Maria Dahvana Headley Die Königin der Unsterblichen

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Inhaltsangabe zu „Die Königin der Unsterblichen“ von Maria Dahvana Headley

Kleopatra, Königin von Ägypten, ist verzweifelt: Octavian, der Heerführer Roms, steht mit seinen Truppen vor den Toren Alexandrias und droht die Stadt zu vernichten. Als dann auch noch Kleopatras große Liebe, ihr Ehemann Markus Antonius, Selbstmord begeht, ist die Königin wild entschlossen, weder ihre Liebe noch ihr Land aufzugeben. In einem uralten Ritual beschwört sie Sachmet, die altägyptische Göttin des Krieges, herauf. Mit ihrer Hilfe will sie Octavian besiegen und Markus Antonius vom Tod zurückholen. Doch die Anrufung Sachmets bringt keine Rettung, sondern verwandelt Kleopatra gegen ihren Willen in eine Kreatur der Dunkelheit. Daraufhin ist Kleopatra entschlossener denn je, Rache zu nehmen – an Octavian und an der Göttin.

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  • Dunkel mit Aussicht auf Untergang

    Die Königin der Unsterblichen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. October 2013 um 17:11

    Alexandria steht vor römischer Eroberung. Die ägyptische Königin Kleopatra ist verzweifelt: Ihr Geliebter Markus Antonius ist vom Kampf nicht zurückgekehrt, ihre Kinder sind noch in der Stadt und die Heere stehen vor den Toren. Zu stolz, um aufzugeben, beschwört sie in einem komplizierten Ritual die kriegerische Göttin Sachmet. Von ihr erhofft sie Beistand, doch stattdessen wird sie verraten und ihr Mann wird entgegen des Versprechens getötet. Zudem fehlte bei der Beschwörung ein wichtiger Bestandteil, um die Göttin zu befehligen. Kleopatra fällt in einen totenähnlichen Schlaf und wird beigesetzt, doch Augustus, der Eroberer Alexandrias und Kaiser Roms, spürt, dass die Königin Ägyptens nicht ins Reich der Toten gekehrt ist. Aus Angst vor ihrer Rache flüchtet er zurück nach Rom und behält Kleopatras Kinder als Druckmittel. Doch die Königin ist nicht tot: Mit Sachmet verbunden und unsterblich geworden, spürt immer deutlicher, wie sich Mordgelüste und Blutdurst ihrer bemächtigen. Angetrieben von Rache und der Angst um ihre Kinder, folgt sie Augustus und schmiedet grausame Pläne. Doch auch der Kaiser bleibt nicht untätig und ruft die mächtigsten Hexen zu sich, um sich für den Angriff der Unsterblichen zu wappnen. Maria D. Headleys Debütroman Die Königin der Unsterblichen ist eine facettenreiche und sehr geschickt verwobene Vermischung aus Phantastik, Mythologie und Historie. Mit viel Gefühl und Spannung erzählt sie die Geschichte um Kleopatra, Markus Antonius und dem römischen Kaiser Augustus neu. Die Untergangsstimmung zu Beginn des Romans zieht sich durch die gesamte Handlung und verbreitet dennoch keinen Pessimismus, denn einzelne Lichtblicke lassen auf einen guten Ausgang hoffen. Packend und mit mystischem Anklang verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und transzendenter Welt. Zudem erfährt man als Leser viel Informatives über die Unterwelt der römischen und ägyptischen Götter, da sich die Autorin nicht scheut, beide Mythologien zum Leben zu erwecken und miteinander zu verbinden. Es gibt Helden, Verräter, Feiglinge und Opfer, trotzdem sind die Charaktere keine Stereotypen, sondern sorgen immer für unerwartete Kehrtwendungen. Wer sich damit abfinden kann, dass einige Zusammenhänge nur angedeutet und etwas nebulös gestaltet werden, der kann sich auf große Schlachten ebenso freuen, wie auf eine unsterbliche Liebe, die selbst den Hades nicht scheut.

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  • Eine Mischung aus historischem und vampirmäßigen Roman

    Die Königin der Unsterblichen
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    28. March 2013 um 07:10

    Inhalt Ägypten zu Zeiten Königin Kleopatras. Durch den Krieg mit Rom um ihr Reich verliert Kleopatra ihr Land. Ihr Mann wird ermordet und ihre Kinder versklavt und auch ermordet. Aber sie will sich nicht geschlagen geben. Sie beschwört Sachmet, die Göttin des Krieges herauf, um ihren Mann zu retten und Ägypten wieder zu beherrschen. Leider bringt ihr die Göttin nicht die Rettung, sondern verwandelt sich in eine Kreatur der Dunkelheit. Sie verspürt plötzlich den Drang nach Blut und ihre Rache steigt ins Unermessliche...... Meinung Ich liebe Ägypten und alles was damit zu tun hat. Somit mußte ich dieses Buch unbedingt lesen. Was mir als erstes gleich auffiel, waren die viel zu dünnen Seiten. Trotz der 528 Seiten, erscheint es als ein ziemlich dünnes Buch. Ich mußte sehr sorgsam damit umgehen, weil durch das dünne Papier gleich Risse oder Knicke entstanden. Der Schreibstil ist eigentlich ziemlich einfach, teilweise aber auch ein wenig brutal, ich kam dennoch in die Geschichte gut hinein, was auch daran lag, das die Autorin alles sehr genau recherchiert und dadurch gut beschrieben hatte. In der Geschichte geht es um viel Historisches, gemischt mit einem Touch von Mystischem und dunkler Magie. Die Charakteren werden sehr gut dargestellt, auch Orte und Beschreibungen kommen sehr real rüber. Man kann sich alles gut bildlich vorstellen und taucht in eine Geschichte voller Zauber und düstere Magie ein. Verwirrt hat mich allerdings der Zustand, das Kleopatra auf einmal nur noch Blut trinken kann. Dieser Verfall in die Vampir-Schiene ist meines Erachtens unnötig und passt nicht wirklich zum großen Ganzen. Aber nicht nur Spannung, sondern auch Romantik und Gefühle dürfen in „Die Königin der Unsterblichen“ nicht fehlen. Ein Beispiel hierfür wären die sehr emotionalen Passagen, als Kleopatra zusehen muß, wie ihre Kinder ermordet werden. Da mußte ich auch so einige Male schlucken. Ihre Liebe zu Marcus Antonius beschreibt Frau Headley sehr liebevoll und romantisch. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, welche dann noch separat in ziemlich kurze Kapitel unterteilt wurden. Ganz gut fand ich auch noch die Historischen Anmerkungen am Ende des Buches, dadurch erfährt man noch mehr über die Geschichte und wo die Autorin für dieses Buch recherchiert hat. Cover Das Cover sieht sehr schön aus und macht sofort Lust darauf, es zu lesen. Die Frau sieht zwar nicht wie Kleopatra aus, was allerdings nichts macht, wodurch die Schlange aber dann schon auf eine mystische und spannende Geschichte hindeutet. Fazit Ein gelunger Roman, welchen man in kein genaues Genre einordnen kann. Sehr spannend und interessant geschrieben und die historischen Hintergrundinformationen machen es zu einem durchaus gutem Lesevergnügen. Es erhält von mir 4 von 5 Sternen und natürlich eine Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

