Das Geheimnis der Königin: Ein Tudor-Roman

von Mari Griffith 
3,1 Sterne bei18 Bewertungen
Das Geheimnis der Königin: Ein Tudor-Roman
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (5):
tkmlas avatar

Historischer Roman über den Ursprung der Tudor-Dynastie

Kritisch (4):
isa_belles avatar

nette Unterhaltung für zwischendurch, aber nicht mehr. flache Charaktere und eine sehr seichte Story.

Alle 18 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Geheimnis der Königin: Ein Tudor-Roman"

Eine leidenschaftliche Liebe, aus der die mächtigste Herrscher-Dynastie Englands entstand: die Tudors!

Im Jahr 1421 heiratet der englische König Heinrich V. die französische Prinzessin Catherine de Valois. Die beiden finden schnell Gefallen aneinander und ihr Glück wird schon bald noch gekrönt durch die Geburt ihres Sohnes. Doch dann stirbt Heinrich - und Catherine ist mit einem Mal mutterseelenallein am englischen Königshof. Ferngehalten von ihrem Sohn, dem Thronerben, muss sie sich in den Ränkespielen und Intrigen um sie herum zurechtfinden. Eine große Hilfe ist ihr dabei ein junger Waliser namens Owen Tudor - auch er ein Außenseiter in England-, mit dem Catherine Freundschaft schließt und in den sie sich bald rettungslos verliebt! Doch ihre Verbindung muss um jeden Preis geheim bleiben. Catherine ist es verboten, erneut zu heiraten, und außerdem ist Owen Tudor ein Diener und eine solche Liaison nicht standesgemäß ...

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783732551323
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:405 Seiten
Verlag:beHEARTBEAT by Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum:22.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Tanpopos avatar
    Tanpopovor 3 Monaten
    EIN HISTORISCHER LIEBESROMAN MIT ZU WENIG TIEFGANG

    Das Geheimnis der Königin der Autorin Mari Griffith versetzt den Leser in das ausgehende Mittelalter der englischen Geschichte und unternimmt den Versuch das Leben der englischen Königin Catherine de Valoise aus eher romantischer Sicht nachzuvollziehen.
    Prinzessin Catherine wächst unter der Obhut von Nonnen in einem französischen Kloster auf und wird relativ kurz vor ihrer Hochzeit mit Heinrich V. von England an den französischen Hof zurückgeholt. Geprägt durch ihre Erziehung ist es nachvollziehbar, dass die Eheschließung mit dem englischen König politscher Natur ist. Aber aus Politik wird schnell Liebe und die Ehe mit Heinrich wird durch einen Thronerben gesegnet, das Leben Catherines verläuft in überwiegend glücklichen Bahnen.
    Doch Heinrich stirbt kurz nach der Geburt seines Sohnes und Catherine soll sich am für sie fremden und sie ablehnenden englischen Hof in der Rolle der Königinmutter zurechtfinden – und das als junge Frau. Eher geduldet als respektiert vereinsamt sie und erst die Liebe zu dem jungen Waliser Owen Tudor holt sie wieder ins Leben zurück.
    Eigentlich eine ganz schöne Geschichte, aber ich hatte mir ein wenig mehr von diesem Roman erhofft. Es handelt sich leider nur um einen Liebesroman zwischen Mann und Frau in einen historischen Kontext gestellt.
    Über das Leben Catherine de Valoise sowie Owen Tudors sind nur Eckdaten historisch belegt, was für einen historischen Roman ja nicht negativ ist, da er fiktives Geschehen beschreibt. Aber leider beschränkt sich die Autorin in der Darstellung der Personen zu sehr nur auf die emotionale Ebene der Hauptprotagonisten zueinander. Die Auseinandersetzung mit deren Lebenswelt ist zwar durchaus vorhanden, kommt aber nicht wirklich zum Tragen.

    Fazit:
    Das Geheimnis der Königin ist durchaus ein gelungener Liebesroman – nicht mehr aber auch nicht weniger. Der flüssige Schreibstil von Mari Griffith macht es leicht den Roman zu lesen und auch mit den Figuren mitzuempfinden.

