Maria Ernestam Das verborgene Haus

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Inhaltsangabe zu „Das verborgene Haus“ von Maria Ernestam

Ein Sommerhaus in Schweden – und ein Neubeginn am Meer Die Literaturdozentin Viola reist mit ihrem Mann Axel, einem Rechtsanwalt, und ihren beiden Töchtern nach Südschweden ins Sommerhaus. Doch auf der Ferienidylle liegt ein Schatten: Axel, der erst vor kurzem von einer schweren Krankheit genesen ist, verhält sich seltsam gereizt. Viola hat das Gefühl, dass er ihr etwas verschweigt. Sie sucht Zuflucht in der Begegnung mit der 90-jährigen Lea, die – einst Missionarin in China – Viola nach und nach ihre unglaubliche Familiengeschichte offenbart. Je näher sich die beiden Frauen kommen, desto weiter scheint sich Violas Mann von ihr zu entfernen. Bis etwas geschieht, das Viola vor eine schwere Entscheidung stellt …

Nichtssagend und extrem langweilig!

— DarkReader
DarkReader

Lange Geschichte ohne Spannung, keine Entwicklung der Charaktere... Nicht gut gelungen

— MamaSandra
MamaSandra

War nicht wirklich mein Fall

— LionsAngel
LionsAngel

Dieser Roman und ich sind keine Freunde geworden. Nach 150 Seiten habe ich abgebrochen.

— Kelo24
Kelo24

Man sollte Zeit für diesen Roman mitbringen, da er ziehmlich viele Handlungsstränge miteinander verbindet.

— Kasi72
Kasi72

Fazit: Ein durchaus unterhaltsamer Roman mit einigen Längen und warmherzig beschriebenen Charakteren. Jedoch stören die kleinen Geschichten, die immer wieder mit eingeflochten werden erheblich den Lesefluss und das Verhalten der Protagonistin war für mich nicht immer nachvollziehbar.

— Bellexr
Bellexr

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  • Ich habe mich schon lange nicht mehr so gelangweilt

    Das verborgene Haus
    DarkReader

    DarkReader

    05. May 2017 um 00:24

    Wir leben in einem Haus mit 21 Mietparteien und haben in der Eingangshalle eine Mini-Bücherei für die Mieter. Dort fand ich dieses Buch und ich dachte, das wäre etwas für mich. Leider irrte ich mich, denn von Anfang an war das Buch langweilig und völlig nichtssagend.Der Schreibstil war gut, allerdings fand ich zu keiner Zeit Zugang zu den handelnden Personen, sie blieben genau so blass und konturlos wie das ganze Buch. Die Story war in keiner Weise interessant und auch Spannung kam nicht auf. Auch von Gefühlen konnte keine Rede sein, obwohl sich das Ehepaar, um das es hier geht, in einer schweren Krise ihre Beziehung betreffend, befand.Ihr Umgang miteinander ist schlichtweg als haarsträubend zu bezeichnen. Eine völlig fremde Person wird zum Dreh- und Angelpunkt für die Protagonistin, ihr erzählt sie von ihren Schwierigkeiten zu Hause.Ich habe schon lange nicht mehr eine so krude Geschichte gelesen und ich wünschte, ich hätte es gelassen. Schade um die vertane Zeit!

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  • "Das verborgene Haus" - erzählt eine lange Geschichte ohne Spannung , weitab vom Titel

    Das verborgene Haus
    MamaSandra

    MamaSandra

    15. February 2016 um 11:27

    Ich habe dieses Buch im Laden als Mängelexemplar entdeckt und gekauft, da der Titel viel versprach. Über den normalen Buchpreis hätte ich mich wohl sehr geärgert im Nachhinein! Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil , manchmal etwas zu blumig, aber oftmals auch einfach Wörter aneinander gereiht, schlicht und einfach auf den Punkt gebracht. Es war ein steter Wechsel, nur selten fand ich das störend beim Lesen, eher interessant. Die Geschichte an sich war allerdings mehr als langweilig. Ich lese ein Buch immer bis zum Schluss, weil man es dem Autor schuldig ist und immer noch eine reizende Wendung erhofft. Aber bei diesem Buch hatte ich so stark wie noch nie das Verlangen, es beiseite zu legen. Da habe ich in der Mitte ohne Bedenken 3-4 Kapitel übersprungen und siehe da - es hatte sich nichts sonderlich weiter entwickelt und ich konnte problemlos den Schluss lesen. Normalerweise bereut man doch Kapitelsprünge, da man etwas wichtiges in der Handlung verpasst - hier definitiv nicht. Die Charaktere waren schnell beschrieben, die Sympathien verteilt. Einzig spannend war, wie es ausgeht ; ob Viola und Axel zusammen bleiben. Alles andere entwickelte sich einfach nicht. Für mich kam keine richtige Spur in die Geschichte, dass ich wusste warum ich das Buch eigentlich lese. Die Geschichten von Lea, die zwischen die Kapitel geschoben wurde, waren für mich nicht spannend, sondern fremd und störend. Der Schreibstil, die "Nachricht" der Geschichten passten nicht in das Buch. Es war völlig deplaziert diesen anderen Schreibstil mitten rein zu "werfen". Auch wenn jede Geschichte in gewisser Weise einen historischen und reelen Hintergrund haben aus Leas Leben. Ich habe bis zum Schluss nicht ganz verstanden was Leas Geschichten mit der angeschlagenen Ehe von Viola und Axel zu tun haben. Zwei völlig andere Leben, die so unterschiedlich verlaufen (sind) - außer dass man sich Gedanken um die eine große Liebe macht. Vielleicht fehlte mir auch der nötige Sinn für dieses Buch, um es zu verstehen. Ich empfand das Buch als sehr langweilig. Es ließ sich trotz guten Schreibstil der Autorin schleppend lesen, man war immer versucht Seiten grob zu überfliegen und wie gesagt ganze Kapitel zu überspringen. Der Titel hat rein gar nichts mit der Geschichte zu tun. Eine vermeintlich spannende Familiengeschichte wird erzählt, jedoch nicht so eine, die der Käufer sich erhofft. Es entsteht keine Spannung, keine Neugierde wird geweckt. Jeden Tag findet man Axel unsympathisch und Viola als "schwache" Frau. Die Charaktere entwickeln sich nicht weiter. Für 8,99 / 9,99 € würde ich es nicht kaufen/hätte ich es nicht gekauft. Wer es mal billiger entdeckt, kann sich selbst ein Bild machen. Ich persönlich kann es nicht weiter empfehlen - aber es ist alles Geschmackssache.

