Maria Dries

 3.6 Sterne bei 107 Bewertungen

Lebenslauf von Maria Dries

Maria Dries, in Erlangen geboren, studierte Sozialpädagogik und Betriebswirtschaftslehre. Sie veröffentlichte bereits einige Regionalkrimis, die bevorzugt in der Normandie angesiedelt sind. Zusammen mit ihrer Familie wohnt sie in einem Bauernhaus in der fränkischen Schweiz.

Neue Bücher

Das Grab im Médoc

Erscheint am 07.04.2020 als Taschenbuch bei Aufbau TB. Es ist der 1. Band der Reihe "Bordeaux-Krimi".

Der Kommissar und die Tote von Saint-Georges

 (3)
Neu erschienen am 06.12.2019 als Taschenbuch bei Aufbau TB. Es ist der 10. Band der Reihe "Commissaire Philippe Lagarde / Barfleur".

Der Kommissar und das Rätsel von Biscarrosse: Kommissar Philippe Lagarde 8

 (1)
Neu erschienen am 09.12.2019 als Hörbuch bei Aufbau Verlag.

Alle Bücher von Maria Dries

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Cover des Buches Der Kommissar von Barfleur (ISBN:9783746630779)

Der Kommissar von Barfleur

 (18)
Erschienen am 07.11.2014
Cover des Buches Der Kommissar und der Tote von Gonneville (ISBN:9783746632605)

Der Kommissar und der Tote von Gonneville

 (11)
Erschienen am 05.12.2016
Cover des Buches Der Kommissar und die Morde von Verdon (ISBN:9783746633268)

Der Kommissar und die Morde von Verdon

 (11)
Erschienen am 17.05.2017
Cover des Buches Die schöne Tote von Barfleur (ISBN:9783746631394)

Die schöne Tote von Barfleur

 (8)
Erschienen am 18.05.2015
Cover des Buches Der Kommissar und das Biest von Marcouf (ISBN:9783746634531)

Der Kommissar und das Biest von Marcouf

 (8)
Erschienen am 07.12.2018

Neue Rezensionen zu Maria Dries

Neu

DER RABE UND DIE ALTEN FRAUEN...

Philippe Lagarde, Lebenskünstler und Kommissar im Ruhestand, wird von einer jungen Frau aufgesucht, die behauptet, der Tod ihrer Großmutter vor fünf Jahren sei kein Unfall gewesen, sondern Mord. Sie habe einen Mann beobachtet, der fluchtartig das Haus verließ, nur habe ihr niemand geglaubt. Lagardes Interesse ist geweckt – vor allem, als sich wenig später eine ähnliche Tragödie wiederholt. Eine alte Frau stürzt mitten in der Nacht die Treppe hinunter – offenbar wurde sie vorher betäubt. Bald weiß Lagarde, dass er auf der richtigen Spur ist. 

Die Bände der Serie um Kommissar Lagarde höre ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit nicht in der chronologischen Reihenfolge, sondern querbeet. Dies ist aber kein Problem, da die Fälle in sich abgeschlossen sind, es kaum einmal einen Verweis auf einen vorherigen Band gibt und auch die Charaktere sich im Grunde nicht weiterentwickeln. Dies nur vorweg für alle, die Lust haben, mal in die Reihe hineinzuhören. 

Philippe Lagarde wird diesmal in einem Bistro von einem jungen Mädchen und ihrem Bruder angesprochen: sie bitten ihn, den Fall ihrer vor fünf Jahren verstorbenen Großmutter aufzuklären - dafür sind sie bereit, den Inhalt ihres Sparschweins zu opfern. Entgegen des Urteils der ortsansässigen Polizei, dass es sich bei dem Tod der Großmutter um einen Unfall handelte, behaupten die Kinder, am Tatort einen Mann weglaufen gesehen zu haben, der wie ein Rabe aussah. 

Der pensionierte Kommissar nimmt natürlich kein Geld von den Kindern, begibt sich aber - anfangs skeptisch - auf die Suche nach möglichen Anhaltspunkten. Doch erst als eine weitere alte Frau unter ähnlichen Umständen wie die Großmutter der Kinder zu Tode kommt, erwacht das Interesse Lagardes vollständig. Was hatten die beiden Toten gemeinsam? Wurde beim ersten Fall etwas übersehen? Und gibt es noch weitere Fälle, die den beiden ähneln?

Viele Fragen, denen Lagarde und seine Kollegen vor Ort nachgehen müssen. Parallel zu den Ermittlungen gibt es immer wieder Szenen, die dem Täter gewidmet sind. Ebenso wie die Ermittler weiß auch der Hörer recht früh, um wen es sich dabei handelt. Und auch das Motiv scheint zumindest für den eingefleischten Krimikenner nicht sonderlich schwer zu erraten. Das Problem ist, dass der Täter verschwunden ist und niemand zu wissen scheint, wo in Frankreich er sich nun gerade aufhält - und ob er schon seine nächste Tat plant...

