Margrit Stamm Lasst die Kinder los

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Inhaltsangabe zu „Lasst die Kinder los“ von Margrit Stamm

Verunsicherte Kinder mit vollen Terminkalendern, gestresste Eltern, die nur alles richtig machen wollen und dabei trotzdem das Gefühl haben, dass irgendetwas falsch läuft: Bei der Erziehung und der Entwicklung ihrer Kinder stehen Väter und Mütter heute mächtig unter Druck – das führt zur Überforderung aller und selten zu wirklich glücklichen Kindern. Die renommierte Erziehunsgwissenschaftlerin Margrit Stamm kann anhand von zahlreichen empirischen Studien nachweisen, warum Eltern gut daran tun, ihre Kinder weniger zu behüten und zu kontrollieren und wie das gelingen kann. Sie zeigt Wege zu einem entspannteren Erziehungsstil für lebenstüchtige Kinder und zufriedene Eltern.

Ich möchte Mutter sein und bleiben. Nicht als Managerin, Nachhilfelehrerin, Co-Therapeutin oder Chaufeuse enden. Ich bin entspannt.

— Kellerbandewordpresscom
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    Lasst die Kinder los
    Kellerbandewordpresscom

    Kellerbandewordpresscom

    19. June 2016 um 21:59

    Perfekte Eltern, unglückliche Kinder Verunsicherte Kinder mit vollen Terminkalendern, gestresste Eltern, die nur alles richtig machen wollen und dabei trotzdem das Gefühl haben, dass irgendetwas falsch läuft: Bei der Erziehung und der Entwicklung ihrer Kinder stehen Väter und Mütter heute mächtig unter Druck – das führt zur Überforderung aller und selten zu wirklich glücklichen Kindern. Die renommierte Erziehunsgwissenschaftlerin Margrit Stamm kann anhand von zahlreichen empirischen Studien nachweisen, warum Eltern gut daran tun, ihre Kinder weniger zu behüten und zu kontrollieren und wie das gelingen kann. Sie zeigt Wege zu einem entspannteren Erziehungsstil für lebenstüchtige Kinder und zufriedene Eltern. Bewertung des Buches: Da die Autorin und Wissenschaftlerin aus der Schweiz kommt sind viele Beispiele und Statistiken von dort. Das spielt aber für die Thesen und den Lösungen keine Rolle, ob die Familie aus Deutschland oder aus der Schweiz kommt. Das Problem bleibt gleich: Eltern sind an allem schuld. Zukunftsängste der Eltern, ihr Kind könne erwas nicht, das von ihm erwartet wird sind meiner Meinung nach die größten Sorgen der Mütter. Der gesellschaftliche Wandel führt zu unterschiedlichen Lebensbedingungen. Diese führen zu unterschiedlichen Maßnahmen und können einfach nicht von den Eltern verglichen werden. Einige seien sehr unsicher bei Erziehungsfragen, da die eigenen Eltern für das erfahrene Know-how nicht zur Verfügung stehen würden. Das trifft bestimmt auf einige zu. Ich denke dass aber eher junge Mamas ohne eigene Lebenserfahrung davon betroffen sind. Unsere Omas und Opas der Kinder wohnen weiter weg. Wir kommen auch gut ohne deren klugen Ratschläge zurecht. Es gäbe mehr Einzelkinder als früher, die einfach mehr Aufmerksamkeit und ständige Präsens der Eltern geniessen würden. Zudem würden immer mehr Spielkameraden fehlen. Entweder wohnen sie zu weit weg oder stecken in Frühförderungsprogrammen. Dann ist da noch die Droge Erziehungsratgeber. Es gibt so viele auf dem Markt. Und ständig kommen neue, die alles besser wissen und alles viel einfacher gelingt. Ein Ratgeber reicht daher nicht. Noch einer und noch einer muß her. Sei es Juul oder Montessouri. Welche Erziehungsratgeber hast du daheim und hältst du dich an die dortigen Vorschläge? Es folgt in dem Buch eine Diskussion von 7 Erziehungmythen. Mit großer Aufmerksamkeit las ich, dass Kinder mit dem autoritativen Erziehungsstil der Eltern bei einer Studie bessere soziale Kompetenz, höhere Leistungsorientierung und Zielstrebigkeit aufwiesen als beim autoritären Stil, nachgiebigen Stil oder dem vernachlässigenden Erziehungsstil. Eine nachgiebige Erziehung auf Augenhöhe ist daher nicht am erfolgreichsten – das bleibt ein Mythos. Der nächste Mythos betrifft die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ist da eine Vereinbarkeit überhaupt möglich? Das ist ein guter Aspekt und wird von mir als Hausfrau und Vollzeitmama noch mal in einem separaten Blogbeitrag hinterfragt werden. Dann gibt es die Beleuchtung der unterschiedlichen Auffassung verschiedener Eltern über qualitative Betreuungszeit ihrer Kinder. 7 Kindheitsmyten werden danach besprochen. Unter anderem die Mutterbindung, Väter als gute Spielpartner und ob Kitas schädlich sind. Die perfekten Eltern stehen nun zur Diskussion. „Das Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht“ Afrikanisches Sprichwort Das im Buch aufgeführte Sprichwort macht die Autorin sehr sympathisch. Gibt es sie überhaupt oder sind die Eltern perfekt, die nicht perfekt sind? Zum Beispiel kannte ich bis jetzt den Begriff „hothousing“ – Treibhausförderung noch nicht. Beim Kapitel „Perfekte Kinder“ erfährt man welche Folgen der einzelne Erziehungstil haben kann. Obwohl alle Eltern an einem perfekten Kind „arbeiten“ gibt es doch immer unterschiedliche Ergebnisse. Aber eins ist sicher: perfekte Kinder gibt es nicht! Wir lernen die verwöhnten „Shuttle-Kids“ kennen. Die Meinung der Autorin über das boomende AP Attachment Parenting teile ich vollkommen – nicht mein Ding. Fazit: Ich möchte Mutter sein und bleiben. Nicht als Managerin, Nachhilfelehrerin, Co-Therapeutin oder Chaufeuse enden. Ich bin entspannt, weil ich mich oft im Buch wiedererkenne und mich auf dem richtigen Weg befinde. Das ist beruhigend. Hab ich vielleicht doch perfekte Kinder? https://kellerbande.wordpress.com/2016/06/16/lasst-die-kinder-los-rezension-piperverlag/

