Maria Braig Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit

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Inhaltsangabe zu „Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit“ von Maria Braig

Irgendwo in Afrika macht sich eine junge Frau aus ihr unerträglichen Verhältnissen auf den Weg nach Europa, wo sie die Freiheit zu finden glaubt. Sie schafft es, über die Meerenge von Gibraltar nach Spanien zu kommen, wo sie am Strand Enrique begegnet. Er hilft ihr spontan, ohne weiter nachzudenken. Die beiden verlieren sich sofort wieder aus den Augen, die junge Frau setzt ihren Weg allein fort. Sie verbringt ein paar Monate illegal in Spanien, verdient das Nötigste als Erntehelferin, versteckt sich den Winter über in einem verlassenen Touristendorf, wo sie von einem alten Ehepaar entdeckt wird, das ihr hilft, im Frühling über die Pyrenäen zu kommen. Enrique, der bisher vor allem mit seiner eigenen Problematik als Transsexueller und zugleich als von der Wirtschaftskrise gebeutelter, frisch gebackener Architekt beschäftigt war, lässt diese Begegnung nicht mehr los. Er geht nach München, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden, da die spanischen Verhältnisse aussichtslos sind. Aber auch in Deutschland findet er zunächst keine Arbeit als Architekt, beginnt ein Gaststudium und engagiert sich in der Flüchtlingshilfe. Enrique erlebt die vielfache Diskriminierung all jener, die nicht der vorgegeben Norm entsprechen, er erlebt aber auch die Diskriminierung der Minderheiten untereinander. Von immer noch sehr vielen sogenannten „Normalen“ in der Gesellschaft werden Geflüchtete diskriminiert, geradeso wie Transsexuelle und Homosexuelle. Aber auch viele Flüchtlinge lehnen Trans-. und Homosexuelle ab und einige von diesen wiederum die geflüchteten Menschen. Als sein bester Freund Leon – ein sehr intelligenter junger Mann mit Down Syndrom – ihn besucht, erfährt er von allen Seiten dessen Diskriminierung als „Behinderter“. Eines Tages treffen Enrique und Manso, die Frau aus dem Meer, in München zusammen. Manso ist nun mitten in Europa angekommen, sucht aber immer noch nach der versprochenen Freiheit. Sie muss feststellen, dass Europa nicht gleich Freiheit ist und dass sie, bevor sie die wirkliche Freiheit findet, sich ihren eigenen Gespenstern stellen muss. Manso und Enrique werden ein Paar, suchen gemeinsam einen Weg, wie die immer noch illegale Manso der Abschiebung entkommen kann und wie sie gemeinsam in Freiheit und ohne Diskriminierung leben können. Leon kommt schließlich mit der zündenden Idee.

Schade nur, dass wahrscheinlich - wie so oft - die falschen Leute, nämlich die, denen das eh schon bewusst ist, das Buch lesen ....

— GabiR
GabiR

https://www.youtube.com/watch?v=2wgcWexXdQo&feature=share

— MariaBraig
MariaBraig

Drei unterschiedliche Schicksale, die gar nicht so unterschiedlich sind.

— SonjaB
SonjaB

Großartiges Plädoyer für Menschlichkeit und Toleranz!!!

— kingofmusic
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— AlinaJipp
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— Petra54
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  • Themen
  • Vielleicht hilft dieses Buch ein bisschen

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    GabiR

    GabiR

    14. May 2017 um 14:43

    La Manche oder Manso ist eine junge Frau, die sich auf den Weg nach Europa macht, weil sie meint, dort die Freiheit zu finden, die sie in Afrika nicht hat und nicht haben wird.Henriqua oder Enrique hat Architektur studiert, findet aber in Spanien keine Arbeit und auch wegen seines *Geburtsfehlers* wenig bis keine Bestätigung, wandert aus nach München.Leon ist der beste Freund von Enrique, weist Trisomie 21 auf und möchte Lehrer werden, denn nach seiner Meinung sind die Menschen *nicht normal*, die ein Chromosom weniger als er haben.Alle drei wollen frei sein, frei um so zu leben, wie sie es sich vorstellen und einfach akzeptiert werden, wie sie sind, ohne diskriminiert oder diffamiert zu werden. Einträchtig sind sie auf der Suche.Maria hat mit ihren *Spanischen Dörfern* ein Thema aufgegriffen, das aktueller nicht sein könnte, auch wenn sie im Nachwort sagt, dass >>alles nicht so geplant war<

