Maria Konnikova Mastermind: How to Think Like Sherlock Holmes

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Inhaltsangabe zu „Mastermind: How to Think Like Sherlock Holmes“ von Maria Konnikova

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    Mastermind: How to Think Like Sherlock Holmes
    TheRavenking

    TheRavenking

    29. August 2014 um 20:59

    Der Titel lässt auf Großes hoffen. Wird man nach dem Lesen wirklich so brillant sein wie Holmes? Kann derjenige, der dieses Buch in die Hand nimmt, hinterher eine Karriere als Detektiv starten. Vielleicht sogar der Polizei beim Kampf gegen das Verbrechen zur Seite stehen? Oder durch das hier Gelernte glänzende Erfolge im Beruf erringen? Werden die Kollegen im Büro demnächst vor Ehrfurcht erstarren, wenn man den Mund aufmacht? Wird man seine Bekannten mit brillanten Schlussfolgerungen und scharfsinnigen Beobachtungen verblüffen können? Ich enttäusche Sie nur ungern, meine Damen und Herren, aber wenn Sie diesbezügliche Hoffnungen hegen, sollten Sie lieber die Finger von dem Buch lassen. Ich glaube kaum, dass es ihr Leben grundlegend verändern wird. Es ist ein ganz normaler Ratgeber, der sich einzig dadurch vom Gros ähnlicher Publikationen unterscheidet, dass er die Figur Sherlock Holmes' als Ausgangspunkt für seine lehrreichen Betracthungen nimmt. Maria Konnikova ist Psychologin und seit ihrer Kindheit ein Fan des Meisterdetektivs. Sie hat sich gefragt, was Normalmenschen von Holmes lernen können. Die Autorin analysiert also Holmes' Methoden und versucht daraus allgemeine Ratschläge für den Alltagsgebrauch zu destillieren. Konkret sieht das so aus, dass Konnikova Passagen aus dem Holmes-Kanon zitiert und dann minütiös untersucht wie genau Sherlock Holmes im jeweiligen Fall zum Erfolg gelangt ist. Außerdem bedient sie sich der Erkenntnisse der modernen Neurowissenschaft und natürlich der allgemeinen Psychologie. Gleich am Anfang etabliert sie ihre Theorie, nach der wir alle über ein System: Watson und ein System: Holmes in unserem Gehirn verfügen. Watson ist der konservative, mechanische Teil unseres Gedankenapparats, der keine Risiken eingehen möchte und höchsten Wert auf Sicherheit legt, während Holmes offen für ungewöhnliche Lösungen und neue Ideen ist. Wir müssen also versuchen, das System: Watson zum Schweigen zu bringen und öfter den Teil Holmes zu gebrauchen. Konzentrations- und Meditationsübungen können dabei behilflich sein. Das ist alles ganz amüsanz, aber wenn man schon den einen oder anderen Ratgeber dieser Art gelesen hat, wird man hier wenig Neues finden. Es ist im Grunde nur alter Wein in neuen Schläuchen, der hier dargeboten wird. Wer Sherlock mag, wird der Lektüre sicher trotzdem einige Freude abgewinnen können. Sehr schön finde ich allerdings das Cover dieser britischen Penguin-Ausgabe, mit der Silhouette von Benedict Cumberbatch vor dem Hintergrund des modernen London. Insgesamt vergebe ich fünf Sterne für die Idee, drei Sterne für die Umsetzung.

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