Mari Strachan

 4 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Die Welt summt in b-Moll, Nachts singt die Welt und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Mari Strachan

Die Welt summt in b-Moll

Die Welt summt in b-Moll

 (15)
Erschienen am 24.08.2009
Nachts singt die Welt

Nachts singt die Welt

 (7)
Erschienen am 09.06.2011
Taschenbücher / Ein Hauch von Leben

Taschenbücher / Ein Hauch von Leben

 (5)
Erschienen am 02.04.2012
Ein Hauch von Leben: Roman

Ein Hauch von Leben: Roman

 (0)
Erschienen am 02.04.2012
The Earth Hums in B Flat

The Earth Hums in B Flat

 (1)
Erschienen am 30.09.2010
Blow on a Dead Man's Embers

Blow on a Dead Man's Embers

 (0)
Erschienen am 01.06.2012

Neue Rezensionen zu Mari Strachan

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veronika_lackerbauers avatar

Rezension zu "Nachts singt die Welt" von Mari Strachan

Die Welt summt in b-moll
veronika_lackerbauervor 3 Jahren

Nachts singt die Welt ist ein poetischer Roman aus der perspektive der Heranwachsenden Gwenni. Obwohl die Geschichte alles andere als bequem ist - denn in diesem 50er Jahre Idyll ist eigentlich nichts wirklich idyllisch - lässt es seinen Leser mit einem angenehm wohlig-warmen Gefühl zurück. Strachan schafft es, den Eindruck zu vermitteln: Auch wenn lange nicht alles gut ist, das Leben geht weiter und nichts ist wirklich NUR schlecht im Leben.

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Maggis avatar

Rezension zu "Die Welt summt in b-Moll" von Mari Strachan

Ausflug ins Wales der 1950er Jahre
Maggivor 4 Jahren

Auf „Die Welt summt in B-Moll“ bin ich wegen des besonderen Titels, sowie des tollen Covers, das einerseits sehr still gestaltet ist, andererseits durch den Fuchs, der um den Rand des Buches schaut neckisch wirkt, aufmerksam geworden.

Hauptfigur dieses in den 1950er Jahren in Wales spielenden Buches ist die zwölfjährige Gwennie. Sie ist ein außergewöhnlich phantasiebegabtes Kind und vor allem für ein Mädchen der damaligen Zeit sehr lebhaft und eckt dadurch oft an in ihrem, kleinen Dorf, in dem konventionelle Sichtweisen, sowie Klatsch und Tratsch den Ton angeben. Sie mag sich einfach nicht einfügen in die engen Vorgaben, wie ein Mädchen zu sein hat und streift lieber durch die Natur, denkt sich Geschichten aus, fliegt in ihrer Fantasie über das Land und spielt mit den beiden kleinen Töchtern ihrer Lehrerin, auf die sie manchmal aufpasst. Diese gibt ihr auch Bücher und damit dem wissbegierigen Mädchen weiteren Stoff für seine Fantasiewelten. Gwennies Gedanken sind pfiffig, lebhaft und brachten mich beim Lesen oft zum Schmunzeln. Auch, wie sie in ihrer noch recht kindlichen Naivität durch ihre Intelligenz unwissentlich tief philosophisch wird, ist fabelhaft umgesetzt.

Das Porträt der Kleinstadt gelingt der Autorin sehr gut, sowohl die dörfliche Enge kann man nachempfinden, als auch den Platz, der jedem Mitglied dieser Gemeinschaft zugedacht ist und der Einschränkung und Sicherheit gleichermaßen bedeutet. Das eintönige Dorfleben der 1950er Jahre wird bis ins Detail beschrieben, so dass man Gwennies Gefühl des Eingesperrtseins durch die engen Grenzen der Dorfgemeinschaft, in der über jeden Geklatscht wird, der nicht bis ins Kleinste der Norm entspricht, gut nachvollziehen kann. So geht alles seinen scheinbar gleichförmigen Gang und Gwennie hat manchmal das Gefühl darin zu ersticken.

Doch dann verschwindet der Ehemann der Lehrerin, Mrs. Evans, plötzlich spurlos. Gwennie möchte ihrer Freundin helfen, ihn zu finden und begibt sich auf Spurensuche. Dadurch tritt sie so manchen Stein los, ohne es zu wollen und deckt Stück für Stück so manches Geheimnis auf. Noch ahnt sie nicht, wie sehr sie selbst und ihre Familie darin verstrickt sind.