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  • Interessante Geschichte

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    MichaGalgenberg

    MichaGalgenberg

    05. May 2017 um 12:33

    Auch in diesem Buch wurde von Maria Braig wieder genau recherchiert das das ganze glaubhaft rüberkommt.Der Schreibstil ist wie in Ihren anderen Büchern flüssig und locker und man liest die 200 Seiten in einem Rutsch.Die 3 verschiedenen Charaktere haben alle ihr Last zu tragen jeder geht seinen weg aber zum Schluss finden doch alle zusammen und finden je eine Lösung für ihr ProblemWieder ein richtig gute gelungenes Buch von May

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  • Flucht und Hoffnung

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    Wichella

    Wichella

    05. March 2017 um 18:30

    Zum Inhalt:Manso läuft. Irgendwann kommt die in Spanien an, auf ihrer Flucht. Sie begegnet dort für Augenblicke nur, Enrique. Dann läuft sie weiter. Sie findet beständig Menschen und Gruppen die ihr helfen weiter zu kommen. Jeder Tag wird zur Vergangenheit, die sie vergisst. Was früher geschah, niemand weiß es. Nur gelegentlich bleiben Erinnerungsstücke hängen, von ihrer Flucht, nur Momente die gut genug sind, dass sie sich getraut sie im Gedächtnis zu behalten. Ihr Ziel? Freiheit, wo immer das ist.Enrique, ein Außenseiter in seinem Dorf. Ein Mädchen, das eigentlich ein Junge ist und auch einer sein will, auch körperlich. Zudem noch nach dem Studium Architekt ohne Arbeit. All das hat zur Folge, dass er nach Deutschland geht, nach München. In der Hoffnung Arbeit zu finden als Architekt und nach seiner Fasson Leben zu können. Er traut sich nicht zu erzählen, dass er als Mädchen geboren wurde u d kommt so gut klar, erst mal . Die kurze Begegnung mit Kabel bewirkt, dass er sich mit dem Flüchtlingsproblem beschäftigt und hierbei aktiv wird. Mit Arbeit in seinem Beruf klappt es nicht.Sein bester Freund Leon, bleibt in Spanien zurück. Der studiert Lehramt. Ob er je eine Stelle bekommen wird? Seine Sicht aller Dinge ist besonders. Er hat ein Chromosomen zu viel, was aber so nicht stimmt. Schließlich fehlt den anderen was, denn die haben eigentlich eines zu wenig.Er und Enriquo bleiben auch in der Entfernung gute Freunde. Von allen drei Protagonisten, wird im Wechsel, beschrieben wie und was sie erleben. Natürlich treffen sie irgendwann einander. Zuerst Enriquo und Manso, dann auch Leon.Meine Meinung:Was mich als erstes anspric ht, ist das Cover. Die hellen Farben mit dem Blick auf ein spanisches Dorf finde ich einfach schön!Die Idee, wie die drei Protagonisten ins Spiel kommen finde ich gelungen. Diese innere Bindung, die Enriquo und Manso irgendwie spüren, von der kurzen Begegnung am Strand, finde ich etwas übertrieben. Es ist insgesamt eine gute Geschichte, die die Probleme der Drei herausarbeitet. Ach der Umgang damit und die daraus resultierenden Handlungen erscheinen logisch. Die Idee Leon s, wie man die Probleme aller drei und vieler mehr lösen kann, wird umgesetzt. Als Leser ahnt man schon frühzeitig, dass es auf diese Lösung hinläuft.Es ist eine Geschichte die man gut lesen kann. Sie ist flüssig geschrieben und da das Buch nur 200 Seiten hat, auch schnell gelesen.Was mich etwas stört, die Erlebnisse der drei Protagonisten laufen zu glatt. Sie begegnen nur Menschen die sie unterstützen und ihnen helfen. Sie sind von den großen Problemen mit denen sie behaftet sind abgesehen, doch meist positiv gestimmt. In ihrem Innern manchmal unglücklich, bedenklich, ratlos, aber nicht so, dass es mich berührt hätte. Es sind sympathische Charaktere, eins hließlich aller Nebenfiguren. Bis auf eine einzige, kleine Begebenheit passiert nichts aufrüttelndes, das dem Leser nahe geht.Mir fehlen die Ecken und Kanten des realen Lebens in diesem Buch.Dennoch, es ist nicht schlecht! Ich habe es gern gelesen und die Idee hinter der Geschichte gefällt mir. Von dem her ist es durchaus lesenswert und es bekommt gute dreieinhalb Sterne von mir.