    Für einen historischen (Liebes-)Roman bleibt er in der Handlung jedoch zu schwach. Er hat mich nicht mit auf eine Zeitreise genommen.

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    Testsphaeres avatar
    Testsphaerevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Interessantes spannendes Thema, leider nicht voll ausgeschöpft und nur oberflächlich "abgearbeitet"
    Solider historischer Roman, leider fehlt es etwas an Tiefgang

    Ein Roman über den Beginn der Tudor Dynastie, die französische Königstochter Catherine de Valois heiratet im Jahr 1421 den englischen König Heinrich V. Doch ihre zweite (geheime) Ehe mit dem Waliser Owen Tudor wird für die Geschicke Englands weitaus bedeutender sein, denn es macht Catherine zur Begründerin der Tudor Dynastie.
    Zwischen diesen beiden Ehen zeichnet dieser Roman die Geschichte Catherines am englischen Königshof auf. Die Intrigen, auf die sie als Französin trifft, die Trennung von ihrem erstgeborenen Sohn und die aufkeimende Liebe zu Owen Tudor.
    Das alles ist gut skizziert und in einem flüssigen Stil beschrieben. Die historischen Fakten sind gut herausgearbeitet und werden im Roman nur grob umrissen und passen sich so dem allgemeinem Erzählstil an.
    Dieser ist leicht plätschernd und eher oberflächlich, lässt sich leicht lesen, aber man bleibt nicht hängen. Es ist nicht einer der historischen Romane, wo man gespannt auf das nächste Ereignis wartet, das den Protagonisten wiederfahren könnte. Es fehlt insgesamt der Tiefgang und die Spannung und mitunter wird der Roman zu langatmig, er wirkt eher so als ob eine Liste gut recherchierter Ereignisse abgearbeitet wird, aber er rückt diese dann eben nicht in den Fokus.
    Ich denke Fans großer historischer Schmöker, werden hier nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen, dafür ist die historische Einbettung einfach zu dünn, aber für jemanden der zum ersten Mal in dieses Genre hineinliest ein guter Einstieg.
    Ich kann hier leider nur wohlwollende drei-einhalb Sterne vergeben, das Thema ist interessant, die Zeit ist spannend, der Höhepunkt des 100-jährigen Krieges zwischen England und Frankreich ist eine hervorragende Kulisse und auch der Schreibstil ist durchaus ansprechend.
    Aber die dünne historische Decke, das eher oberflächliche Abarbeiten der Ereignisse und auch die geringe emotionale Bindung, die ich zu den Charakteren entwickeln konnte führen zu dieser Bewertung.

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    mama2009s avatar
    mama2009vor 4 Monaten
    Ausflug in die englische und französische Geschichte

    Meine Meinung und Fazit:

    Catherine wird schon in jungen Jahren von ihren Eltern ins Kloster „abgeschoben“. Ihre Mutter Isabeau ist sehr von sich eingenommen und liebt Macht und Intrigen, ihr Vater Karl VI. ist geisteskrank und Isabeau lässt keinen Moment aus, ihm dies merken zu lassen. Gefühle für ihre Tochter sind kaum vorhanden, sie ist nur daran interessiert, Catherine gut zu verheiraten. Sicherlich dient die Hochzeit dazu eine Allianz beider Reiche, zwischen Frankreich und England, zu bilden. Nach ihrer Meinung wird Catherine nicht gefragt, sie muss sich fügen. Dies ändert sich auch kaum im Laufe ihres Lebens.
    Mitunter konnte ich mich gut in Catherine hineinversetzen, wie es ihr geht, wie die Gedanken Achterbahn fahren, z.B. beim der Aussicht den berüchtigten Heinrich V. zu heiraten. Sie ist sehr liebevoll und herzlich, vor allem im Umgang mit ihrer Zofe Guillemote. Standesunterschiede sind ihr egal.