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  • Anders als erwartet...

    Das verborgene Haus
    Dunkelblau

    Dunkelblau

    14. April 2013 um 11:32

    Die Literaturdozentin Viloa reist mit ihrem Man Axel und den beiden Töchtern in eine Sommerhaus nach Schweden. Dort wollen Sie ihren Familienurlaub verbringen und gleichzeitig auch in der Nähe des Pflegeheims von Axels Mutter sein, die an Alzheimer erkrankt ist. Auch Axel hat eine schwere Krankheit hinter sich und verhält sich seitdem sehr launisch und herrisch gegenüber seiner Familie. Das Verhalten von Axel konnte ich nur schwer ertragen und habe öfter gedacht „Verdammt Viloa, lass dir das nicht gefallen, tut etwas!“ Viloa flüchtet sich aber immer öfter in die Treffen mit der 90-jährigen Lea, die ebenfalls im Heim ihrer Schwiegermutter untergebracht ist. Die Gespräche mit ihr halten Viloa über Wasser und schließlich übergibt Lea ihr eine Mappe mit Geschichten aus ihrem Leben als Missionarin in China. Diese Erzählungen aus der Vergangenheit werden immer wieder in das Buch eingeflochten und so Leas Lebensgeschichte erzählt. So richtig einordnen kann ich diese Buch nicht. Das Cover ließ mich eigentlich eine eher seichte Familiengeschichte erwarten und der Klappentext hat auch nicht so viel verraten. Die Geschichten aus Leas Leben sind aber auch keine romantischen Auswandererepisoden vor exotischer Kulissen sondern harte Schicksalsschläge. Ich denke zwischen den Zeilen kann hier jeder Leser etwas aus dem Buch für sich mitnehmen!

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    Phini

    Phini

    04. March 2013 um 10:25

    Inhalt Literaturdozentin Viola hat das Gefühl, dass ihr Mann Axel ihr etwas verschweigt. Im Urlaub lernt Viola die 90-jährige Lea kennen, die ihr ihre unglaubliche Familiengeschichte offenbart. Je näher sich die beiden Frauen kommen, desto weiter scheint sich Violas Mann von ihr zu entfernen. Autorin Maria Ernestam, geboren 1959, begann ihre Laufbahn als Journalistin. In Schweden sind mittlerweile drei hoch gelobte Romane von ihr erschienen. Maria Ernestam lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Stockholm. Meine Meinung Mir hat das Cover sehr gut gefallen. Dieses ist sehr einladend gestaltet. Aber das war's dann auch schon. Die Geschichte an sich war uninteressant und hielt wenige Überraschungen bereit. Ich hatte auch große Probleme mit dem Schreibstil und der Erzählweise der Ich-Erzählerin. Der Roman ist aus Sicht der Hauptperson Viola geschrieben. Vermutlich soll dadurch eine Bindung zu diesem Charakter aufgebaut werden, aber diese ist bei mir einfach nicht entstanden. Einige Gedankengänge waren für mich unschlüssig und wirkten teilweise auch unfertig gedacht. Zwischendrin werden einige Kurzgeschichten vorgestellt, die m. E. den Erzählfluss noch zusätzlich stören. Ich konnte damit nicht viel anfangen, auch mit den Gedichtzeilen bin ich nicht klar gekommen. Ich habe diese nicht verstanden und mich zu sehr damit aufgehalten, was diese bedeuten sollen und warum diese genau an dieser Stelle zitiert werden. Der Titel des Romans hat überhaupt nichts mit dem Inhalt zu tun - sehr irre führend. Fazit Ich würde dieses Buch nicht weiterempfehlen. Die Story an sich ist eigentlich "leichte Kost", aber sehr schwer zu lesen.