    Die Königin der Unsterblichen
    :Pandora:

    :Pandora:

    18. September 2011 um 12:56

    Kleopatra befindet sich in einer scheinbar auswegslosen Situation, nur eine Verzweiflungstat kann sie nun vielleicht noch davor bewahren sich Rom zu unterwerfen.Eine Anrufung bringt die Göttin Sachmet zu ihr, doch diese hilft ihr nicht, im Gegenteil sie kettet Kleopatra an sich, auf die denkbar schlimmste Weise. Schon bald erwacht in der Königin ein Durst nach Blut. Die Geschichte war zum Einstieg etwas schwierig, doch wenn man sich erst ein Mal in Kleopatras Welt zurecht gefunden hat, bietet sie eine reiche Handlung. Ist die Handlung erst Mal so richtig ins Rollen gebracht, geht alles Schlag auf Schlag, sehr viel Action. Doch leider gehen dabei manchmal auch ein bissschen die Details verloren. Der Schreibstil der Autorin ist sehr malerisch und beflügelt die Fantasie. Sehr lesenswert kann ich nur sagen.

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  • Rezension zu "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

    Die Königin der Unsterblichen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. July 2011 um 15:41

    “Alles ist wahr. Sobald eine Geschichte erzählt wird, wird sie wahr. In jeder noch so umfassenden Geschichte, in jeder wundersamen Erzählung befindet sich ein Körnchen Wahrheit.” (Maria Dahvana Headley) In ihrem Erstlings-Roman Die Königin der Unsterblichen greift Maria Dahvana Headley ein großes Thema auf: Wie viel Wahres lässt sich in Mythen, Erzählungen, Literatur finden? Oder anders herum: Wieviel von dem, was wir längst als historische Fakten akzeptiert haben, sollte eigentlich der Sphäre der Fiktion zugeordnet werden? Headley erzählt die Geschichte von Kleopatra, der Königin von Ägypten, die verzweifelt versucht, ihr Land vor dem feindlichen Übergriff durch die Römer und ihren Ehemann Marcus Antonius vor dem Tod zu bewahren. Im Angesicht des Feindes sieht sie nur einen einzigen Ausweg: Sachmet, die ägyptische Göttin des Krieges, anzurufen. Doch der Preis ist hoch. Kleopatra muss der alten Göttin ihre Seele überlassen und wird zu einem blutdürstigen Racheengel, der dem römischen Kaiser Augustus nach Rom folgt, um ihre Kinder zu retten, aber auch ihr Schicksal zu rächen. Kleopatra als schillernde Persönlichkeit der antiken Geschichte eignet sich dabei hervorragend als Vorlage, ranken sich doch eine Menge ungeklärter Mythen um die ehemalige Königin Ägyptens. Wie ist sie beispielsweise zu Tode gekommen? Was hat es mit den Schlangenbissen auf sich, die an ihrem Hals gefunden wurden? Neben ägyptischer und römischer Geschichte macht Headley darüber hinaus Anleihen bei der Sagenwelt verschiedener Länder und konstruiert daraus ihren Roman als ein komplexes Geflecht diverser Geschichten. Doch muss man sagen, dass das Buch dadurch etwas verzettelt wirkt. Vom historischem Roman zur Fantasy-Erzählung, von der ägyptischen über die römische Sagenwelt hin zur Vampirgeschichte – alles versucht die Autorin in einen einzigen Roman hineinzupacken und verpasst es dabei beinahe, ein originäres und packendes Universum für ihren Roman zu erschaffen. Auch die Figuren bleiben eher auf Distanz – bis auf wenige Ausnahmen. Zu diesen zählt beispielsweise Usem, der Anführer eines Wüstenstamms, der mit Schlagen spricht und der Tochter des Westwinds verheiratet ist. So kommt es auch, dass sich der Spannungsbogen der Geschichte bisweilen eher flach gibt. Gern gelesen habe ich den Anfang, der von den aufwühlenden Ereignissen rund um Kleopatra und ihre wahre Liebe geprägt ist, wie auch das Ende, das die verschiedenen Fäden der Geschichte zusammenführt und auflöst. Weite Teile des Buchs haben sich leider jedoch in die Länge gezogen. Alles in allem handelt es sich um ein schönes Buch mit spannendem Leitmotiv für Anhänger von historischen Romanen und Fantasyliteratur. Dennoch überzeugt es hinsichtlich der Umsetzung nicht vollends.