    Nach dessen Tod war sie abhängig von denen, die die Machtzügel in der Hand hatten und wurde wieder durch andere bestimmt, bzw. bestimmten andere über ihren Sohn. Ich stelle es mir unheimlich schwer vor, wenig Kontakt zum eigenen Kind zu haben. Sie hadert mitunter mit ihrem Schicksal, doch für meine Begriffe mit zu wenig Einsatz. In folgendem Zitat von Seite 256 wird ihr Schicksal meiner Meinung nach deutlich: „...einsame junge Frau in der Fremde, die von Menschen umgeben war, die sich nicht im Geringsten für sie interessierten.“ Es ist doch schließlich ihr Erstgeborener gewesen.
    Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie sich mit dem Glück, was sie mit Owen genießen konnte, zufriedengeben hat.

    Grundsätzlich war sie stark, aber bis zum letzten hat sie nicht gekämpft.
    Grundsätzlich stand dann ihre Liebe zu Owen im Mittelpunkt, hier hätte ich mir noch mehr Einblick in das Leben von Wales gewünscht, das kam mir zu kurz, auch der geschichtliche Bezug. Bei der Übersicht der Stammbäume war ja die walisische Seite abgebildet und so bin ich davon ausgegangen, dass ich hier mehr erfahre.

    Über ihren Sohn Heinrich VI. erfahren wir immer mal etwas darüber, wer gerade über ihn bestimmt und so versucht seine Macht am Königshof zu festigen. Auf die Gefühle des Kindes Heinrich VI hat kaum einer Rücksicht genommen, hier ist eindeutig eine Parallele zu seiner Mutter zu sehen. Grundsätzlich war klar, dass die Königin Catherine im Mittelpunkt steht, doch ein Stück weit habe ich gehofft, dass auch etwas mehr über sein Leben in der Geschichte an sich zu erfahren ist.

    Besonders gelungen finde ich die Stammbäume am Anfang des Buches. Damit hat man als Leser einen guten Überblick über die handelnden Personen, wer mit wem usw. Hier hat der Verlag sehr viel Mühe investiert und die historischen Anmerkung am Ende des Buches haben mir sehr zugesagt. Ich habe auch noch was hinzugelernt, denn ich wusste zum Beispiel nicht, dass am englischen Hof nach wie vor Französisch gesprochen wurde.

    Ich vergebe 4 von 5 Punkte für das Buch und bedanke mich beim Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar und die Erkenntnisse in der Leserunde.

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    LovelyBuechers avatar
    LovelyBuechervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein leichter historischer Roman, der aber noch viel Potenzial nach oben hat.
    [Rezension] Das Geheimnis der Königin* - Mari Griffith

    Produktinformationen:

    Titel: Das Geheimnis der Königin
    Autor/in: Mari Grifiith
    Format: ebook
    Preis: 6,99€
    Seitenanzahl: 405
    Verlag: beHEARTBEAT by Bastei Entertainment
    Genre: Historischer Roman
    Erscheinungsdatum: 22. Mai 2018
    Übersetzer: Cécile G. Lecaux

    Cover:
    Auf dem Cover sehen wir die elegante, junge Königin Catherine in goldener Robe, wie sie für das 15. Jahrhundert üblich ist. Zu sehen ist nur die Hälfte ihres Oberkörpers, sowie die Gesichtshäfte bis zur Mundpartie. Auf dem Kleid sind Perlen und Stickerein zu erkennen und um den Hals befindet sich eine zum Kleid passende Kette. Der Hintergrund ist in tiefen Schwarz gehalten.
    Im Gesamten ein eher unscheinbares Cover, was aber immerhin zum Thema passt. Zum Inhalt sagt es aber fast nichts aus, da nicht erkennbar ist um welche Dame es sich auf dem Bild handelt. Da es sich jedoch um ein ebook und kein richtiges Buch handelt, muss man auch das dafür verfügbare Budget beachten. In dieser Hinsicht ist es also durchaus passabel.

