Maria G. Noel , Runa Winacht Flederzeit - Riss in der Gegenwart (Historischer Roman): 2

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Inhaltsangabe zu „Flederzeit - Riss in der Gegenwart (Historischer Roman): 2“ von Maria G. Noel

Fesselnd, temporeich und spannend

— kadiya
kadiya

Eine Geschichte, die das Herz zum Stolpern bringt.

— Groschenroman
Groschenroman
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  • Atemlose Spannung

    Flederzeit - Riss in der Gegenwart (Historischer Roman): 2
    kadiya

    kadiya

    27. December 2015 um 09:16

    Hier nun der 2. Teil der Flederzeit-Trilogie, den ich verschlungen habe. Matthias ist in der Jetztzeit arrangiert, sein Skript zur Flederzeit beim Verlag und er einigermaßen versöhnt mit dem Leben, als sein Herausgeber ihm die Nachricht zukommen lässt, dass der erste Teil nur veröffentlicht wird, wenn er einen 2. schreibt.Das wiederum stellt Matthias vor die Aufgabe sich nochmals mit den Geschehnissen aus Teil 1 auseinanderzusetzen, die er ja für sich als wahnhafte und flederfiebernde Ausbünde seiner Fantasie abgetan hat. Seine Schreibblockade hält an, sein Bankkonto macht den Geldreserven von Griechenland Konkurrenz, also beschließt er, sich erneut zur Hütte zu begeben und die Dinge nehmen ihren Lauf.... Er findet seine Digitalkamera- und darauf Bilder von Mila und Gangwolf- und sein Leben steht Kopf.Er will zurück- um jeden Preis... Dieses Buch habe ich trotz Weihnachtsvorbereitungen und selbst verordneter Lesepause wirklich verschlungen, es ist um so vieles temporeicher und atemloser in meinem Empfinden (sofern das geht).Die Charaktere an sich sind gesetzter, eher zur Ruhe gekommen, als in Teil 1- aber den Leser trifft die Rastlosigkeit , weil man ja doch nur die Vereinigung will;-). Als Leser bist du zwischen den Welten hin- und hergerissen, die Autorinnen schaffen einen Sog , aus dem man sich nicht befreien kann, bis der letzte Buchstabe gelesen ist. Im 2. Teil ist die Erzählperspektive verändert, die Geschichten von Mila und Matthias laufen parallel, auch ohne Matthias´ Anwesenheit in der Vergangenheit, man erfährt viel Hintergrundwissen aus der Zeit (und wenn man wie ich in Geschichte immer Kreide holen war...googelt man ...viel!) und auch über die Charaktere- die man liebgewonnen hat..oder auch die, die man hasst. Das "erlösende" Ende wird es hoffentlich in Teil 3 geben- und ich bin untröstlich, dass ich nicht direkt weiterlesen kann. Mein Resümee zur Federzeit: Mein Jahreshighlight 2015- so neu, so überraschend und so absolut vielschichtig....ich bin so was von infiziert!

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  • lockerere und leichtere Stimmung als im ersten Teil