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  • Rezension zu "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

    Die Königin der Unsterblichen
    jucele

    jucele

    17. July 2011 um 17:29

    Maria Dahvana Headley – Die Königin der Unsterblichen . Ägypten 30 v. Ch. Kleopatra von Ägypten hat alles verloren, was eine Frau und Königin verlieren kann. Nicht nur der Tod ihres geliebten Marcus Antonius treibt Kleopatra in die Verzweiflung, auch der Verlust ihrer Kinder und der verlorene Krieg gegen Rom und Octavian treibt sie zu einer Verzweiflungstat. Zu ihrer und Ägyptens Rettung beschwört Kleopatra, genährt von ihrem Hass auf Rom und den neuen Herrscher Octavian, Sachmet, die von Ägyptens Göttern verbannte Göttin des Krieges. Ihr Plan Ägypten und ihre Familie zu rächen geht aber aufgrund eines Fehlers in der uralten Beschwörung nicht auf und Kleopatra verliert ihre Seele an Sachmet, die sie nun für ihre Zwecke missbraucht. Sachmet verwandelt Kleopatra in eine vampirähnliche Kreatur, die nur noch in der Dunkelheit existieren kann und eine unstillbare Gier nach frischem Blut entwickelt. Doch ein kleiner Teil ihrer Menschlichkeit ist Kleopatra geblieben und so sucht sie, neben der Rache an Rom und Octavian, einen Weg dem Handel mit Sachmet zu entgehen. Doch wie besiegt man eine unsterbliche Göttin? . Kritik . Mit ihrem Debüt „Die Königin der Unsterblichen“ hat die Newcomerin Maria Dahvana Headley den mystischen Beginn einer Trilogie, vor historischem Hintergrund, veröffentlicht. Auf eine sehr interessante Art verwebt die Autorin hier geschichtliche Fakten mit Fantasy und alter Mythologie. Durch den Selbstmord Kleopatras wird dem Leser eine neue, mystische Version ihres Todes erzählt. Schon der Prolog, geschrieben wie ein Tatsachenbericht von dem Hauslehrer Kleopatras Kinder, Nikolaus von Damaskus, üben einen unwiderstehlichen Reiz auf die Leser aus. Mit oftmals poetisch anmutenden Beschreibungen schafft die Autorin eine mystische Stimmung zu vermitteln, trotzdem lässt sich das Buch flüssig lesen. Bildgewaltig und authentisch erzählt die Autorin die lebendige und vielschichtige Handlung. Leider verliert sich die Autorin teilweise in den sehr ausführlichen Beschreibungen, so das in den ersten zwei Dritteln kaum Spannung aufkommt und der Roman etwas langatmig wirkt. Erst im letzten Drittel zieht die Spannung etwas an, um in einem gewaltigen Showdown zu enden. Auch versäumt die Autorin, die Schauplätze ihrer Handlung bildhaft zu beschreiben. Verschieden Mythen um alte die alten Götter und auch Hexen, vereinen sich in „Die Königin der Unsterblichen“ auf eine sehr interessante Art, was einen ganz eigenen Charme ausübt. Besonders Leser, die sich mit diesen Überlieferungen schon einmal beschäftigt haben, dürften hier einen besonderen Leckerbissen finden. Mit dem Fokus auf alle wichtigen Figuren lässt uns ein Beobachter an dem Plot teilhaben. Interessant ist es dabei vor allem das der Leser nicht nur die Perspektive Kleopatras und Octavians miterlebt, sondern die Geschichte auch aus der Sicht der verschiedenen Sagengestalten wahrnimmt. Zeitweise kommt es zwar aufgrund der Perspektivenwechsel zu Brüchen von mehreren Tagen, was schon mal zu Fragen führen kann, genauso ist es aber auch interessant zu lesen was sich zum Beispiel die Priesterin der Hekate von den Ereignissen verspricht. Lediglich die Göttinnen bleiben etwas im Dunkeln, da dieser Betrachtungswinkel völlig ausgelassen wird. Viele historisch verbürgte Personen, aber auch verschiedene Sagengestalten und auch alte Götter bekommen von Maria Dahvana Headley einen Platz in „Die Königin der Unsterblichen“. Was hier schon außergewöhnlich ist, trotz vieler wichtiger und unverzichtbarer Protagonisten wirken alle wichtig für den Verlauf der Geschichte. Die Hintergründe ihres jeweiligen Handelns sind schlüssig und fügen sich in den Verlauf, den die Geschichte nimmt, brillant ein. Allerdings fällt es schwer oder auch schon fast unmöglich ist, Partei für eine Seite zu ergreifen. Auch wenn der Leser mit Kleopatra schon fast mitleidet und ihre Trauer um den verstorbenen Marcus Antonius und den Verlust ihrer nun römischen Kinder nachvollziehen kann, einen wirklichen Bösewicht scheint es hier nicht zu geben. Neben der nun untoten Kleopatra, ihren Kindern und verschiedenen bekannten Römern, gibt es da dann auch noch eine Schicksalsweberin, die auf ihrem Spinnrocken geschickt die Fäden des Schicksals immer wieder neu webt, eine alte Priesterin der Göttin Hekate die ihrem eigenen Angelegenheiten folgt und auch einen Psylli, der mit der Tochter des Westwindes verheiratet ist und so manches Geheimnis vor allen anderen erfährt. Das Cover ist dem Verlag wirklich passend gelungen. Nicht nur das eine junge Frau abgebildet ist, die an Kleopatra erinnern soll, auch die Schlange, die für ihren Tod steht und alter Schriftzeichen im Hintergrund zeigen deutlich das Ägypten und besonders Kleopatra eine Rolle spielen, auch ohne den Klappentext gelesen zu haben. In einem Nachwort geht die Autorin noch kurz auf die geschichtlichen Hintergründe sowie auf ihre Idee dazu ein. . Fazit . Die vielversprechende Autorin Maria Dahvana Headley hat mit ihrem Debütroman „Die Königin der Unsterblichen“ eine ansprechende Version der historischen Geschichte um Kleopatra aufs Papier gebracht. Vom historischem Hintergrund mal abgesehen, ist „Die Königin der Untersterblichen“ ein solider Titel aus dem Genre Fantasy. Lediglich der fast völlig fehlende Spannungsbogen und dadurch entstehenden Längen sind hier ein Kritikpunkt. Dies wird sich hoffentlich in den weiteren Bänden verbessern, hier darf ja auch nicht vergessen werden, dass es sich hier mehr um eine Einleitung zu der Geschichte handelt. Mit Spannung können die weiteren Teile der Trilogie erwartet werden, ich denke Maria Dahvana Headley hat soviel Potenzial, das sie uns Leser noch so manches Mal überraschen wird. Acta est fabula . Autorin . Maria Dahvana Headley veröffentlichte bereits mehrere Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien. Sie lebt mit ihrem Ehemann, dem Dramatiker Robert Schenkkan, in Seattle. "Die Königin der Unsterblichen" ist ihr erster Roman. . Taschenbuch: 528 Seiten Verlag: Knaur TB (1. Juni 2011) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3426508931 ISBN-13: 978-3426508930 Originaltitel: Queen of Kings Leseprobe http://www.droemer-knaur.de/livebook/LP_978-3-426-50893-0/index.html . Nadine Warnke