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  • Leserunde zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    BTB_Verlag

    BTB_Verlag

    Im April erschien Maria Ernestams Roman "Das verborgene Haus" bei btb im Taschenbuch. Das Buch schaffte es auf Anhieb auf die Spiegel-Bestsellerliste im Taschenbuch und hält sich dort bereits in der siebten Woche. Aus diesem Anlass startet der btb Verlag eine Leserunde zu "Das verborgene Haus" und die Autorin hat sich bereit erklärt, die Leserunde zu begleiten. Maria Ernestam ist Schwedin, spricht aber fließend Deutsch und freut sich, eure Fragen zu beantworten. Bis zum 7. Juni für eines von 10 Leseexemplaren bewerben. Starten würde die Leserunde dann um den 21. Juni herum, wenn alle ihre Bücher haben. Maria Ernestam beantwortet eure Fragen vom 21. Juni bis 28. Juni.

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    Haveny

    Haveny

    17. February 2013 um 00:01

    Inhalt: Viola will die Osterferien mit ihrem Mann Axel und ihren beiden Töchtern Linn und Tora in einem Sommerhaus in Südschweden verbringen, da dort auch Axels an Demenz erkrankte Mutter seit kurzem in einer Pflegeeinrichtung wohnt. Dabei sind ihre beiden Töchter von dieser Idee nicht so angetan, da sie sich schon zu sehr auf den eigentlich geplanten Italienurlaub gefreut haben. Doch im Sommerhaus angekommen wird alles anders als sich das die Familie vorgestellt hat. Axel, der erst vor kurzem von einer schweren Krankheit genesen ist, ist ständig gereizt und verhält sich nicht gerade wie ein Gentleman. Und außerdem hat Viola die ganze Zeit das Gefühl, dass er Geheimnisse vor ihr hat. Doch dann lernt sie Lea kennen, die wie ihre Schwiegermutter in der Pflegeeinrichtung lebt und sie mit ihren Geschichten in den Bann zieht und zum Nachdenken bringt: Hat das mit Axel und ihr noch einen Sinn? Meine Meinung: Der Leser bekommt die Geschichte aus Violas Sicht geschildert und kann sich so gut in sie hineinversetzen, da man ja die ganze Zeit sozusagen "hautnah" am Geschehen ist und sowohl ihre Gedanken, als auch ihre Gefühle mitverfolgen kann. Ich hätte anfangs nicht erwartet, dass dieses Buch so traurig ist. Irgendwie ging es mir beim Lesen teilweise wirklich so, dass ich, wenn ich das Buch dann weggelegt hatte, richtig nachdenklich und deprimiert war. Der Schreibstil der Autorin ließ sich sehr gut lesen und sie brachte die Gefühle von Viola auch wirklich gut herüber (was vielleicht auch zu meinem Deprimiert-Sein beitrug). Allerdings waren mir manche Stellen dennoch etwas zu langatmig und ich konnte mir nur denken: Wann ist das endlich vorbei?! Jedoch überwogen die Stellen an denen nicht mal ich etwas zu meckern hatte :) Dieses Buch handelt größtenteils von Violas Leben und ihren Erlebnissen in Südschweden, jedoch würzt die Autorin dies mit einzelnen Kurzgeschichten, die sie ihre Protagonistin lesen lässt und die immer von etwas handeln, dass Viola zum Grübeln bringt. Bei diesen Kurzgeschichten muss ich leider sagen, dass die Autorin es etwas zu gut mit dem Leser gemeint hat und das Buch dadurch sozusagen etwas versalzen hat. Denn auch, wenn es einzeln gelesen sehr schöne Geschichten gewesen wären, so haben sie mich in diesem Buch nur gestört und meinen Lesefluss unterbrochen. Denn gerade wenn man wissen wollte wie es denn nun mit Viola und Axel weitergeht, kam eine dieser Geschichten. Für mich war das dann auch kein Cliffhanger mehr, der mich nur noch mehr angetrieben hat weiterzulesen, sondern ich habe das Buch teilweise wirklich weggelegt und mir gedacht, dass ich diese Geschichte einfach nicht lesen will. Diese Geschichten haben mir also manchmal wirklich die Lust am Lesen genommen, was ich persönlich ziemlich schade fand. Zu guter letzt will ich noch anmerken, dass ich auch mit dem Schluss nicht so ganz zufrieden war. Natürlich will ich nun nichts verraten, aber so viel muss ich einfach sagen: Er ist ziemlich offen und rundet für mich diese Geschichte einfach nicht völlig ab. Mein Fazit: Alles in allem hat mir das Buch schon gefallen (mal von den Kurzgeschichten abgesehen) auch wenn ich in meiner Rezension einige Minuspunkte aufgeführt habe. Deshalb bekommt das Buch 3 Sterne von mir, aber leider nicht mehr.

