Der Liebhaber

von Marguerite Duras 
3,6 Sterne bei177 Bewertungen
Der Liebhaber
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Positiv (101):
Lostinwordss avatar

Eines meiner Lieblingsbücher und einer meiner Lieblingsfilme.

Kritisch (31):
Caaliyahs avatar

Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil. Es geht zuviel um die unbequeme Kindheit und um ihre Mutter und ihre Familie. Ein Buch voller Bitterkeit.

Alle 177 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Liebhaber"

In Saigon erlebt ein junges Mädchen die erste Leben zu einem doppelt so alten chinesischen Mann.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518381298
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:194 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:03.04.1989
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.02.2017 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Zyrins avatar
    Zyrinvor 6 Monaten
    Wortgewaltig und umwerfend

    Alt ist sie geworden, die französische Schriftstellerin. Zu viel Alkohol hat ihr Gesicht ruiniert. Dabei war sie früher einmal so wunderschön, so verführerisch...


    Noch einmal erinnert sich die Schriftstellerin an ihre Jugend. Wie all ihre Träume begannen, vom Schriftstellerin werden wollen und vom Erwachsenwerden. Sie ist gerade in dem Alter, wo sie kein Mädchen mehr ist, aber noch nicht ganz Frau und dennoch trägt sie ein weit ausgeschnittenes Kleid und Schuhe mit Absätzen, dazu einen beinahe unmöglichen Hut. Ihre Lippen schminkt sie auffallend rot und das alles als Weiße in der französischen Kolonie. 

    In diesem Roman erzählt die Autorin von einer unmöglichen Liebe, die von Leidenschaft nur so sprüht. Vom Verlangen und Verzehren der beiden Personen, die sie leben. Von Lüge und Sehnsucht. Als Erinnerung zeigt sie dem Leser einzelne Erlebnisse und deren Folgen. Hinzukommt die Geschichte der Familie, des brutalen älteren Bruders, dessen Spielsucht, die Krankheit der Mutter, die Schwäche des jüngeren Bruders, ihre eigene Stärke und Schwäche gegenüber den dreien.

    Eine sehr nüchterne, aber starke Sprache zieht Duras konsequent durch diesen Roman. Gewaltig, treffend und zuweilen sehr hart.


    Eigene Meinung

    Es ist schon sehr lange her, dass mich ein Buch so unglaublich umgehauen hat. Diese Geschichte tut richtig weh, an manchen Passagen sogar körperlich. Duras erzählt nicht nur eine Liebesgeschichte, sie berichtet von Ängsten und Gefühlen. Vom Aufwachsen in einer kaputten Familie, in der es sowas wie Liebe nicht zu geben scheint und dann doch. 

    Duras schafft es, in einem Satz so viel zu transportieren, dass ich das Buch oft nach zwei Seiten weggelegt habe, um nachzudenken oder kurz Pause zu machen.

    Fazit: Auf jeden Fall lesen und wirken lassen. Dieses Buch lohnt sich, gelesen zu werden! Ich bin begeistert.

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    ichundelaines avatar
    ichundelainevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Stil furchtbar abgehackt und Geschichte konnte mich auch nicht packen, einziger Vorteil: es war kurz
    Keine Ahnung, was daran erotisch sein soll...

    Ein frühreifes, 15jähriges Mädchen aus einer mehr als kaputten Familie trifft auf einer Fähre einen fast doppelt so alten Chinesen und sie beginnen eine ziemlich kranke Liebesbeziehung, die sie dann im Alter reflektiert.

    Marguerte bereichtet über Saigon irgendwann um die Zeit zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg und eine Familie, von der man eigentlich jeden einzelnen an die Wand klatschen möchte - lauter unsympathische, neurotische Geschöpfe. Kein Geld, Geisteskrankheit, Opium, Diebstahl und mittendrin das kleine Mädchen, das sich, zumindest tut sie so, für die Familie prostituiert, in Wahrheit aber wahnsinnigen Spass hat, eine äußerst bizarre Liebesbeziehung mit einem Mann aufrecht zu erhalten, der sie "nimmt wie sein Kind". Bei dem Satz hätte ich fast in meinen Mund erbrochen! Mir persönlich was das Ganze einfach einen Tick zu abgefuckt und ich verstehe auch nicht, wie man Sex zwischen einem (Fast)Kind und einem dürren, schwachen Typ erotisch finden kann.