    Klappentext:
    Im Jahr 1421 heiratet der englische König Heinrich V. die französische Prinzessin Catherine de Valois. Die beiden finden schnell Gefallen aneinander und ihr Glück wird schon bald noch gekrönt durch die Geburt ihres Sohnes. Doch dann stirbt Heinrich - und Catherine ist mit einem Mal mutterseelenallein am englischen Königshof. Ferngehalten von ihrem Sohn, dem Thronerben, muss sie sich in den Ränkespielen und Intrigen um sie herum zurechtfinden. Eine große Hilfe ist ihr dabei ein junger Waliser namens Owen Tudor - auch er ein Außenseiter in England-, mit dem Catherine Freundschaft schließt und in den sie sich bald rettungslos verliebt! Doch ihre Verbindung muss um jeden Preis geheim bleiben. Catherine ist es verboten, erneut zu heiraten, und außerdem ist Owen Tudor ein Diener und eine solche Liaison nicht standesgemäß ...

    Inhalt:
    England im Jahr 1421 - Prinzessin Catherine de Valois wird mit dem König von England, Heinrich V., vermählt. Dadurch gelangt nicht nur der französische Thron unter die Haube England, sondern es ist auch der Beginn einer ganz neuen Ära.
    Catherine de Valois gilt als die Mutter der Tudor-Dynastie.
    Ihr erster Mann ist früh verstorben und als Witwe muss sie all den Ränkespielchen und Unterdrückungen standhalten. Ihr erster Sohn, Heinrich VI., wird von ihr ferngehalten und in die Hände Fremder gegeben, die ihn früh beeinflussen werden. Doch dann lernt sie Owen Tudor kennen, ein einfacher Diener und dazu noch Waliser. Und trotz alledem, wird er ihr Leben grundlegend verändern.

    Meinung:
    Das Buch begann sehr vielversprechend. Der Schreibstil ließ sich flüssig und angenehm lesen und auch die Handlung war anfangs recht unterhaltsam. Zwar war es nie übermäßig spannend, aber dennoch abwechslungsreich.
    Gerade am Hof gab es aufgrund dieser vielen Menschen immer etwas Neues und Lesenswertes. Und auch der ein oder andere Geschichtliche Aspekt wurde erwähnt. Besonders zum Schluss hätte man dies aber noch Wesentlich mehr thematisieren können. Meiner Meinung hätte es noch mehr Stoff gegeben, stattdessen blieb die Autorin jedoch bei dem sehr eintönigen Alltag der Protagonisten. Ich hatte das Gefühl, dass zum Ende zu nur noch das Gleiche passierte. Und als es nochmal spannend wurde, ist alles schnell abgefertigt wurden.

    Fazit:
    Wer etwas mehr um Catherine de Valois und den Anfang der Tudors erfahren will, ist mit dem Buch sicher richtig beraten. Man sollte jedoch nicht erwarten, viel Spannung oder Politik vorzufinden. Eher ist es ein lockerer Roman für nebenbei mit ein paar historischen Fakten

    Fazit: 3,5/5 Sterne
     
    *Dieses Buch wurde mir kostenfrei zum Rezensieren zur Verfügung gestellt.

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    sille72s avatar
    sille72vor 4 Monaten
    jede liebe soll erblühen

    Mari Griffith

    Das Geheimnis der Königin

    Ein Tudor-Roman



    Eine leidenschaftliche Liebe, aus der die mächtigste Herrscher-Dynastie Englands entstand: die Tudors!

    Im Jahr 1421 heiratet der englische König Heinrich V. die französische Prinzessin Catherine de Valois. Die beiden finden schnell Gefallen aneinander und ihr Glück wird schon bald noch gekrönt durch die Geburt ihres Sohnes. Doch dann stirbt Heinrich - und Catherine ist mit einem Mal mutterseelenallein am englischen Königshof. Ferngehalten von ihrem Sohn, dem Thronerben, muss sie sich in den Ränkespielen und Intrigen um sie herum zurechtfinden. Eine große Hilfe ist ihr dabei ein junger Waliser namens Owen Tudor - auch er ein Außenseiter in England-, mit dem Catherine Freundschaft schließt und in den sie sich bald rettungslos verliebt! Doch ihre Verbindung muss um jeden Preis geheim bleiben. Catherine ist es verboten, erneut zu heiraten, und außerdem ist Owen Tudor ein Diener und eine solche Liaison nicht standesgemäß ...