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    schlumeline

    schlumeline

    02. February 2013 um 16:28

    Viola, ihr Mann Axel und die zwei gemeinsamen Töchter reisen nach Südschweden, ans Meer. Das eigentliche Ziel Italien wurde von Axel verworfen, denn ganz in der Nähe des schwedischen Sommerhauses ist seine Mutter in einem Altenheim untergebracht und so kann der Urlaub mit Besuchen bei der Mutter verbunden werden. Axel selbst ist nach einer langen Erkrankung wieder genesen und man merkt bereits zu Beginn der Geschichte, dass in der Familie eine bedrückende Stimmung herrscht. Axel ist oft launisch, unbeherrscht und scheint Dinge zu verschweigen. Viola ist unglücklich und fühlt sich unverstanden, aber ihrer Familie dennoch irgendwie verpflichtet. Im Altenheim lernt Viola Linnea, kurz Lea genannt, kennen, eine ältere Dame, mit der sich Viola auf Anhieb versteht. Lea merkt schnell, dass Viola Probleme hat und überreicht ihr Aufzeichnungen, Geschichten aus ihrem eigenen Leben, welches sie zu einem großen Teil in China verbracht hat. Viola ist von diesen Aufzeichnungen fasziniert und taucht immer wieder in diese Erzählungen ein. Die Autorin Maria Ernestam verbindet in ihrem Buch die eigentlich Handlung rund um Violas Familie mit den Erzählungen aus Leas Vergangenheit. So wird die eigentliche Geschichte immer wieder durch einzelne Anekdoten unterbrochen. Die kleinen Geschichten stehen jedoch mit der Haupthandlung nicht in einer direkten Verbindung. Manchem Leser mag das gefallen, für sich betrachtet sind diese Erzählungen auch wirklich wundervoll, sie stören aber insgesamt gesehen die eigentliche Handlung und damit den Lesefluss. Bis auf die Tatsache, dass Lea und ihre Geschichten in Viola vermutlich etwas wachrütteln und der Anstoß dafür sind, dass die junge Frau ihr Leben verändert, bewirken sie nicht viel. Der interessanteste Charakter im ganzen Buch ist eigentlich Linnea. Sie hat ein erfülltes Leben hinter sich und strahlt eine unheimliche Selbstsicherheit und Wärme aus. Dennoch habe ich mir von der Beziehung zwischen ihr und Viola mehr versprochen, hatte während des Lesens eine ganz andere Erwartung. Der Titel und das Cover des Buches sowie der Klappentext lassen eigentlich eine ganz andere Geschichte vermuten. Umso verwundeter mag der Leser sein, der hier eine wirklich melancholische, traurige Geschichte präsentiert bekommt.

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    josi2011

    josi2011

    11. July 2012 um 15:47

    In den Osterferien fahren Viola, ihr Mann Axel und die gemeinsamen Töchter nach Schweden in ein Sommerhaus. Ursprünglich war eine Reise nach Italien vorgesehen, aber Axel hat für alle umdisponiert. Er war noch vor kurzem schwer krank und möchte sich weiter erholen. Außerdem ist seine demenzkranke Mutter in einer Pflegeeinrichtung ganz in der Nähe untergebracht. Schnell wird klar, dass die Ehe auf dem Prüfstand steht. Als die beiden Axels Mutter besuchen, lernt Viola Lea kennen, die sie mit ihren Geschichten in eine andere Welt entführt und ihr neuen Lebensmut gibt. Mir hat das ruhige, aber dennoch eindringlich erzählte Buch von Maria Ernestam sehr gut gefallen. Eine gewisse Melancholie ist auf den Seiten durchgehend spürbar. Sei es bei der Geschichte um Viola, sei es aber auch bei den Geschichten von Lea. Gefühlvoll und tiefgründig zeichnet sie die Problematik in dem Eheleben von Viola und Axel auf. Die einzelnen Charaktere finde ich sehr gut heraus gearbeitet und authentisch. Viola konnte man teilweise nicht verstehen. Sie ist eigentlich eine starke Frau, ordnet sich aber zu stark Axel unter. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der gerne ruhige, aber dennoch emotionale Familiengeschichten liest.

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    bookgirl

    bookgirl

    09. July 2012 um 10:46

    Inhalt Viola fährt mit ihrem Mann Axel und den zwei Töchtern in ein Sommerhaus nach Schweden. Eigentlich war eine Reise nach Italien geplant, aber wie so oft hatte auch hier Axel das letzte Wort. Erst vor kurzem ist er von einer schweren Krankheit genesen und seine Mutter liegt ganz in der Nähe in einer Pflegeeinrichtug, da sie demenzkrank ist. Man merkt schnell, dass es um die Ehe von Viola und Axel nicht gut bestellt ist. Zu sehr leidet sie unter seiner schlechten Laune. Bei dem Besuch bei seiner Mutter, lernt Viola die 90jährige Lea kennen, die erkennt, wie sehr Viola leidet und ihr eine Mappe mit Geschichten aushändigt, die ihr neuen Lebensmut geben soll. Doch nicht nur diese, sondern auch die Erzählungen aus Leas Leben, verbinden die beiden Frauen auf eine ganz besondere Art. Meine Meinung Schon ab der ersten Seite hat mich die Geschichte um Viola und Lea in ihren Bann gezogen. Inbesondere die Sätze ganz zu Beginn sind so zauberhaft und haben ihre ganze eigene Magie, dass sie mich sofort berührt haben Wenn ich daran denke, wie ich einmal war, wird alles, was geschehen ist, unbegreiflich. Im Tao Te King würde stehen, dass wir mit dem Finger zeigen können, wo sich der Mond befindet, aber dass der Finger nicht der Mond ist. Denn um den Mond zu sehen, muss man hinter den Finger sehen können. Ich glaube, das bedeutet, dass ich am Anfang beginnen muss. Maria Ernestam schreibt gefühlvoll, melancholisch, traurig und trifft den genau richtigen Ton, um diese Familiengeschichten zu schreiben. Denn schnell wird klar, dass es nicht nur um die Geschichte von Viola geht, sondern auch um die von Lea. Ihre Protagonisten sind allesamt authentisch skizziert. Viola, ist mir durchaus symphatisch, aber so manches Mal hätte ich sie gerne gerüttelt und geschüttelt, weil sie sich das unmögliche Verhalten von Axel gefallen lässt. Lea hat mir von allen Charakteren am besten gefallen. Sie ist durch ihre Lebensgeschichte zu einer starken Person geworden, was man nicht nur in ihren Geschichten, sondern auch in den Erzählungen im Gespräch mit Viola merken konnte. Ich habe diese weise alte Frau schnell in mein Herz geschlossen und mich über jeden Besuch von Viola bei ihr gefreut. Am nachdenklichsten hat mich einer ihrer Sätze gestimmt: "Wenn man alles verloren hat. Dann ist man frei." Ich frage mich immer noch, ob das stimmt. Ein Satz dessen Wirkung lange nachhallt. Fazit Wer gerne eine ruhige, aber dennoch eindringliche Familiengeschichte lesen möchte, dem sollte "Das verborgene Haus" gefallen. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen.