    Hinzu kommt noch der wirklich grauenhafte Stil. In abgehackten Sätzen, ständigen Zeitsprüngen, nur kurz angerissenen Ereignissen rappelt man durch die Story wie in einer Rikscha, die von einem besoffenen Einbeinigen gezogen wird. Wieder mal ein "Klassiker" bei dem mir wirklich schleierhaft ist, wer ihn dazu erhoben hat.


    Kommentare: 2
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    Brentinis avatar
    Brentinivor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

    Für französische Schriftstellerin Marguerite Duras sagt Wikipedia, dass
    sie keiner der großen literarischen Strömungen des 20. Jahrhunderts
    zuzuordnen sei. Charakteristisch für ihre Sprache ist eine große
    Schlichtheit im Vokabular und im Satzbau, die sich zudem durch
    zahlreiche Ellipsen, Anspielungen, Unausgesprochenes, das jedoch im
    Hintergrund steht, und fragmentarisch zusammengefügte Sätze äußert. So
    auch im Roman Der Liebhaber aus dem Jahr 1984. Die
    Sprache Duras erinnert mich sehr an die Sprache Ingeborg Bachmanns. Das
    ist übrigens auch das, was diesen Roman so besonders macht. Duras ist
    keine Erzählerin – sie schreibt bloß die Bilder auf, allerdings nicht
    vollständig, sondern skizzenhaft, und lässt durch viele literarischen
    Ellipsen einiges in ihrem Text unausgesprochen. Trotzdem ist ihr
    Ausdruck so reich und ähnelt Wortkaskaden steigender Flüße im Frühling.
    Ihr Roman ist dabei autobiografisch, zumindest liest er sich so, und
    erzählt eine schmerzvolle, aber leidenschaftliche Geschichte aus der
    damaligen französischen Kolonie Vietnam. Die Geschichte ist an sich eine
    fragmentaisch gezeichnete Skizze einer Amour fou, einer
    verbotene Liebe. Sie: eine junge Französin, er: ein älterer Chinese, ihr
    Liebhaber. Die Trennlinie zwischen der Liebe und der Prostitution ist
    in diesem Roman sehr dünn und läuft bis zu einem unvorhersehenen Ende
    mit vielen offenen Fragen. Die junge Protagonistin ist minderjährig, ihr
    Liebhaber 10 Jahre älter und reich. Die ganze Szenerie des Romans hat
    mich sehr an den Film “Der letzte Tango in Paris” erinnert, vor allem
    wegen der Schatten, Stimmen und Töne jenseits des Fensters. Gleichzeitig
    zeugt der Gedankenfluß Marguerite Duras’ von ihrer Ähnlichkeit mit
    Ingeborg Bachmann, mit der sie offensichtlich eine ähnliche Sensibilität
    gemeinsam hat, auch wenn ihr Verständnis der Weiblichkeit komplett
    unterschiedlich ist. Ich finde, dieser Roman ist typisch für
    französische Literaturszene am Ende des 20. Jahrhunderts, die neben
    Duras auch andere Skandalautoren wie Houellebecq und Millet
    kennt. Er zeigt Mut zu “verbotenen” Themen, die in anderen Literaturen
    als solche unvorstellbar wären und selbst heute immer noch sind.

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    marilynmysterys avatar
    marilynmysteryvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

    Diese Buch hat mich weniger aufgrund der Geschichte, sondern eher wegen des sehr eigenen, schlichten und doch sehr komplexen und tiefgründigen Schreibstils beeindruckt. Die Art der Autorin, ihre Erinnerungen zu beschreiben, finde ich interessant und gleichzeitig seltsam und nicht ganz einfach zu verstehen Zum Inhalt:

    Es geht um die erste "Liebe" eines 15jährigen, französischen Mädchens, dass im Indochina der zwanziger Jahre aufwächst. Ihr Liebhaber ist ein fast doppelt so alter, wohlhabender Chinese, mit dem sie allerdings keine Zukunft haben wird. Daneben wird die schwierige familiäre Situation der Autorin zum Thema, im Grunde sogar mehr als die eigentliche Beziehung zu ihrem Liebhaber.

    Dieses Buch wurde mir als autobiografische Liebesgeschichte mit einem Schuss Erotik angepriesen. Allerdings muss ich sagen, dass es für mich persönlich keine klassische Liebesgeschichte war, und eine besonders erotische schon gar nicht. Auch eine wirkliche Autobiografie ist meiner Meinung nach nicht, da die Autorin nur einen Teil ihres Lebens beleuchtet, und mehrmals die Perspektive wechselt (mal Ich Perspektive, dann wieder beobachtend und in dritter Person).Eigentlich sind es nur die melancholischen Erinnerungen einer älteren Frau, die auf einen Teil ihres Lebens zurück blickt. Im Grunde erzählt das Buch keine wirkliche chronologische Geschichte. "Die Geschichte meines Lebens gibt es nicht. So etwas gibt es nicht. Es gibt nie einen Mittelpunkt. Keinen Weg, keine Linie."
    Ich fand das Buch nicht einfach zu lesen, es ist ein eher bedrückender Roman, der weniger unterhält, aber vielmehr zum Nachdenken anregt.

    Fazit: Sicherlich ein sehr anspruchsvolles, komplexes und melancholisches Stück Literatur.
    Mich persönlich hat es berührt, ich fand es interessant. Aber wer reine, und vielleicht auch erotische Unterhaltungsliteratur sucht, der wird mit diesem Buch sicherlich nicht befriedigt werden. (PS Die Verfilmung des Buches finde ich auch sehr gelungen...)

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    Marcus_Krugs avatar
    Marcus_Krugvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

    Eines vorweg: Obwohl der Titel es vermuten läßt, nein, es handelt sich hier nicht um eine Liebesgeschichte! Ein älterer Mann und ein junges Mädchen finden sich hier - auf einer Fähre, die den Mekong quert. Er, ihr Liebhaber, gibt den Titel für die Rahmenhandlung, die Beziehung zwischen ihr und ihm. Locker, um nicht zu sagen nahezu zusammenhanglos, und selten chronologisch werden in die Handlung verschiedene Erzählstränge eingeflochten, die von ihrer Familie (der Mutter, dem älteren und jüngeren Bruder) handeln, oder auch von anderen Personen, die sie kennen lernte, nachdem sie aus Vietnam nach Frankreich ging. Historisch ist das Ganze in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts verortet.

    Schon der erste Abschnitt zog mich in seinen Bann, ließ mehr erhoffen. Ein Mann tritt auf die Protagonistin zu und behauptet, sie "seit jeher" zu kennen. Auch sagt er, dass ihm ihr heutiges Gesicht, das verwüstete, viel besser gefalle, als das ihrer Jugend.
    Aber was dann kommt, ist eine anfänglich verwirrende Sprache und willkürlich aneinandergereihte Episoden, die sich erst nach einigen Seiten ordnen.
    Das Buch ist eine kurze und fragmentarische Erinnerung an die Jugend der Autorin Marguerite Duras. Die Selbstdarstellung wechselt häufig zwischen Ich-Erzählerin und dritten Person der Erzählperspektive, wobei Letzteres häufig in den erotischen Szenen genutzt wird. Auch trotz des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils und der vielen unzusammenhängend erzählten Episoden empfehlenswert.

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    michella propellas avatar
    michella propellavor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

    einer freundin gab ich das buch einmal ohne buchtitel und autorennamen zu lesen. das muss ein mann geschrieben haben! fazitierte sie.
    kurze sätze, keine schörkel. knapp und steril erzählt das buch von einem jungen weißen französischen mädchen in indochina. die familie ist ärmlich und kontrollierend, das internat fade. ein wohlhabender chinese wird ihr liebhaber.

    die sprache fesselt wohl am meisten an diesem buch, die geschichte wird sicher nicht jeden ansprechen.zu empfehlen ist die verfilmung von jean-jacques annaud.

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    Rock-n-Rolls avatar
    Rock-n-Rollvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

    Der Text ist zwar sehr schön verfasst und die Geschichte der Kolonialisten in Indochina interessant, aber aus irgendeinem Grund hat mich die Geschichte nicht wirklich bewegt oder gefässelt. Die schönsten Passagen sind am Ende bei der Überfahrt nach Europa und die Beschreibung des Schicksals der Mutter und so vieler anderer europäischer Frauen in den Kolonien.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