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  • Drei unterschiedliche Schicksale, die gar nicht so unterschiedlich sind.

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    SonjaB

    SonjaB

    26. September 2016 um 19:10

    Das Buch beinhaltet drei Themenkomplexe, die auf den ersten Blick nicht zusammen passen und scheinbar keinen Bezug zueinander haben, doch im Laufe des Buches erkennt der Leser immer mehr, dass es im Grunde nur um das eine geht: Wir alle wollen leben, lieben, lachen ohne Grenzen und uns frei entfalten.Transsexualität, Behinderung oder Flucht - Themen, die nach wie vor immer noch ein wenig nach Tabu riechen, obwohl sie es längst nicht mehr sein dürften. Vorurteile und falsches Wissen prägen Menschen und verursacht, dass andere Menschen aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Doch warum? Sind wir überhaupt in der Lage, haben wir das Recht, über Menschen zu urteilen, deren Geschichte wir nicht kennen? Wieso fällt es uns so schwer, uns auf etwas Neues einzulassen? Fragen zu stellen, offen zu sein für Erfahrungen und neue Begegnungen?Es ist das dritte Buch, das ich von Frau Braig lese und es ist das Beste, auch wenn mich die anderen zwei Werke auch schon überzeugt haben. Sprachlich ist dieses Buch um einige Ecken besser, es liest sich sehr rund, das Lesen fällt einem schwer und der Spannungsbogen ist perfekt gewählt.Einzig beim Ende hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin sich etwas mehr Zeit nimmt. Teilweise überschlagen sich hier die Ereignisse. Dennoch möchte ich das Buch uneingeschränkt jedem empfehlen. Es erweitert Horizonte und lässt einen verstehen.Vielen Dank an die Autorin und ihr weiterhin alles Gute für die Schriftstellerkarriere. Ich hoffe auf weitere Werke :)

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  • So geht Toleranz und Menschlichkeit

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    kingofmusic

    kingofmusic

    20. September 2016 um 14:59

    „Wo kein Ziel ist, da bleibt nur der Weg“ (S. 127) Drei junge Menschen machen sich auf den Weg. Auf den Weg zu ihrem (persönlichen) Ziel. Werden Manso, Enrique und Leon das Ziel erreichen, gibt es überhaupt DAS Ziel oder endet ihr Weg in der Sackgasse ihres (bisherigen) Lebens? Maria Braig war eine mir bisher unbekannte Autorin, was sich jedoch zum Glück mit der Lektüre von „Spanische Gärten“ geändert hat. An dieser Stelle bereits ein Dank an die Autorin für die Möglichkeit, das Buch als Rezensionsexemplar zu lesen. Wer kennt nicht im Rahmen der aktuellen Flüchtlingskrise und –debatte den medialen Overkill an (politischen) Talkrunden und den teilweise mehr als fürchterlichen Gesprächspartnern, die auf beiden Seiten versuchen, ihre Argumente dar- und offenzulegen. Da ist mir die „Abgeschiedenheit“ und „Ruhe“ eines Buches lieber und ich lerne genauso viel (oder mehr) als durch das Fernsehen. Obwohl: Ruhe beim Lesen ist bei „Spanische Dörfer“ vorsichtig zu sehen. Denn wenn man die Geschichten von Manso (am Anfang nennt sie sich La Marche), Enrique und Leon liest, wird man sehr schnell unruhig und man möchte ebenso wie die Protagonisten loslaufen – in eine unbekannte, doch evtl. bessere Welt der Zukunft. Unruhig auch im Sinne von „Ich muss wissen, wie es weitergeht“. Es ist beileibe kein „Ich les das Buch mal gerade so eben“-Buch – nein, liebe Leserinnen und Leser: die „spanischen Dörfer“ wollen und müssen in Ruhe erobert werden, man muss darüber nachdenken und sich auf die einzelnen Situationen einlassen. Aber ich garantiere jedem Genießer anspruchsvoller Literatur ein paar Abende (lehrreichen) Lesegenuss. Das Ende mag sich insgesamt etwas zu straff lesen und evtl. als Utopie abgetan werden (wobei Träumer ja bekanntermaßen Gewinner sind!!!) - das tut der Beschreibung der Wege von Manso, Enrique und Leon hin zu diesem Ende aber keinen Abbruch und passt somit trotzdem gut in das „Gesamtpaket“. Maria Braig hat es geschafft, mich als Leser mitzureißen und über die eigene, manchmal ambivalente Denkweise gegenüber „Anderen“ und die eigene Toleranzgrenze nachzudenken. Für mich stellt das Buch eine absolute Pflichtlektüre für alle weiterführenden Schulen da, die den Schülerinnen und Schülern Toleranz und Menschlichkeit beibringen und zeigen wollen. „Sie will nicht darüber nachdenken, ob sie immer nur vor anderen davonläuft oder nicht auch vor sich selbst.“ (S. 32)

