Maria Knissel

 4,7 Sterne bei 23 Bewertungen
Autorin von Letzte Meile, Spring! und weiteren Büchern.
Autorenbild von Maria Knissel (©Nina Skripietz)

Lebenslauf von Maria Knissel

Für die Recherche zu „Letzte Meile" war Maria Knissel viel unterwegs: Mehrere Wochen lang wanderte sie mit dem Rucksack auf der „Via Alpina“ durch die Alpen. In Bremerhaven lernte sie bei einem „Helicopter Underwater Escape Training“, wie man sich aus einem ins Meer abgestürzten Hubschrauber rettet. Und im schleswig-holsteinischen Watt war sie mit einem Ornithologen der Schutzstation Wattenmeer unterwegs, Vögel zählen. Viele dieser Orte und Begebenheiten spielen auch in ihrem Roman eine Rolle.„Immer war es ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte“, sagt sie. „Das eigene Erleben ist das beste Mittel gegen Klischees beim Schreiben.“

Maria Knissel wuchs im Sauerland auf, studierte und arbeitete in Berlin und in Südhessen mit Stippvisiten in Kalifornien, Indien und Nordnorwegen. Seit 2015 lebt sie in Kassel. Ihr Debüt „Der Klarinettist“ erschien 2007, mit den Romanen „Drei Worte auf einmal“ (2012) und „Spring!“ (2015) wurde sie überregional bekannt. Seit August 2019 ist ihr vierter, aktueller Roman „Letzte Meile" auf dem Markt. 

Maria Knissel leitet die „Textwerkstatt im Literaturhaus Nordhessen“ in Kassel, ist Vorstandsmitglied des Literaturhauses und Pressesprecherin der Initiative „Autoren helfen“.

Alle Bücher von Maria Knissel

Cover des Buches Letzte Meile (ISBN: 9783955423452)

Letzte Meile

 (10)
Erschienen am 01.08.2019
Cover des Buches Spring! (ISBN: 9783955421441)

Spring!

 (9)
Erschienen am 17.02.2020
Cover des Buches Drei Worte auf einmal (ISBN: 9783942921824)

Drei Worte auf einmal

 (4)
Erschienen am 01.01.2012

Neue Rezensionen zu Maria Knissel

Cover des Buches Letzte Meile (ISBN: 9783955423452)BrittaRoeders avatar

Rezension zu "Letzte Meile" von Maria Knissel

Trauer ist ein weiter weiter Weg
BrittaRoedervor 7 Monaten

Maria Knissel beschreibt in ihrem Roman „Die letzte Meile“ die Trauer zweier Menschen, denen das Unfassbare passiert: Samuel und Marlene haben ihre Tochter verloren. Teresa war siebzehn als sie den Kampf gegen den Krebs verlor.

Weiter machen, weiter leben, irgendwie an der Welt teilhaben ... Alles, was Samuel und Marlene jedoch versuchen, bleibt vergebens. Schließlich trennen sie sich sogar, denn so wenig wie sie zu sich selbst finden, finden sie nach dem Verlust noch zueinander.

Knissel beschreibt den Kummer dieser verwaisten Eltern dermaßen authentisch, dass einem beim Lesen die Luft weg bleibt. Der Schmerz wird zu einem festen Gegenstand, an dem sich die Protagonisten immer wieder stoßen und verletzten und an den sie sich krampfhaft klammern, da er für sie längst die einzige und letzte Verbindung zum verlorenen Kind darzustellen scheint. Ein langer Weg steht beiden bevor, auf dem sie lernen müssen loszulassen, um ins Leben zurückzufinden.

Ausgiebig hat Knissel für diesen, ihren vierten Roman inzwischen, recherchiert: Sie wanderte mehrere Wochen lang mit dem Rucksack auf der „Via Alpina“ durch die Alpen, lernte in Bremerhaven bei einem „Helicopter Underwater Escape Training“, wie man sich aus einem ins Meer abgestürzten Hubschrauber rettet und begleitete im schleswig-holsteinischen Watt einen Ornithologen der Schutzstation Wattenmeer, um Vögel zu zählen. Und das spürt man. Denn der Realismus, mit dem sie das Alltagsleben ihrer Figuren schildert, lässt das Gelesene zu einer Art zweiten Haut werden, in die man als Leser*in schlüpft. „Die letzte Meile“ ist von einer Unmittelbarkeit, die einem auch nach der Lektüre noch lange umfangen hält.

Maria Knissel erschafft mit ihrem Roman richtig gute Literatur, denn sie erzählt völlig klischeefrei nicht nur eine bewegende Geschichte, sie erzeugt einen Raum, in dem man sich als Leser oder Leserin mit dem großen Thema von Tod, Abschied und Trauer konfrontiert sieht, ohne dabei verloren zu gehen.

Absolute Leseempfehlung!

