Maria Goodin

 4.4 Sterne bei 45 Bewertungen

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Valerie kocht

Valerie kocht

 (40)
Erschienen am 30.01.2015
Valerie kocht

Valerie kocht

 (5)
Erschienen am 26.09.2013

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Rezension zu "Valerie kocht" von Maria Goodin

Valerie kocht von Maria Goodin (Hörbuch)
Nele75vor 4 Jahren

Die junge Nell, Anfang zwanzig, hat ihr Leben ganz der Wissenschaft verschrieben und geht voll und ganz in ihrem Beruf auf. Doch als ihre Mutter Valerie schwer erkrankt, zieht sie kurzerhand von London aufs Land, in das kleine, gemütliche Haus ihrer Mutter. Diese liebt jede Art von Geschichten, lässt ihrer Phantasie freien Lauf und hat Nell schon von klein auf damit unterhalten - ob diese nun wollte oder nicht. Doch Val hat noch eine zweite Leidenschaft - sie kocht und backt für ihr Leben gern, probiert immer wieder neue Rezepte aus und fühlt sich eigentlich nur wohl, während sie in der Küche hantiert. Doch Nell kann sich nicht mehr an die ersten Jahre ihrer Kindheit erinnern und möchte nun diese gemeinsame Zeit mit ihrer Mutter  nutzen, mehr über dieses Kapitel ihres Lebens zu erfahren, denn noch dazu wird sie von einem immer wiederkehrenden Alptraum geplagt, den sie nicht deuten kann.

Eigentlich hat mich als erstes dieses wunderschöne Cover angesprochen, über die Geschichte habe ich vorher noch so gut wie gar nichts gehört. Und so hatte ich auch keine großen Erwartungen, wollte einfach mal den Anfang hören und danach entscheiden, ob ich nun weiterhöre oder nicht. Doch Maria Goodin ist es gelungen, mich von Beginn an gut zu unterhalten und Valeries und Nells Geschichte zu lauschen. Die ein oder andere Wendung  hätte ich so nicht erwartet.

Meiner Meinung nach ein sehr ruhig erzähltes Hörbuch, welches trotzdem an keiner Stelle langweilig gewirkt hat. Man konnte sich die jeweilige Handlung gut vorstellen und auch Ulrike C. Tscharre, die das Hörbuch mit seinen insgesamt 331 Minuten liest, trägt dazu bei, dass mir diese Geschichte schöne Hörstunden beschert hat.


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T

Rezension zu "Valerie kocht" von Maria Goodin

Eine wundervolle Liebeserklärung an die Phantasie
tiggervor 4 Jahren

Inhalt:

„Als ich rauskam, war ich noch nicht ganz fertig. Fünf Minuten länger, und ich wäre so groß gewesen, wie die anderen Kinder, sagte meine Mutter. Meine blasse Haut führte sie auf ihre Gelüste nach Weißbrot (zu viel Mehl) zurück und fragte den Arzt, ob ich wohl besser aufgegangen wäre, wenn sie mehr Freiübungen gemacht hätte (zu wenig Luft). […] Für die nächste Schwangerschaft schlug er meiner Mutter vor, es mit einem Kopfstand zu versuchen oder sich im Kreis zu drehen […], das sei dem Mischungsvorgang zuträglich und würde zu einem besser proportionierten Baby führen.“

Alles, was Nell noch über ihre frühen Kindheitsjahre weiß, weiß sie von ihrer Mutter Valerie. Doch Valeries Geschichten sind Phantasiefabeln, die sich gerne an Metaphern über das Kochen und Backen, ihren Hobbies, orientieren.

Nachdem Nell in der Schule wegen dieser absurden Geschichten ausgelacht wird, beschließt sie, sich nur noch auf die Vernunft zu verlassen. Sie wird Naturwissenschaftlerin und führt eine kühle Beziehung mit einem ebenso rational veranlagten Freund.

Als Valerie lebensbedrohlich erkrankt und ihr nur noch wenig Zeit bleibt, quartiert sich Nell bei ihr ein, um endlich die Wahrheit über ihre Herkunft und ihren Vater, den sie nie kennengelernt hat, zu erfahren. Aber Valerie kocht, backt, werkelt in ihrem Garten – und bleibt bei ihren bekannten Geschichten.

Deshalb beginnt Nell heimlich nachzuforschen und macht die Jugendclique ihrer Mutter ausfindig. Dabei kommt sie zwar Stück für Stück der Wahrheit näher, muss schließlich aber doch einsehen, dass Geschichten trösten und heilen können und dass sich Vernunft und Phantasie ergänzen, nicht ausschließen.

Leseeindruck:

Ich habe diesen Roman mit großem Vergnügen gelesen. Die Geschichten, die Valerie erzählt, sind so phantasievoll und rührend - ich habe gar nicht genug davon bekommen können. Erinnert hat mich das Ganze ziemlich stark an den Film „Big Fish“.
Nell mit ihrer rationalen Art ist das genaue Gegenteil von Valerie. Ich konnte ihre Entscheidung für die Vernunft zwar verstehen, fand ihre Art in ihrer Radikalität aber deutlich schwerer nachzuvollziehen. Sie sieht in den Geschichten ihrer Mutter Lügengebilde, die ihr die Wahrheit vorenthalten sollen, ohne zu erkennen, wie viel Liebe aus den Geschichten der Mutter spricht.
Überrascht hat mich anfangs, dass sich Nell an einen solch großen Teil ihrer Kindheit nicht mehr erinnern konnte. Normalerweise setzt die eigene Erinnerung ja in etwa um den 3. Geburtstag ein. Nells Erinnerungslücke erstreckt sich aber über einen deutlich größeren Zeitraum. Diese Besonderheit klärt sich zum Ende des Romans allerdings schlüssig auf.
Valeries Geschichten haben mir sehr gut gefallen, und ich habe es wirklich bedauert, als Nell durch ihre Recherche alle nach und nach „entzaubert“ hat. Deshalb hat mich die erste Hälfte des Romans noch etwas mehr angesprochen als die zweite.