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  • Rezension zu "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

    Die Königin der Unsterblichen
    Bereth

    Bereth

    11. July 2011 um 14:42

    Informationen zum Buch: Taschenbuch: 528 Seiten Verlag: Droemer Knaur ISBN-10: 3426508931 Preis: 14,99€ Kurzbeschreibung: Kleopatra, Königin von Ägypten, ist verzweifelt: Octavian, der Heerführer Roms, steht mit seinen Truppen vor den Toren Alexandrias und droht die Stadt zu vernichten. Als dann auch noch Kleopatras große Liebe, ihr Ehemann Markus Antonius, Selbstmord begeht, ist die Königin wild entschlossen, weder ihre Liebe noch ihr Land aufzugeben. In einem uralten Ritual beschwört sie Sachmet, die altägyptische Göttin des Krieges, herauf. Mit ihrer Hilfe will sie Octavian besiegen und Markus Antonius vom Tod zurückholen. Doch die Anrufung Sachmets bringt keine Rettung, sondern verwandelt Kleopatra gegen ihren Willen in eine Kreatur der Dunkelheit. Daraufhin ist Kleopatra entschlossener denn je, Rache zu nehmen – an Octavian und an der Göttin. Eigene Meinung: Im Krieg gegen Rom hat sie alles verloren. Ihr Land, ihren Gemahl, ihre Kinder und ihre Krone. Kleopatra, Königin von Ägypten, sieht nur einen Weg um ihre Liebsten zu retten und ihren Feind zu vernichten. Sie ruft die Göttin Sachmet an, doch etwas geht schief und plötzlich verändert die Königin sich. Keine Waffe kann sie tödlich verwunden, kein Feind ist zu stark für sie und nur das Blut der Lebenden kann ihren Hunger stillen. Angetrieben von Zorn, Trauer und dem Wunsch nach Rache, macht sie sich auf den Weg um Octavian, den Kaiser Roms, zu vernichten. Er soll bezahlen für das was er ihr angetan hat, doch Kleopatra ahnt nicht was in Wirklichkeit mit ihr vorgeht. Ihre Seele ist mit der Sachmets verbunden und diese will nur eines - die Welt zerstören und Rache an ihrem göttlichen Vater Ra nehmen. Da ich ein großer Ägypten Fan bin und auch einige Bücher darüber hier habe, hat mich das Buch natürlich sofort wie magisch angezogen. Dazu noch das wunderschöne Cover und das Taschenbuchformat und schon war ich überzeugt das ich dieses Buch unbedingt lesen muss. "Die Königin der Unsterblichen" entführt den Leser ins alte Ägypten, kurz vor der entscheidenten Schlacht um Alexandria. Leider, und das hat mich wirklich enttäuscht, verweilt die Geschichte dort nicht allzu lange, denn der Hauptteil des Plots spielt sich in Rom ab. Die Königin Ägyptens ist ein sehr interessanter Charaktere. Sie liebt ihren Gemahl Marcus Antonius wie niemanden zuvor und ist fast wahnsinnig vor Trauer als er in ihren Armen stirbt, in der Annahme sie habe ihn verraten. Der Konflikt zwischen Kleopatra und Octavian ist ein ewiges hin und her. Er fürchtet seine Feindin mehr als jemals zuvor und weiß ganz genau das diese sich an ihm rächen wird. Sein einziger Schutz sind ihre drei Kinder die er von Ägypten mit nach Rom gebracht hat. Interessant fand ich wie die Autorin die Fantasyelemte mit eingeflochten hat. Hexen die Macht über die Toten und die Fäden des Schicksals haben, ein Mann der mit dem Wind verheiratet ist und etliche andere kleine Dinge die das Buch aufpeppen und es spannender machen. Obwohl ich das Buch wirklich sehr gut finde, muss ich sagen das es mich dennoch nicht gefesselt hat. Es gibt wirklich viele mysthische Aspekte in "Die Königin der Unsterblichen" und ich fand es wahnsinnig interessant davon zu lesen, dennoch... Irgendwie konnte es mich einfach nicht wirklich packen. Zumal ich auch nicht wirklich das Gefühl hatte mich im alten Rom zu befinden. Die Gegend wurde nicht detailiert beschrieben, sondern die Autorin hat sich ganz und gar auf ihren Plot konzentriert. Vielleicht wäre das Buch noch ein Stück besser wenn sie auch auf die Kleinigkeiten näher eingegangen wäre. Fazit: "Die Königin der Unsterblichen" ist ein interessanter und durchaus spannender Plot mit vielen Charakteren und überraschenden Wendungen. Die Autorin hat die Fantasyelemente sehr gut mit eingeflochten und ihr Schreibstil ist einfach zu lesen, wenn auch ein wenig detaillarm. 4/5 Sternen

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  • Rezension zu "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