Die Jagd nach dem Täter erscheint abwechslungsreich und führt Lagarde und seine Helfer an einige sehr schöne Plätze an der Küste entlang. Doch für meinen Gschmack gab es hier letztlich zu viele Sackgassen, so dass die Handlung im Verlauf doch einige langatmige Passagen aufwies. Auch gerieten die ansonsten beeindruckenden Landschaftsschilderungen teilweise etwas uferlos, was mich beim Hören doch einige Male abschweifen ließ.

Wie gewohnt, gibt es auch diesmal wieder Einblicke in das französiche 'savoir vivre', und wer Meeresfrüchte liebt, wird hier bei der Schilderung der diversen kulinarischen Köstlichkeiten auf seine Kosten kommen. Maria Dries hält diese Schilderungen im vorliegenden Band aber in einer guten Waage, so dass das Privatleben Lagardes zwar einfließt, aber keine dominante Rolle spielt.

Alles in allem eine angenehme Krmiunterhaltung, die mit der Schilderung schöner Landschaften, kulinarischer Leckerbissen und ein wenig Spannung als Würze einen Mix bietet, der sich hören lassen kann. Die Stimme von Bernd Reheuser passt zu der Vorstellung des Hauptcharakters, und entsprechend unaufgeregt erscheint auch sein Vortrag (ungekürzte Hörbuchfassung: 7 Stunden und 46 Minuten).

Ich bleibe weiter neugierig auf andere Folgen der Reihe!


© Parden


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Bisher gehört in der Reihe um Kommissar Lagarde:

Band 4: Der Kommissar und der Mörder vom Cap de la Hague

Band 8: Der Kommissar und das Rätsel von Biscarrosse

Band 9: Der Kommissar und das Biest von Marcouf

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Rezension zu "Der Kommissar und das Biest von Marcouf: Kommissar Philippe Lagarde 9" von Maria Dries

Picknick des Todes...
pardenvor 20 Tagen

PICKNICK DES TODES...

Auf der einsamen Vogelinsel Île de Terre wird ein ermordetes Liebespaar aufgefunden. Jemand hat ihnen die Kehlen durchgeschnitten und mit dem Blut der Opfer eine Botschaft hinterlassen. Commissaire Philippe Lagarde tappt im Dunkeln, jede Spur scheint ins Leere zu führen. Kurz darauf werden zwei skelettierte Leichen gefunden. Auch an diesem Tatort entdecken die Ermittler eine zynische Botschaft des Mörders. Als ein weiteres Liebespaar plötzlich nicht mehr erreichbar ist, muss der Commissaire sich fragen: Ist er auf der Jagd nach einem Serienmörder? 

Der Tod der lokalen Bürgermeisterin erschüttert das ganze Dorf. Pikant ist nur, dass sie nackt ermordet wurde, gemeinsam mit ihrem heimlichen Liebhaber auf der abgelegenen Vogelinsel vor der Küste, inmitten eines Picknicks in freier Natur. Aufgrund des personellen Engpasses bei der Polizei wird Kommissar Philippe Lagarde einmal mehr aus seinem Ruhestand gerufen, um mit seiner langjährigen Erfahrung möglichst schnell  einen Ermittlungserfolg zu erzielen.

Die unerfahrene Gendarmin Annie Lucas soll Lagarde in Sainte-Mère-Eglise in seinen Ermittlungen unterstützen. Die Befragungen der in Frage kommenden Täter gestalten sich recht langatmig und werden unterbrochen durch einen weiteren makabren Fund. Wieder ein nacktes Liebespaar, abgelegen in freier Natur, die Spuren eines Picknicks noch ersichtlich. Doch diese Leichen sind bereits reichlich verwest bzw. mumifiziert. Was haben die beiden toten Liebespaare nur miteinander zu tun?!

Trotz der politischen Brisanz (immerhin eine tote Bürgermeisterin) und dem angeblichen Druck der Medien (abesehen von einer Pressekonferenz wird hier nichts Konkretes geschildert) lässt es Lagarde für meinen Geschmack recht gemächlich angehen. Die Mittagspause erstreckt sich zuverlässig über mehrere Gänge eines vollständigen Menüs, begleitet von passenden Getränken, und auch abends wird viel Wert gelegt auf kulinarische Leckerbissen.

Einerseits macht dies natürlich das Flair dieser Krimiserie aus, andererseits geraten die Prioritäten dadurch für mich zuweilen doch in eine Schieflage. Kommt Zeit, kommt Rat, könnte das Credo der Ermittlungen von Philippe Lagarde sein. Verbunden mit den zahlreichen beeindruckenden Landschaftsschilderungen wirken die Mordfälle dadurch eher wie ein lästiger Störfaktor, den man irgendwie wieder loswerden muss.

Die Auflösung des Falls empfand ich dann zwar als überraschend, aber doch auch als arg konstruiert. Das Motiv des Täters war für mich nicht wirklich nachvollziehbar, insofern blieb mir am Ende nur ein ernüchtertes: 'Hm...'

