Ich lese sehr gern Liebesromane, vor allem wenn sie in den Gegenden von Deutschland spielen, die ich nicht kenne. Der Klappentext hat mir eine Reise in die Pfalz versprochen und mich gleichzeitig sehr neugierig gemacht.
Also packe ich und begleite die Protagonistin Maja Rotholz, wenn sie nach eineinhalb Jahren in ihren Heimatort Heckenwelsch zurückkehrt.
Begrüßt wird sie von der Mandelblüte, die auch so wunderschön das Cover verziert. Maja möchte aber schnell wieder weg. Der Gedanke, das Anwesen ihrer Eltern und damit ihr Zuhause verkaufen zu müssen behagt ihr nicht. Als sie ihren Schulfreund Ben trifft, kommen auch viele Erinnerungen an ihre Jugend zurück. Um den Investor zu überzeugen richtet sie die historischen Gebäude wieder her und bekommt dabei unerwartet viel Hilfe von den Bewohnern des kleinen Ortes.
Der Debütroman der Autorin kommt wunderbar frisch und humorvoll daher. Ich mag den Schreibstil und hatte viel Spaß mit dem Pfälzer Dialekt. Nein, keine Angst, die Geschichte ist nicht in „pälzisch“ geschrieben. Machen Sie es wie ich, lesen Sie diese einzelnen Passagen laut. Es macht so großen Spaß, ich war sofort mittendrin in der Geschichte und in Heckenwelsch.
Maja habe ich von Anfang an in mein Herz geschlossen und bleibe an ihrer Seite. Leider hört sie nicht auf mich, wenn ich gewisse Entscheidungen nicht gutheißen kann.
Ich tanze mit ihr im alten Ballsaal, wir besichtigen die wunderschönen Räume der alten Burg und steigen gemeinsam auf den Turm um Oma Nana zuzuwinken, auch wenn sie es vermutlich im Seniorenheim nicht sehen kann. Ich lausche Majas Erinnerungen aus Kindheit und Jugend.
Sie hat so viele Fragen, was verschweigen ihre Eltern, warum der plötzliche Verkauf des uralten Familienanwesens?
Im Roman sind auch einige Botschaften untergebracht, die ich mir zu Herzen nehmen werde. Ich mag zum Beispiel folgendes: Menschen „…ignorieren, die mit oder ohne Grund verurteilen…“.
Die Danksagung der Autorin endet mit „Vielleicht sieht man sich auf eine Schorle oder
beim Dampnudle-Esse uffm Woifescht?“ Liebe Maria Buhl, es wäre mir eine große Freude.
Ich gebe für diesen erfrischenden und humorvollen Roman fünf Weinschorlen und eine ganz herzliche Leseempfehlung.