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    • 3
  • Leider zu oberflächlich

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    Koriko

    Koriko

    12. June 2016 um 13:20

    Story:Drei vollkommen unterschiedliche Menschen nehmen ihr Leben selbst in die Hand, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und in der Ferne neu zu beginnen: eine junge Frau, die sich auf der Flucht aus Afrika den Namen La Marche gibt und deren Ziel es ist in Europa ein neues, freies Leben zu beginnen, der junge Transmann Enrique, der Spanien verlässt um in Deutschland einen Job als Architekt zu finden und sein bester Freund Leon, der von Geburt an ein Chromosom zu viel und als mongoloider Mensch mit etlichen Vorurteilen zu kämpfen hat.Die Wege der drei kreuzen sich immer wieder – gerade Enrique und La Marche treffen mehrfach aufeinander, während sie zunächst allein, später zusammen einen Weg suchen, um in Deutschland einen Platz zu finden. Doch da sie sind genauso große Außenseiter sind wie Leo, fällt es ihnen nicht leicht, sich eine Zukunft aufzubauen.Eigene Meinung:„Spanische Dörfer“ ist der neueste Roman der Autorin Maria Braig, die sich vorwiegend auf die Themen Flüchtlinge, LGBT und die damit einhergehenden Probleme spezialisiert hat. So erschienen beim Verlag 3.0 bereits die Romane „Amra und Amir“ und „Nennen wir sie Euginie“, die beide von Flucht, Abschiebung und Homo- bzw. Transsexualität handeln.Auch in „Spanische Dörfer“ bleibt sich die Autorin ihrer Linie treu und widmet sich dem Leben und den Problemen unterschiedlicher, gesellschaftlicher Außenseiter. Die Flüchtlingsthematik wird mit La Marches Flucht aus Afrika und den Schwierigkeiten ihrer Reise quer durch Europa sehr eindringlich beschrieben. Enriques Transsexualität bestimmt den zweiten großen Themenkomplex des Buches, da er zwar weitestgehend umoperiert ist, jedoch nicht den letzten Schritt wagen will. Mit Leo führt die Autorin zudem einen sehr intelligenten und offenen Menschen mit Down Syndrom ein, der es sich zum Ziel gesetzt hat Lehrer zu werden. Diese drei Schicksale werden teils sehr geschickt, teils ein wenig konstruiert miteinander verwoben. Im Grunde sind die Themen sehr interessant, da sie viel Potenzial bieten und zum Nachdenken anregen, doch die knapp 200 Seiten sind einfach zu wenig, um wirklich in die Tiefe zu gehen. Im Grunde hätte man zu jeder einzelnen Hauptfigur ein Buch schreiben können, denn genügend Stoff bieten alle drei. So sind die einzelnen Probleme und Schicksale zwar durchaus nachvollziehbar, doch Maria Braig gelingt es leider nicht dem Leser die Hauptfiguren näherzubringen. Viele Dinge werden zusammengefasst, interessante Dialoge ausgeblendet oder nur rückblickend erzählt. So schafft man es leider nicht sich in die Charaktere hineinzuversetzen, denn es fehlen Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt. Zudem stolpert man beim Lesen über einige Logiklücken – La Marches schwimmende Durchquerung der Straße von Gibraltar, Leos Sprache und seine ganze Art, die nur bedingt seinen mongoloiden Charakter widerspiegelt oder auch Enriques Gründung eines Dorfes, das allen Menschen offensteht (wobei das wahrscheinlich