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    LibriHolly

    LibriHolly

    02. July 2012 um 17:53

    „Wenn ich daran denke, wie ich einmal war, wird alles, was geschehen ist, unbegreiflich.“ Eine Frau am Wendepunkt ihres Lebens. Eine Ehe kurz vor dem Aus.Bei dem neuen Roman der Erfolgsautorin Maria Ernestam handelt es sich nicht gerade um leichte Kost. Schonen - statt Venedig. Besuche im Pflegeheim der Schwiegermutter - statt dolce far niente. So hatte sich Viola, erfolgreiche Literaturdozentin und Ich-Erzählerin des Romans, ihren Osterurlaub wahrlich nicht vorgestellt. Doch ihr Mann Axel hat sich wieder einmal durchgesetzt, wie so häufig in der letzten Zeit. Axel, erfolgsverwöhnter Anwalt, der sich nach einer schweren Erkrankung, von einem liebenswerten, gleichberechtigten Partner zu einem zynischen, boshaften, seine Familie tyrannisierenden Ehemann entwickelt hat. Viola erkennt den Mann, den sie einst geheiratet hat kaum wieder. Klaglos fügt sie sich jedoch in ihr Schicksal und lässt Axel widerstandslos gewähren. Auch die beiden pubertierenden Töchter leiden zunehmend unter den Launen ihres Vaters. Doch die Situation soll sich schlagartig ändern, als Viola im Pflegeheim ihrer Schwiegermutter die ebenso faszinierende wie intelligente Lea kennenlernt. Die 90-zigjährige Lea war früher Missionarin in Afrika und Asien. Schnell erkennt die kluge ältere Dame, in welch verhängnisvoller Situation sich Viola und ihre Familie befinden. Als kleine Lebenshilfe gibt sie Viola eine Mappe, mit vier selbstgeschriebenen Geschichten voller Weisheit und Lebenserfahrung, mit. Und tatsächlich beginnt Viola ihr Leben zu überdenken. Wird sie bei Axel bleiben? Oder hat die Ehe der beiden am Ende keine Zukunft mehr? Eines wird Viola immer klarer, so wie bisher kann es auf keinen Fall weitergehen. Mit „Das verborgene Haus“ hat Maria Ernestam ein sehr intelligentes, kluges Buch vorgelegt. In einer wunderschönen, bildhaften Sprache, erzählt sie uns eine ebenso gefühlvolle, wie tiefgründige Geschichte über eine Ehe in der Krise. Ihre Figuren sind dabei so authentisch und glaubhaft, dass man sie förmlich vor sich sieht. Nachhaltig beeindruckt hat mich vor allem die Figur der Lea, wer möchte nicht gerne eine solch weise alte Dame kennenlernen, voller Lebenserfahrung und Mut. Vielleicht ist auch dieser Charakter gerade so faszinierend, weil er in der Großtante der Autorin ein reales Vorbild hat. Warum jedoch der Originaltitel „Auf der anderen Seite der Sonne“ („På andra sidan solen“) bei der dt. Übersetzung ausgerechnet in „Das verborgene Haus“ geändert wurde, erschließt sich mir nicht. Fazit: Eine traurige, melancholische, aber sehr schön geschriebene Geschichte über die Sonnen- aber auch die Schattenseiten, die das Leben so mit sich bringt. Prädikat „besonders lesenswert“.