    Die Königin der Unsterblichen
    Kerry

    Kerry

    03. July 2011 um 22:49

    "Denn es wird auch erzählt, sie habe beständig Gift in einer hohlen Haarnadel bei sich getragen und diese in ihrem Kopfschmucke verborgen. Indes zeigte sich an ihrem Körper kein Flecken noch sonst ein Merkmal von Gift. Aber es war auch keine Schlage im Zimmer zu sehen. Einige versichterten noch, dass an dem Arme der Kleopatra zwei zarte und kaum bemerkbare Stiche zu sehen gewesen wären." PLUTARCH (Zitat Seite 13) Der Fall von Alexandria steht kurz bevor und Kleopatra ist im Begriff alles zu verlieren. Sie beauftragt einen Gelehrten, einen Spruch für eine Anbetung ausfindig zu machen - was diesem jedoch nur teilweise gelingt, der Spruch ist nicht vollständig. Dennoch geht Kleopatra das Risiko ein, sie schließt einen Pakt mit der Göttin Sachmet. Noch während Kleopatras Anbetung begeht Antonius auf Grund eines Verrates Selbstmord. Dennoch fällt Alexandria in Oktavians Hände. Kleopatra und ihre Kinder werden seine Gefangenen. Doch in Kleopatra gehen Veränderungen vor, sie verträgt kein Sonnenlicht und keine Nahrung mehr - jedoch dürstet sie nach Blut. Nachdem sie sich an zwei ihrer Sklavinnen gütlich getan hat, fällt sie in einen tiefen Schlaf. Sie wird daraufhin für tot erklärt und zusammen mit der Asche von Antonius in ihrem Mausoleum bestattet. Doch Oktavian befallen schlimme Zweifel, denn er meinte zu sehen, dass Kleopatra nachdem sie für tot erklärt wurde, noch am Leben war. 3 Tage nach dem Begräbnis lässt er das Mausoleum wieder öffnen - und sowohl Kleopatras Körper, wie auch die Asche von Antonius sind verschwunden. Ab diesem Zeitpunkt hat er keine Ruhe mehr. Fast fluchtartig verlässt er, zusammen mit den Kindern Kleopatras, Ägypten. Doch Kleopatra, gefangen im Blutrausch der Göttin Sachmet, folgt ihm, denn sie hat nur eines im Sinn: Rache, Rache für den Tod ihres Geliebten Mannes Antonius, Rache für ihren erstgebohrenen Sohn Caesarion und Rache für die Entführung ihrer Kinder. Oktavian indessen sammelt Hexen und Magier aus aller Welt um sich, um sich vor Kleopatra zu schützen ... Ich bin ja ein bekennender Ägypten-Fan und als ich von diesem Buch hörte, wollte ich es unbedingt lesen. Die Geschichte fand ich überaus faszinierend, jedoch hätte ich mir einen etwas fesselnderen Schreibstil gewünscht.

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  • Rezension zu "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

    Die Königin der Unsterblichen
    akoya

    akoya

    20. June 2011 um 21:36

    „Mögen hier die wahre und wahrhaftige Geschichte des falschen Todes der Kleopatra, Königin Ägyptens, im ersten Jahr der Herrschaft des Kaisers Gaius Julius Caesar Augustus erzählt werden und auch jene außerordentlichen und furchtbaren Ereignisse, die darauf folgten. Möge dies die Geschichte vom Aufstieg einer Königin und vom Fall einer ganzen Welt sein.“ Inhaltsangabe: Die Königin von Ägypten, Kleopatra, steht kurz vor ihrem Untergang. Octavian, Heerführer Roms, steht vor der Tür, um Alexandria zu vernichten. Nachdem Marcus Antonius, Kleopatras Mann, wegen einer Falschmeldung, Selbstmord begeht, versucht sie alles daran zu setzen, ihren Geliebten wieder unter die Lebenden zu holen. Sie beschwört daraufhin Sachmet, die Göttin des Krieges und bittet sie um Hilfe. Doch anders als geplant, verwandelt Sachmet Kleopatra in eine Sklavin ihrer selbst. Von nun an ist sie eine Untote und es dürstet ihr nach Blut und Rache. Meine Meinung: Ganz am Anfang, kam ich nicht so gut rein und musste mich erst einmal ca. 70 Seiten rein lesen. Zudem bin ich ganz unvoreingenommen und ohne großes Vorwissen (außer Asterix & Obelix) an dieses Buch gegangen. Was mich am meisten gereizt hat, es zu lesen, war, dass es in Ägypten spielt, da ich diesen Schauplatz in Büchern einfach richtig klasse finde. Das Buch ist in drei Teile geteilt. Im ersten Teil, wird abwechselnd meistens aus der Sicht Kleopatras und der Sicht Octavians erzählt. In den späteren Abschnitten, kommen dann auch die Blickwinkel von anderen Personen dazu, aber eher wenig. Der Schreibstil ist nicht besonders schwer und man kann das Buch gut lesen. Die Idee des Buches und der Klappentext versprach echt mal was anderes. Was mich aber sehr gestört hat, ist, dass es das ganze Buch über, kaum Höhepunkte gibt und man schnell mit den Gedanken abschweifen kann. Das Buch plätschert vor sich hin, was es langatmig erscheinen lässt. Passieren tut zwar schon einiges, aber eben nichts, was einen richtig fesseln konnte. Nach den ersten 70 Seiten und einer kleinen Pause, habe ich es in einem Rutsch gelesen und der Schreibstil konnte mich überzeugen, es wirklich weiter zu lesen. Es kommen viele Namen vor und auch so, ist alles, manchmal etwas verwirrend. Zudem, fand ich es schade, dass diese Brüche gemacht wurden. Immer, wenn ich gerade richtig drinnen in der Geschichte war, gab es den kleinen Bruch. Das Nachwort hat mir hingegen nochmal richtig gut gefallen und man erfährt, dass es eine Trilogie werden wird. Trotz Anfangsschwierigkeiten und meiner etwas schlechten Bewertung, bin ich gespannt, auf das nächste Buch, denn der Schreibstil und der Schauplatz gefallen mir und vielleicht kann man da noch etwas mehr rausholen!!

