Mari März KLIPP KLAPP - UND DU BIST TOT: Ein Gesellschaftskrimi aus und in Berlin/Brandenburg

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Inhaltsangabe zu „KLIPP KLAPP - UND DU BIST TOT: Ein Gesellschaftskrimi aus und in Berlin/Brandenburg“ von Mari März

Unglücklich aus ihrer Heimatstadt Berlin in die Brandenburger Einöde versetzt, beginnt für Kriminalkommissarin Elisabeth Schwintowsky ein neues Leben. Ihre Schussverletzung war verheilt. Die Narben blieben. Ihre Seele wurde in Stücke gerissen … damals, bei ihrem letzten Einsatz. Ein Jahr war es her. Es gab Zeiten, in denen sie alles hinschmeißen wollte. Doch Lisbeth liebt ihren Beruf und arbeitet gern bei der „Müllabfuhr der Gesellschaft“. Kurz nach ihrer Ankunft in der neuen Dienststelle wird die Leiche einer jungen Frau im Mühlbach entdeckt. Bald stößt Lisbeth auf einen zwielichtigen Bürgermeister, die verhaltensgestörte Sandra und ein trauriges Familiengeheimnis. Klipp klapp, das Mühlrad dreht sich, und es bleibt nicht bei einem Opfer. Dabei wollte Lisbeth alles ganz ruhig angehen … Der neue Regionalkrimi von Mari März konserviert den alten Berliner Charme, amüsiert sich über Trends der neuen Hauptstadt, deckt Missstände und differenzierte Denkweisen bei Polizei, Rechtsmedizin und Gesellschaft auf, besinnt sich, erinnert ... und beschreibt nicht zuletzt, wie ein Mensch zum Mörder wird. Es geht um Hass, Gier, Verzweiflung, Liebe, Freundschaft … um das richtige Leben also und um ein Stückchen DDR.

Wenn dich die Vergangenheit einholt... tolles Buch!

— jasbr
jasbr

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    KLIPP KLAPP - UND DU BIST TOT: Ein Gesellschaftskrimi aus und in Berlin/Brandenburg
    Zsadista

    Zsadista

    23. September 2016 um 19:01

    Kriminalkommissarin Elisabeth Schwintowsky kommt von Berlin nach Brandenburg. Intern wird gemunkelt, wie wurde zwangsversetzt, weil sie nicht unter Vorgesetzten arbeiten kann. Lisbeth ist es aber egal, was über sie hinter ihrem Rücken geredet wird. In Brandenburg wird sie unvoreingenommen akzeptiert. Auch ihre neuen Kollegen stellen ein seltsames Grüppchen dar. Allerdings lebt sie sich gut ein, in erster Linie wohl, weil sie voll und ganz in ihrem Beruf aufgeht. Doch kaum ist sie in Brandenburg etwas heimisch geworden, wird die erste Leiche aus dem Mühlbach gefischt. Es ist eine junge Frau und Lisbeth’s erster Fall in Brandenburg. Und so wird Lisbeth gleich zu Anfang ihrer neuen Arbeit direkt in einen Sumpf aus Intrigen und Familiengeheimnissen entführt. „Klipp Klapp – und du bist tot“ ist ein Krimi aus der Feder der Autorin Mari März. Es handelt sich hier aber nicht um einen reinen Krimi, vielmehr stehen hier auch die verschiedenen Menschen im Vordergrund. Normalerweise mag ich viel Privates in Krimis überhaupt nicht. In einem Krimi geht es mir in der Regel um die Ermittlungen und wie der Fall gelöst wird. Hier hingegen hat es mir kaum etwas ausgemacht. Es liegt wohl daran, dass mir die Personen so sympathisch waren. Ich könnte jetzt nicht sagen, wen ich nicht mochte, also bis auf die zwielichtigen Personen und den Täter. Manchmal waren mir die Beschreibungen von Lisbeth mit ihrer Schwester etwas zu viel. Ansonsten ist es halt eher ein ruhiger Krimi. Es ist jetzt nicht viel Aktion vorhanden. Es geht viel mehr und dieses Zwischenmenschliche und Hintergründe der einzelnen Taten oder Personen. Man muss sich auf das Buch einfach einlassen. Wenn man dann noch vorher weiß, dass der Krimi zwar da ist, aber etwas mehr im Hintergrund läuft wie man das sonst gewohnt ist, gibt es nicht viel zu meckern. Der Schreibstil der Autorin ist auch sehr angenehm. Ich musste abends im Bett nur aufpassen, dass mir das schwere Buch nicht auf die Nase gefallen ist. Das Werk hat zwar „nur“ 346 Seiten, ist aber als ausgedrucktes Werk verdammt schwer. Durch die recht kurzen Kapitel und vielen Unterkapitel ließ sich das Buch sehr gut und schnell lesen. Ich mag das sehr gerne, auch wenn ich dann oft mehr lese, als ich eigentlich Zeit habe. Ich bin gespannt auf einen neuen Fall von Lisbeth und ihren Kollegen.

