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birarnol

vor 10 Monaten

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Willkommen zu einer weiteren HÖRRUNDE!
Maria Braig fasst mit ihrer Geschichte "Nennen wir sie Eugenie" zwei Themen auf, welche auch dieses Jahr viel Raum in unserer Politik einnahmen: Flucht und Homosexualität.

Worum geht es in dem Hörbuch?
Die junge Senegalesin Eugenie muss aus ihrer Heimat flüchten, da ihr dort wegen ihrer Liebe zu einer anderen Frau Folter, Haft, eventuell auch der Tod drohen. Sie kommt nach Deutschland, doch ihr Asylverfahren verläuft nicht wie erhofft. Langeweile, Perspektivlosigkeit und Hoffnungslosigkeit dominieren ihren Alltag in der Flüchtlingsunterkunft.

Die Geschichte wird durch sachliche Erklärungen erweitert. So wird dem Hörer erläutert, worum es sich z. B. bei der Residenzpflicht handelt, wie der Ablauf eines Asylverfahrens ist, u. v. m.

Wenn ihr an der Hörrunde teilnehmen wollt, beantwortet mir bitte folgende Frage:
Wie wird mit Flüchtlingen in eurem Wohnort verfahren? Leben sie dort in Sammelunterkünften, oder in privaten Wohnungen? Sind sie integriert, oder leben sie eher am Rand der Gesellschaft?

Es werden acht Downloads in mp3 zur Verfügung gestellt.
Ich freue mich auf eure Bewerbungen!

Und jetzt freue ich mich noch mitteilen zu können, dass die Autorin - Maria Braig - ebenfalls an der Hörrunde teilnehmen wird, und gerne für eure Fragen zur Verfügung steht. :-)

Lieber Gruß,
Birgit

Autor: Maria Braig
Buch: Nennen wir sie Eugenie

dieschmitt

vor 10 Monaten

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Danke für die Einladung. Ein interessantes Thema, mit dem ich mich schon seit meiner Jugend immer wieder beschäftige.

Wie wird mit Flüchtlingen in eurem Wohnort verfahren? Leben sie dort in Sammelunterkünften, oder in privaten Wohnungen?
Es kommt darauf an. Wir hatten eine ganze Weile eine Notunterkunft hier im Stadtteil, da lebten dann alle zusammen in einer Sammelunterkunft. Diese wurde mittlerweile aufgelöst und einige der Menschen sind hier geblieben. Sie wohnen mit im Stadtteil.

Sind sie integriert, oder leben sie eher am Rand der Gesellschaft?
Integriert... gute Frage, ich persönlich kenne eine Familie, die ist nicht wirklich integriert, aber das liegt auch daran, dass unterschiedliche Sichtweisen vorliegen. Ich habe teilweise den Eindruck, dass zu viel Kontakt nicht erwünscht ist. Allerdings leben wir in der Stadt, da ist das auch bei allen anderen so. Vielleicht ist das dann ein Zeichen für Integration? Wer sich für mehr interessiert, ich erläutere das gerne persönlich im Detail.

juttahammer

vor 10 Monaten

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Hallo Birgit,

ein weiteres spannendes Hörbuch und auch da wäre ich gerne dabei.

Also ich wohne in Hamburg und ich denke, dass hier recht viel für die Flüchtlinge getan wird. Ich arbeite bei einem Weiterbildungsträger in der Erwachsenenbildung und bekomme des öfteren Anfragen von geflüchteten Menschen, die mit einem Kurs bei uns ihre beruflichen Chancen verbessern möchten. Oft werden diese Menschen dann von deutschen "Paten" begleitet, ehrenamtlich. Ich finde es toll, dass sich Menschen dort engagieren und den neu angekommenen helfen.

Was die Unterbringung angeht, in der Nähe meines Arbeitsplatzes war eine Erstaufnahmestelle. Ich war irgendwann mal drin, um mich bezüglich Sprachkursen zu erkundigen, die mein Arbeitgeber anbieten wollte. Ich fand die Atmosphäre total schlimm. Jede Menge Menschen auf engstem Raum. Überall waren irgendwelche Büros und lange Warteschlangen davor. Das war glaube ich in der Anfangsphase, als alle total überfordert waren. Leider sind unsere Sprachkurse nicht zustande gekommen, es gab da behördliche Steine im Weg.

Dass Homosexualität da nochmal eine ganz eigene Problematik aufwirft kann ich mir sehr gut vorstellen. Vielleicht gehen die Hamburger damit entspannter um, denn Hamburg hat eine große schwul-lesbische Szene. Aber die Mit-Geflüchteten werden damit nicht so tolerant umgehen, also muss man sich verstecken innerhalb dieser vielen Menschen.

Darüber würde ich gerne mehr erfahren.