Die Autorin hat hier einen netten Wohlfühlkrimi geschrieben, der mit einigen Wendungen zu überraschen weiß, der es mit der Spannung aber nicht gerade übertreibt. Die Stimme von Bernd Reheuser passt zu der Vorstellung des Hauptcharakters, und entsprechend unaufgeregt erscheint auch sein Vortrag (ungekürzte Hörbuchfassung: 7 Stunden und 21 Minuten).

Ich bleibe aber weiter neugierig auf andere Folgen der Reihe!


© Parden

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Rezension zu "Der Kommissar und das Rätsel von Biscarrosse: Kommissar Philippe Lagarde 8" von Maria Dries

Krimiunterhaltung mit Urlaubsflair...
pardenvor einem Monat

KRIMIUNTERHALTUNG MIT URLAUBSFLAIR...

Das alte Ehepaar Delcroix wird grausam erschlagen aufgefunden. Zuerst sieht alles nach einem Raubüberfall aus. Doch warum wurden einige wertvolle Gegenstände im Haus zurückgelassen? Philippe Lagarde soll der Sache auf den Grund gehen. Diesmal betrifft ihn der Todesfall auch persönlich, denn das Mordopfer war jahrelang ein Mentor für ihn, und sie standen sich nahe. Hat Bertrand Delcroix etwas beobachtet, wofür er sterben musste? Bei seinen Ermittlungen stößt Philippe Lagarde auf ungeahnte Abgründe – und bald gibt es eine weitere Leiche. 

Eines gleich vorweg: mit Band 8 in diese Krimireihe zu starten so wie ich ist tatsächlich überhaupt kein Problem. Man bekommt zu keinem Zeitpunkt das Gefühl fehlender Vorinformationen oder eines reduzierten Zugangs zum Hauptcharakter. Das fand ich doch sehr positiv.

Zwar startet der Krimi recht fulminant mit der ausführlichen Beschreibung der brutalen Tat, doch schon bald entwickelt sich das Geschehen in die erwartete Richtung eines Wohlfühlkrimis. Der beeindruckenden Landschaft rund um Arcachon wird hier ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt wie den kulinarischen Leckerbissen, die die Region zu bieten hat - und so manches Mal lief mir beim Hören das Wasser im Mund zusammen.

Nebenbei wird natürlich auch ermittelt, und nach anfänglichen zahllosen Fragezeichen ergeben sich bald schon fast zu viele Spuren und mögliche Verdächtige. Bertrand Delcroix war beispielsweise gerade dabei, ein Buch zu schreiben über Prominente, denen er im Laufe seines Berufslebens als Polizist über den Weg gelaufen ist, denen er aber trotz zahlreicher Indizien hinsichtlich illegalen Handelns nicht zu nahe treten durfte. Nun wollte er die Fakten offenlegen und hätte sich dadurch sicher den ein oder anderen zum Feind gemacht.

Aber auch die Familie des brutal hingerichteten Ehepaars bietet erstaunlich viele Motive für die Tat. Die Exfrau Bertrands beispielsweise, die immer noch nicht ertragen kann, dass Madeleine ihr ihren Mann ausgespannt hat; Bertrands Enkel Leon, dessen ständige Geldforderungen sein Großvater ihm zuletzt verweigert hat; Madeleines Bruder, der in seiner prekären Lage von seiner Schwester nicht unterstützt wurde; oder auch die Tochter des Ehepaars, die aufgrund psychischer Probleme in einem Heim leben muss - die Fassade der heilen Welt der gut betuchten Familie Delcroix bröckelt gewaltig.

Kommissar Philippe Lagarde, der zu dem Fall hinzugerufen wurde, leitet jedenfalls die Ermittlungen und arrangiert sich dabei problemlos mit der ortsansässigen Polizei. Trotz seiner langjährigen Freundschaft zu Bertrand Delcroix gilt er in dem Fall nicht als befangen, und tatsächlich kommt ihm seine Erfahrung und Routine als Ermittler dabei sehr zupass. Er behält stets einen kühlen Kopf und versteht es, die Kollegen vor Ort bei Laune zu halten und sie ihren Fähigkeiten entsprechend einzusetzen.

Die Autorin hat hier einen netten Krimi mit Urlaubsflair geschaffen, der mit zahlreichen Wendungen zu überraschen weiß, der es mit der Spannung aber auch nicht übertreibt. Die Stimme von Bernd Reheuser passt zu der Vorstellung des Hauptcharakters, und entsprechend unaufgeregt erscheint auch sein Vortrag (ungekürzte Hörbuchfassung: 7 Stunden und 23 Minuten).

Alles in allem eine angenehme Krmiunterhaltung, die mit der Schilderung schöner Landschaften, kulinarischer Leckerbissen und ein wenig Spannung als Würze einen Mix bietet, der sich hören lassen kann.

Ich bin jedenfalls neugierig geworden auf weitere Folgen dieser Reihe!


© Parden

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