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  • Wenn dich die Vergangenheit einholt...

    KLIPP KLAPP - UND DU BIST TOT: Ein Gesellschaftskrimi aus und in Berlin/Brandenburg
    jasbr

    jasbr

    26. August 2016 um 21:11

    Im Mittelpunkt dieses Buche steht die Ermittlerin Elisabeth Schwintowsky, die nach einem Jahr und schweren Verletzungen wieder in den Job zurückkehrt. Sie lässt sich von Berlin nach Brandenburg versetzen, um noch einmal ganz neu anzufangen. Was damals geschehen ist, erfährt der Leser nicht von Anfang an. Die Autorin baut hier geschickt immer wieder Szenen ein, sodass man in kleinen Häppchen die Hintergründe von Lisbeths Geschichte erfährt. Natürlich kann man sich nach und nach etwas zusammenreimen, trotzdem bleibt es spannend. Überhaupt steht in diesem Buch das Privatleben der Kriminalkommissarin im Mittelpunkt. Normalweise finde ich das immer nicht so gut, weil oft die eigentliche Krimihandlung darunter leidet. Hier war das aber nicht der Fall, im Gegenteil: Man sympathisiert von Anfang an mit der Ermittlerin, man möchte einfach mehr über sie und ihre Vergangenheit wissen. Außerdem sind die Passagen immer so in die Handlung eingebaut, dass sie fließend ineinander übergehen und es den Lesefluss nicht unterbricht.  Der Kriminalfall an sich ist sehr authentisch geschrieben - denn es gibt auch einfach mal ein paar Tage, an denen es keine neuen Erkenntnisse gibt und die Ermittlungen auf der Stelle treten. Hier zeigt sich, wie frustrierend dieser Beruf sein kann, denn vor allem Elisabeth möchte vorankommen und den Mörder schnappen. Langweilig wurde das Buch aber trotzdem nicht. Es geht in diesem Buch aber nicht einfach nur um einen Mord. Die Autorin stellt auch Verbrechen in den Vordergrund, die in der damaligen DDR geschehen sind - und bei denen weggesehen wurde. So wurde unter undurchsichtigen Umständen ein Vater an der Mauer erschossen und das Kind in ein Heim abgeschoben - Dinge, die ja leider auch wirklich geschehen sind. Mari März verarbeitet hier ein Thema, das sehr präsent war, über das aber bis heute nur wenig gesprochen wird. Mich hat das sehr berührt und auch zum Nachdenken angeregt. Es zeigt die Ohnmacht, die damals im Kontrollstaat der DDR herrschte, aber auch, dass manche Verbrechen nie gesühnt wurden. Das macht das Buch für mich zu etwas ganz Besonderem. Es ist sicher kein Mainstream und für jeden Lesertyp geeignet, denn es hebt sich deutlich von normalen Regionalkrimis ab. Das Buch ist ernster, die Spannung eher subtil und auch die Aufklärung des Falles nicht so, wie man es erwartet. Denn es gibt viele überraschende Wendungen, sodass man als Leser bis zum Schluss nicht ahnt, wie das Buch endet. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist flüssig geschrieben und durch die Nähe zur Protagonistin auch sehr intensiv. Auch wenn es einen sehr ernsten Hintergrund hat, gibt es auch immer mal wieder Passagen, bei denen ich schmunzeln musste - es ist also von allem etwas dabei. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist anderes - aber genau deswegen so interessant. Wer sich für Lokalkrimis und die ehemalige DDR interessiert, ist hier auf jeden Fall richtig: 4,5 Sterne!

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