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dieschmitt

vor 10 Monaten

Plauderecke
@juttahammer

Interessant. Leider gibt es vermutlich meistens jemanden, der sich selbst bereichert wenn die Möglichkeit dazu besteht.

dieschmitt

vor 10 Monaten

Plauderecke

Ich habe das Hörbuch gestern zu Ende gehört, habe aber das Gefühl zwischendrin irgendetwas überhört zu haben, daher höre ich einen Teil davon nochmal.

birarnol

vor 10 Monaten

Plauderecke
@juttahammer

Mir ging es damals in Gambia auch so, dass ich dachte, die Frauen wären relativ gut situiert. Damals war die Situation z. B. auch noch so, dass der damals herrschende König umsonst Verhütungsmittel verteilt hat. Leider hat sich das unter der darauf folgenden Herrschaft komplett geändert. Es kann so vieles innerhalb kürzester Zeit zerstört werden, was zuvor mühsam aufgebaut wurde.
Auch auf dem Markt war es sehr amüsant. Innerhalb kürzester Zeit hatten mir die Damen alles Geld aus der Tasche gezogen :-) und haben sich herrlich darüber gefreut. Ich hatte dann den Mann, der uns alles gezeigt hat, gefragt, ob er mir helfen kann, wenigstens etwas von meinem Geld zurück zu bekommen. Da hat auch er gelacht und gemeint, dass er sich in die Geschäfte der Frauen lieber nicht einmischt. Tja. Eine Lehrstunde für mich ;-).
Und das mit den Kindern, die einem hinterher laufen und umringen, dann scheu wieder auf etwas Abstand gehen und mit großen Augen kichernd auf einen zeigen, das kenne ich auch. Mir wurde dann erklärt, dass sie bei Weißen immer hoffen, Bonbons oder Kugelschreiber zu erhalten.

Es gab aber auch Anzeichen dafür, dass Jungen höher im Ansehen standen, als Mädchen. Bei einer Geschichte war ich wirklich schockiert. Sie hatten im Urwald ein Becken ausgehoben, mit vielen Pflanzen und Wasser darin. Und dorthin wurden alle Krokodile gebracht, die sie in der Gegend gefangen hatten. Hinter diesem Becken stand ein Strohverschlag mit drei Ziegelsteinen darin. Dort gebaren die Frauen ihre Kinder. Um den Jungen Stärke mitzugeben, wurden sie in dem Krokodilwasser gebadet. Kam aber ein Mädchen, das nicht erwünscht war, hat man es einfach in das Becken geworfen und dort gelassen. Das fand ich schrecklich. Ich hoffe, dass es nicht allzu oft passiert ist. So tiefen Einblick habe ich dann doch nicht erhalten. Das sind nur die Dinge, die mir damals so erklärt wurden.

Würden wir dort leben, müssten wir uns wohl auch an viele Begebenheiten gewöhnen, die uns absolut unverständlich sind. Und ebenso wird es auch den Flüchtlingen bei uns ergehen.

birarnol

vor 10 Monaten

Plauderecke
@dieschmitt

Dann bin ich gespannt, was dein abschließender Eindruck sein wird :-)

dieschmitt

vor 9 Monaten

Eure Meinung und Rezensionen

Hier meine Rezi:
https://www.lovelybooks.de/autor/Maria-Braig/Nennen-wir-sie-Eugenie-1513943585-w/rezension/1521026873/

Vielen lieben Dank, dass ich mithören durfte.

Ich werde die Rezi noch bei Thalia und Amazon veröffentlichen.

juttahammer

vor 9 Monaten

Eure Meinung und Rezensionen

Zunächst einmal möchte ich Euch allen noch ein gutes und gesundes neues Jahr wünschen.

Ich habe es leider nicht geschafft mich so oft in dieser Hörrunde an der Diskussion zu beteiligen, wie es dieses Buch verdient. Aber auch ich habe inzwischen eine Rezension verfasst.
Hier ist der Link:
https://www.lovelybooks.de/autor/Maria-Braig/Nennen-wir-sie-Eugenie-1513943585-w/rezension/1521394670/

Diese Bewertung habe ich ebenfalls auf Amazon und Thalia abgegeben.

Herzlichen Dank, dass ich mithören durfte und ebenso dafür, dass Ihr, Maria und Birgit, so wichtige Themen in die Welt hinaustragt.

MariaBraig

vor 9 Monaten

Eure Meinung und Rezensionen

Vielen Dank Euch fürs Mitmachen und für Eure Rezensionen.
Zum Abschluss noch der Link zu einem Trailer zu "Nennen wir sie Eugenie", den die Jugendlichen vom Jugendzentrum PULS in Düsseldorf nach einer Lesung produziert haben

https://www.youtube.com/watch?v=3Orciv_I-Dg&list=PLdVxmIXZEdCHEnYAgsBX5_viB1hQ2o1F9

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