 


Kommentare: 1
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Cover des Buches Letzte Meile (ISBN: 9783955423452)rewarenis avatar

Rezension zu "Letzte Meile" von Maria Knissel

Abschied
rewarenivor 2 Jahren

Ein schwerer Schicksalsschlag verändert das Leben von Marlene und Samuel. Ihre geliebte Tochter Theresa ist mit nicht einmal 18 Jahren gestorben. Plötzlich ist nichts mehr wie es war. Da beide auf ihre eigene Art versuchen mit ihrer Trauer umzugehen, kommt es zwischen ihnen immer wieder zu einem Streit und beide gehen eines Tages eigene Wege. Samuel, der Vogelkundler und Wissenschaftler zieht von zu Hause aus und versucht in der Einsamkeit und den vielen Bildern seiner Tochter, die er bei Marlene nicht aufstellen durfte, aus seinem Tief zu kommen. Dass er schon lange keine Arbeit mehr hat, hat er seiner Frau verschwiegen. Marlene hingegen versucht in ihrer Arbeit als Windkraftingenieurin mit ihrem Kummer umzugehen, was ihr aber nicht wirklich gelingt. Sowohl Samuel, als auch Marlene verschließen sich immer mehr. Als Marlene einen alten Rucksack ihrer Tochter findet mit Notizen, wo sie gemeinsam mit ihrer Mutter eine Wanderung über die Alpen machen wollte, fast diese einen abenteuerlichen Plan, wo Marlene mehr als einmal bis an ihre Grenzen gehen wird.

,, Letzte Meile“ ist die berührende Geschichte zweier Menschen, die einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben. Die Autorin Maria Knissel nimmt dabei den Leser auf eine abenteuerliche und emotionale Reise mit, wo die Geschichten von Samuel und Marlene aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Während Samuel die Bilder seiner Tochter rund um sich braucht und immer wieder glaubt ihre Stimme zu hören, will  hingegen Marlene nichts darüber wissen und kann auch nicht mehr mit Samuel zusammen sein. Hierbei hat die Autorin sehr einfühlsam beschrieben, wie es den beiden geht. Jeder geht mit seiner Trauer anders um und sie zeigt auch auf, wie schwer es für jemand Außenstehenden sein kann, Hilfe anzubieten, wenn diese nicht erwünscht ist. Es sind berührende und auch bildhafte Szenen, die immer wieder die Trauer, die Wut und auch die Verzweiflung der beiden  beschreiben. In einer ruhigen und sensiblen Art und Weise erzählt Maria Knissel die Geschichte, wo der Leser mitleiden und mitfühlen kann. Trotzdem zeigt die Autorin auch immer wieder in kleinen Szenen, dass es einen Hoffnungsschimmer gibt, dass die beiden zu einander finden können und lernen müssen, wie sie mit dem neuen Leben ohne ihrer geliebten Tochter zurecht kommen können.

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Cover des Buches Letzte Meile (ISBN: 9783955423452)Ramses18s avatar

Rezension zu "Letzte Meile" von Maria Knissel

Tschüss Teresa
Ramses18vor 2 Jahren

Tschüss Teresa

Wie nennt man Eltern, die ein Kind verlieren? Für alles gibt es Wörter, für Personen die ihren Ehepartner verlieren, Witwe und Witwer, für Kinder die ihre Eltern verlieren, Waise, etc. aber keines für Eltern die ihr Kind verlieren. Samuel und Marlene sind solch ein Elternpaar, das Teresa ihre Tochter verliert. Sie gehen unterschiedlich mit ihrer Trauer und dem Tod von Teresa um. Beide versuchen ihr Leben weiter zu leben. Gelingt ihnen dies? Ist so etwas überhaupt möglich?

Meine Meinung:

Sehr anschaulich und bewegend erzählt die Autorin wie Samuel und Marlene versuchen ihr Leben nach dem Tod von Teresa weiter zu führen. Ohne zu beschönigen und mit sehr eindrücklichen und gefühlsvollen Worten, aber auch sehr ausführlich, für mich zum Teil zu detailliert und ausschweifend. In diesem Buch geht es hauptsächlich um die Trauerbewältigung von Samuel und Marlene und der nächsten Freunde von Teresa. Der Tod und das Leben von Teresa wird nur  am Rande erwähnt, was ich sehr gut finde. Das Cover ist ein Hingucker, gefällt mir sehr gut und wäre mir in jedem Buchladen aufgefallen. 

4 Sterne von mir und eine Kaufempfehlung für alle, die sich für Trauer und Bewältigung dieser interessieren.  

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Gespräche aus der Community

Diesen Monat ist im Societäts-Verlag der neue bewegende Roman „Letzte Meile“ von Maria Knissel erschienen. Bewerbt euch jetzt und gewinnt jeweils eins von zwölf Printexemplaren des Buches. 


Wir freuen uns auf eure Teilnahme und eure Leseeindrücke!

Liebe Leserinnen und Leser,


wir verlosen zwölf Exemplare des neuen Romans Letzte Meile unserer Autorin Maria Knissel


Wie nennst du eine Mutter und einen Vater, deren Kind nicht mehr ist? Für alle im Familiensystem gibt es Worte: Mütter, Väter, Töchter, Söhne, Tanten, Großonkel, Urgroßmütter, Schwippschwäger, Witwen und Waisen. Welchen Namen hast du für uns, die Eltern ohne Kind?


