Marguerite Duras

 3.6 Sterne bei 250 Bewertungen
Autor von Der Liebhaber, Der Schmerz und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Marguerite Duras

Marguerite Duras, geboren 1914 in Ginandinh, Indochina, lebte von 1932 bis zu ihrem Tod 1996 in Paris. Bis zum Welterfolg ihres Romans DER LIEBHABER war "bedeutendste lebende Schriftstellerin Frankreichs" (Beckett) ein Geheimtip für Cineasten: 1958 verfilmgte Alain Resnais ihr Drehbuch HIROSHIMA MON AMOUR; der Roman MODERATO CANTABILE wurde 1959 in der Regie von Peter Brook ein Kultfilm. Mit SAVANNAH BAY und DIE KRANKHEIT TOD ist "das Universum der Marguerite Duras" (Theater heute) auf den deutschsprachigen Bühnen lebendig geworden.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Marguerite Duras

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Cover des Buches Der Liebhaber9783518737699

Der Liebhaber

 (183)
Erschienen am 06.07.2015
Cover des Buches Der Schmerz9783423118446

Der Schmerz

 (9)
Erschienen am 01.03.1994
Cover des Buches Hiroshima mon amour9783518469064

Hiroshima mon amour

 (8)
Erschienen am 16.10.2017
Cover des Buches Die Pferdchen von Tarquinia9783803124340

Die Pferdchen von Tarquinia

 (5)
Erschienen am 01.04.2002
Cover des Buches Heiße Küste9783518380819

Heiße Küste

 (5)
Erschienen am 24.10.1988
Cover des Buches Moderato cantabile9783518376782

Moderato cantabile

 (3)
Erschienen am 22.07.1985
Cover des Buches Der Matrose von Gibraltar9783518396032

Der Matrose von Gibraltar

 (2)
Erschienen am 23.05.2000
Cover des Buches Die Verzückung der Lol V. Stein9783518375792

Die Verzückung der Lol V. Stein

 (3)
Erschienen am 23.10.1984

Neue Rezensionen zu Marguerite Duras

Neu

Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

Ein Klassiker der Literatur
das_lesewesenvor 4 Monaten

"Ich bin die Bevorzugte seines Lebens“. 

#derliebhaber war Marguerite Duras großer Durchbruch, ihr bewegender autobiografischer Erfolg. Die Handlung spielt um 1930, als die fünfzehnjährige Lehrerstochter auf einer Fähre über den Mekong einen 35-Jährigen Chinesen kennenlernt. Sie verliebt sich und entdeckt ihre „sinnliche Genussfähigkeit“. Was bleibt ist eine ekstatische Romanze. Zwischen Liebe und Prostitution. Und eine bizarre familiäre Situation.

Duras erzählt durchaus distanziert, beinahe kühl. Doch jederzeit authentisch, ergreifend, tabulos. Die Grenzen zwischen Erlebtem und Realität kaum zu erkennen. Aber gekennzeichnet durch Glaubwürdigkeit. Ein knisterndes Leseerlebnis. [Unbezahlte Werbung]

Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog vorbei 😊

https://www.instagram.com/das_lese_wesen/

Liebe Grüße,

das_lese_wesen

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Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

Verwirrender Schreibstil, vernachlässigte Story
Kitty_Catinavor 10 Monaten

Indochina, Anfang der dreißiger Jahre: Sie ist fünfzehneinhalb Jahre alt, als sie bei der Überquerung des Mekong auf einen viel älteren Chinesen trifft. Fortan treffen sie sich regelmäßig und gehen eine Affäre miteinander ein. Aber diese Liaison soll nicht lange anhalten, denn irgendwann muss das Mädchen zurück in ihre französische Heimat, während er eine andere Frau heiraten soll.

Schon eine gefühlte Ewigkeit lag dieses Buch ungelesen in meinem Regal. Nun hatte ich nach einem dünnen Büchlein gesucht und es gleich zur Hand genommen. Leider fühlte es sicher aber an, als würde die autobiografische Geschichte Duras' gar nicht enden wollen, denn sie konnte mich einfach nicht packen.

Das lag vor allem am unkonventionellen Schreibstil der Autorin, der sicher nichts für jedermann ist, so auch nicht für mich. Sie erzählt nämlich weniger eine Geschichte, als dass sie, scheinbar völlig willkürlich zwischen den Erzählweisen sowie den Erzählzeiten abwechselnd, Erinnerungen und Gedanken preisgibt. Aber auch ansonsten fiel es mir sehr schwer, mich durch ihr Erzählwirrwarr hindurchzukämpfen.