    Flederzeit - Riss in der Gegenwart (Historischer Roman): 2
    Tinalini

    Tinalini

    09. July 2013 um 20:44

    Ich möchte eines vorweg sagen: Da dies der zweite Teil einer Trilogie ist, kann ich Spoiler aus Band 1 nicht vermeiden! Wer also den ersten Teil noch nicht gelesen hat, möge bitte aufhören zu lesen. Inhaltlich ist dieses Buch anders aufgebaut als der erste Teil. Waren wir da immer in derselben Zeit wie Matthias, wenn auch mit anderen Personen, wechseln wir hier. Gerade zu Beginn, als Matthias in seiner Zeit, also 2012, ist und Mila und Konsorten in ihrer Zeit, 1290 bis 1293, wechseln wir zwischen den Zeiten, wie andere ihre Unterwäsche. Naja, also fast. Glücklicherweise wird uns hier bei jedem Zeitenwechsel mitgeteilt, in welcher Zeit wir uns nun befinden, ansonsten wäre es sicherlich etwas durcheinander. Das dachten scheinbar auch die Testleser, wie mir der aufmerksame Blick in die Danksagung zeigt. Gewonnen haben mich die beiden Autorinnen aber schon mit ihrem Vorwort. Es geht um die Sprache, die um 1290 gesprochen wurde und dass diese so anders von unserer heutigen Sprache sei. Dass Matthias keine Probleme damit hat, hat er seinem ungeheuren Sprachtalent zu verdanken :-) Spaß beiseite, diesen Umstand haben wir schlicht ignoriert. (Seite 5) Da musste ich schon das erste Mal lachen. Und es erinnerte mich an meine fremdsprachenlose Grundschulzeit, während derer ich einen „Zauberteddy“ hatte. Tagsüber normaler Kuschelteddy, nachts aber brachte er mich durch Raum und Zeit zu diversen Schauspielern und Sängern in der ganzen Welt und ich konnte die entsprechende Sprache derer dank Teddys Hilfe sprechen und verstehen, als wäre es Deutsch.  Bisschen peinlich im Nachhinein, aber ich durfte das. Blond gelockter Engel mit blauen Augen. Und einem ungeheuren Sprachtalent. Ansonsten erschien mir dieses Buch in der Grundstimmung lockerer und lustiger als der erste Teil. Besonders interessant fand ich, dass dem Leser dieses Mal einiges an Hintergrundwissen, sowohl zu der Zeit generell als auch zu den Zeitreisen an sich geboten wurde. Außerdem habe ich mehr als einmal die Burg Ehrenberg ge-wikipedia-t, dann natürlich auch Graf Meinhard und habe dort nach Johann gesucht. Und ich habe Vinzent den Schlächter ge-google-t. Aber ich sag’s euch gleich. Johann und Vinzent habe ich nicht gefunden. Dankbar war ich auch, dass sich die Autorinnen dieses Mal mit der Kleinkindsprache merklich zusammen gerissen haben, die mich ja beim letzten Mal doch ein wenig störte. Wir haben viele lieb gewonnene oder auch verhasste Personen aus dem ersten Teil wieder getroffen und einige weitere kennen gelernt. Und dann dieser Moment gegen Ende, als ich total entsetzt war. Aber was das war, verrate ich natürlich nicht. Das wird noch was geben… Kurz und gut: ich habe das Buch geliebt und kann es gar nicht erwarten, bis der (leider) letzte Teil erscheint.

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  • Das sehnsüchtige Warten hat sich gelohnt ...

    Flederzeit - Riss in der Gegenwart (Historischer Roman): 2
    Groschenroman

    Groschenroman

    27. June 2013 um 18:11

    Endlich, endlich fledert es wieder!   Von einer Sekunde auf die andere werde ich mitten ins Geschehen katapultiert, erlebe die Küchenmagd Mila, die wegen des Besitzes eines besonderen Buches die Aufmerksamkeit des Sohnes des Burgherrn auf sich zieht. Ich bin gebannt von der erotischen Anziehungskraft des Junkers Johann und gleichzeitig abgestoßen von seinem selbstherrlichen Machtstreben, welches keine Skrupel zu kennen scheint. Und doch kann ich Milas Empfindungen so gut nachvollziehen, die zwischen Faszination und Abscheu für diesen Mann schwanken. Sehr einfühlsam wird parallel erzählt, wie es dem Autor Mattis nach seiner Rückkehr in die Gegenwart ergeht. Sein Roman soll endlich angenommen werden, doch nur wenn er einen zweiten Teil schreibt. Matthias jedoch ist inzwischen davon überzeugt, dass die Erlebnisse nur ein Traum waren und kann sich die Entstehung des Buches immer noch nicht erklären. Wie soll ihm da ein zweiter Teil gelingen? Ich leide mit ihm, erlebe wie er mit seinem Leben hadert und bin gerührt, wie er sich Schritt für Schritt zurückkämpft, bis er endlich seine wahren Gefühle erkennt und begreift, wie er wieder glückliche werden kann. Eine Geschichte, in der die Erzählstränge so professionell verknüpft werden, die eine fesselnde und überraschende Entwicklung nimmt und die durch ihre Intensität das Herz zum Stolpern bringt. Ich fluche und verzweifle, seufze und lache, vergesse die Welt um mich herum. Und habe ich im ersten Teil ein paar mehr mittelalterliche Details und bunte Bilder vermisst, so komme ich diesmal voll auf meine Kosten, lerne wunderbare Nebencharaktere kennen, die mich mit ihrer ganz eigenen Geschichte berühren und amüsiere mich köstlich über die skurrilen Szenen, wenn die Neuzeit mit all ihren Verrücktheiten in das mittelalterliche Leben eingreift. Wer kommt schon auf die Idee, mit der Beute vom Wühltisch die Liebste im Mittelalter zu gewinnen? Besonders gelungen ist das Ende, brilliert mit einer überraschenden Wendung und einem wunderschönen Kiss off. Waren im ersten Teil noch einige Fragen unbeantwortet und manch einem der Schluss zu offen, so macht Teil 2 rundum satt und glücklich. Ein Buch, das man nicht nur einmal liest. Wie schön, dass man es auch als Taschenbuch genießen kann. Zurückbleibt ein zufriedenes Lächeln und die Hoffnung, dass es bald wieder fledert.  

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