Berührend und unglaublich einfühlsam erzählt Maria Knissel die Geschichte eines Paares, das sich erst ganz verlieren muss, um wieder zueinanderzufinden. Durch Perspektivwechsel zwischen Marlene und Samuel werden die Leser immer tiefer in die Bewältigungsstrategien und Ereignisse hineingezogen, sodass sich eine große Nähe zu den Protagonisten einstellt. Was passiert, wenn die eigene Welt aus den Angeln gehoben wird? Wenn eine Beziehung nach dem Tod des Kindes einfach auseinanderbricht? Ein Buch über Verlust, Einsamkeit und ungeheuren Schmerz, aber auch über ein „Zurückfinden“ ins Leben und eine Liebe, die die tiefste Trauer überwindet. Eine Geschichte von zwei Menschen, die über Grenzen gehen müssen, um sich als Paar neu zu finden.


Für die Recherche zu ihrem vierten Roman war Maria Knissel viel unterwegs: Mehrere Wochen lang wanderte sie mit dem Rucksack auf der „Via Alpina“ durch die Alpen. In Bremerhaven lernte sie bei einem „Helicopter Underwater Escape Training“, wie man sich aus einem ins Meer abgestürzten Hubschrauber rettet. Und im schleswig-holsteinischen Watt war sie mit einem Ornithologen der Schutzstation Wattenmeer unterwegs, Vögel zählen. Viele dieser Orte und Begebenheiten spielen auch in ihrem Roman eine Rolle.


„Immer war es ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte“, sagt sie. „Das eigene Erleben ist das beste Mittel gegen Klischees beim Schreiben.“


Haben wir eure Neugierde geweckt? Um euch zu bewerben, schreibt uns einfach bis zum 31. August, was ihr von der Leseprobe haltet und warum ihr gerne weiterlesen würdet!


Viel Spaß wünscht euch das Team vom Societäts-Verlag

129 BeiträgeVerlosung beendet

Olympische Spiele. Nur noch ein einziger Sprung bis zur Goldmedaille.

Was aber, wenn du in diesem Moment versagst?

So wie Angelika in dem Roman „Spring!“.
Noch über zwanzig Jahre später hadert sie mit ihrem großen Versagen, nach dem sie sich für immer vom Leistungsturnen verabschiedet hat.  Doch dann kommt die zehnjährige Lian in Angelikas marode Sporthalle und mit ihr ein lukratives Angebot: Angelika soll das Mädchen zu einer Eliteturnerin machen. Unversehens taucht sie wieder in ihr altes Leben, in dem nur eines zählte: höher, schneller, besser zu sein als die Anderen.
Muss sich ihre Geschichte in Lian wiederholen? Erst spät erkennt Angelika, dass Lian in Wirklichkeit einen ganz anderen Kampf kämpfen muss, einen, in dem es keine Gewinner geben kann.

„Nach diesem Buch werden Sie die Welt des Spitzensports mit anderen Augen sehen. Die Geschichte der Turnerin Angelika hat mich an vieles in meiner Laufbahn erinnert und zu Tränen gerührt“ (Yvonne Haug, 1983/84 mehrfache deutsche Meisterin im Kunstturnen, 2015 deutsche Meisterin und Weltmeisterin (Elite Class 40+) im Pole Sport.  

Leseprobe: http://www.societaets-verlag.de/sites/default/files/leseprobe_spring.pdf

Neugierig geworden? Gern möchte ich mit euch über „Spring!“ diskutieren und lade zur Leserunde ein. Der Societäts-Verlag stellt dafür 10 Leseexemplare zur Verfügung.

Bitte bewerbt euch bis einschließlich 5. Februar und beantwortet folgende Frage: Würdet ihr es begrüßen und fördern, wenn euer Kind Leistungssportler oder Leistungssportlerin werden möchte?

Ich freue mich auf eure Bewerbungen und werde am 6. Februar im Anschluss auf die Bewerbungsphase die signierten Bücher an die Gewinner verschicken (innerhalb Europas). Wer das Buch schon hat oder sich bis zum Start der Leserunde (Mitte Februar) zulegen möchte, ist natürlich ebenfalls herzlich eingeladen.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bitte ich, innerhalb von zwei Wochen zum Austausch in allen Abschnitten etwas beizutragen und nach der Leserunde eine Rezension auf Lovelybooks, Amazon und wo ihr euch sonst noch so herumtreibt, zu stellen. Danke!

Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich auf den Austausch!

Eure Maria Knissel

(Mehr Infos zu mir und meinen Büchern findet ihr unter www.mariaknissel.de. )

127 BeiträgeVerlosung beendet
Booky-72s avatar
Letzter Beitrag von  Booky-72vor 5 Jahren
Hier fehlte leider noch meine Rezi: http://www.lovelybooks.de/autor/Maria-Knissel/Spring-1178901750-w/rezension/1246801351/ habe sie auch gleich bei Amazon hochgeladen, dort unter Bookstar. Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte und sorry für die Verspätung.

Zusätzliche Informationen

Maria Knissel im Netz:

Community-Statistik

in 30 Bibliotheken

von 10 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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