der Kürze der Beschreibungen zum Ende des Buches hin zuzuschreiben ist).Auch die Charaktere bleiben recht flach, da man nur schwer Zugang findet. Am ehesten kann man sich noch mit Enrique identifizieren, da seine Gedanken hinsichtlich seiner Transsexualität wirklich nachvollziehbar und interessant sind. Gerade bei transidente Menschen werden von Maria Braig sehr stimmungsvoll und authentisch in Szene gesetzt. La Marche ist durch ihre Unnahbarkeit nur schwer zu fassen, zumal man auch nicht erfährt, was genau in ihrer Vergangenheit vorgefallen ist, um sie zur Flucht zu bewegen. Der dritte Hauptcharakter ist zwar sehr sympathisch und wächst dem Leser durch seine lockere, offene Art schnell ans Herz, hat jedoch nur auf dem Papier das Down-Syndrom. Weder spricht er wie ein mongoloider Mensch, noch hat er die typischen Verhaltensmuster. Im Nachwort werden die Gründe von der Autorin zwar angeführt, doch man fragt sich, warum sie überhaupt einen Charakter mit Behinderung eingefügt hat, wenn diese nicht zum Tragen kommt. Der Leser bekommt ein vollkommen falsches Bild von Menschen mit Down Syndrom, wenngleich die Krankheit natürlich unterschiedlich ausfallen kann.Stilistisch legt Maria Braig einmal mehr ein sehr knappes Werk vor, bei dem viele Szenen und Dialoge zusammengefasst werden. Es ist durchaus gut lesbar, da die Autorin einen angenehmen, flüssigen Stil hat, doch mehrfach wünscht man sich eine ausführlichere Darstellung der Ereignisse. Ein wenig befremdlich ist auch, dass die drei Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird, stilistisch verschieden angelegt sind: Leon berichtet aus der Ich-Perspektive (was diesen lebendiger macht), Enriques und La Marches Geschichten werden in der dritten Person erzählt. Besonders verwirrend wird es allerdings, wenn beide zusammen sind und sich die Perspektiven der beiden vermischen.Fazit:„Spanische Dörfer“ ist ein interessanter Roman, der einige wichtige Themen zur Sprache bringt, die allzu oft wegignoriert werden. Allein deswegen sollte man „Spanische Dörfer“ eine Chance geben und einen Blick riskieren. Allerdings gelingt es Maria Braig nicht, eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen – trotz ihrer Eigenarten und Probleme bleiben sie leider recht blass. Schade – hier hätte man mehr draus machen können. Wer sich für die Themen interessiert, sollte in die Leseprobe schnuppern.

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  • Ein Dorf für alle?

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    AlinaJipp

    AlinaJipp

    29. May 2016 um 16:30

    Der Weg von allen 3 Protagonisten ist lang und völlig unterschiedlich.Einmal die Flucht von La Marche/Manso und ihr illegaler Aufenthalt.Dann die Verwandlung von Henriqua zu Enriqueund der Weg von Leon, dem jungen Mann mit Downsyndrom, der Lehrer werden möchte.So verschieden sie sind, eigentlich wollen sie alle nur das eine. Sie wollen so akzeptiert werden wie sie sind.Ich hoffe, dass ihr Dorf es ihnen allen ermöglicht.Ein wirklich zum nachdenken anregendes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

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  • Wanderbuch - Buch auf Reisen