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    tedua

    tedua

    28. June 2012 um 21:05

    Viola und Axel machen mit ihren beiden Töchtern Urlaub in Südschweden. Eigentlich war ein Urlaub im Ausland geplant, aber Axel war schwer krank und muss sich noch erholen, und zudem ist seine Mutter in einem Pflegeheim in der Nähe des Ferienhauses untergebracht. So hat die Familie die Möglichkeit, sie zu besuchen. Bei einem dieser Besuche lernt Viola die 90-jährige Lea kennen und freundet sich mit ihr an. Lea ist eine starke Persönlichkeit. Sie war früher als Missionarin in China und in Afrika tätig. Sie leiht Viola ein Buch mit Geschichten von ihr, eine Art Tagebuch. Die Geschichten sollen Viola helfen, ihr eigenes Lebensglück und ihr Selbstwertgefühl wiederzufinden. Das hat nämlich seit Axels Krankheit sehr gelitten. Axel hat sich verändert und ist herrisch und streitsüchtig geworden. Viola und auch die Töchter haben es nicht leicht mit ihm, und eines Tages wird Viola vor eine schwere Entscheidung gestellt, was ihr weiteres Leben betrifft. Ein wunderbares und warmherziges Buch, das ich sehr gerne gelesen habe! Eigentlich waren es zwei Bücher in einem, denn die Geschichten von Lea waren so berührend und tiefsinnig, dass sie selbst schon ein eigenes Buch verdient hätten! Die Charaktere haben mir gut gefallen, allen voran Lea! Aber auch Viola mochte ich sehr, und sie tat mir unendlich leid, denn so eine Behandlung hatte sie nicht verdient. Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm und leicht, und das Buch lässt sich so recht zügig lesen. Langeweile hatte ich beim Lesen der Lektüre nie. Nun bin ich neugierig auf den Vorgänger „Der geheime Brief“, in dem meines Wissens Lea die Hauptrolle spielt! Für mich ist „Das verborgene Haus“ ein wundervoller, einfühlsamer Roman und eine sehr unterhaltsame Lektüre!

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    tigerbea

    tigerbea

    28. June 2012 um 20:47

    Viola, ihr Mann Alex und die beiden Töchter Tora und Linn sowie ihre Katze verbringen ihren Urlaub in Schonen. Ihr Ferienhaus befindet sich in der Nähe des Pflegeheims, in dem Axels demenzkranke Mutter untergebracht ist. Axel selbst erholt sich noch von einer schweren Krankheit. Bei einem Besuch im Pflegeheim lernt Viola die 90-jährige Lea kennen. Lea war früher Missionarin in China und Afrika. Die beiden Frauen verstehen sich gut. Lea leiht Viola ein Buch mit Geschichten, die Lea aufgezeichnet hat. Violas Verhältnis zu Axel wird immer schwieriger, sie versinkt in Leas Geschichten. Eines Tages wird Violas Beziehung zu Axel auf eine sehr harte Probe gestellt. Dieses Buch fesselt von der ersten Seite an. Es ist sehr schön geschrieben und liest sich anspruchsvoll, aber doch flüssig. Aus diesem Buch hätte die Autorin auch durchaus zwei Bücher machen können, eines mit Leas Geschichte, eines mit der Geschichte von Viola und Axel. Der Spannung hätte es keinen Abbruch getan. Ein empfehlenswertes Buch, das man nicht mal eben "zwischendurch" lesen sollte.

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    MrsAmy

    MrsAmy

    28. June 2012 um 15:54

    Es sind Osterferien und es ist Zeit für einen Familienurlaub. Eigentlich wollte Viola mit ihrem Mann Axel und den beiden Töchtern Tora und Linn nach Venedig. Daraus wurde jedoch nichts, da Axel darauf drängte an einem Ort am Meer nahe des Seniorenheims zu fahren, in dem seine demente Mutter untergebracht ist. Das Ferienhaus, welches die Familie bezieht, ist sehr idyllisch und nur wenige Meter vom Strand gelegen und verspricht einen perfekten Urlaub. Doch Axel, der erst vor einer Weile nach einer schweren Krankheit wieder gesund wurde, verhält sich oftmals gereizt und unterliegt nicht vorhersehbaren Stimmungsschwankungen. Viola ist am Ende ihrer Kräfte, hatte sich ganz der Krankheit ihres Mannes, seinen Bedürfnissen und dem Zusammenhalt der Familie gewidmet. Dann lernt sie in dem Sanatorium in dem Axels Mutter wohnt Lea kennen, eine Frau, die einst Missionarin im fernen China war und ein bewegtes Leben hinter sich hat. Kann sie ihr helfen, wieder zu sich selbst zu finden und wieder die zu werden, die sie einst war? Sobald man die ersten Zeilen von „Das verborgene Haus“ von Maria Ernestam liest, ist man wie gefesselt von der besonderen Aura des Buches. Der Autorin gelingt es auf den ersten Seiten, den Leser auf die kommende Lektüre mit ihrer meist drückenden Atmosphäre einzustimmen. In das Geschehen sind immer wieder kleinere Kurzgeschichten eingebunden, die eine Einblick in das Leben von Lea gewähren, aber keine Reiseaufzeichnungen im eigentlichen Sinne sind, sondern gut erdachte mit teils fantastischen Elementen durchwobene Erzählungen. Die Charaktere sind recht gut ausgearbeitet, aber bei manchen gelingt es der Autorin nicht, dem Leser auch einen anderen Blickwinkel auf die Protagonisten zu ermöglichen und so sind manche Handlungen und Beweggründe nicht vollständig nachvollziehbar. Leider wird der Roman in seinem zweiten Drittel etwas ermüdend und langatmig, doch am Ende beweist Maria Ernestam noch einmal ihre Meisterschaft, die der Leser auch am Anfang verspüren konnte. Ich gebe dem Buch drei von fünf Sternen. Dieser Roman, der keine Lektüre für zwischendurch, sondern auch zum Nachdenken ist, besitzt ein ungeheures Potenzial, dass die Autorin leider nur zum Teil ausschöpfen konnte.

