Maria Coffey Extrem

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Inhaltsangabe zu „Extrem“ von Maria Coffey

Dieses Bergbuch bricht ein Tabu. Ausgehend von eigenen Erfahrungen zeigt Maria Coffey offen und schonungslos die andere Seite des Extrembergsteigens – die der tödlichen Unglücke am Berg, der wartenden Familien und trauernden Angehörigen, die den liebsten Menschen an eine Obsession verloren haben: das Bergsteigen. Wie kann es möglich sein, von »unsichtbaren Toten« – verunglückten, aber nie geborgenen Bergsteigern – Abschied zu nehmen? Und warum gibt es so viele Frauen, die nach dem Tod ihrer bergbesessenen Männer wieder einen Bergsteiger zum Partner wählen? Ihre packende Suche nach Antworten ist zugleich eine Hommage an die Faszination Berg und an Extrembergsteiger wie Anatoli Boukreev, Scott Fischer, Joe Simpson oder Lynn Hill, die es immer wieder dorthin zurückzieht, wo tödliche Gefahr und höchstes Glück eins werden.
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  • Rezension zu "Extrem" von Maria Coffey

    Extrem

    Kaivai

    20. April 2007 um 18:14

    Thorsten,mein Gemüsemann,ist mein Lieblingsheld in der Wirklichkeit.Er ist Ende Vierzig und führt einen kleinen Gemüseladen in der Paul-Roosen-Straße in Hamburg-St.Pauli.Bei ihm zu sein,ist wie auf dem Dorf.Thorsten schafft Nähe und dazu ist sein Gemüse und Obst ausgesprochen lecker.Der einzige Nachteil ist die lange Schlange,die sich oft in seinem Laden bildet.Lange Schlangen bilden sich mittlerweile auch auf dem Mount Everest,gerade jetzt,Mitte Mai,denn dort ist Klettersaison und dicht unterm Gipfel,beim Hillary Step,stauen sich die Menschenmassen.Joe Tasker war auch dort,bzw.,er ist es immer noch, denn 1982 verschwand er spurlos auf diesem Berg.Maria Coffey war damals seine Lebenspartnerin und hat zwanzig Jahre nach seinem Tod mit diesem Buch Trauerarbeit geleistet.Trauerarbeit für viele Angehörige,denn nicht nur Maria,auch andere Frauen,Kinder,Väter und Mütter kommen hier zu Wort.Das ist ganz schön intensiv und oft beklemmend.Bergsteiger sind keine Gemüsemänner und mit ihnen leben zu wollen (wie bei den Frauen) oder zu müssen (wie bei den Kindern und Eltern) kann,wie dies Buch abgrundtief zeigt,sehr schmerzhaft sein.Weil Extrembergsteiger,und um die geht es hier,Todgeweihte sind.Aber: Maria Coffey findet auch sehr viel Sinn und das macht dies Buch tröstlich. "In dem Buch The Mouner's Dance erinnert sich Katherine Ashenburg an die Worte der Tochter nach dem plötzlichen Tod ihres Verlobten: >Die Zeit heilt keine Wunden,sondern das Trauern.< Thomas Attig,Autor von How We Grieve,beschreibt die Trauer nicht als einen Prozeß in mehreren Stadien,sondern als Erfüllung einer Anzahl von Aufgaben,die uns dabei helfen,die Welt ohne den Verstorbenen neu kennenzulernen, während wir gleichzeitig an der Erinnerung an diese Person als einem Teil unseres Lebens festhalten.Solche Aufgaben erfordern natürlich Zeit.Die alten Griechen verfügten über zwei Konzepte von Zeit: Chronos ist die chronologische zeit,die mittels der Bewegung der Sterne am Himmel und der Erde um die Sonne gemessen wird.Kairos,abgeleitet von einem Wort,das >UmständeGelegenheitpersönliche Leben vorwärtsbewegt<."

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