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  • Rezension zu "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

    Die Königin der Unsterblichen
    Wir-Lesen

    Wir-Lesen

    09. June 2011 um 22:05

    Kleopatra, Königin von Ägypten, ist verzweifelt: Octavian, der Heerführer Roms, steht mit seinen Truppen vor den Toren Alexandrias und droht die Stadt zu vernichten. Als dann auch noch Kleopatras große Liebe, ihr Ehemann Markus Antonius, Selbstmord begeht, ist die Königin wild entschlossen, weder ihre Liebe noch ihr Land aufzugeben. In einem uralten Ritual beschwört sie Sachmet, die altägyptische Göttin des Krieges, herauf. Mit ihrer Hilfe will sie Octavian besiegen und Markus Antonius vom Tod zurückholen. Doch die Anrufung Sachmets bringt keine Rettung, sondern verwandelt Kleopatra gegen ihren Willen in eine Kreatur der Dunkelheit. Daraufhin ist Kleopatra entschlossener denn je, Rache zu nehmen – an Octavian und an der Göttin. Als Alexandria zu fallen droht, führt Kleopatra einen Zauber aus, um die Göttin Sachmet dazu zu bringen, für sie gegen ihre Feinde zu kämpfen und so Alexandria vor den Römern zu retten. Doch der Zauber wird nicht korrekt ausgeführt und Kleopatra verliert ihre Seele an Sachmet. Sie wird zu einem vampirähnlichen unsterblichen Wesen, welches sich von Blut ernähren muss und damit die Göttin Sachmet stärkt. Octavian übernimmt die Macht und lässt Kleopatra begraben, denn sie scheint tot zu sein. Doch Kleopatra kann sich auch ihrem Grab befreien und will nun Rache. Anfangs ist sie noch geschockt von ihrem Blutdurst und versucht diesen zu unterdrücken. Aber lange kann sie diesem Verlangen nicht widerstehen... Dieses Buch basiert auf tatsächlichen historischen Ereignissen, sowie Mythen und der Fantasie der Autorin. Von Kleopatra und der ägyptischen Geschichte war ich schon immer fasziniert, weshalb mich dieses Buch natürlich direkt angesprochen hat. Maria Dahvana Headley entführt den Leser in die Welt Ägyptens und später Rom´s und man fühlt sich wirklich in die Zeit, in der Kleopatra bzw. später Augustus regierte, hineinversetzt. Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass man nicht auf einer Seite steht, wie das sonst oft der Fall ist. Ist man anfangs auf Kleopatra´s Seite, denn eigentlich ist sie ja ein beinahe unschuldiges "Opfer", welches die Folgen ihrer Taten gar nicht einschätzen kann und die zusätzlich auch noch Ägypten an Octavian - welcher sich später Kaiser Augustus nennt und nicht gerade sympathisch rüberkommt - verliert, so kann man sich am Ende des Buches gar nicht mehr für eine Seite entscheiden. Zumindest mir ging es so. Irgendwie wachsen einem im Laufe der Geschichte beinah alle Hauptcharaktäre (bis auf ein paar wenige Ausnahmen) ans Herz bzw. man versteht die Ängste und Sehnsüchte eben jener. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, fesselnd und recht ausführlich (auch wenn die Handlung ab und an Sprünge von mehreren Monaten oder Tagen macht). Trotz der Ausführlichkeit mancher Szenen, sowie historischer Fakten bzw. Mythen, wird dieses Buch einfach nicht langweilig. Eine fantastische Mischung aus geschichtlichen Fakten, Mythen und Fantasy und absolut lesenswert. [joshi_82]

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  • Rezension zu "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