    Format

    ePUB

    Kopierschutz

    Nein

    Seitenzahl

    515 (Printausgabe)

    Altersempfehlung

    16 - 99

    Erscheinungsdatum

    22.05.2018

    Sprache

    Deutsch

    EAN

    9783732551323

    Verlag

    BeHEARTBEAT by Bastei Entertainment

    Dateigröße

    1801 KB

    Übersetzer

    Cecile G. Lecaux

    Verkaufsrang

    2.140



    Dank der Lesejury durfte ich an dieser Leserunde teil nehmen und habe mich mit diesem Roman beschäftigt. Er war sehr leicht und schnell zu lesen und hat sehr gut unterhalten. Durch Zeittafeln und Ahnengalerien hat der Leser auch genug historische Fakten mit bekommen. Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet was man so neben der historischen Figur noch entwickeln konnte. Mich hat am Anfang die Geschichte der Königin fasziniert und am ende nur noch traurig gemacht. Der König kommt ja nicht so lange vor und das Kind von beiden wird ihr entzogen.


    Für freunde des leichten historischen Romans mit einigen Fakten ist dieses Buch ganz gut geeignet. Wer mehr über die zeit von Heinrich 5 und Heinrich 6 wissen will ist aber nicht gesättigt von dieser Erzählung.


    Ich gebe diesem Buch 4 Sterne. Ich hab mich amüsiert wie mit einem guten Dessert.

    Die Infos habe ich von thalia besorgt und danke dem Verlag und der Lesejury.


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    Yeirahs avatar
    Yeirahvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Flüchtige Lektüre, die nicht ganz überzeugen kann
    Eine Geheime Familie

    Nach dreizehn Jahren im Kloster wird Prinzessin Catherine de Valois von Frankreich an den heimischen Hof zurückgeholt. Ihre Aufgabe: König Heinrich V. von England zu heiraten, den „Schlächter von Agincourt“, um einen endgültigen Frieden zwischen beiden Ländern zu sichern.
    Entgegen ihrer Erwartungen findet sie Gefallen an Heinrich. Doch mit der Geburt des gemeinsamen Sohnes und Heinrichs baldigem Tod findet sich Catherine in einer Spirale des Verlustes wieder, die sie in den Abgrund zu stürzen droht; ihr einziger Rettungsanker: Owen Tudor.

    Mari Griffith hat einen historischen Roman geschaffen, der sich nicht stur an den Gegebenheiten orientiert. Der Fokus liegt auf den Beziehungen zwischen bekannten Charakteren, ihrem Leid und ihrer Entwicklung, wodurch wir wunderbare Einblicke in ihre Gefühlswelt erhalten.
    Catherine de Valois, welche als „Begründerin“ der Tudor-Dynastie anzusehen ist, hat eine schwere Bürde zu tragen. Verluste, Intrigen und gesellschaftlicher Druck zeichnen ihr Leben, bis zuletzt scheint sie alles zu verlieren. Wenige Jahre des Glücks sind ihr mit Owen Tudor vergönnt, bevor auch dieses in tausend Teile zerspringt.
    Im Roman wird Catherine als leicht naive Frau dargestellt, verbrachte sie ihre ersten Lebensjahre doch abgeschieden in einem Kloster. Von dem Verhalten einer wahren Königin – selten eine Spur. Ihre wahrliche Akzeptanz, Königin zweier Länder zu sein, bleibt aus; ebenso ihre Beteiligung an Hof oder Politik, wie es ihre Mutter Isabeau zu tun pflegte. Trotz ihres Status‘ als Königin lässt sie sich in eine Nischenrolle zurückdrängen, gibt die Kontrolle über ihren Sohn ab und reagiert erst, wenn es längst zu spät ist. Vielleicht, weil sie das Verarbeiten vieler Verluste die letzte Stärke gekostet hat.
    Owen Tudor wird hingegen als solider Charakter dargestellt, steht er Catherine doch treu zur Seite und wahrt ihr beider Geheimnis über Jahre hinweg. Er wird als liebender Vater aufgezeigt, der für sein Familienglück kämpft, auch wenn er es im Stillen tun muss.
    Neben den beiden Hauptprotagonisten finden sich einige Nebencharaktere, die Sympathien wecken konnten. Wie etwa Henry Beaufort, ein treuer Unterstützer von Catherine und Owen oder Guillemote, Catherines wahre Freundin.
    Auch wenn interessante Einblicke in die Gefühlswelten der Figuren erfolgen, so muss doch festgehalten werden, dass diese nicht immer nachvollziehbar erscheinen. Beachtet werden muss hierbei, dass zwischen den Kapiteln jahrelange Zeitsprünge erfolgen – aus diesem Grund wird Trauer wohl schnell abgehandelt.

