und statt sie im Tod zu respektieren, will er auch da seinen Profit rausschlagen. Ihre einzige wahre Freundin scheint Rosie, eine Burlesque Tänzerin zu sein, die auch nach dem Tod Julias versucht hat, ihr eine gute Freundin zu sein und ihren letzten Wunsch zu erfüllen - bis heute ist dieser Wunsch allerdings nicht in Erfüllung gegangen. Ich finde es sehr traurig, zu was manche Menschen fähig sind, nur, weil sie eine Sensation vor sich sehen, mit der sich vielleicht Geld machen lässt. Julia hat bis heute kein Begräbnis erhalten und es wird höchste Zeit, dass ihr endlich ihr letzter Wunsch erfüllt wird: Eine Beerdigung als Mensch und mit einem wunderschönen Kranz.

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  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    Delphine

    10. February 2010 um 08:33

    Hier eine Rezension, die ich auf Französisch verfasst habe, falls es Leute aus unserem Franzosenkreis interessiert : http://www.goethe.de/ins/fr/bor/prj/lit/209/ade/sri/frindex.htm

  • Rezension zu "Die hässlichste Frau der Welt" von Margrit Schriber

    Die hässlichste Frau der Welt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. February 2010 um 13:40

    So. Tja. Was schreibt man zu einem Buch, über das schon soviel rezensiert, philosophiert, spekuliert wurde. In anrührenden Worten , in Zitaten und in Inhaltwiedergaben . Das Ganze zum zigsten mal wiederholen? Um noch ergreifendere und noch weichere Worte ringen? Nee, nee keine Bange, aber ich erzähl euch mal was: Zum ersten Mal fiel mir dieses Buch auf, als Mr. Rail es in seine Bibliothek stellte und ich das Cover einfach toll fand und ich setzte es auf meinen Merkzettel. Kurze Zeit später gab es die Testleserunde zum Buch....und irgendwie waren alle dabei, jeder begeistert wie erschrocken und gerührt und ich beschloss: Das Buch musst du jetzt auch mal lesen, damit du überhaupt noch mitreden kannst. Schon die Beschaffung des begehrten Buches war nicht so einfach, da es in keinem der örtlichen Buchläden zu bekommen war.....also bestellen ...und bei der Abholung am nächsten Tag war ich erstmal platt : "Oh. Das ist aber dünn." Und ich finde 19,90 Euro für ein mal grad 189 Seiten starkes Buch ziemlich happig. Einige Tage zogen ins Land , bis ich denn endlich auch anfing zu lesen und ich holperte mich durch den Anfang. Das lag allerdings weniger am Buch, sondern wohl eher an mir, die sich erstmal in die Sprache und den Aufbau, den die Autorin sich gedacht hatte reinfinden musste und ich auch mit einigen Begriffen meine liebe Mühe hatte....mh.....nochmal durch die Rezensionen geblättert...anscheinend war ich so ziemlich die einzige der es so erging. Liegt wahrscheinlich auch an mir.....*lach....Thriller-Icy eben ;-) Ich las das Buch an drei Abenden und wurde zeitgleich von einigen lieben LB'lern in die Lesegruppe "gezerrt"....Ich schaute mich um, bekam Kenntnis vom "Eine Frau ohne Grab" Projekt, bot mich spontan zum Mitmachen an ....und setzte mich, noch bevor ich das Buch durch hatte , sehr intensiv mit Julia Pastrana auseinander. Einen ganzen Tag. Stundenlang. Ich recherchierte, suchte, las und überlegte. Allerdings gelang es mir dabei immer weniger die Julia aus dem Buch in Einklang mit der realen Affenfrau Julia Pastrana zu bringen. Es taten sich ganz andere Fragen auf....Wird denn hier im Buch die Affenfrau nicht wieder genauso vorgeführt wie zu Lebzeiten? Wird ihre Hässlichkeit und ihr Leid, denn nicht , ob bewusst oder unbewusst dazu genutzt um Auflage zu erzielen? Und um das ganze noch zu steigern wird eine fiktive blutjunge Schönheit, die es in der Realität niemals gab, an Julias Seite gestellt um den Effekt noch zu verstärken....im Buch. Aber auch für die Realität ? Seltsame Fragen die sich mir da aufeinmal auftun. Verglichen mit den realen Berichten und historischen Fakten des Lebens von Julia Pastrana, wirkt ihr Leben im Buch geradzu beschaulich und etwas betulich beschrieben. Zwischen weichen Betten und warmen Pantöffelchen, Spitzhäubchen und schönen Kleidern lieben Julia und das Kind Rösli ihren Dompteur abgöttisch, eine Beziehung von Hörigkeit und Abhängigkeit aus der es kein entrinnen gibt und entwickeln eine zarte Freundschaft zu einander. ( Ich als Leser empfand diese Freunschaft nicht als über alle Maßen innig) Zur Vorstellung setzt sich Julia bereitwillig in ihren Käfig und macht alberne Faxen zur Belustigung der sensationsgierigen Massen. Alles in allem allerdings ein Thema, dass auch in der heutigen Zeit erschreckend aktuell ist. Das fiktive Rösli steht in der Geschichte stets im Vordergrund und entwickelt sich rasant : ist sie auf Seite 20 im Jahr 1855 zarte 12 Jahre alt, ist sie auf Seite 168 , im Jahr 1860 bei Julias Tod, also nur fünf Jahre später bereits 19 Jahre....die Reisen dauerten allerdings laut Buch rund drei Jahre. Als ich das Buch zuklappe, nehme ich mir die zeit, in mich hinein zu horchen. Bin ich erschüttert, entsetzt betroffen? zum einen : Nicht wirklich. Dazu blieb mir persönlich Julias Geschichte und Gefühlswelt zu sehr an der Oberfläche und verlor sich irgendwo zwischen Spitzenhäubchen und warmen Pantöffelchen.........zum anderen : Ja, aber weniger von dem Buch als wie von den realen Tatsachen um Julias Leben....auf die ich allerdings ohne dieses Buch niemals aufmerksam geworden wäre. Und daher mein tiefer Dank an Margret Schriber

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