Maria Hellmann Zuweilen singt die Callas

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Inhaltsangabe zu „Zuweilen singt die Callas“ von Maria Hellmann

Wer träumt nicht von einem Landhaus im sonnigen Süden, der allerdings nicht immer sonnig ist, wie Frau Heidemann feststellen muss.
Mit viel Humor beschreibt Maria Hellmann den langen und teilweise holprigen Weg vom Wunsch über die Suche bis zum Einzug ins renovierte "Rustico" in Italien.

Muss man Italien mögen, um das Buch zu lesen? Nein, man mag es danach automatisch – zumindest ein bisschen (mehr).

— Larissa_Schwarz

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    Zuweilen singt die Callas

    Larissa_Schwarz

    14. April 2017 um 10:01

    Man hat sie sofort vor Augen, die lebenskluge Kosmopolitin, die sehnsüchtig dem Ende ihres Globetrotter-Daseins entgegenblickt. Sie weiß, was sie will und ist erfahren genug, es nicht mit der Brechstange aus ihrem Gegenüber herauszuholen – auch wenn sie es mühelos könnte. In einem angenehmen Plauderton, der trotz eines ökonomisch auf sicheren Füßen stehenden Lebens nie protzig wird, erzählt Maria Hellmann die Geschichte der Heidemannschen Haussuche in Europas Süden. Die Eingrenzung auf Italien. Das Suchen und Finden des begehrten Objekts in den Marken. Wo? Ich hab auch erstmal gegoogelt. Lohnt sich aber. Traumhaft! Für gewöhnlich zitiere ich Bücher in Rezensionen nicht, aber hier mache ich gern die Ausnahme von der Regel. „Strapazen waren schon immer unser Glücksfaktor. Unbeschwert und leicht wollen wir nie durchs Leben dümpeln.“ Warum mich diese beiden Sätze so beeindruckt haben? Sie könnten dem Buch als Untertitel dienen, sind seine Quintessenz und verraten dennoch nicht zu viel. Wo man, bei Menschen, die sich solch eine Immobilie leisten wollen und können, eine gewisse Larmoyanz vermutet, entpuppen sich die Heidemanns als denkende Macher. Den mit wachsendem Fortgang der Restaurierung des Hauses beginnenden Verfall der beziehungsinternen Harmonie schildert sie eindrücklich. Als Leser ist man froh, es mit intelligenten und selbstironischen Protagonisten zu tun zu haben, die wissen, was sie sich und ihrer Beziehung zumuten können und wie sich aus Trümmerteilen ein wundervolles neues Ganzes erschaffen lässt. „Zuweilen singt die Callas“ ist mehr als eine humorige Erlebnisschilderung. Wer es mit offenem Geist liest, kann äußerst brauchbare Ratschläge für den Umgang mit Stresssituationen ableiten, wird mit wenig Überraschungen, aber dafür viel Wohlgefühl im Sinne von „Hätte ich auch so gemacht“ oder „Recht hat sie!“ belohnt. Zwischendurch schmeckt man den Baustaub auf der Zunge, riecht das verführerische Bratstück im Forno und hört den Lärm der Hauptstraße. Oder Zucchero und … die Callas!? Muss man Italien mögen, um das Buch zu lesen? Nein, man mag es danach automatisch – zumindest ein bisschen (mehr).  

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