    Daher ist mit leichter Enttäuschung zu erwähnen, dass viele dieser Nebencharaktere im Fluss der Handlung verschwinden oder kurzerhand ausradiert werden. Oft bleiben zuvor geschilderte Handlungsstränge offen, werden in aller Kürze abgehandelt und vergessen. Da bleibt unweigerlich ein leicht verwirrter Leser zurück, der darüber rätselt, ob das eben Angedeutete als Spannungsbogen zu verstehen ist… aber nein, eine verschwundene Handlung bleibt verschwunden.
    Leider bleibt auch der angedeutete Spannungsbogen nur angedeutet im Hintergrund, lässt sich zwar erahnen, spitzt sich aber nie wirklich zu. Die Katastrophe ist vorherzusehen, enthält einen wunderbar abstoßenden Sündenbock und treibt die Königin in tiefe Verzweiflung.

    Dafür fließen die Geschehnisse dank Mari Griffiths Schreibstil schön dahin. Es ist ein wirklicher Lesefluss, der sich bildet, hüpft er auch durch die Jahre und legt den Fokus manchmal auf -so scheint es- liebevolle Kleinigkeiten.

    Als Historischer Roman darf „Das Geheimnis der Königin“ daher wohl weniger verstanden werden. Dafür fehlt doch die Tiefe der Fakten, die Ränkespiele bei Hofe; es ist eher der Einblick in das Leben einer kleinen Familie, die gar nicht existieren sollte… und in das Leben einer Frau, der trotz vieler Schicksalsschläge ein wenig Glück vergönnt war.

    Wer eine leichte Lektüre mit historisch angehauchten Fakten sucht, wird bei diesem Roman fündig werden. Ein flüchtiger Zeitvertreib, der allerdings dazu auffordert, sich mehr mit der englischen Geschichte zu beschäftigen.

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    Tintenschoens avatar
    Tintenschoenvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht überzeugt!
    Konnte mich nicht überzeugen!

    Das Buch liest sich gut und zügig; ich bin schnell in die Story um Catherine, die als junges Mädchen den König von England heiratet, rein gekommen. Trotzdem konnte mich der Roman nicht wirklich fesseln. Die Geschichte plätscherte so vor sich hin, die vermeintlichen Intrigen am englischen Hof wurden nur fade angedeutet und die Emotionen zwischen Catherine und ihrem späteren heimlichen Geliebten Owen Tudor wirkten eher klischeehaft kitschig als bewegend. Lediglich der historische Aspekt hat für mich die Geschichte halbwegs interessant gemacht. Als seichte (Urlaubs-) Lektüre geeignet, sonst aber nicht sonderlich lesenswert!

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    tkmlas avatar
    tkmlavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Historischer Roman über den Ursprung der Tudor-Dynastie
    Grundstein der Tudors

    Das Geheimnis der Königin ist in diesem Buch ihre unerlaubte Beziehung zu dem walisischen Diener Owen Tudor.

    Nach dem frühen Tod ihres Gatten, des englischen Königs Heinrich V., ist die französische Prinzessin Catherine de Valois einsam am englischen Hofe. Von ihrem geliebten Sohn wird sie durch ihren intriganten Schwager isoliert. Als Königinmutter fristet sie ein trostloses Dasein. Erst als der etwas vorlaute Owen Tudor in die Dienste des englischen Hofes tritt, erhellen sich ihre Tage wieder. Beide wissen um die Unmöglichkeit ihrer Beziehung und trotzdem besiegeln sie ihren Bund in einer geheimen Heirat. Es folgen mehrere Kinder, die aber nicht bei ihnen aufwachsen dürfen, denn eine Aufdeckung kann den Tod Owens bedeuten.