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. May 2012 um 11:58

    Kurzbeschreibung: Die Literaturdozentin Viola reist mit ihrem Mann Axel und ihren beiden Töchtern nach Südschweden ins Sommerhaus. Doch auf der Ferienidylle liegt ein Schatten: Axel, der erst vor Kurzem von einer schweren Krankheit genesen ist, verhält sich seltsam gereizt. Viola hat das Gefühl, dass er ihr etwas verschweigt. Sie sucht Zuflucht in der Begegnung mit der 90-jährigen Lea, die - einst Missionarin in China - Viola nach und nach ihre unglaubliche Familiengeschichte offenbart. Je näher sich die beiden Frauen kommen, desto weiter scheint sich Violas Mann von ihr zu entfernen. Bis etwas geschieht, das Viola vor eine schwere Entscheidung stellt... Zur Autorin: Maria Ernestam, geboren 1959, begann ihre Laufbahn als Journalistin. Sie arbeitete als Auslandskorrespondentin für schwedische Zeitungen in Deutschland und hat außerdem eine Ausbildung als Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin absolviert. Für die "Röte der Jungfrau" erhielt sie vor Kurzem den Französischen Buchhändlerpreis. "Der geheime Brief" stand in Schweden monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste und war auch in Deutschland ein großer Erfolg. Rezension: Viola verbringt die Osterferien zusammen mit ihrem Mann Axel und den Töchtern Tora und Linn in einem Ferienhaus in Schonen. Axel erholt sich von einer schweren Krankheit und das Ferienhaus liegt praktischerweise in der Nähe des Pflegeheims, in dem seine Mutter, die an Demenz leidet, untergebracht ist. Bei einem Besuch bei der Schwiegermutter lernt Viola die 90-jährige Linnea, genannt Lea, kennen, eine charismatische Frau, die als Missionarin in Afrika und China tätig war. Die beiden Frauen freunden sich miteinander an, und Lea leiht Viola ein Buch mit selbstgeschriebenen Geschichten, die sie von ihrer momentan sehr schwierigen Beziehung zu Axel ablenken. Doch die Beziehung wird jeden Tag mehr auf die Probe gestellt, bis Viola etwas erfährt, dass den restlichen Glauben an Axel und ihre Liebe zu ihm ins Wanken bringt... Maria Ernestam ist mit "Das verborgene Haus" ein Roman gelungen, der sich zwar durch eine recht einfühlsame und liebevolle Schilderung hervorhebt, der aber auch einige Mankos vorweist, mit denen ich nicht so gut leben konnte. Viola, die Protagonistin, hat sich durch die Krankheit ihres Mannes Axel sehr ins Negative verändert: Von der unabhängigen Literaturdozentin, die selbstbewusst durchs Leben geht, in ein fast duckmäuserisches, graues Mäuschen, das sich bei jeder kleinsten Kleinigkeit von ihrem Mann über den Mund fahren lässt, ohne Widerworte zu geben, was ich nicht so richtig nachvollziehen konnte. Erst durch ihre aufkeimende Freundschaft mit der alten Lea gewinnt sie etwas von ihrem alten Selbst zurück, was auch durch das Buch mit den selbstgeschriebenen Geschichten von Lea beeinflusst wird, die sie meist für sich allein mitten in der Nacht liest. Auch von ihren Töchtern, 16 und 14 Jahre alt, erfährt sie nicht viel Rückhalt. Diese sind mit ihrem eigenen Leben beschäftigt und scheuen die Konfrontation mit den Eltern, indem sie sich zurückziehen. Violas Mann Axel war mir von Anfang an unsympathisch mit seiner cholerischen und weinerlichen Art. Auch wenn er sich von einer schweren Krankheit erholt, ist dies kein Grund, seinen Ärger darüber an seiner Frau auszulassen und sie und auch die Töchter in einer Tour herunterzumachen. Zwar erfährt der Leser später ein Geheimnis Axels, das er vor seiner Familie verbirgt und das wohl auch ein Grund seiner Handlungsweise ist, aber hat dies direkt nichts mit seinen Angehörigen zu tun und deshalb konnte ich mich in keinster Weise für ihn erwärmen. Der interessanteste Charakter war auf jeden Fall Lea, die 90-jährige ehemalige Missionarin, von der ich aber sehr gerne noch mehr erfahren hätte, da sie die stärkste Person in der Geschichte war und durch kluge Lebensweisheiten brillierte. Leider erfährt man von ihrer Tätigkeit in Afrika und China nur am Rande mittels der Geschichten in dem Buch, das sie Viola leiht. Diese Kurzgeschichten werden von Maria Ernestam in die Handlung mittels eigenständiger Kapitel eingeflochten. Auch den Titel "Das verborgene Haus" konnte ich nicht mit der eigentlichen Geschichte verknüpfen, da ein verborgenes Haus gar nicht vorkommt bzw. erwähnt wird. Marie Ernestam hat mit ihrem Roman eine Geschichte ersonnen, die zwar flüssig zu lesen ist, aber bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte, da die Charaktere in vieler Weise nicht nachvollziehbar handelten. Fazit: "Das verborgene Haus" legt das Augenmerk leider nicht auf den interessantesten Charakter des Buches, sondern müht sich mit der schwierigen Beziehung des Ehepaars Viola und Axel ab, die sich gegenseitig das Leben mehr schwer als schön machen und oft für ihr Handeln bei mir kein Verständnis fanden.