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    MariaBraig

    MariaBraig

    Mein neuester Roman "Spanische Dörfer - Reise zur Freiheit" ist momentan unterwegs. Derzeit bei der zweiten Station angekommen, liegen noch sechs weitere Halte-Lesestellen vor ihm. Falls jemand Lust hat, sich anzuschließen, kann diese Reise noch fortgesetzt werden. Die Sache funktioniert folgendermaßen: 1. Ihr schickt mir per PN Eure Postadresse, damit ich diese dann an die vorangehende Leserin/den vorangehenden Leser geben kann, damit das Buch an Euch geschickt werden kann. 2. Ihr versucht innerhalb von maximal dre Wochen das Buch zu lesen, wenn das nicht klappt, lässt sich notfalls auch verlängern, und schreibt im Anschluss eine Rezension, die Ihr an einem Ort Eurer Wahl (Möglichkeiten gibt es ja bei allen online-Buchhändlern, Blogs, Foren, usw) veröffentlicht. 3. Ihr unterschreibt vorne im Buch oder schreibt einen kurzen Gruß rein (optional) und wenn alle durch sind, kommt das Buch zurück zu mir.

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    • 6
    MariaBraig

    MariaBraig

    24. May 2016 um 21:02
  • Leserunde zu "Die Indianische Kalenderchallenge 2016/2017"

    Indianisches Horoskop / Geburtstagskalender (Wandkalender immerwährend DIN A3 quer)
    stebec

    stebec

    Halli Hallo meine Lieben, Vorab: Es handelt sich hier um eine Challenge. Der Kalender kann nicht gewonnen werden!.Wie wir es schon angekündigt haben, möchten kattii und ich euch dieses Jahr auch wieder mit einer Horoskop-Challenge bespaßen. Da wir uns gedacht haben, dass zwei Jahre hintereinander das gleiche Horoskop ziemlich langweilig werden kann, haben wir uns dazu entschlossen dieses Jahr die Chinesischen Sternzeichen durch die Indianischen zu ersetzen. Wir haben auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, damit das Punktesammeln nicht mehr so kompliziert ist, wie letztes Jahr und somit das Lesevergnügen ganz im Vordergrund steht. Außerdem gibt es am Ende der Challenge auch eine Kleinigkeit zu gewinnen. Kommen wir also erstmal zu dem wichtigsten. Die Regeln:1. Wir sammeln diesmal Totems und keine langweiligen Punkte ;)2. Jeden Monat bekommt ihr zwei Aufgaben zu einem Tierkreiszeichen. Die Aufgaben beziehen sich immer auf eine negative und eine positive Charaktereigenschaft. 2.1. Für jede gelöste Monatsaufgabe gibt es ein Totem.3. Zusätzlich bekommt ihr von uns 12 Jahresaufgaben, die ihr über den gesamten Challengezeitraum lösen könnt. Die sind sozusagen eure Joker, falls ihr mal eine Monataufgabe nicht lösen könnt. Diese sind dafür etwas aufwändiger bzw. kniffliger.3.1. Für jede Jahresaufgabe gelöste Jahresaufgabe gibt es ein Totem.4. Denn um am Ende der Challenge in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr mindestens 24 Totems gesammelt haben.5. Gerne könnt ihr die Jahresaufgaben auch zusätzlich lösen. Eure Chance auf den Gewinn beeinflusst das jedoch nicht. 6. Wie auch letztes Jahr bekommt ihr die doppelten Totems, wenn ihr die Monatsaufgaben zu dem Tier löst, was euer Sternzeichen ist. ACHTUNG: Die Jahresaufgaben sind hiervon ausgeschlossen. 7. Eine Rezension oder Kruzmeinung zu den Büchern ist diesmal Pflicht und muss in einem Sammelpost festgehalten werden. Ob ihr diesen in dem Thread erstellt oder doch lieber mit eurem Blog teilnehmen wollt, ist euch überlassen. 8. Die Rezensionen oder Kurzmeinungen müssen immer bis zum 5ten des Folgemonats online sein. 9. Die Monatsaufgaben postet katti immer am 20ten des vorherigen Monats.10. Da noch nachträglich viele Anfragen eingehen. Ist die Anmeldefrist aufgehoben. Man kann jederzeit in die Challenge einsteigen, aber die gelesenen Bücher können nicht nachträglich gezählt werden. Es gelten die Bücher die ab Zeitpunkt der Challenge gelesen wurden.11. Sagt uns bitte bei der Anmeldung, wann ihr Geburtstag habt, damit wir die doppelten Totems nachvollziehen können.12. Wir behalten uns vor jeden Teilnehmer, der drei Monate abwesend war/ist, anzuschreiben und ggf. aus der Challenge auszuschließen.Natürlich interessiert euch auch, was es zu gewinnen gibt:Die Gewinne:1. Ein Überraschungpaket im Wert von 20-30€2. Zweimal einen Buchgutschein im Wert von 10 € von der Bockumer Buchhandlung.Ihr seht wir haben einiges geändert, sodass die Challenge etwas einfach und vielleicht auch attraktiver wird. Wir wünschen euch jetzt erstmal viel Spaß und hoffen, auf eine rege Teilnahme.Fragen können wie immer gerne im dazu vorgesehenen Thread gestellt werden.Die Teilnehmer:Ann-Kathrin Speckmann 07.09.1995 => 8 TotemsBücherwurm 25.06.=> 6 TotemsBuchgespenst 07.01.1981 => 16 TotemsFederzauber 20.06.1982 => 10 TotemsInsider2199 26.03.1968 => 15 Totemsjanaka 02.10.1965 => 14 TotemsJisbon 06.09.1994 => 8 TotemsLadySamira091062 09.10.1962 => 8 Totemslouella2209 22.09.1978 => 17 TotemsPaulamybooksandme 18.04.1993 => 4 Totemssomebody 01.03.1980 => 3 TotemsTatsu 08.10.1988 => 16 Totems