    Mari Griffith greift historische Tatsachen auf und spinnt in diesem Gerüst die Liebesgeschichte zwischen Catherine und Owen. Der Stammbaum zu Beginn des Buches ist sehr hilfreich, die familiären Beziehungen der Königshäuser zu verstehen. Die Geschichte um die Entstehung der bekannten Tudor-Dynastie ist sehr spannend und interessant. Die Autorin mischt Historie und Fiktion, und das gelingt ihr bis auf einige Abstriche auch gut.

    Der erste Teil des Buches hat mir wesentlich besser gefallen, da dort mehr auf die Figuren eingegangen wurde. Im zweiten Teil werden die Ereignisse ziemlich gerafft, damit alles Wichtige bis zum Tod von Catherine untergebracht werden konnte. Das ist leider der Geschichte etwas abträglich.

    Dafür sind die Anhänge zu den historischen Fakten am Ende des Buches sehr interessant.

    Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Der historische Roman ist auf jeden Fall unterhaltsam, aber gegen Ende etwas oberflächlich.


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    cybergirlls avatar
    cybergirllvor 5 Monaten
    Zu wenig Historie

    Die französische Prinzessin Catherine war 4 Jahre alt als sie mit ihrer Schwester in ein Kloster kam. Dort wurde sie von Nonnen erzogen und gelehrt.
    Mit 17 Jahren holt ihre Mutter sie an den französischen Hof zurück, ihre Schwester bleibt im Kloster, sie nimmt den Schleier.
    Catherine soll nun den englischen König Heinrich V. heiraten. Das Schicksal meint es gut mit ihr den beide fühlen starke Zuneigung füreinander. Bald darauf kommt der Thronfolger zur Welt.
    Heinrich V. stirbt ohne sein Kind je gesehen zu haben.
    Catherine wird als Königin am englischen Hof geduldet, Einfluss und Macht hat sie nicht.
    Als sie Owen Tudor begegnet verliebt sie sich in ihn. Eine Liebe die geheim bleiben muss.

    „Das Geheimnis der Königin“ von Mari Griffith ist ein schön geschriebener Roman. Er erzählt von einer großen Liebe zwischen einem König und einer Prinzessin die zwar aus politischen Gründen heiraten aber doch innige Zuneigung für einander empfinden. Doch der König stirbt sehr früh und Catherine ist alleine in einem fremden Land.
    Zu Beginn des Buches habe ich Catherine bewundert. Sie ist in einem Kloster aufgewachsen, ohne schöne Kleider und Etikette.
    Wie schnell sie sich dann am Hof zurechtfand war schon toll. Auch wie sie sich dem König von England gegenüber verhielt und die englische Sprache lernte zeugte von Intelligenz.
    Als der König starb war ihr Sohn, der Thronfolger noch ein Säugling. Doch er war jetzt der König.
    Mit nicht mal einem Jahr musste er schon im Parlament erscheinen.
    Hier verlor Catherine meine Bewunderung.
    Catherine hatte kaum noch Einfluss auf die Erziehung ihres Sohnes. Als er 7 Jahre wurde hat sie ihn kaum noch zu Gesicht bekommen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frau nicht um ihr Kind kämpft. Es wurde noch nicht mal über einen Versuch erzählt den Catherine unternommen hat um ein Mitspracherecht bei der Erziehung zu haben. Sie hat es wohl einfach akzeptiert.
    Auch wenn historisch vielleicht nichts überliefert ist hätte sich die Autorin hier vielleicht ihre künstlerische Freiheit nehmen sollen.
    Im 2. Teil des Buches lernt Catherine dann Owen Tudor kennen und verliebt sich in ihn. Ab hier ging es fast nur noch darum sich mit dem Geliebten heimlich zu treffen. Hierbei hilft ihr, ihre Zofe.
    Später wird sie mehrere Male schwanger und auch das musste verheimlicht werden.
    Was zu dieser Zeit in England und am Königshof geschah wird fast völlig außer Acht gelassen.
    Ich hätte schon gerne etwas über Heinrich VI. gelesen als er dann etwas älter war. Von seiner Krönung. Oder über die weitere Beziehung zu Frankreich.
    Aber das wurde ja nur am Rande erwähnt. Von der historischen Seite war der historische Anhang am Ende des Buches am interessantesten.
    „Das Geheimnis der Königin“ ist ein gut geschriebenes Buch. Der Schreibstil ist sehr leicht und es ist schnell zu lesen.
    Als historischer Roman ist es allerdings zu Oberflächlich.