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  • Den „Helikopter“ landen

    Lasst die Kinder los
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    04. April 2016 um 11:52

    Den „Helikopter“ landenViel ist in den letzten Jahren geschrieben und gesagt worden zum Phänomen der „Helikoptereltern“. Zu jener Haltung zwischen „Management der eigenen Kinder“ von früh an (in bester Absicht) bis hin zu jener Betrachtung von „Über-Behütung“, die bereits in Kindergärten und Grundschulen von Beginn an ansetzt, mit Erziehern und Lehrerinnen den engen Kontakt sucht.Eine Haltung sicherlich mitbegründet angesichts einer differenzierter werdenden Welt, in der vermeintlich nur „die Besten“ einen einigermaßen gesicherten Platz finden werden. Gepaart mit der zunehmenden doppelten Berufstätigkeit der Eltern (und der Zahl der Alleinerziehenden), entsteh so eine Gemengelage aus Ganztagsschulen, Betreuungen, einer Verdichtung und Erweiterung des Schulstoffs auf den weiterführenden Schulen, die scheinbar den „vollen Einsatz“ von Eltern erfordern.Doch, und das fragt nicht nur Margit Stamm zurecht, wo bleibt da der Freiraum? Die Kindheit und Jugend als auch Erlebniswelt? Als eigener Lernort für Kinder und Jugendliche, die u.U. schon von klein auf an durch Smartphones „überwacht“ werden, zumindest in ihrem Aufenthaltsort? Die im Kindergarten am besten bereits mit der ersten Fremdsprache beginnen, bei denen die Nachhilfeindustrie einen Boom erlebt. Kinder, die sich einer wesentlich engeren Rahmung und Kontrolle und Forderungen gegenübersehen, als es bis dato in allen Generationen vorher der Fall gewesen ist.Nun mag es auch nicht die Krone der Erziehung gewesen sein, noch vor 80-100 Jahren Kinder einfach „nebenbei mitlaufen“ zu lassen, doch gerade für eine gesunde Entwicklung, für eine Chance auf eigene Erfahrungen und damit der eigenen Persönlichkeitsbildung benötigen Kinder Freiräume. Experimente. Abenteuer.So plädiert Margit Stamm zurecht und, sehr fundiert, auch überzeugend für eine „Entspannung“. Für eine Beendigung, zumindest ein deutliches „Abstand nehmen“ von „Förderwahn und Überbehütung“. Und das nicht nur zum Wohl der Kinder, auch zum „Profit der Eltern“.„Je mehr unsere Gesellschaft Erfolg und Versagen den Müttern und Vätern zuschreibt und dabei mit Angstszenarien argumentiert, desto größer werden ihre Verantwortungs- und Schuldgefühle“.Je weiter die Lektüre fortschreitet, desto klarer wird, das Margit Stamm sehr sachlich Dinge versucht, wieder „zurecht-zu rücken“, die „ver-rückt“ worden sind. Mit dem Blick auf eine „Win-Win“ Situation, die Eltern ein Mehr an Loslassen und eigener Entspannung erlaubt (man kann einfach nicht das Leben eines anderen, auch nicht des eigenen Kindes stellvertretend leben und regeln) und den Kindern damit ein Mehr an Freiraum für eine ganz eigene Erkundung der Welt überlässt.Eltern sind „nicht an allem schuld“ und statt des eher verkrampften und verkrampfenden Versuchs, „perfekte Eltern“ zu sein oder zu werden, ist es der vielleicht bedenkenswert bessere Weg, „hinreichend gute Eltern“ zu sein.Trotz der sehr sachlichen, teils wissenschaftlichen Sprache lesen sich die Einlassungen Stamms lesenswert und hilfreich und bieten nicht „einfach so“, sondern mit Sinn und Verstand andere Denk- und Lebensmodelle für den Umgang mit den eigenen Kindern an, als sich zu sehr in die Erfahrungswelt und das Erleben der Kinder kontrollierend und bestimmend einzubringen.Eine sehr empfehlenswerte Lektüre für alle Eltern.

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