Und auch was die Geschichte angeht, so hatte ich mir darunter etwas ganz anderes vorgestellt, denn die eigentliche Affäre bekommt nur sehr wenig Raum. Dafür geht die Erzählerin immer wieder auf ihre schlechten familiären Verhältnisse ein, was ich ja noch verstehen konnte, weil diese doch irgendwie mit dem eigentlichen Thema des Romans zu tun hatten. Allerdings wurde noch so viel ringsherum erzählt und alles in die Länge gezogen, so dass ich irgendwann einfach die Lust an der Geschichte verloren habe. Und dass, obwohl die Geschichte rund um die Affäre zwischen einem weißen, minderjährigen Mädchen und einem reichen, bereits erwachsenen Chinesen eigentlich super interessant war. Leider gab es davon aber viel zu wenig.

Schade ist auch, dass die Charaktere für mich überhaupt nicht greifbar wurden, weil sie zwar beschrieben wurden, aber oftmals eher oberflächlich. Einzig der ältere Bruder der Protagonistin bekommt etwas mehr Aufmerksamkeit. Allerdings war der einfach nur ein Ekel. Und auch die Protagonistin selbst war mir eher unsympathisch.

Insgesamt kann ich leider nur sagen, dass mich diese eigentlich dramatisch traurige Geschichte rund um ein recht skandalöses Thema einfach nicht abgeholt hat. Die Verfilmung dieses Buches kann ich allerdings nur empfehlen, da sich diese mehr auf das Wesentliche konzentriert und die ganze Geschichte verständlicher macht, ohne zu weit vom Roman abzuweichen. 

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Rezension zu "Schreiben" von Marguerite Duras

Die französische Autorin reflektiert über die Einsamkeit des Schreibens
goldsteinvor 2 Jahren

"Einsamkeit, das heißt: Tod oder Buch ... Schreiben war, was ich tun musste."

 

In ihrem persönlichen Essay "Schreiben" (Original: "Écrire") reflektiert die Grande Dâme der französischen Literatur, Marguerite Duras, offen und schonungslos gegen sich selbst über ihr Leben als Schriftstellerin. Dazu sitzt sie am Tisch ihres 400 qm großen Hauses in Neauphle-le-Château, Frankreich. Man kann förmlich die Tasten durch die leeren Räume hallen hören. Duras ist allein, zuweilen glücklich in ihrer Einsamkeit. Sie hat sie selbst hergestellt, um zu schreiben, denn ohne diese wäre das Schreiben für sie undenkbar. Nur in diesem Haus kann sie allein sein. So allein, dass sie manchmal daran irre wird. Aber das "Schreiben ist stärker als alle Gewalt" in ihrem Leben. Und in diesem Haus kann sie es, "nicht wie ich es bis dahin getan hatte. Sondern um mir noch unbekannte und noch nie von mir beschlossene und nie von irgend jemand beschlossene Bücher zu schreiben."

 

In ihrem präzisen und lebendigen Essay blickt Marguerite Duras auf ihr Schriftstellerleben, ihre Poetik und einzelne Werke und erkennt, dass sie "allein sehr weit weg von allem war. Das hat vielleicht zehn Jahre gedauert." Warum? Weil die Autorin es nicht drängt, "Bücher für die Reise oder den Zeitvertreib" zu schreiben, sondern "Bücher, die sich ins Denken eingraben und die schwarze Trauer allen Lebens, den Gemeinplatz allen Denkens ausdrücken."

 

"Schreiben" ist das literarische Testament der leidenschaftlichen und radikalen Duras, aus deren Feder Dramen, Drehbücher ("Hiroshima mon amour") und Romane ("Der Liebhaber") stammen. Die intensive Wiederholung bestimmter Worte, die verschiedenen Perspektiven auf immer denselben Gegenstand, den Schreibvorgang, aber auch das lupengetreue schriftliche Festhalten einer sterbenden Fliege beispielsweise sowie tagespolitische Betrachtungen flossen in dieses Buch, wie der Freund und ständige Begleiter Alkohol in ihre Kehle.


"Ich glaube, dass die Person, die schreibt, ohne Idee von einem Buch ist, sie hat leere Hände, einen leeren Kopf und erfährt das Abenteuer des Schreibens nur als trockene, nackte Schrift ohne Zukunft, ohne Echo, mit den elementaren Grundregeln von Orthographie und Sinn."

 

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