    Die Königin der Unsterblichen
    serpent

    serpent

    08. June 2011 um 22:17

    Sie ist der Pharao Ägyptens. Die Herrscherin über das Ptolemäerreich am Nil. Gemeinsam mit Marcus Antonius und ihren Kindern steht sie dennoch vor einer unlösbaren Aufgabe: der machtgierige Römer Augustus steht mit seinen Armeen kurz vor den Toren der Stadt. Ihr Reich, ihre Familie und ihre Kultur stehen kurz vor dem Untergang. Als auch noch ihr Mann im Sterben liegt, greift die stolze Herrscherin zu einem verzweifelten Mittel um alles zu retten, was ihr wichtig ist. Sie ruft die Kriegsgöttin Sachmet herbei und fleht um Antonius Leben und Beistand gegen Augustus. Doch das dunkle Ritual hat einen hohen Preis, denn Sachmet möchte sich der Königin nicht unterwerfen – die Göttin zürnt aus einer alten Fehde heraus allen Menschen und will nichts mehr als Tod und Verderben über die Welt bringen. So macht sie sich Kleopatra zum Untertan und verwandelt die Schönheit in ein Geschöpf der Nacht mit einem Blutdurst, der Chaos über die Welt bringen soll… Obwohl ich kein Fan historischer Romane bin und mittlerweile vor Vampirbüchern etwas zurückschrecke, war ich von Kleopatras Geschichte mehr als fasziniert – denn so groß der Mythos um die letzte Königin des alten ägyptischen Reiches auch ist, genauso eindringlich und überwältigend erzählt Maria Dahvana Headley ihre eigene Version der Geschichte. Kleopatra ist durch und durch eine Herrscherin, aber auch eine Mutter und Ehefrau. Sie weiß, was sie zu tun hat um ihr Land zu verteidigen doch wird gleich zu Anfang ihre unerschütterliche Liebe zu „ihrem Römer“, zu Marcus Antonius, eindringlich beschrieben. Ohne dabei kitschig zu sein, wird das starke Band, das das Ehepaar verbindet, deutlich gemacht. „Tu meus es“ – du bist mein – ist dabei ihr Erkennungssatz, der sie die gesamte Geschichte hindurch begleitet. Dementsprechend außer sich ist Kleopatra, als sie Antonius sterbend vorfindet und das Ritual zur Beschwörung der Göttin nicht so funktioniert, wie es soll. Sie schwört Rache an allen, die ihr Leid zugefügt haben: allen voran an Augustus, der seine Armeen nach Ägypten geführt hat und somit für den Tod Antonios verantwortlich ist. Zunächst begreift die Herrscherin allerdings gar nicht, was mit ihr geschehen ist. Dass die Anrufung Sachmets nicht richtig funktioniert hat, merkt sie schnell, aber welche Konsequenzen daraus folgen, erschließt sich ihr erst nach und nach. So ist sie zu Beginn verwundert über ihren Blutdurst, ihre Verletzlichkeit im Sonnenlicht und die Unzerstörbarkeit ihres Körpers. Als Leser erlebt man hier hautnah die Verzweiflung und Angst der Königin mit und knüpft erstmals starke Bande der Sympathie zu ihr. Letztendlich wird dieses Band im Laufe der Geschichte auch nur stärker denn Maria Dahvana Healey versteht es, ihre Protagonistin authentisch und lebensnah zu zeichnen. Kleopatra mag nun im Auftrag Sachmets die Welt ins Chaos stürzen, doch ihre Familie vergisst sie dabei nicht und kämpft wie eine Löwin – wie eine Mutter – um etwas das unmöglich scheint: sich wieder von der Göttin loszusagen. Dass ihr dabei der römische Kaiser Augustus mit seinen Heeren und mit mächtigen Hexen dicht auf der Spur ist, verkompliziert alles noch mehr. Ein ebenso interessanter, allerdings lange nicht so sympathischer und starker Charakter war Augustus selber. In der Geschichte wird recht früh darüber berichtet, dass ihn und Kleopatra ein lange zurück liegendes Ereignis verbindet. Dennoch führt seine Machtgier ihn vor die Tore der Stadt. Er mag sich als Held feiern lassen und seine Truppen befehligen, doch im Verlauf der Handlung wird sein wirklicher Charakter deutlich: schwach, launisch, wahnsinnig. Nicht umsonst sagt er von sich selber: „Er hatte nie jemand anderes geliebt als Rom, und Rom brauchte ihn.“ (S. 287) Während man seinen hasserfüllten Gedanken und wahnwitzigen Plänen lauscht, entwickelt man als Leser eine Abneigung gegen den römischen Kaiser, die höchstens einmal durch Mitleid ersetzt wird. Ein stereotyper Bösewicht ist er dennoch nicht, denn auch ihn beschreibt Headley geradezu greifbar und vielschichtig, sodass man sein Handeln – zumindest aus seiner Sicht – nachvollziehen kann. Immer wenn er und Kleopatras Gedanken so in der Geschichte wiedergegeben werden, erhält man einen Einblick in die Gefühlswelt einer Seite in diesem Kampf… und kann sich letztendlich ein Gesamtbild schaffen, dass den Reiz der Handlung ausmacht. Man erkennt deutlich wie konträr die beiden Seiten denken, wie sie, getrieben durch unterschiedliche Motivationen, in einen Krieg geraten, der sie wirklich alles kosten könnte. Da das gesamte Buch nicht bloß aus einer Perspektive erzählt wird, sondern beinahe alle der handelnden Charaktere auch zu Wort kommen, ergibt sich insgesamt ein Überblick über das Geschehen, der für Spannung sorgt, obwohl die Geschichte eher mit dem tragenden Tempo eines historischen Romans erzählt wird. Ein besonderer Reiz war einfach zu lesen, welche Gedanken die Charaktere vorantreibt. Die Hexen und Magier verfolgen eigenständige Ziele, genauso wie der Kaiser, Kleopatra, die Göttin Sachmet und sogar der Historiker Nikolaus von Damaskus, der uns Lesern die Rahmenhandlung für die Geschichte bietet. Unterstützt wird diese vielschichtige (und tiefgängige) Erzählung durch einen außergewöhnlichen Sprachstil, mit dem uns die Autorin immer wieder fasziniert. Mit ihren poetischen Beschreibungen versteht man die Nähe zum historischen Roman, denn man hat beinahe das Gefühl mit den Protagonisten gemeinsam über einen vollen Marktplatz im alten Ägypten zu schreiten, sich im Circus Maximus in Rom zu befinden oder eingeschlossen in einer stickigen Grabkammer zu sein. Insgesamt sehr bildlich und ausgeschmückt wird so eine Atmosphäre geschaffen, die Altertum, Exotik und Mystik verbindet. Eins meiner liebsten Beispiele aus dem Buch möchte ich deshalb kurz zitieren um einen Einblick darein zu verschaffen, was ich damit meine: „Über der Arena flatterte ein blasser Nachtfalter, der vom Licht der Fackeln angezogen wurde. Er drehte sich und streckte seine Fühler aus, stemmte sich gegen die Strömungen des Windes und schwebte frei und voller Verlangen über dem Chaos der Menge.“ (S. 289) Ich könnte in der Tat noch ewig weiter zitieren und auf wundervolle Beschreibungen der wilden Tiere unter der Arena des Circus Maximus hinweisen (S. 183) oder mir unendlich viele weitere Stellen raussuchen – doch was ich eigentlich damit ausdrücken möchte ist, dass Headleys Schreibstil einer der bildhaftesten und verwunschensten ist, die ich bis jetzt kennen lernen durfte. Diese Geschichte braucht keine atemberaubende Spannung von Anfang bis Ende – die Atmosphäre raubt einem auch so schon die Luft. Hinzu kommen Ideen, die sich aus historischen Fakten, alten Mythen und neuen Aspekten zu einer Legende zusammensetzen. Hier betreten Götter die Erde, gehen Menschen in die Unterwelt, wird die Pest zu einem Pfeil, den eine wütende Göttin mit einem goldenen Bogen abschießt und so über die Welt bringt und hier gibt es Frauen, die am Tuch des Schicksals weben können. Geschickt verknüpft die Autorin eine unfassbare Vielfalt – sowohl ihrer Charaktere, als auch der Handlungen – so, dass man beim Lesen das Gefühl bekommt, eine wahrhaftig alte Sage in der Hand zu halten. Die Einleitung, die von Nikolaus von Damaskus bereits wie ein Tatsachenbericht daherkommt, unterstützt dieses Gefühl noch. Gegen Ende ist man richtiggehend enttäuscht, dass jetzt Kleopatras Geschichte aufhört. Zum Glück besänftigt einen das grandiose Ende mit einem filmreifen Abschlusssatz dann soweit, dass man mit einer leichten Gänsehaut das Buch zuklappt und sich diebisch darüber freut, eine solche Perle unter den aktuellen Fantasyromanen gefunden zu haben. Viel erwachsener, ernsthafter, verwunschener, düsterer und einzigartiger als das, was man ansonsten häufig in die Hände bekommt. Keine Geschichte voller Action und Vampire, sondern eine langsame und intensive Erzählung, die es vermag einen in eine Zeit zu versetzen, in der eine starke Frau mit einem außergewöhnlichen Schicksal um ihre Liebe und ihr Land kämpft.

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  • Rezension zu "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

    Die Königin der Unsterblichen
    joshi_82

    joshi_82

    03. June 2011 um 19:32

    Als Alexandria zu fallen droht, führt Kleopatra einen Zauber aus, um die Göttin Sachmet dazu zu bringen, für sie gegen ihre Feinde zu kämpfen und so Alexandria vor den Römern zu retten. Doch der Zauber wird nicht korrekt ausgeführt und Kleopatra verliert ihre Seele an Sachmet. Sie wird zu einem vampirähnlichen unsterblichen Wesen, welches sich von Blut ernähren muss und damit die Göttin Sachmet stärkt. Octavian übernimmt die Macht und lässt Kleopatra begraben, denn sie scheint tot zu sein. Doch Kleopatra kann sich auch ihrem Grab befreien und will nun Rache. Anfangs ist sie noch geschockt von ihrem Blutdurst und versucht diesen zu unterdrücken. Aber lange kann sie diesem Verlangen nicht widerstehen... Dieses Buch basiert auf tatsächlichen historischen Ereignissen, sowie Mythen und der Fantasie der Autorin. Von Kleopatra und der ägyptischen Geschichte war ich schon immer fasziniert, weshalb mich dieses Buch natürlich direkt angesprochen hat. Maria Dahvana Headley entführt den Leser in die Welt Ägyptens und später Rom´s und man fühlt sich wirklich in die Zeit, in der Kleopatra bzw. später Augustus regierte, hineinversetzt. Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass man nicht auf einer Seite steht, wie das sonst oft der Fall ist. Ist man anfangs auf Kleopatra´s Seite, denn eigentlich ist sie ja ein beinahe unschuldiges "Opfer", welches die Folgen ihrer Taten gar nicht einschätzen kann und die zusätzlich auch noch Ägypten an Octavian - welcher sich später Kaiser Augustus nennt und nicht gerade sympathisch rüberkommt - verliert, so kann man sich am Ende des Buches gar nicht mehr für eine Seite entscheiden. Zumindest mir ging es so. Irgendwie wachsen einem im Laufe der Geschichte beinah alle Hauptcharaktäre (bis auf ein paar wenige Ausnahmen) ans Herz bzw. man versteht die Ängste und Sehnsüchte eben jener. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, fesselnd und recht ausführlich (auch wenn die Handlung ab und an Sprünge von mehreren Monaten oder Tagen macht). Trotz der Ausführlichkeit mancher Szenen, sowie historischer Fakten bzw. Mythen, wird dieses Buch einfach nicht langweilig. Fazit: Eine fantastische Mischung aus geschichtlichen Fakten, Mythen und Fantasy und absolut lesenswert.

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  • Rezension zu "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

    Die Königin der Unsterblichen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. June 2011 um 13:34

    VORSICHT: LEICHTE SPOILER Kleopatra von Ägypten hat alles verloren: ihr Land, ihren Mann, ihre Kinder. Alles was bleibt, ist Schmerz und Hass. Hass auf den Mann, der ihr alles genommen hat: Octavian - Augustus. Die Königin beschwört die uralte Göttin Sachmet herauf und geht mit ihr einen tödlichen Handel ein: Kleopatra wird zu einer Kreatur der Dunkelheit, angetrieben von der Zerstörungslust Sachmets. Einerseits strebt sie nach Rache, andererseits versucht sie eine Möglichkeit zu finden, um den Handel rückgängig zu machen... Alles in allem ist "Die Königin der Unsterblichen" ein recht ordentlicher Debütroman. Die Autorin verwebt Historie und Fantasy miteinander. Viele der Figuren sind historisch belegt, einige, sowie auch Teile der Geschichte, sind natürlich frei erfunden. Die Autorin hat gute Arbeit geleistet, vor allem für Fans der ägyptischen, römischen, griechischen und skandinavischen Mythen. Aus all diesen Mythen finden sich Figuren in der Handlung des Romans wieder. Die Geschichte spielt zur Zeit Kleopatras und erzählt eine etwas andere Version ihres und Marcus Antonius' Todes. Die Autorin versucht eine Innensicht in die unterschiedlichen historischen Charaktere zu geben, in Verbindung mit ihrer eigenen, fantastischen Vampirgeschichte. Auch das Thema "Vampir" wird hier etwas anders behandelt als in den meisten Vampir-Romanen: durch die Göttin wird Kleopatra verwandelt, und durch den Verkauf ihrer Seele. Zum Verlauf der Geschichte und dem generellen Inhalt möchte ich nicht zu viel vorweg nehmen. Lest es selbst, wenn ihr Fans ägyptischer Geschichte und Vampire seid. :) Indirekt gibt es natürlich auch eine Liebesgeschichte, eine, die über den Tod hinaus reicht, nämlich die von Kleopatra und Marcus Antonius. Das Einzige, was ich etwas bemängeln möchte - was auch der Grund ist, weshalb das Buch von mir nur 3 Sterne erhält - ist der Spannungsbogen der Geschichte. Die Geschichte verläuft recht gleichmäßig und erst am Ende kommt es zu einer Art Showdown. Mich hat die Geschichte und mein Interesse daran am Lesen gehalten, doch stellenweise kam mir die Geschichte etwas langatmig und langweilig vor. Etwas mehr Spannung hätte nicht geschadet. 3 Sterne für einen soliden Debütroman. Die Autorin hat definitiv Potential zu einer Steigerung und ich werde ihre weitere Schriftstellerkarriere sicher verfolgen!

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