Leseempfehlung:

Für alle, die phantasievolle Geschichten mögen, und für alle Fans des Films „Big Fish“

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Seehase1977s avatar

Rezension zu "Valerie kocht" von Maria Goodin

Nell´s wundervolle Suche nach ihren Wurzeln
Seehase1977vor 4 Jahren

Kurzbeschreibung:

Nell wächst in einer Welt der Phantasie auf. Als sie ein Kind war, veranstalteten bockige Bockwürste in der Küche ihrer Mutter regelmäßig ein Riesentheater. Ihr Vater, ein französischer Koch, kam leider bei einem tödlichen Kuchenunfall ums Leben. Und die Narbe an der Stirn stammt von einem Krebsküchlein, aus dem plötzlich eine Krebsschere schnellte. Jedenfalls war das alles Valerie zufolge so, Nells Mutter. In der Schule wird Nell ausgelacht für diese absurden Geschichten. Zornig beschließt sie, sich künftig von allem Erfundenen fernzuhalten und nur noch Fakten und Logik gelten zu lassen. Als die junge Naturwissenschaftlerin Anfang zwanzig ist, erkrankt Valerie schwer, ihr bleiben nur noch wenige Wochen. Nell legt ihre Karriere auf Eis und zieht zu ihr. Sie möchte ihre Mutter ernsthaft zur Rede stellen, doch Valerie kocht und backt nur. Zudem werden Nells Bemühungen von dem merkwürdig gutaussehenden Gärtner durchkreuzt, der mit Apfelbäumen spricht und Valeries Essen wie auch ihre Geschichten liebt. Doch Nell sammelt Fakten – und was sie auf ihrer Spurensuche entdeckt, stellt ihre Welt auf den Kopf. «Eine herzerwärmende Geschichte, die von der Liebe handelt und davon, warum es manchmal besser ist, Lügen zu erzählen anstelle der Wahrheit.

Da die Kurzbeschreibung schon sehr viel aussagt belasse ich es heute dabei.

„Valerie kocht“ von Maria Goodin ist ein wunderschönes und herzerwärmendes Buch! Die Autorin hat mich von Anfang abgeholt, mitgenommen in Valeries Küche wo sie mit Nell kocht und backt und Früchte einkocht, ich stand mit Nell im Garten, konnte die umgegrabene Erde riechen  und die Äpfel am Apfelbaum. Goodin beschreibt mit  phantasievollen, warmen und schmeichelnden Worten Nell´s Suche nach ihren Wurzeln und der Wahrheit über ihre Kindheit. Die Charaktere sind allesamt wunderbar herausgearbeitet. Die etwas verrückte und schwer kranke Valerie, die gar nicht so verrückt ist, die steife Nell, die für alles eine wissenschaftliche Erklärung braucht und die ihre Phantasie auf den Dachboden gesperrt hat, fort aus ihrem Blick, aber dennoch nicht unerreichbar. Ihr unsympathischer Freund Marc, der Valerie verachtet und der hilfsbereite Gärtner Ewan, der an die Phantasie  und die Hoffnung im  Leben glaubt.

Es handelt sich hier um einen Roman mit ganz viel Phantasie, Leidenschaft, Liebe und Herz, ein Roman der mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und mich gleichzeitig auch zu Tränen gerührt hat. Ein Buch, wunderbar für ein Herbstwochenende, eingekuschelt in eine Wolldecke, draußen tobt der Herbststurm, man hat eine Tasse Tee oder Kakao vor sich und gibt sich einfach nur dieser wunderschönen Geschichte hin. Auch wenn es bei mir Juli war, das Buch bekommt trotzdem  liebevolle fünf Sterne von mir! :-)

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"Dieses Buch ist etwas ganz besonderes, etwas großartiges. Eine Liebeserklärung an das Leben und die Liebsten." - → Rezension von Buecherfee82

Inhaltsangabe
Nell wächst in einer Welt der Fantasie auf. Als sie ein Kind war, veranstalteten bockige Bockwürste in der Küche ihrer Mutter regelmäßig ein Riesentheater. Ihr Vater, ein französischer Koch, kam leider bei einem tödlichen Kuchenunfall ums Leben. Und die Narbe an der Stirn stammt von einem Krebsküchlein, aus dem plötzlich eine Krebsschere schnellte. Jedenfalls war das alles Valerie zufolge so, Nells Mutter. In der Schule wird Nell ausgelacht für diese absurden Geschichten. Zornig beschließt sie, sich künftig von allem Erfundenen fernzuhalten und nur noch Fakten und Logik gelten zu lassen. Als die junge Naturwissenschaftlerin Anfang zwanzig ist, erkrankt Valerie schwer, ihr bleiben nur noch wenige Wochen. Nell legt ihre Karriere auf Eis und zieht zu ihr. Sie möchte ihre Mutter ernsthaft zur Rede stellen, doch Valerie kocht und backt nur. Zudem werden Nells Bemühungen von dem merkwürdig gut aussehenden Gärtner durchkreuzt, der mit Apfelbäumen spricht und Valeries Essen wie auch ihre Geschichten liebt. Doch Nell sammelt Fakten – und was sie auf ihrer Spurensuche entdeckt, stellt ihre Welt auf den Kopf.

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