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    • 367
    LadySamira091062

    LadySamira091062

    23. May 2016 um 14:17
  • Ein Buch ,das einen nachdenklich stimmt

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    LadySamira091062

    LadySamira091062

    23. May 2016 um 14:09

    In diesem Buch  lernen wir drei Menschen kennen,die unterschiedlicher nicht sein können.Jeder hat sein eigenes Problem ,das  nicht einfach zu lösen ist.La Marcha ist eine junge Frau aus Afrika,die  sich aufmacht ,aus ihrem alten Leben voller Angst,Gewalt und Demütigungen nach Europa zu gehen in ein Leben ohne Gewalt udn Diskiminierung.Wovor sie wegläuft erfährt man im einzelnen nicht ,denn es muss so schlimmes passiert sein ,das La Marcha oder Manso wie sie sich später nennt, sich einfach weigert ,sich daran zu erinnern.Sie lebt nur von jetzt  auf morgen ,denn alles andere würde sie nur noch  mehr zerstören.Sie will einfach nur vergessen und irgendwo in Europa neu anfangen.Doch das wird nicht einfach,denn ihre Angst ist allgegenwärtig.Ihre Reise führt sie durch Afrika ,dort am Meer scheint sie zu Ende zu sein ,denn eine Überfahrt  nach Europa erfordert Papiere.Diese wiederum Anträge,Polizei ect -alles was Manso  unbedingt vermeiden will, zu groß ist ihre Angst und so schwimmt sie  durch die Meerenge von Gibraltar.Der erste Mensch den  sie dort am Strand trifft ist Enrique, ein junger Mann,der eigentlich  eine Frau ist und genau wie Manso auf der Flucht ist .Auf der Flucht vor sich selbst und dem Unverständnis seiner Familie ,nach einem abgeschlossenen Architekturstudium wieder zuhause gestrandet ,auf der Suche nach einem Ziel im Leben.Enriques Lauf   los Lauf weg rettet Manso vor der Polizei und  beiden bleibt diese Begegnung  in der Erinnerung und beide versuchen unabhängig von einander in Deutschland,wohin es beide  auf ihren Wanderungen verschlägt , Fuss zu fassen. Und  erstaunlicherweise treffen sie sich ganz unerwartet wieder .Leon ,der beste Freund von Enrique,  hat hat das Down-Syndrom , ist Student und möchte Lehrer werden ,ein guter Lehrer.Er weiß, das es für ihn schwer werden wird eine Stelle zu bekommen ,nicht nur weil es in Spanien ohnehin  wirtschaftlich gesehen schwer ist  sondern  auch weil er so besonders ist.Leon ist ein sehr sympatischer Charakter ,der mit offenen Augen durchs Leben geht und fest daran glaubt ,wie sein großes Vorbild ,ein Mann mit Down-Syndrom,  Lehrer  zu werden.Der wunderbare Leon  macht die alles entscheidene Entdeckung ,die das Leben der drei auf wundersame Weise  entscheiden wird. Werden die drei es schaffen  sich ein Leben auf bauen zu können ohne Diskriminierung,Verfolgung und  so leben dürfen wie sie möchten?  Ein Buch ,das einen berührt ,gerade jetzt wo die Flüchtlingsprobleme  zu unserem Alltag gehören ist dieses Buch ein Lichtblick.Menschen ,die  anders sind und  doch genau  wie alle anderen nur eins wollen: anerkannt und geliebt werden wollen und  ihr Leben in Frieden und Freiheit und Selbstbestimmung leben möchten .Es geht um Toleranz und vor allem um Akzeptanz  von Menschen,die nicht dem gängigen  Ideal entsprechen,Menschen wie du  und ich ,die dieselben Wünsche und Träume haben  und denen  doch oft das Leben schwer gemacht wird weil sie  eben ein klein wenig anders sind  als die Mehrheit

