Mari Strachan The Earth Hums in B Flat

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Inhaltsangabe zu „The Earth Hums in B Flat“ von Mari Strachan

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  • Rezension zu "The Earth Hums in B Flat" von Mari Strachan

    The Earth Hums in B Flat
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    30. August 2011 um 02:39

    Gwenni Morgan wächst zusammen mit ihrer Schwester Bethan in einer walisischen Kleinstadt auf. Sie geht zur Schule, Sonntagsschule oder die Kinder der Nachbarin hüten und nachts fliegt sie in ihren Träumen über die Dächer der Nachbarschaft und entdeckt erstaunliche Dinge. Als der Mann der Nachbarin Ifan Evans dann verschwindet und Gwennis Mutter darüber mehr und mehr in Verzweiflung gerät, wird ihre Welt aus den Fugen gehoben. Doch so schnell gibt Gwenni sich nicht geschlagen, denn es gibt nichts, was sich nicht mit ein bisschen Erfindergeist wieder richten ließe. Und so beschließt sie den verschollenen Ifan Evans zu finden und zu seiner Familie zurück zu bringen. Dieses Buch ist so magisch, wie die grünen Hügel der Landschaft von Wales. Es ist mein letztes Buch auf der Leseliste für August und gleichzeitig ein wahres Highlight, das diesem Lesemonat einen würdigen Abschluss gibt. Viel des Lobes für diesen außergewöhnlichen Roman steht schon auf dessen Buchdeckel und ich kann mich nur anschließen und verkünden: Dies ist eines meiner Lieblingsbücher dieses Jahr, ich finde Du solltest es ebenfalls schnellstmöglich lesen und nun lass mich Dir erzählen warum… Nun da wäre zunächst die Hauptfigur Gwenni, die mich sehr an Flavia de Luce erinnert und auch einen kleinen Kriminalfall lösen darf. Nur handelt es sich bei „The Earth Hums in B Flat“ nicht um einen Krimi, sondern ein Buch über das Erwachsenwerden, über Familie und über die Geheimnisse, die eine solche Familie oft zu verbergen versucht. Am Ende kommt dann natürlich doch alles ans Licht, aber ich bin zu schnell, ich erzähle das Ende bevor Du erst richtig mit dem Roman angefangen hast. Das sind schlechte Manieren, ich rufe mich hiermit zur Ordnung, genauso wie Gwennis Mutter das oft mit Gwenni tun muss – denn die Hauptfigur von „The Earth Hums in B Flat“ hat nur Unsinn in ihrem roten Lockenkopf. Wenn man sich die Protagonistin so anschaut und nicht auf den Roman, den sie erzählt achtet, könnte man meinen es handle sich um eine Komödie. Da muss ich Dich liebe Leserin leider enttäuschen, „The Earth Hums in B Flat“ ist oft komisch und speziell der walisische Kleinstadtklatsch bringt einen oft zum Schmunzeln, aber es geschehen der Tragödien viele. Was Mari Strachan in ihrem Roman wunderbar macht, ist den Blick des Lesers sofort wieder zu zerstreuen. Denn die Tragödien sind nichts als die kleinen und großen Schwierigkeiten des Alltags und ein geringes Eregnis im Gesamtbild eines Menschenlebens. Oft hatte ich den Eindruck dieses Menschenleben gehöre vielleicht der Autorin selbst, die mich von ihrem Foto auf der letzten Seite her so herrlich verschmitzt anlächelt, aber da werde ich mich ganz sicher gewaltig irren. Trotzdem sagt es viel darüber aus, wie glaubhaft Mari Strachan schreibt, wenn ich als naive Leserin, die ich bin, sofort annehme Gwenni oder vielleicht Bethan seien sie, die Schwester oder die Cousine. Und ich habe diese Geschichte, die Strachan erzählt nun wahrlich von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Selbst als es so aussah, als entwickelte sich der Roman zu einem Krimi, verzagte ich nicht und hatte selbst als Krimi-Unwillige nie das Gefühl mich zu langweilen. Ich bin begeistert, gerührt und als aufgeweckte, kritische Leserin in der Tiefe meines Herzens von diesem Roman beeindruckt. Denn was den Leser, also in diesem Fall mich, so verzaubert hat ist die Magie in Gwennis Erzählweise, in ihrer Sicht auf die Welt. Eine Welt in der Menschen fliegen können, wenn sie nur lange genug üben, in der Kaffeebecher aktiv am Familiengeschehen teilnehmen, der abgebröckelte Putz in der Waschküche alle unsere Geheimnisse birgt und die Erde mit ihrer ganz eigenen Melodie mitsummt. Ein Coming-Off-Age Roman, der magischer nicht sein könnte. Gleichzeitig ein Mahnmal aller gut und weniger gut gehüteten Familiengeheimnisse. Und ein Muss für jeden der von sich behauptet ein außergewöhnlich gutes Buch lesen zu wollen.

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