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  • Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

    Das verborgene Haus
    Bellexr

    Bellexr

    24. April 2012 um 11:36

    … bis das der Tod uns scheidet . Über Ostern reist die Literaturdozentin Viola zusammen mit Ehemann Axel und den beiden Töchtern in ein Sommerhaus nach Südschweden. Eigentlich war ein Urlaub in Italien geplant, da aber Axel sich noch immer nicht richtig von einer schweren Krankheit erholt hat und zudem seine Mutter sich seit kurzem in einem Seniorenheim in Schonen aufhält, fiel die Wahl nun auf Südschweden. Bei einem Besuch von Axel’s Mutter lernt Viola die 90-jährige Lea kennen, die fast ihr ganzes Leben als Missionarin in Afrika und Asien verbracht hat. Lea erkennt, dass Viola private Probleme hat und leiht ihr ein kleines Buch, in dem selbstgeschriebene Erzählungen enthalten sind. Während sich die Freundschaft von Viola und Lea immer mehr vertieft, entfernen sich Axel und Viola immer weiter voneinander. Je länger der Urlaub dauert, umso gereizter und unberrechenbarer wird Axel gegenüber seiner Familie, was Viola schon bald vor eine Entscheidung stellt. . Gewissermaßen ist das Buch in zwei Teilen aufgebaut. Zum einen ist man bei Viola und ihrer Familie während ihres Osterurlaubes dabei, den Viola aus ihrer Sicht erzählt. Zum anderen sind immer wieder kurze Geschichten, stellenweise mit spirituellem Hintergrund, eingearbeitet, die Lea selbst geschrieben hat. Meist liest Viola diese Geschichten in den Abendstunden. . Warum Lea ihr diese gibt, wird während des Lesens nicht richtig ersichtlich. Die Vermutung liegt aber nahe, dass Viola durch die Geschichten von Lea endlich anfangen soll, selbst über ihr Leben nachzudenken, was nun wirklich sehr im Argen liegt und so endlich einen Weg findet, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. . Der Schreibstil von Maria Ernestam ist flüssig und einnehmend, oft auch sehr warmherzig und gefühlvoll. Schnell gelingt es ihr dadurch zwar, einem ein Bild von ihren Protagonisten zu vermitteln. Allerdings ist die Selbstfindung von Viola stellenweise auch einfach zu langatmig erzählt und die immer wieder eingeschobenen Geschichten, die in der Vergangenheit spielen, interessant erzählt und in sich abgeschlossen sind, stören häufig den Lesefluss, da sie mit der aktuellen Situation nicht in Verbindung zu bringen sind. . Die Autorin beschreibt Viola zwar als eine eigentlich sehr selbständige wie auch selbstbewusste Frau, die sich jedoch durch die Krankheit ihres Mannes ebenfalls ziemlich verändert hat. Sie schluckt kommentarlos dessen zynischen, ja stellenweise regelrecht bösartigen Bemerkungen und Vorwürfe, geht stoisch über Beleidigungen hinweg und setzt sich noch nicht einmal sonderlich zur Wehr, als auch immer öfter ihre beiden Töchter Opfer von Axels verbalen Rundumschlägen werden. Ihr Verhalten war für mich oftmals nicht nachvollziehbar. . Offensichtlich handelt es sich bei Viola um eine gebildete, intelligente Frau, die von ihren unkonventionellen Eltern zur Selbständigkeit erzogen wurde. Wie sie sich all die Jahre so verbiegen konnte und sich ein solch unwürdiges, respektloses Verhalten ihres Mannes gefallen lassen kann, ist mir schleierhaft. Zumal sie keine Schuld an der Krankheit von Axel trifft, sonst hätte man sich ihr Verhalten ja noch mit einem schlechten Gewissen erklären können. . Auch hätte ich mir gewünscht, etwas mehr über Lea zu erfahren. Denn hier scheint es sich ganz offensichtlich um einen sehr vielschichtigen, ja fast schon weisen Charakter zu handeln, die durch ihre Erlebnisse als Missionarin mittlerweile eine wunderbare Gelassenheit, Selbstsicherheit und Weitsicht an den Tag legt, was wirklich nur bewundernswert ist. Sie ist eindeutig der interessanteste Charakter der ganzen Geschichte, spielt aber leider nur Rande mit. . Fazit: Ein durchaus unterhaltsamer Roman mit einigen Längen und warmherzig beschriebenen Charakteren. Jedoch stören die kleinen Geschichten, die immer wieder mit eingeflochten werden erheblich den Lesefluss und das Verhalten der Protagonistin war für mich nicht immer nachvollziehbar.

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