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  • ein modernes Märchen

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    Petra54

    Petra54

    22. May 2016 um 17:36

    Die Idee für diese interessante Geschichte über drei ganz unterschiedlich ungewöhnliche junge Leute finde ich herausragend gut. Erzählt wird sie etwas langatmig, manchmal wollte ich die Helden anstubsen, damit sie endlich mal reagieren und handeln statt immer nur vor sich hinzugrübeln und alles und jeden in Frage zu stellen. Mir gefiel, dass diese drei Menschen ihr Anderssein nicht in den Vordergrund stellten und dafür Verständnis und vor allem Unterstützung einforderten, sondern Verantwortung für sich selbst und ihr Leben übernahmen. Der etwas fantastische Schluss lässt zum großen Glück alle Träume und Vorstellungen realistisch erscheinen und ich wünsche mir viele solcher italienischen bzw. spanischen Dörfer.Mir hat dieses Buch gut gefallen und ich habe sofort nach weiteren Titeln dieser Autorin gesucht. 

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  • Das wandernde Rezensionsexemplar - wer macht mit?

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    MariaBraig

    MariaBraig

    Und so gehts: Ich schicke ein Exemplar von "Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit" auf die Reise als Wander-Rezensionsexemplar. Das geht dann folgendermaßen: 1. Voraussetzung an der Teilnahme ist die Zusicherung, nach dem Lesen des Buches eine Rezension zu schreiben und zu veröffentlichen. Auf jeden Fall hier bei Lovelybooks, gerne natürlich an zahlreichen weiteren Orten. 2. Ihr schickt mir per PN Eure Adresse und ich mache nach Abschluss der Adressensammlung eine Liste, die ich dem Buch beilege, so dass Ihr das gelesene Exemplar dann weiterschicken könnt. 3. Jede*r Leser*in unterschreibt vorne im Buch oder schreibt einen kurzen Gruß rein und wenn alle durch sind, kommt das Buch zurück zu mir.  

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    • 2
  • Flucht‬, Transsexualität‬ und ‪‎Down-Syndrom - wie passt das zusammen?

    Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit
    MariaBraig

    MariaBraig

    25. March 2016 um 11:42

    Flucht‬, Transsexualität‬ und ‪‎Down-Syndrom‬: Wie lassen sich diese Themen in einem einzigen Roman verbinden? Diese Frage lässt sich erst mal einfach so diskutieren und es wäre schön, dazu ein paar Meinungen zu hören.Die nächste Frage lautet: Ist das im soeben neu erschienenen Roman "Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit" auch zufriedenstellend gelungen?Um diese Frage zu beantworten solltet Ihr ein paar Blicke in den Roman Spanische Dörfer - Wege zur Freiheit werfen. Falls sich genügend Lesebegeisterte dafür interessieren, organisiere ich gerne auch mal wieder eine Leserunde mit ein paar zu gewinnenden Freiexemplaren.

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