Maria Dries Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel

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Inhaltsangabe zu „Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel“ von Maria Dries

Geheimnisvolle Normandie

Philippe Lagarde aus Barfleur, als Kommissar eigentlich längst im Ruhestand, erhält einen Spezialauftrag. Ein junger Mann aus besten Kreisen wurde erstochen im Ferienhaus seiner Familie aufgefunden. Auf dem Film der Überwachungskamera ist ein Mönch zu sehen. Der Mord wurde mit einem Dolch der Templer begangen, und auf der Leiche lag eine weiße Christrose. Schnell findet Lagarde heraus, dass der Tote zur Gewalt gegen Frauen neigte. Aber wo genau ist das Motiv?

Commissaire Lagarde ermittelt – ein spannender Kriminalroman mit besonderem Flair

Ein Normandie-Reiseführer mit einer Prise Krimi. Stimmungsvoll, aber nicht sonderlich spannend.

— Caillean79

Ein Ausflug auf den Mont Saint Michel mit Krimieinlage.

— Bibliomarie

Spannend!

— talisha

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  • Stimmungsvoll, aber mehr Reiseführer als Krimi

    Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel

    Caillean79

    27. March 2016 um 21:02

    Das mit dem Foto des Mont Saint Michel stimmungsvoll gestaltete Cover sagt viel über das Buch aus. Denn der Leser lernt viel über den sagenumwobenen Berg an der Küste der Normandie, über seine Geschichte und die der umliegenden Städte und Dörfer. Soweit so gut. Nebenher wird – zugegebnermaßen sehr beschaulich – ein Kriminalroman erzählt. Der fügt sich etwas unspektakulär in die pittoreske Landschaft ein und wird mit viel Nebel, einer Springflut und weiteren mystischen Elementen zu einem Fall über einen sonderbaren Geheimbund aufgebauscht. Ich muss leider aufgebauscht sagen, denn über den Orden, der die Hauptrolle in der Kriminalhandlung spielt, erfährt man nicht so viel, wie man erwarten würde. Nach all den kleinen Kritikpunkten kann ich aber nicht sagen, dass das Buch schlecht wäre. Nein, denn schon aufgrund der detaillierten Landschaftsbeschreibungen und der sehr appetitanregenden Beschreibungen der guten Küche der Normandie behält man den Roman in guter Erinnerung. Man muss sich eben nur bewusst sein, dass es hier mehr um französische Lebensart als um einen ausgefeilten, wendungsreichen Spannungsroman geht. Kommissar Lagarde ist auf jeden Fall ein Mensch nach meinem Geschmack – den Freuden des Lebens zugetan, zur Abwechslung mal nicht emotional krisengebeutelt und depressiv, sondern frisch verliebt in eine Gourmetköchin. Diese positive Ausstrahlung trägt ihn und auch die Leserschaft souverän durch den Kriminalfall und man begleitet ihn gern bei seinen Ermittlungen (und auch gern zum Dämmerschoppen ins allabendlich gut gefüllte Dorfrestaurant). Für Freunde der typisch französischen l’art de vivre ein sehr empfehlenswerter Schmöker. Diejenigen, die einen temporeichen und spannungsgeladenen Krimi erwarten, sollten aber lieber die Finger davon lassen.

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  • Philippe Lagarde und der geheimnisvolle Mönch

    Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel

    Bibliomarie

    04. March 2016 um 13:05

    Kommissar Lagarde, nach einer Schussverletzung als Ausbilder bei der Polizei tätig, trifft auf einer Tagung einen alten Kollegen, der - da gesundheitlich stark angeschlagen – um tätige Mithilfe bei einem komplizierten Mordfall bittet. Der Sohn sehr vermögender Eltern, die mehrere Immobilien auf dem legendären Mont Saint Michel besitzen, wurde erstochen. Der Dolch ist ein antikes Stück, wie es die Kreuzritter bei sich trugen. Bei der Leiche findet sich eine Christrose, das Symbol der geheimen Bruderschaft vom Christrosenorden. Dieser Orden sucht nicht nach dem Gral, die suchen nach dem sagenhaften Schwert des Erzengels Michael, das sich hier am Mont St. Michel befinden soll. Der Fall ist nicht einfach, die Familie de la Fontaine hat jede Menge Feinde, da sie bei geschäftlichen Dingen rücksichtslos handeln und Konkurrenten ganz gezielt schädigen. Leandro, das Opfer ist ein verwöhnter Knabe, der sich vor allem durch Jähzorn und Gewalt gegen Frauen auszeichnet. Es gibt also eine Menge Verdächtige für Philippe Lagarde, denen er auf den Zahn fühlen muss. Seit einiger Zeit gibt es sehr erfolgreiche deutsche Kriminalromane, die an malerischen Küsten oder touristischen Highlights spielen. Die Schilderungen von Landschaft, Gebäuden, geschichtlichen Ereignissen und natürlich der kulinarischen Besonderheiten nehmen in diesen Romanen einen sehr breiten Platz ein. So nützt die Autorin Restaurantbesuche gern zur Erläuterung von Kochrezepten und der Besonderheit der regionalen Produkte, genauso  wie sie gern in die Geschichte der Städte und Ortschaften abschweift. Für Leser, die die Landschaft kennen und lieben ist das wie eine Wiederholung der Reise und trägt sicher auch zum Erfolg dieser Krimis bei.   Die Handlung ist amüsant, flott und ohne große Aufregung erzählt, die malerisch-geheimnisvollen Nebenhandlungen bringen Farbe in den Krimi. Die Figuren erfüllen allesamt alle Klischees, es wird ständig Champagner getrunken, gut gegessen und geflirtet. Was natürlich auf der Hand liegt, ist doch Philippe Lagarde ein Bild von einem Mann, dazu mit geradezu altmodischer Noblesse und Höflichkeit ausgestattet. Dem Leser sind die Zusammenhänge und der Täter schon viel eher klar,  - die mehr als deutlichen Hinweise hat nur Philippe Lagarde nicht gesehen -  deshalb flacht natürlich die Spannung zum Schluss etwas ab Wer gerne nochmal die Stimmung eines stürmischen Tags auf dem Mont St Michel erleben möchte und die Küsten der Normandie bereisen möchte, ist mit diesem Krimi bestens bedient und unterhalten.

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