Am Anfang bin ich etwas schwerfällig in die Geschichte rein gekommen. Gwennies Gedanken sind manchmal etwas wirr, aber dadurch hebt sie sich auch angenehm von all den angepassten Dorfbewohnern ab, die sich das selbst-denken längst abgewöhnt haben. Sie ist pfiffig, intelligent und eine angenehme Protagonistin. Ich wurde dann doch warm mit ihr und bin ihr gerne durch die Geschichte gefolgt. Auch ihren Vater und ihre Großmutter mochte ich gern, während mir Mutter und ältere Schwester ziemlich auf den Geist gingen. Überhaupt gab es so manchen Charakter, der sehr eigenartig war und die kleinkrämerische Lebensweise des Dorfes haben mich ziemlich genervt. Dadurch konnte ich Gwennies Gefühle, nicht so richtig dazuzugehören, sehr gut nachvollziehen. Aber sie bekommt auch immer Hilfe, wenn sie welche braucht und Antworten auf ihre zahlreichen, teils sehr indiskreten Fragen. Manchmal blieb mir das Buch insgesamt aber zu sperrig, zu unzugänglich und obwohl sich am Ende alles zu meiner Zufriedenheit – und Überraschung! Wie angenehm! – aufgelöst hat, ziehe ich ein Sternchen ab.

Gwennie in ihr Dorf und ihre Zeit zu folgen empfehle ich dennoch gern.

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dicketillas avatar

Rezension zu "Taschenbücher / Ein Hauch von Leben" von Mari Strachan

Folge der Stimme des Herzens
dicketillavor 5 Jahren

Der Krieg hat ihr unwiderruflich den Mann genommen,
an deren Stelle ein Fremder zurückgekehrt ist.
Der Tausend-Yard Blick, wie die Schwestern im Lazarett ihn nannten,
durch einen hindurch blickend. Welches Rätsel steckt hinter seine Veränderung, dass ihn so ängstlich gemacht hat, ihn schweißgebadet aus dem Alptraum erschreckt, und mit einem imaginären Gewehr unter den Küchentisch auf einen unsichtbaren Feind anlegen lässt. Diese Frage stellt sich Rhiannon, Non genannt., die ehemalige Grundschullehrerin, in einem walisischen Dorf, drei Jahre nach dem ersten Weltkrieg.
Non erinnert sich an ihren Davey, den sie einst heiratete, und deren zwei Kinder sie seitdem groß zog. Davey brachte einen Säugling ins Haus, deren Mutter gestorben sei, und sie nannten ihn Osian,
mehr erfuhr Non nicht .
Dieser war inzwischen schon sieben Jahre alt, und er hatte die selbe Begabung mit Holz umzugehen, wie Davey, der Zimmermann, sie besaß.
Nur war er nicht berechenbar, sprach kaum, und man durfte ihn nicht berühren. Nons Familie gehörte seit dem Mittelalter zu den großen Kennern der Heilkräuter, und konnte mit geheimen Rezepten heilen.
Und sie hatte von ihrer Mutter die Gabe geerbt, Dinge zu sehen, und was mit anderen Menschen nicht stimmte.
Sie selbst litt an einer Herzerkrankung, die ihr oft Schwächeanfälle verursachte, und sie an die von ihrem Vater erzeugte Tinktur band.
Davey verbot ihr die Kräuterheilung, sie durfte nicht mehr arbeiten, und sie fügte sich. Sie teilten das Haus, das Bett, die Kinder, aber keine Ehe mehr. Non vermisste die zwanglosen Gespräche, Lachen, Hoffnung, Träume waren verschwunden, als wäre ihr Mann da ,aber tot.
Während einer Volkszählung 1921 gibt Davey , Osian als seinen leiblichen Sohn an, und Non scheint eine Ähnlichkeit mit ihm zu erkennen.
Dann findet sie einen Brief von Angela, mit der sie ihr Mann einst betrog,
und sie schmiedet einen Plan. Sie reist nach London, um sich mit der Krankenschwester zu treffen, in der Hoffnung endlich
Ihrem Mann helfen zu können, wenn sie etwas über ihn erfuhr.
Im ersten Moment ist sie sehr überrascht, da diese der ersten Frau ihres Mannes sehr gleicht. Doch dann besucht sie das Krankenhaus mit den vielen Kriegsopfern, die mit ihren Erlebnissen allein gelassen wurden.


Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in der Geschichte Fuß zu fassen.
Das Cover und die Kurzbeschreibung hatten mich sofort für das Buch begeistert, doch dann wurden mir die ewigen Schilderungen über ihren Mann zuviel. Das Leben innerhalb der Familie wird ausreichend erzählt, die Familienzusammenhänge, die Schwierigkeiten, die Non mit ihrer Schwiegermutter , und der Tochter ihres Mannes hat. Die politischen Verhältnisse der Waliser, die sich um ihre Eigenständigkeit bemühen,
runden das Bild zusätzlich ab. Die beschwerliche Hausarbeit, die Non nur mit einer Hilfe verrichten kann. Ihre Reise nach London, sie wie in die Reise einer anderen Welt, Sprache führt.
Sie die einstige Rebellin von der Gesellschaft in die Rolle der Hausfrau gedrängt, dabei sehr klug und wissbegierig war.

Eine Geschichte, die viel geschichtliches in sich trägt, Menschen vom Krieg gezeichnet, das Bild der Familie Davies wird von Maria Strachan in wunderbare Worte gefasst wurde.
 

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