Schreiben

von Marguerite Duras 
5,0 Sterne bei2 Bewertungen
Schreiben
Bestellen bei:

Zu diesem Buch gibt es noch keine Kurzmeinung. Hilf anderen Lesern, in dem du das Buch bewertest und eine Kurzmeinung oder Rezension veröffentlichst.

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518406113
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:64 Seiten
Verlag:Suhrkamp

Rezensionen und Bewertungen

Neu
5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne2
  • 4 Sterne0
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    goldsteins avatar
    goldsteinvor 3 Monaten
    Die französische Autorin reflektiert über die Einsamkeit des Schreibens

    "Einsamkeit, das heißt: Tod oder Buch ... Schreiben war, was ich tun musste."

     

    In ihrem persönlichen Essay "Schreiben" (Original: "Écrire") reflektiert die Grande Dâme der französischen Literatur, Marguerite Duras, offen und schonungslos gegen sich selbst über ihr Leben als Schriftstellerin. Dazu sitzt sie am Tisch ihres 400 qm großen Hauses in Neauphle-le-Château, Frankreich. Man kann förmlich die Tasten durch die leeren Räume hallen hören. Duras ist allein, zuweilen glücklich in ihrer Einsamkeit. Sie hat sie selbst hergestellt, um zu schreiben, denn ohne diese wäre das Schreiben für sie undenkbar. Nur in diesem Haus kann sie allein sein. So allein, dass sie manchmal daran irre wird. Aber das "Schreiben ist stärker als alle Gewalt" in ihrem Leben. Und in diesem Haus kann sie es, "nicht wie ich es bis dahin getan hatte. Sondern um mir noch unbekannte und noch nie von mir beschlossene und nie von irgend jemand beschlossene Bücher zu schreiben."

     

    In ihrem präzisen und lebendigen Essay blickt Marguerite Duras auf ihr Schriftstellerleben, ihre Poetik und einzelne Werke und erkennt, dass sie "allein sehr weit weg von allem war. Das hat vielleicht zehn Jahre gedauert." Warum? Weil die Autorin es nicht drängt, "Bücher für die Reise oder den Zeitvertreib" zu schreiben, sondern "Bücher, die sich ins Denken eingraben und die schwarze Trauer allen Lebens, den Gemeinplatz allen Denkens ausdrücken."

     

    "Schreiben" ist das literarische Testament der leidenschaftlichen und radikalen Duras, aus deren Feder Dramen, Drehbücher ("Hiroshima mon amour") und Romane ("Der Liebhaber") stammen. Die intensive Wiederholung bestimmter Worte, die verschiedenen Perspektiven auf immer denselben Gegenstand, den Schreibvorgang, aber auch das lupengetreue schriftliche Festhalten einer sterbenden Fliege beispielsweise sowie tagespolitische Betrachtungen flossen in dieses Buch, wie der Freund und ständige Begleiter Alkohol in ihre Kehle.


    "Ich glaube, dass die Person, die schreibt, ohne Idee von einem Buch ist, sie hat leere Hände, einen leeren Kopf und erfährt das Abenteuer des Schreibens nur als trockene, nackte Schrift ohne Zukunft, ohne Echo, mit den elementaren Grundregeln von Orthographie und Sinn."

     

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks