Mari Strachan Die Welt summt in b-Moll

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(3)
(9)
(0)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Welt summt in b-Moll“ von Mari Strachan

Gwenni hat eine Gabe – sie kann fliegen. Allerdings nur, wenn sie schläft. Ihre liebsten Dinge auf der Welt sind Erdbeerpudding, Krimis und schwierige Fragen stellen. Das Problem dabei ist: Nicht nur ihrer Mutter geht das ungewöhnliche, ein wenig altkluge Mädchen auf die Nerven. Auch unter den Kindern der kleinen walisischen Bergarbeiterstadt bleibt Gwenni eine Außenseiterin. Ihre einzige Verbündete ist die Nachbarin, auf deren kleine Töchter sie manchmal aufpasst. Als deren Mann eines Tages spurlos verschwindet, beschließt Gwenni, herauszufinden, wo er eigentlich abgeblieben ist. Sie will ihrer Freundin helfen und löst damit versehentlich eine Katastrophe aus. Gwenni Morgan ist eine unvergessliche Heldin. Sie könnte Tom Sawyers kleine walisische Schwester sein, denn sie steckt voller Streiche und bezaubernder Einfälle. Aber in ihrer hinreißenden Originalität erinnert sie auch an den wunderbaren Christopher Boone aus ›Supergute Tage‹. Das detailgetreue, liebevolle Porträt einer walisischen Kleinstadt in den 50er Jahren wird durch Gwennis Präsenz zu einem magischen Roman, der uns in eine ganz andere Welt versetzt.

Stöbern in Romane

Das Glück meines Bruders

Vergangenheitsbewältigung auf verschiedene Arten

locke61

Sieh mich an

Ich weiß, dass dieses Buch viele begeisterte Leser hat, doch mich konnte es leider nicht überzeugen.

loverosie1111

Der Sandmaler

Atmosphärische Schildungen, aber leider ziemlich eindimensionale Charaktere

leolas

Töte mich

Ein schlankes Büchlein, mit einer großartigen Geschichte voller Esprit. Ich fühlte mich gut unterhalten

brenda_wolf

Der Sommer der Inselschwestern

Ein wunderschönes Buch über die Kraft von Frauenfreundschaften und das Leben.

nati51

Gott, hilf dem Kind

Der Vierte Teil rettet das gesamte Buch.

sar89

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ausflug ins Wales der 1950er Jahre

    Die Welt summt in b-Moll
    Maggi

    Maggi

    05. January 2015 um 03:19

    Auf „Die Welt summt in B-Moll“ bin ich wegen des besonderen Titels, sowie des tollen Covers, das einerseits sehr still gestaltet ist, andererseits durch den Fuchs, der um den Rand des Buches schaut neckisch wirkt, aufmerksam geworden. Hauptfigur dieses in den 1950er Jahren in Wales spielenden Buches ist die zwölfjährige Gwennie. Sie ist ein außergewöhnlich phantasiebegabtes Kind und vor allem für ein Mädchen der damaligen Zeit sehr lebhaft und eckt dadurch oft an in ihrem, kleinen Dorf, in dem konventionelle Sichtweisen, sowie Klatsch und Tratsch den Ton angeben. Sie mag sich einfach nicht einfügen in die engen Vorgaben, wie ein Mädchen zu sein hat und streift lieber durch die Natur, denkt sich Geschichten aus, fliegt in ihrer Fantasie über das Land und spielt mit den beiden kleinen Töchtern ihrer Lehrerin, auf die sie manchmal aufpasst. Diese gibt ihr auch Bücher und damit dem wissbegierigen Mädchen weiteren Stoff für seine Fantasiewelten. Gwennies Gedanken sind pfiffig, lebhaft und brachten mich beim Lesen oft zum Schmunzeln. Auch, wie sie in ihrer noch recht kindlichen Naivität durch ihre Intelligenz unwissentlich tief philosophisch wird, ist fabelhaft umgesetzt. Das Porträt der Kleinstadt gelingt der Autorin sehr gut, sowohl die dörfliche Enge kann man nachempfinden, als auch den Platz, der jedem Mitglied dieser Gemeinschaft zugedacht ist und der Einschränkung und Sicherheit gleichermaßen bedeutet. Das eintönige Dorfleben der 1950er Jahre wird bis ins Detail beschrieben, so dass man Gwennies Gefühl des Eingesperrtseins durch die engen Grenzen der Dorfgemeinschaft, in der über jeden Geklatscht wird, der nicht bis ins Kleinste der Norm entspricht, gut nachvollziehen kann. So geht alles seinen scheinbar gleichförmigen Gang und Gwennie hat manchmal das Gefühl darin zu ersticken. Doch dann verschwindet der Ehemann der Lehrerin, Mrs. Evans, plötzlich spurlos. Gwennie möchte ihrer Freundin helfen, ihn zu finden und begibt sich auf Spurensuche. Dadurch tritt sie so manchen Stein los, ohne es zu wollen und deckt Stück für Stück so manches Geheimnis auf. Noch ahnt sie nicht, wie sehr sie selbst und ihre Familie darin verstrickt sind. Am Anfang bin ich etwas schwerfällig in die Geschichte rein gekommen. Gwennies Gedanken sind manchmal etwas wirr, aber dadurch hebt sie sich auch angenehm von all den angepassten Dorfbewohnern ab, die sich das selbst-denken längst abgewöhnt haben. Sie ist pfiffig, intelligent und eine angenehme Protagonistin. Ich wurde dann doch warm mit ihr und bin ihr gerne durch die Geschichte gefolgt. Auch ihren Vater und ihre Großmutter mochte ich gern, während mir Mutter und ältere Schwester ziemlich auf den Geist gingen. Überhaupt gab es so manchen Charakter, der sehr eigenartig war und die kleinkrämerische Lebensweise des Dorfes haben mich ziemlich genervt. Dadurch konnte ich Gwennies Gefühle, nicht so richtig dazuzugehören, sehr gut nachvollziehen. Aber sie bekommt auch immer Hilfe, wenn sie welche braucht und Antworten auf ihre zahlreichen, teils sehr indiskreten Fragen. Manchmal blieb mir das Buch insgesamt aber zu sperrig, zu unzugänglich und obwohl sich am Ende alles zu meiner Zufriedenheit – und Überraschung! Wie angenehm! – aufgelöst hat, ziehe ich ein Sternchen ab. Gwennie in ihr Dorf und ihre Zeit zu folgen empfehle ich dennoch gern.

    Mehr
  • Die Welt summt in b-Moll von Mari Strachan.

    Die Welt summt in b-Moll
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. April 2013 um 04:29

    Gwenni Morgan wächst zusammen mit ihrer Schwester Bethan in einer walisischen Kleinstadt auf. Sie geht zur Schule, Sonntagsschule oder die Kinder der Nachbarin hüten und nachts fliegt sie in ihren Träumen über die Dächer der Nachbarschaft und entdeckt erstaunliche Dinge. Als der Mann der Nachbarin Ifan Evans dann verschwindet und Gwennis Mutter darüber mehr und mehr in Verzweiflung gerät, wird ihre Welt aus den Fugen gehoben. Doch so schnell gibt Gwenni sich nicht geschlagen, denn es gibt nichts, was sich nicht mit ein bisschen Erfindergeist wieder richten ließe. Und so beschließt sie den verschollenen Ifan Evans zu finden und zu seiner Familie zurück zu bringen. Dieses Buch ist so magisch, wie die grünen Hügel der Landschaft von Wales. Es ist mein letztes Buch auf der Leseliste für August und gleichzeitig ein wahres Highlight, das diesem Lesemonat einen würdigen Abschluss gibt. Viel des Lobes für diesen außergewöhnlichen Roman steht schon auf dessen Buchdeckel und ich kann mich nur anschließen und verkünden: Dies ist eines meiner Lieblingsbücher dieses Jahr, ich finde Du solltest es ebenfalls schnellstmöglich lesen und nun lass mich Dir erzählen warum… Nun da wäre zunächst die Hauptfigur Gwenni, die mich sehr an Flavia de Luce erinnert und auch einen kleinen Kriminalfall lösen darf. Nur handelt es sich bei “The Earth Hums in B Flat” nicht um einen Krimi, sondern ein Buch über das Erwachsenwerden, über Familie und über die Geheimnisse, die eine solche Familie oft zu verbergen versucht. Am Ende kommt dann natürlich doch alles ans Licht, aber ich bin zu schnell, ich erzähle das Ende bevor Du erst richtig mit dem Roman angefangen hast. Das sind schlechte Manieren, ich rufe mich hiermit zur Ordnung, genauso wie Gwennis Mutter das oft mit Gwenni tun muss – denn die Hauptfigur von “The Earth Hums in B Flat” hat nur Unsinn in ihrem roten Lockenkopf. Wenn man sich die Protagonistin so anschaut und nicht auf den Roman, den sie erzählt achtet, könnte man meinen es handle sich um eine Komödie. Da muss ich Dich liebe Leserin leider enttäuschen, “The Earth Hums in B Flat” ist oft komisch und speziell der walisische Kleinstadtklatsch bringt einen oft zum Schmunzeln, aber es geschehen der Tragödien viele. Was Mari Strachan in ihrem Roman wunderbar macht, ist den Blick des Lesers sofort wieder zu zerstreuen. Denn die Tragödien sind nichts als die kleinen und großen Schwierigkeiten des Alltags und ein geringes Eregnis im Gesamtbild eines Menschenlebens. Oft hatte ich den Eindruck dieses Menschenleben gehöre vielleicht der Autorin selbst, die mich von ihrem Foto auf der letzten Seite her so herrlich verschmitzt anlächelt, aber da werde ich mich ganz sicher gewaltig irren. Trotzdem sagt es viel darüber aus, wie glaubhaft Mari Strachan schreibt, wenn ich als naive Leserin, die ich bin, sofort annehme Gwenni oder vielleicht Bethan seien sie, die Schwester oder die Cousine. Und ich habe diese Geschichte, die Strachan erzählt nun wahrlich von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Selbst als es so aussah, als entwickelte sich der Roman zu einem Krimi, verzagte ich nicht und hatte selbst als Krimi-Unwillige nie das Gefühl mich zu langweilen. Ich bin begeistert, gerührt und als aufgeweckte, kritische Leserin in der Tiefe meines Herzens von diesem Roman beeindruckt. Denn was den Leser, also in diesem Fall mich, so verzaubert hat ist die Magie in Gwennis Erzählweise, in ihrer Sicht auf die Welt. Eine Welt in der Menschen fliegen können, wenn sie nur lange genug üben, in der Kaffeebecher aktiv am Familiengeschehen teilnehmen, der abgebröckelte Putz in der Waschküche alle unsere Geheimnisse birgt und die Erde mit ihrer ganz eigenen Melodie mitsummt. Ein Coming-Off-Age Roman, der magischer nicht sein könnte. Gleichzeitig ein Mahnmal aller gut und weniger gut gehüteten Familiengeheimnisse. Und ein Muss für jeden der von sich behauptet ein außergewöhnlich gutes Buch lesen zu wollen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Welt summt in b-Moll" von Mari Strachan

    Die Welt summt in b-Moll
    mathias_brose

    mathias_brose

    17. August 2010 um 11:31

    Respektvoll, sich an den abgeblätterten grünen „Putzgesichtern“ an der Küchenwand vorbei schleichend, im Schlaf durch den Nachthimmel fliegend, oder den toten Fuchspelz der reichen Nachbarin rettend, versucht Gwenni Morgan den größten Fall ihres kurzen Lebens zu lösen: das Verschwinden des Diakons Mr. Evans aufzudecken. Die kleine Detektivin nimmt uns mit auf einen zauberhaften Streifzug durch ihre eigene magische Welt eines kleinen Arbeiterdorfs in Wales in den 50er Jahren. /„Steht in der Bibel etwas darüber, ob Tiere eine Seele haben?“, frage ich die Stimme Gottes. „Nicht ausdrücklich, Gwenni.“ Er seufzt. „Also können Tiere doch eine Seele haben?“ „Das kann man wahrscheinlich so oder so sehen“, sagt die Stimme Gottes./ Geschickt bringt sie die winzige Welt der Erwachsenen in Gefahr durch ihre Fragen, die den Sonntagsgottesdienst zum Austausch von Klatsch und Gerüchten nutzen und ansonsten die Vorhänge zuziehen, "um uns vor der Welt zu verbergen". Ein wirklich zauberhaftes Buch voller Phantasie, Poesie und Wunder. Die komplette Rezension zu "Die Welt summt in b-Moll" findet sich auch auf ARTiBERLIN (http://bit.ly/9TdaaS).

    Mehr
  • Rezension zu "Die Welt summt in b-Moll" von Mari Strachan

    Die Welt summt in b-Moll
    bibliomaniac

    bibliomaniac

    28. January 2010 um 10:41

    Die zwölfjährige, rothaarige und überaus phantasievolle Gwenni hat nichts als Unsinn im Kopf. Das jedenfalls findet ihre Mutter, deren größte Sorge ist,was die Nachbarn denken.Und was Nachbarn in einer walisischen Bergarbeitersiedlung in den fünfziger Jahren von einem Kind halten, das kein Fleisch essen will behauptet fliegen zu können und ständig komische Fragen stellt, ist nicht allzu schwer zu erraten. Aber Gwenni hat auch verbündete: ihren Vater, ihre Nain die Großmutter und Mrs. Evans, auf deren kleine Töchter sie manchmal aufpasst und die ihr Bücher schenkt. Als Mrs Evans Mann eines Tages spurlos verschwindet , beschließt Gwenni herauszufinden, wo er eigentlich abgeblieben ist. Sie will ihrer Freundin helfen und löst damit versehentlich eine Katastrophe aus. Dieser Roman versetzt einen in eine ganz andere Welt, dehalb habe ich ihn so sehr verschlungen. Gwenni ist für mich eine wahre Heldin,die Autorin hat hier ein wunderbares Kind zur Welt gebracht. Gwenni steckt voller Ideen, streiche und Einfälle die das Buch zu etwas besonderem machen. Ein wahrhaftig schön geschriebenes Buch, dass uns ein Porträt einer Kleinstadt in den fünfziger Jahren schildert. Und man erkennt schnell, dass viele Familien nicht das sind was sie uns vormachen wollen.

    Mehr