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    Lerchies avatar
    Lerchievor 5 Monaten
    Der Ursprung der Tudors

    Schwester Supplice liebte Catherine sehr und wollte sie davor bewahren, König Heinrich IV von England heiraten zu müssen. Doch Catherine war nicht für das Klosterleben geschaffen, auch wenn man sie vor Jahren dorthin abgeschoben hatte…
    Von ihrer Mutter Isabeau, der Königin von Frankreich, wurde ihr anderes über den englischen König erzählt…
    Sie war bereit ihn zu heiraten und die beiden mochten sich auch sehr. In England bekam sie dann einen Sohn, den sie entgegen den Anweisungen ihres Gatten in Windsor, statt in Westminster zur Welt brachte… Zu diesem Zeitpunkt befand sich der König erneut im Krieg in Frankreich…
    Doch viel hatte sie von ihrem Kind nicht. Es wurde ihr mehr und mehr abgenommen…
    Nach der Geburt rief er Catherine zu sich, die ihn dann ohne ihr Kind besuchte…
    Mit dem toten Heinrich IV. kehrte Catherine nach England zurück…
    Bei ihren Bediensteten fiel ihr ein Mann auf, der einen sehr komplizierten walisischen Namen hatte. Der Einfachheit halber nannte er sich Owen Tudor. Und die beiden verliebten sich ineinander, was sie jedoch geheimhalten mussten…
    Und wie es eben so kommt, wurde Catherine schwanger. Und ihr stellte sich die Frage: Wie und wo sollte sie ihr Kind zur Welt bringen, ohne dass der Hof davon erfuhr…
    Und es sollte nicht bei diesem einen Kind bleiben…
    Was sagte Schwester Supplice Catherine über Heinrich IV.? Und was erzählt ihr ihre Mutter über ihn? Gefiel der König Catherine? Hatten sie die beiden ineinander verliebt? Warum gebar sie ihren Sohn nicht in Westminster statt in Windsor? Weshalb gab es einen erneuten Krieg gegen Frankreich? Warum hatte sie nicht viel von ihrem Kind? War es wegen der Erziehung zum zukünftigen König? Hatte König Heinrich IV. seinen Sohn gar nicht kennen gelernt? Wer war Owen Tudor? Und warum durfte die Königin ihn nicht lieben? Warum wäre es verboten gewesen? Wie konnte Catherine ihr Kind von Owen Tudor zur Welt bringen, ohne dass der Hof etwas merkte? Und was passierte mit den anderen Kindern? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

    Meine Meinung
    Es ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. Ihr Schreibstil ist flüssig und unkompliziert. Auch fand ich es gleich spannend, denn über die englische Geschichte weiß ich nicht sehr viel. Die Geburt ihres Sohnes Heinrich, der Tod ihres Gemahls und das Verlieben in den Waliser Owen Tudor waren sehr anschaulich beschrieben. Wie die beiden immer aufpassen mussten, dass niemand am Hof etwas davon erfuhr. Das war wohl das Geheimnis der Königin. Denn Owen Tudor war ja nur ein Bediensteter, und Catherine hätte niemals die Erlaubnis zu einer Heirat bekommen. Dass eines ihrer Enkelkinder dann doch in die Thronfolge kam, sagt einiges darüber aus, was wohl noch passierte. Doch mehr verrate ich nicht, auch wenn man das nachschlagen könnte. Denn sehr viel an diesem Buch entspricht der Wahrheit. Natürlich kommt auch Fiktion darin vor, von der Autorin des Buches erfunden. Ich fand es sehr lehrreich und spannend. Es hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Daher bekommt es von mir eine Lese-/Kaufempfehlung sowie vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

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