    Die in Indochina geborene Schriftstellerin Marguerite Duras entwirft in dem Roman "Der Liebhaber" ein melancholisches, in sich gekehrtes aber auch ver- und zerstörendes Bild eines jungen Mädchens, welches umgeben von der Kotrolle ihrer Familie in den Sog der Verzweiflung gerät. In starken Bildern, welche nüchtern beschrieben werden, zeigt die Autorin den Weg des jungen Mädchens im Alter von fünfzehneinhalb in die Liebe und die damit zu vegleichende Prostitution. Denn das Mädchen entwickelt das Gefühl Liebe zu einem "Fremden aus Cholen", einem reichen Chinesen, der nahezu doppelt so alt ist wie sie selbst. Dieser Mann ist schwach, kränklich und für die Außenwelt nicht gerade attraktiv, doch das Mädchen, welches ohne Namen verbleibt, empfindet ihn als begehrenswert, gerade aus dem Grund, dass er ebenso verzweifelt ist und sie und ihren kindlichen Körper wie eine Göttin manisch verehrt. Die Familie der jungen Frau beschreibt die Autorin als eine brutale Farce, getragen von einer dem Wahnsinn anheim gefallenen Mutter und ihrem allseits präsenten, das Leben der gesamten Familie kontrollierenden älteren Bruder. Verbunden fühlt sich das Mädchen in den Beschreibungen der jüngeren Jahre, welche in Fragmenten zwischen die einzelnen Szenen eingestreut wurden, nur zu dem jüngeren Bruder, der trotzdessen zwei Jahre älter ist als sie. Als dieser im Krieg der Vierzigerjahre stirbt, stirbt auch ein Teil von ihr und sie entschließt sich alles zurückzulassen, um frei zu sein - auch ihren reichen Liebhaber.
    Der Wechsel der Perspektiven zwischen dem persönlichen und dem auktorialen Erzählertypus, manchmal noch im gleichen Absatz, wirkt auf den Leser zunächst verstörend, jedoch passt sich dieser Stil wunderbar in das Handlungsgeflecht ein und hebt die Zerrissenheit und die Verwirrungen der Protagonistin hervor. Ein starkes, sehr emotionales Buch, auch wenn sich die Sprache klar von Emotionen abgrenzt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

    Eine junge Frau, die um ihre Reize weiß, eigentlich noch ein Mädchen. Sie spielt nach außen mit ihrer Koketterie und lässt sich auf einen leidenschaftlichen jungen Mann ein, dessen Familie höhere Pläne mit ihm hat. Im Inneren ist die Protagonistin verzweifelt und scheint an ihrer Familie zugrunde zu gehen. Schließlich bricht sie den Kontakt zu ihrer Familie ab, kommt jedoch nie endgültig von ihr los und so holt sie der Tod des kleinen Bruders ein und sie zeigt erstmals wahre Gefühle. Trauer um ihren Bruder und verpasste Chancen und Liebe, die sie nun doch für den jungen Chinesen empfunden zu haben glaubt. Ein tragisches Buch, dass ich gern noch einmal lesen möchte, wenn etwas Zeit vergangen ist.
    Ein Buch, dass durch Sprachgewalt und wunderschöne Sätze überzeugt!

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    Monsignores avatar
    Monsignorevor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Liebhaber" von Marguerite Duras

    Zarte, behutsame, liebevolle Sprache, die Seelen jubeln und auch brechen läßt: "Sehr bald in meinem Leben war es zu spät. Mit achtzehn war es zu spät". So beginnt diese große sehnsuchtsvolle und später bittere Liebesgeschichte. Schon auf den ersten Seiten taucht man stimmungsvoll durch poetische Sprache getrieben in eine völlig fremde Welt ein: Auf einer Fähre über den Mekong (Indochina) begegnet ein junges Mädchen einem doppelt so alten reichen Chinesen. Die Flußüberquerung spiegelt die Überquerung von Kindheit zur Frau. Ein sexbesessenes, fein gesponnenes Spiel entwickelt sich. Dieser erste Liebhaber wird zum Sehnsuchtsstoff ihres ganzen Lebens. Die bittere Note: Sie besteht darauf, als Prostituierte behandelt zu werden, da ihre Familie das Geld bitter nötig hat. Die Prix Goncourt-Preisträgerin bezeichnete "Der Liebhaber" als "das leichteste Buch, das ich je geschrieben habe" und Reich-Ranickie brachte es mal wieder auf den Punkt: "Mir scheint, dass Marguerite Duras sagen wollte: Die Liebe, sie ist doch kein leerer Wahn." Ach ja, all die schönen Worte. Besser ist der letzte Satz des autobiografisch gefärbten Buches: "Er sagte ihr, dass es wie früher sei, dass er sie immer noch liebe, dass er nie aufhören werde sie zu lieben, das er sie lieben werde bis zu seinem Tod." Punkt.

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